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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Moderate Trinker sollen glücklicher sein als Abstinenten

Samstag 29. August 2009 von htm

Menschen, die sehr viel oder überhaupt keinen Alkohol konsumieren, sind öfter depressiv, als jene, die ab und zu trinken. Dies deckten norwegische Forscher mit Hilfe einer großen Umfrage auf. Die Mediziner von der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim befragten 38.390 Bewohner der norwegischen Region Nord-Trøndelag. Die Menschen machten zwei Wochen lang Angaben zu ihrem geistigen und körperlichen Befinden, sowie zu ihren Trinkgewohnheiten.
Um Verfälschungen auszuschließen, hatten die Mediziner jene Alkoholverweigerer im Vorfeld aussortiert, die dem Lieblingsgetränk des Bacchus auf Grund einer überstandenen Alkoholabhängigkeit entsagten.
Wie erklären die Mediziner ihre Erkenntnisse? Scheinbar befindet sich unter den Nicht-Trinkern ein größerer Anteil von Menschen mit körperlichen Beschwerden. „Das bedeutet sie müssen auch öfter Medikamente einnehmen. Und das verbietet ihnen das Trinken womöglich“, so Eystein Stordal, ein Professor von der NTNU und Leiter der Studie. Zudem ist es gut vorstellbar, dass die Krankheit den Betroffenen aufs Gemüt schlägt oder sogar eine Depression hervorruft. Eine weitere Erklärung sehen die Forscher darin, dass Abstinente häufig weniger Freunde haben, als die moderaten Trinker. „In der westlichen Bevölkerung wird jemand, der Alkohol trinkt, in der Regel eher akzeptiert, als derjenige, der abstinent lebt“, erklärt Stordal. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.8.09) apotheken-umschau.de, 28.8.09 Kommentar: Warum wurden die Menschen mit möglichen körperlichen oder seelischen Gebrechen nicht gleich ausgeschieden wie die Ex-Alkoholiker? Das Thema ist doch schon seit den Herz-Forschungen bekannt. Geht es nicht auch schon wieder um den reisserischen Titel zwecks Alkoholmarketing? Die Bild-Zeitung bringt prompt eine verkürzte Version ohne die Einschränkung wegen körperlicher oder seelischer Gebrechen. Andere Zeitungen werden genüsslich folgen. Man könnte weitere Erklärungsmöglichkeiten anbieten: Depression bei Abstinenten durch Mobbing machtbesessener MitarbeiterInnen; Wut und Trauer über eine Gesellschaft, die in hundert Jahren nichts gelernt hat und sich immer noch von der Alkoholindustrie mit Krankheit und Tod, Armut und Not terrorisieren lässt, u.a. mit dem Versprechen, zwei Gläser pro Woche würden mehr Glück bedeuten.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Medizin, Werbung | Keine Kommentare »

Standpunkte online: April-Ausgabe

Freitag 8. Mai 2009 von htm

Die April-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist artikelweise oder als Ganzes (pdf, 12S., 208Kb) online zugänglich. Aus dem Inhalt: * Von der Plakatwand in die Online-Welt: Alkohol-Marketing im Wandel
* Macht Alkohol alt? * St(r)andpunkt: Auf das Bier gekommen (Quelle: Infoset Newsletter Mai)

Kategorie: Allgemein, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen, Werbung | Keine Kommentare »

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