Leserbrief     

24.07.2008                                        (leicht gekürzt veröffentlicht am 04.8.08)

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Leserbrief zu „DIE FRAGE“ (Alkoholverbote, am 21./22. 7.08)

In dieser Kurzfassung kommen automatisch wichtige Informationen zu kurz: Nicht nur die Todesfälle infolge Alkohol nahmen ab, auch die Gesundheit der Bevölkerung profitierte in grossem Masse. Nicht zuletzt die positiven Ergebnisse bewirkten, dass bis heute in vielen US-Staaten einzelne prohibitive Massnahmen überlebt haben, obwohl die Alkoholindustrie mit allen Mitteln diese immer wieder zu Fall zu bringen versucht. Die Prohibition nur mit den Anti-Alkohol-Organisationen in Verbindung zu bringen, greift zu kurz. Die eigentliche Triebfeder waren die Frauenbewegungen, bekannt geworden als Suffragetten. Die Frauen hatten unter der Alkoholnot ihrer Männer am meisten zu leiden. Aus diesen Frauenaktivitäten erwuchs dann die Frauenrechtsbewegung, die das Stimm- und Wahlrecht erkämpfte. Die Prohibition war sozusagen ein Nebenprodukt. Bei uns verlief die Entwicklung anders. Die damaligen Liberalen, die unseren Staat seit der Gründung anführten, hatten die Einsicht, dass die Alkoholnot mit gesetzlichen Mitteln eingedämmt werden musste. So entstand die erste Alkoholgesetzgebung. Die Frauen wurden nicht radikalisiert, das Frauenstimmrecht musste bis in die 70er-Jahre des 20. Jh. warten.  Auch bei uns gab es vorher eine Art Prohibition. Im Wallis z.B. wurden Gastwirtschaften behördlich geschlossen, weil ganze Familien durch sie ruiniert wurden. (Nachzulesen in der Dorfchronik von Saas-Fee)

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

   

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Stand: 30.12.2008