GUTTEMPLER


Und
wie viel Alkohol verträgt die Gesellschaft?
Vorschläge
der GUTTEMPLER für eine nachhaltige Kostensenkung im Gesundheitswesen
und bei den Rentenversicherern.
Forderungen
Die
Guttempler in Deutschland sind der Auffassung, dass eine notwendige
Einstellungs- und Verhaltensänderung gegenüber dem Gebrauch von
alkoholischen Getränken durch eine umfassende Information und Aufklärung
erreicht werden kann, die durch begleitende gesetzliche Maßnahmen
unterstützt werden müssen.
Deshalb fordern die GUTTEMPLER:
1.
Unverzügliche Umsetzung der Beschlüsse der Weltgesundheits-
organisation WHO für Europa
2.
Einheitliche Gesetzgebung für alle Suchtmittel
3.
Politische Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholverbrauchs
4.
Werbeverbot für Alkohol
5.
Warnhinweise auf den Produkten bezüglich der
Konsumrisiken während der
Schwangerschaft und
Stillzeit
6.
Punkt-Nüchternheit
7.
Null-Promille im Straßenverkehr
8. Umfassende und ständige Aufklärung über die
Wirkung und Gefahren
des Alkohols
sowie weitergehende präventive Maßnahmen.
9. Kontinuierliche Forschung zur Ermittlung der
alkoholbedingten Folgekosten.
10. Entwicklung einer
Alkoholkontrollpolitik ohne Einwirkung der Alkoholindustrie als
wesentlicher Verursacher.
Gesellschaftliche
Einnahmen und Ausgaben durch den Alkoholkonsum
Gerne
weisen die Interessenvertreter der Alkoholindustrie
auf die geldspendende Wirkung ihrer Produkte für den Fiskus hin. In der
Tat kassiert die öffentliche Hand jährlich durch die Steuern auf Bier,
Schaumwein und Branntwein 3 Milliarden Euro.
Eine beachtliche Summe - doch deckt sie nicht
einmal 20 % der alkoholbedingten Kosten.
Nach Untersuchungen des Robert Koch Instituts,
betragen die alkoholbedingten Kosten jährlich 20 Milliarden Euro für Kranken-und
Rentenversicherer.
20 Milliarden Euro müssen Jahr für Jahr von der Solidargemeinschaft
aufgebracht werden, um die direkten und indirekten Kosten des
Alkoholkonsums zu decken!
Gibt es
keinen Ausweg ?
Fakten
zum Alkoholkonsum:
7
bis 12 % der Bevölkerung trinken gar keinen Alkohol aber -
über 9 Millionen Menschen haben gravierende Alkoholprobleme
oder sind abhängig vom Alkohol.
Es ist davon auszugehen, dass
diese Gruppe 70 % des gesamten Alkohols konsumiert.
Menschen,
die bereits erhebliche soziale und gesundheitliche Probleme haben, sind
die attraktivste Kundengruppe der Alkoholindustrie.
Die
Alkoholindustrie macht im wesentlichen ihre Gewinne in dieser Kundengruppe,
ohne sich um das menschliche Elend und die gesellschaftlichen Kosten zu
kümmern.
Gibt es keinen Ausweg ?
Internationale
Untersuchungen belegen, dass die
alkoholbedingten Schäden und damit die Kosten im direkten Verhältnis
zum Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol stehen.
Wird das Ziel der Weltgesundheitsorganisation erreicht, den Pro-Kopf
-Verbrauch an Alkohol um 25 % zu senken, bedeutet das eine Entlastung für
die Krankenkassen und Renten Versicherer um
5 Milliarden Euro !
5
Milliarden Euro, die jährlich ohne Leistungsverschlechterungen in Form
von Beitragssenkungen an die Bürger weitergegeben werden können.
Entscheidend für die weitere Kostenentwicklung ist es, die Gruppe der
Menschen mit einem gefährlichen oder abhängigen Konsum zu reduzieren.
GUTTEMPLER und natürlich auch andere Verbände versuchen, Mitmenschen
dieser Gruppe mit ihren Angeboten zu helfen.
Untersuchungen zeigen: wer bis zum 25 Lebensjahr keinen riskanten
Alkoholkonsum hat, wird auch im weiteren Leben mit großer
Wahrscheinlichkeit nicht zum Hochkonsumenten.
Hier liegt der Schlüssel für
eine nachhaltige Kostenreduzierung
Das wissen auch die Alkoholindustrie
und ihre Interessengruppen,
darum
werden Milliarden an Werbung ausgegeben, um besonders die junge
Generation für den Alkoholkonsum zu gewinnen. Ungeniert wird auch mit
der Rauschwirkung der Produkte geworben und es werden spezielle
„Drinks" Alkopops
und Designerdrinks entwickelt. Die Gewinne dieses Geschäftes werden
privatisiert und die Folgen werden sozialisiert.
In Deutschland propagiert die Industrie, besonders durch ihre
Interessenorganisation der „Deutschen Initiative zur Förderung eines
verantwortungsvollen Umgangs mit alkoholischen Genussmitteln (DIFA)"
die Eigenverantwortung. Wenn diese Eigenverantwortung zur Vermeidung eines schädlichen oder abhängigen Konsums
führte,
würde die Industrie mehr als die Hälfte ihres Umsatzes einbüssen. Darum widersetzt sich die
DIFA
auch allen gesetzlichen Maßnahmen.
Das Thema Jugend und Alkohol existiert für die DIFA nicht, wie ein
Besuch auf der home page
(www.difa-forum.de zeigt. Gerade für diese Zielgruppe werden
aber Programme und gesetzliche Maßnahmen gebraucht, um einen gefährlichen
und abhängigen Konsum im späteren Lebensalter zu verhindern.
Das Einstiegsalter der Jugendlichen muss
zukünftig um mindestens 5 Jahre angehoben werden. Gelingt dieses nicht,
werden Chancen zur Kostenreduzierung bewusst
verspielt. Ohne energisches Gegensteuern ist sogar zu befürchten, dass
das Einstiegsalter noch weiter absinkt, was unweigerlich zu einem
Anstieg der Gruppe mit problematischem oder abhängigen Konsum führt,
mit einer unweigerlichen Kostensteigerung.
Es gibt einen Ausweg!
Darum
fordern
die GUTTEMPLER
die folgenden konkreten Maßnahmen:
-
Anzeigenkampagne der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung analog der Aids/HIV
Kampagne zur gesellschaftlichen Diskreditierung des Alkoholkonsums,
besonders unter Jugendlichen
-
Heraufsetzung des
gesetzlichen Abgabealters für alkoholische
Getränke einheitlich auf das
Alter von 21 Jahren
-
Striktes Alkoholverbot
in allen Einrichtungen und bei allen Veranstaltungen, die
mehrheitlich von Jugendlichen besucht werden
-
Das muss
besonders auch für die entsprechenden Abteilungen
der Sportvereine gelten.
-
Verbot der verdeckten
Werbung durch die Alkoholindustrie(Sponsoring)
-
Generelles
Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum
Viele
dieser Forderungen erscheinen sehr drastisch. Das Problem Alkohol,
besonders die Entwicklung des Rauschtrinkens unter Jugendlichen,
verlangt aber nach energischen Maßnahmen.
Der
Alltag in den Discotheken - ein geeigneter Platz für junge Menschen ?
Gesetzliche
Vorschriften werden bei der Preisgestaltung nicht eingehalten. Der
Literpreis für Mineralwasser beträgt 5 Euro,
Bier kostet nur 4 Euro. Ein alkoholfreies Getränk 0,2 Liter, müsste bei diesem Bierpreis nach §6 des Gaststättengesetzes
unter 0,80 Euro kosten.


Jugend
braucht Spaß und Ausgelassenheit,
gemäß dem Goethe Zitat:
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