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Quelle:
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SFA Lausanne (SFA Information, April 2003
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Forschungsstätte: |
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Rauchen und Trinken verzögern die Wundheilung |
"Ob eine grössere chirurgische Intervention, eine Schönheitsoperation oder nur ein Piercing ansteht: Besser ist es, die alltäglichen Genussmittel Tabak und Alkohol rechtzeitig vorher abzusetzen. Denn Zigarettenrauch, Bier, Wein und Schnaps beeinträchtigen die Wundheilung in Hautgeweben und Knochen.
In der renommierten englischen Medizinzeitschrift Lancet ist kürzlich eine Studie veröffentlicht worden, die belegt, dass Patientinnen und Patienten mit einer sechs- bis achtwöchigen Tabakabstinenz vor dem Operationstermin dreimal weniger Wundheilstörungen aufweisen als die vor der Operation permanent Rauchenden. Eine Studie in Deutschland hat ergeben, dass Patienten, die mehr als 10 Zigaretten am Tag rauchen und regelmässig grössere Mengen Alkohol trinken, viermal häufiger Probleme mit der Heilung von Operationswunden haben.
Nicht den natürlichen Mechanismus der Wundheilung stören
Bei der Wundheilung der Haut wird das verletzte Gewebe durch natürliche
Prozesse der Blutgerinnung und der Schorfbildung sowie des Wachstums von neuem
Gewebe und der Narbenbildung langsam "repariert". Hinsichtlich des
Nikotins zeigen Forschungsergebnisse klar, dass es die Gerinnungsfähigkeit des
Blutes reduziert und den Einsatz der "Fresszellen" (Makrophagen) zur
Beseitigung von Wundbakterien behindert. Gleichzeitig unterdrückt das Nikotin
den Aufbau neuer Gewebezellen. Das Ergebnis sind dann Wundheilungsstörungen,
die sich durch rechtzeitigen Rauchstopp vor der Operation wesentlich verringern
lassen. Eine in der deutschen Ärztezeitung veröffentlichte Meldung über eine
Kölner Studie zu Wundheilungsstörungen hat ausser dem Einfluss des Nikotins
auch auf die Rolle des Alkohols hingewiesen. Zahlreiche Kliniken legen ihren
Patienten und Patientinnen dann auch nahe, vor Operationen rechtzeitig eine
Phase der Tabak- und Alkoholabstinenz einzulegen.
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