Aktuell

22.3.2003

Überblick über die Hauptthemen der "Standpunkte" Nr. 1/03

03 Jugendliche in Aufbruchstimmung
Geldnöte, Mobbing und eine Abfuhr in der Schnupperlehre: Die Schwierigkeiten der Jugendlichen
auf dem Weg in die Berufswelt sind vielfältig. Das Gesundheitsförderungsprogramm «z’Wäg!»
unterstützt Schüler und Schülerinnen des 10. Schuljahrs sowie Lehrlinge mit Einzel- und Gruppengesprächen.
(Autorin: Janine Messerli, Chefredaktorin Standpunkte, SFA)

04 Alkoholindustrie: Prävention als politische Taktik     (Link)
Mit massenmedialen Kampagnen bekämpfen die internationalen Alkoholkonzerne den missbräuchlichen Alkoholkonsum. An Jugendliche gerichtete Werbung verbieten sie sich per Ehrenkodex gleich selbst. Was als Engagement für die Gesundheit und soziale Verantwortung daherkommt, ist im Grunde Imagepolitur und politische Taktik.
(Autor: Matthias Meyer, Leiter des Info- und Dok.-Zentrums der SFA)

06 «Eine Kampagne der Revisionsgegner»    (Link)
In den Medien mehren sich in letzter Zeit Berichte über die Risiken des Kiffens. Die Chancen
für eine Liberalisierung des Cannabiskonsums stehen nicht mehr so gut. Welche Rolle
spielen die Medien in der Cannabis-Diskussion? Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler
Dr. Boris Boller, Universität Fribourg

08 Keine Prävention ohne Aufklärung
Immer mehr Jugendliche rauchen – angesichts dieser Tatsache werden Informations- und
Aufklärungskampagnen zunehmend für wirkungslos erklärt. Allein auf Verhältnisprävention wie
z.B. die Einschränkung der Erhältlichkeit zu setzen, ist aber kurzsichtig, denn Verhältnis und
Verhaltensprävention bedingen einander.
(Autor: Dr. Richard Müller, Direktor der SFA)

Kommentar

Gleich zwei Artikel befassen sich mit Suchtmittelpolitik:

Seite 4, Alkoholindustrie: Prävention als politische Taktik. Matthias Meyer fasst die auch von uns auf den Seiten "Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie" geschilderten Tatsachen schlüssig zusammen.

Seite 8, Keine Prävention ohne Aufklärung. SFA-Direktor Dr. Richard Müller zeigt am Beispiel der Tabakprobleme, dass die bisherige Prävention ziemlich erfolglos geblieben ist, aber nicht erwartet werden kann, dass die Änderung der Prävention in Richtung konsumlenkende Massnahmen ohne weiteres gelingt. Nach 10 Jahren praktisch nur personenbezogener Gesundheitsförderung müssen die Stimmbürgerinnen und -Bürger wie die Politiker erst durch eine neue Präventionsstrategie für diese Verhältnisprävention gewonnen werden. Denn Verhältnis- und Verhaltensprävention bedingen einander, müssen aufeinander abgestimmt werden.

Ob wohl die Exponenten der damaligen Gesundheitsförderungstheorie, die mich vor 10 Jahren in Zürich, als ich dieses Debakel voraussehend, genau diese Abstimmung verlangte, geradezu auslachten, diese Neuentwicklung mitvollziehen werden?

 

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Stand: 03.01.2009