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                                                         Strelitzia, Südafrika

Herzlich willkommen auf unserer besonderen Webseite
A hearty welcome on our very special website

Am linken Rand finden Sie Links zu wichtigen Behörden, Institutionen und Dokumenten.

Haupthemen dieser Homepage:

Grundsätzliches     In eigener Sache     Top aktuell     Neustes Zitat     Bemerkungen zu einzelnen Seiten     Neuigkeiten     Inhaltsverzeichnis  

At the left you find links to important authorities, institutions and documents, at the bottom is the detailed list of contents. In English you find three main pages on top: Homepage in English, English texts and project in English. Further down there are two texts translated with a link "English".

Missing websites (links) you may find in: The Internet Archive: Building an "Internet Library" (englisch): http://www.archive.org/index.php

(Technischer Hinweis: Wenn die Schrift schlecht lesbar ist, können Sie im Menü unter "Ansicht" die Schriftgrösse verändern)

        

Links & Documents

SFA/ISPA (Schweiz. 
Fachstelle für Alkohol- und 
andere Drogenprobleme, Lausanne)

BAG (Bundesamt für Gesundheit, Bern)        

EKAL (Eidg. Kommission für Alkoholfragen)  

EAV (Eidg. 
Alkoholverwaltung, Bern)

WHO (World Health Organization, Geneva)         

IAS  (Institute of Alcohol Studies, London)

Eurocare (Arbeitsgemeinschaft europ. NGOs auf dem Gebiet der Alkoholpolitik) European Advocacy on Alcohol Policy

GAPA (Global Alcohol 
Policy Alliance)

  Europäische Union Alkoholfrage (deutsch u.a.)
European Union

 

----------------------------

Nationaler Alkoholaktionsplan

Europäischer Alkoholaktionsplan 2000-2005 (pdf)

European Alcohol Action Plan

Europäische Charta
  Alkohol

WHO European Charter on Alcohol 1995

 

THE GLOBE 3  2002:
The beverage alcohol industry's social aspects organizations: A public health warning

 

Jugend und Alkohol (von Andrew McNeill,IAS, London

           
BAG: 
Die Schweizer Drogenpolitik
 
(Broschüre zum 
Herunterladen pdf)

Aufstellung der bisherigen Etappen 
zur Revision des 
Radio- und TV-Gesetzes

 

Empfehlung des EU-Rates vom 2. 12.2002 zur Prävention des Rauchens und für Maßnahmen zur gezielteren Eindämmung des Tabakkonsums

ALCOHOL IN DEVELOPING SOCIETIES,  Summary
by David Jernigan a.o.
(Keywords with German translation)

 

Newsletter of Marin Institute (USA)

Bundesamt für Gesundheit:
"Eine neue Suchtpolitik für die Schweiz? " (d,f)

Europ. Gerichtshof:
Urteil am 13.7.04 betr. Kommission/Bacardi/
Frankreich
(Kurzfassung mit Link zu Volltext) (pdf)
siehe  Internationales

FACT BOOK ON
$TATE BEER TAXE$,
USA

 

Das European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) in der Schweiz  (deutsch)

 

GAPA (Global Alcohol 
Policy Alliance)
Country Reports

 

EU: SCHLUSSFOLGERUNGEN DES RATES vom 5. Juni 2001 zu einer Gemeinschaftsstrategie zur Minderung der schädlichen Wirkungen des Alkohols

 

EU: EMPFEHLUNG DES RATES vom 5. Juni 2001
zum Alkoholkonsum von jungen Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen

 

"Letter of intent"
Grundsatzpapier zu einer zukünftigen umfassenden Drogenpolitik in der Schweiz. (23.3.05)

 

"A policy on alcohol for Europe and its countries"
von Eurocare/Bridging the Gap

 

"Alkohol - Kein gewöhnliches Konsumgut"
357 S., Babor, Caetano, Casswell u.a., Hogrefe, Göttingen, 2005, ISBN 3-8017-1923, CHF 102.00
bei der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, Lausanne

Daraus für die Schweiz relevante Seiten (pdf)

 

FIFTY-EIGHTH WORLD HEALTH ASSEMBLY WHA58.26  Resolution
Agenda item 13.14 / 25 May 2005: 

Public health problems caused by
harmful use of alcohol

The contribution of health to the economy in the European Union.

 

Verhaltenskodex der Schweizer Marken- Spirituosen-Händler
und Lauterkeitskomm.-
Adressen

 

Frankreich:
Rapport sur la perspective d'organisation d'États généraux de la lutte contre l'alcoolisme

Rapport présenté au parlement par Monsieur Xavier BERTRAND Ministre de la Santé et des Solidarités
(Link bei Actualités (24.11.05) oder Suchfeld)

 

Unsere Dokumentation:

Ist mässiger Alkoholkonsum wirklich gesund? Sind Abstinente weniger gesund?

 

"Zahlen und Fakten- Alkohol" der SFA  Update online

 

Forschung: 
Moderate alcohol use and reduced mortality risk: Systematic error in prospective studies

Mässiger Alkoholkonsum und vermidertes Todesfallrisiko: Systematische Fehler in prospektiven Studien

 

Global Burden of Disease and Risk Factors

siehe Details und Links

 

Report: Alcohol in Europe 

As part of the Health information and knowledge system under the EU Public Health Programme, a series of health reports have been issued on various issues concerning public health. As part of this series, the European Commission put out a call for tender for a report on alcohol use in Europe, which was contracted to the Institute of Alcohol Studies in London

 

Die Globale Resolution zuhanden der FIFA betr. Alkoholwerbung an FIFA-Wettkämpfen
23.6.06

The Global Resolution to FIFA regarding Alcohol marketing at FIFA events. 06/23/06

 

ALKOHOL - Kein gewöhnliches Konsumgut (T. Babor u.a.
Zusammenfassung für die Schweiz. 27 S. A5
bei SFA/ISPA

 

An Ex Ante Assessment
of the Economic Impacts of EU Alcohol Policies

by
The RAND Corporation
Prepared for the European Commission 

Dazu deutsche Übersetzung einer Zusammenfassung von Eurocare

 

 

Die Alkoholfrage
Ein Vortrag von Dr. med. Gustav von Bunge

ord. Professor der physiologischen Chemie der Universität Basel
gehalten als Antrittsvorlesung am 23. November 1886

Alcohol Policy Information System (APIS) of the
National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAAA), USA

 

An EU strategy to support Member States in reducing alcohol related harm.

 

Liste politischer Geschäfte im Alkoholbereich 1848 – 2005 und historischer Kommentar
Ein Bericht zuhanden des Bundesamtes für Gesundheit, Sektion A

 

The STOP (Sober Truth on Preventing) Underage Drinking Act, am 20.12.06 von Präs. Bush unterzeichnet.

 

Schweizerische Schülerbefragung 2006 SFA/BAG

 

Reducing alcohol-related harm across the EU - Factsheet Dec. 2006

Informationsblatt "Alkohol" der EU, Dezember 2006
"Verringerung alkoholbedingter Schäden in der EU"

 

The Alcohol Industry: Partner or Foe? Text by the American Medical Association, 2002

 

Documents prepared for the 60th General Assembly of the WHO, 05/17/07:
A60/14 Evidence-based strategies and interventions to reduce alcohol-related harm

A60/14 Add.1 Global assessment of public-health problems caused by harmful use of alcohol

 

EU-Commission
Alcohol Factsheet
June 2007
 

 

An EU strategy to support Member States in reducing alcohol related harm 

 


Eine EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden

 

Prevention Education in America's Schools: Findings and Recommendations from a Survey of Educators.

 

WHO Executive Resolution of 1/23/08: "Strategies to reduce the harmful use of alcohol"

 

Marktstudie und Befragung junger Erwachsener zum Konsum alkoholhaltiger Mischgetränke (Alcopops) (CH, 18.3.08)

 

Massnahmen des Zürcher Stadtrates gegen Jugendgewalt (3.4.08)

 

Alcohol Policy Information System (APIS), USA: APIS is an online resource that provides detailed information on selected alcohol-related policies across the United States.


Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012

NPA 2008-2012 (pdf) 

Kurzfassung (pdf)  

Massnahmenvorschläge (pdf)

 

Aktionsplan Alkohol der DHS 2008 (Deutschland)veröffentlicht. (pdf) 19.9.08

 

Schweizer Recht in Bezug auf alkoholische Getränke  (13.11.2008)

 

Monitoring the volume of alcohol marketing - David Jernigan (John Hopkins University) Power-Point Präsent. (22.12.08)

 

The cost-effectiveness of increasing alcohol taxes: a modelling study (NL) (22.12.08)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Am 8.12.2008 umfasste unsere Webseite 959 URL-Seiten mit 45'907 Links, wovon 11'028 externe.


   

Grundsätzlich: Wir möchten mit dieser Dienstleistung über aktuelle Trends und Hintergründe auf dem Gebiet der Alkoholpolitik informieren, Sie zum Mitdenken und vielleicht sogar zum Handeln anregen. Alkoholpolitik ist in der Schweiz wie auch in andern Ländern ein eher unbeliebtes Thema, weil sehr oft die eigene Konsumhaltung, wirtschaftliche Eigeninteressen oder einfach die gesellschaftliche Wirklichkeit einer objektiven Betrachtungs- und Handlungsweise im Wege stehen.  
                                                       (English)
 


Etwas vom Grundlegendsten zu unserem Thema fanden wir in "Alkohol und Massenmedien" (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998) (Von der WHO autorisiertes Zitat)

(Seite 2) "Aus den bisherigen Berichten zur Forschungslage lässt sich allgemein schliessen, dass Alkoholaufklärung zwar aufklärt, Aufklärung allein aber nur selten das Verhalten beeinflusst."

(Seiten 4/5) "Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig."

English    

Kommentar: Etwas logisches Überlegen wird die obigen Feststellungen bestätigen. So wurden in den letzten zehn Jahren im Zeichen der sogenannten Gesundheitsförderung Millionen in den Sand gesetzt. Die vom Staat abhängigen Präventions-Fachleute versuchen mit viel Fantasie und Einsatz irgendwo noch eine Nische zu finden, wo sie doch noch ein kleines Bisschen Verhaltensänderung bewirken können. Sie sind wahrlich nicht zu beneiden. Sollten sie nicht endlich den Aufstand proben und Klartext reden?! Oder wäre das für die Politik der gefundene Grund, die Prävention abzuschaffen? Eine parteiübergreifende Alkoholpolitik wäre nötig.  (In den Leserbriefen erscheint dieses Thema mehrfach.)


Bedingt durch den Ein-Mann-Betrieb können gelegentlich Lücken in der Berichterstattung entstehen (z.B. durch Ferien, Tagungen, Krankheit), die anschliessend nach Möglichkeit wieder aufgearbeitet werden.

Wir sind schon einige Male gefragt worden, ob wir zur Deckung der Unkosten Spenden entgegennehmen würden. Hier unser Post-Konto:
M. und H. Meyer, 8307 Effretikon Nr. 80-72602-4. Bitte Vermerk "Webseite" oder "Projekt-Idee". Am liebsten anonym.

!! Achtung!!!  Wir erhalten immer wieder Meldungen von E-Mail-Administratoren, dass unsere e-mail nicht zustellbar war und Beilagen als nicht sicher gelöscht wurden.  Dazu müssen wir ganz klar feststellen, dass e-mails mit dem Absender htmeyer@alkoholpolitik.ch nicht von uns stammen, also missbräuchlich versandt wurden, evtl. sogar, um unsern Ruf zu schädigen. Auch könnten sie Viren enthalten. (Ausnahme: Unser Newsletter und wenn wir vom Ausland aus via Mail-Server aus Zeitgründen direkt ein einzelnes Mail beantworten müssen.)

Empfänger unseres Newsletters bitten wir, den Spam-Filter so einzurichten, dass der Newsletter nicht abgewiesen wird. Überprüfen Sie bitte gelegentlich das Spam-Filter-Verzeichnis, ob nicht versehentlich der Newsletter dort hineingeraten ist. 

Verschwundene Web-Seiten finden Sie manchmal im Web-Archiv: http://www.archive.org/index.php


Top aktuell:  

Eine Hoffnung für das neue Jahr wäre, dass die Politiker einsehen, dass der Jugendalkoholismus nicht nur mit verstärktem Jugendschutz sondern mit einer kompletten Alkoholpolitik bekämpft werden muss. Dann hätten auch die 100'000 bis 150'000 Kinder und Jugendlichen in alkoholbelasteten Familien mehr Lebenschancen, denn sie sind immer die "Kinder der Landstrasse" und die "Verdingkinder" - damals und heute. Für sie müsste der Bundesrat auch einstehen.

(27.11.2008) Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, dass auf allen Kanälen für Wein und Bier geworben werden darf.

Wegen eines Media-Abkommens  mit der EU zur Förderung der Filmwirtschaft kann der Bundesrat nicht verbieten, dass ausländische Werbefenster Alkohol anpreisen. Der Gerechtigkeit halber will er dies nun auch der SRG erlauben.
Kommentar: Die Schweiz soll jährlich rund 10 Mio. einzahlen und darf dafür an den Filmförderungsaktivitäten der EU teilnehmen. Z.B. Ausbildung, Vermarktung. Die staatlichen Schweizer Sender würden geschätzte 5 - 8 Mio. Fr. einnehmen. Diese paar Millionen sollen es rechtfertigen, dass wir fast die letzte nationale Werbebeschränkung opfern und einmal mehr der Jugend zeigen, wie wenig uns daran gelegen ist, die Jugend vor der Alkoholwerbung zu schützen. Die Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes mit Alkoholwerbung auf Lokalsendern machte den Anfang und dient nun als Argument für die vollständige Freigabe. Dass der Einfluss der Werbung nicht erwiesen sei, wie Bundesrat Leuenberger im Fernsehen sagte, ist ein schlechter Witz. Tatsache ist, dass sich Bundesrat und Parlament noch kaum je auf Wissenschaft und Fachleute abgestützt haben sondern immer wieder sogenannt "politische" Entscheide zu Gunsten der Wirtschaft und zu Ungunsten der Volksgesundheit und der Sozialkosten gefällt haben.
Würde unsere Projekt-Idee verwirklicht, bekäme die Filmwirtschaft genügend Mittel, so dass dieses Abkommen nicht nötig wäre.
Dies wäre der richtige Moment für die Einführung einer generellen Alkoholsteuer nach dem Verursacherprinzip. Die Schäden durch die Werbeflut müssten mit Hilfe eines preisbedingten Konsumrückgangs kompensiert werden. Das Parlament ist nun gefordert.   Zusatzbotschaft Bundesrat     (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.11.08 sf.tv, 26.11.08      Unser ausführlicher Kommentar


(16.11.2008)  "Kinder der Landstrasse" - "Verdingkinder" und...

Die Geschichte der Verdingkinder in der Schweiz wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und in den Medien verbreitet. Der Bundesrat hat sich sogar im Namen der Gesellschaft für das viele zugefügte Leid entschuldigt.

Kommentar: Wie steht es aber um die seit über hundert Jahren bestehende vergleichbare Not der heute über 100'000 Kinder und Jugendlichen in alkoholbelasteten Familien in der Schweiz? Wann erkennt die Gesellschaft ihre Mitverantwortung und sorgt für wirksame Massnahmen, um den Alkoholkonsum drastisch zu senken, damit weniger Kinder leiden müssen?

Es ist natürlich viel einfacher, auf weit zurückliegendes Leid zu reagieren, für das man sich nicht verantwortlich fühlt, als sich einzugestehen, dass man selber ein kleines Opfer bringen, sein eigenes Verhalten ein wenig ändern müsste, damit sich die Verhältnisse ändern können. Wann gibt der Bundesrat hier ein gutes Beispiel?
(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08)

(10.11.2008) Bedeutende Wissenschafter rufen nach einer internationalen Übereinkunft zur Kontrolle von Alkohol.

In einem Editorial in bmj.com heisst es, es gäbe einen dringenden Bedarf für eine internationale Regulierung von Alkohol, ähnlich der Rahmenübereinkunft betreffend Tabak-Kontrolle im Jahr 2005. Professor Laura Schmidt (Philip R Lee Institute for Health Policy Studies and Department of Anthropology, History and Social Medicine, School of Medicine, University of California, San Francisco, CA) und Kollegen in den USA, Kanada, Finnland und Australien schreiben, dass Alkohol weltweit ein wesentlicher Faktor von Krankheit, Verletzungen und Tod ist, aber er sei die einzige allgemein gebrauchte psychoaktive Substanz, die noch immer einer internationalen Kontrolle bedürfe. (Quelle: Medical News Today, 8.11.08)         bmj.com, 6.11.08


(06.11.2008) "Yes - we can!"

In Bezug auf die Alkoholpolitik in der Schweiz und anderswo in Europa kann man nur neidisch werden über diesen Siegeswillen, der auch unmöglich Scheinendes möglich macht. Auch die Kreise der Gesundheitspolitik in den USA sind nun hoffnungsvoll, dass eine spürbare Besserung im Gesundheitswesen eintreten wird.


(24.09.2008) Substanzkonsum von Schweizer Jugendlichen im internationalen Vergleich. Ein internationaler Vergleich zeigt: Der regelmässige Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer Jugendlichen ist tiefer als im Durchschnitt der Vergleichsländer in Europa und Nordamerika. Die Raucherraten gingen in den meisten Ländern zurück, während die Entwicklung beim Alkohol uneinheitlich ist. Der internationale Bericht 2008 zur Schülerbefragung Health Behaviour in School-Aged Children vergleicht die Konsumraten in 41 Ländern und beschreibt die Lebensumstände der Jugendlichen im Jahr 2006. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme hat die Situation für die Schweiz genauer betrachtet und zeigt für die Prävention wichtige Themen.  SFA-Medienmitteilung, 23.9.08
Kommentar: Wie schon bei der ESPAD-Studie wird der Rückgang des Alkohol-Konsums bei Jugendlichen gezeigt. Dieser "Erfolg" wird auf verschiedene Gründe zurückgeführt. Ganz nebenbei wird auch die Alcopopsteuer erwähnt. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass dies bei weitem der Hauptgrund ist. Verglichen mit der Zeit vor dem Alcopop-Höhepunkt ist der Konsum 2006 immer noch höher. Kein Grund also zur Beruhigung.


(03.09.2008) Voranzeige: Samstag, 6. Sept. 2008, zwischen 10.10 und 10.50 Uhr: 5-6 min. Radio-Interview life mit Hermann T. Meyer auf Radio1 in Zürich (93,0 Mhz und im Internet Online unter www.radio1.ch) über Alkoholpolitik. Es ist eine Wissenschaftssendung, ein populärwissenschaftliches Magazin von und mit Dani Ambühl.


(26.08.2008) Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? Heute abend im Club auf SF1, Moderation. Christine Maier.

Ausstrahlung SF 1: Dienstag, 26. August 2008, 22.20 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Mittwoch, 27. August 2008, 01.40 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Donnerstag, 28. August 2008, 12.45 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Samstag, 30. August 2008, 14.20 Uhr        (siehe Bericht und Kommentar)


(20.08.2008) "Botellón", (grosse Flasche) dieser Begriff aus Spanien erobert die Schweizer Medien. Einem Aufruf im Internet folgen Tausende junger Leute zum kollektiven Besäufnis auf einem öffentlichen Platz einer grossen Stadt. Nach dem Harassenlauf in Basel hat Genf bereits zwei erlebt, in Lausanne und Zürich sind sie angekündigt und Bern und Biel sind im Gespräch. Stadtbehörden im Zürcher Oberland zeigen Bedenken. Heute will die Zürcher Stadtregierung ihre Stellung festlegen, nachdem die Polizeivorsteherin bereits in der Presse bekanntgegeben hatte, sie wolle es verhindern. (Siehe aktuell, Leserbrief, Kommentar)

Kommentar: (21.08.08) Es scheint, als ob die Jugendlichen bei der Behandlung des NPA (Nationales Programm Alkohol) gemerkt hätten, wie wenig den Behörden und bürgerlichen Politikern an einer Verminderung des Alkoholproblems liegt. Nun nützen sie die Situation aus - zu ihrem eigenen Schaden und zum Schaden der Gesellschaft. Das Alkoholgewerbe verdient weiter auf unsere Kosten.


(02.07.2008) Die Medien berichten ausführlich über die ESPAD-Studie. Die neuste Schweizerische Schülerstudie im Rahmen der europäischen Schülerbefragung zum Substanzgebrauch zeigt: Jugendliche trinken, rauchen und kiffen heute weniger als vor vier Jahren. Alkohol bleibt aber das Problem Nummer 1. Tages-Anzeiger, 2.7.08     NZZ, 2.7.08       SFA-Medienmitteilung, 1.7.08

Kommentar: Während hier am 14.8.04 bei der letzten ESPAD-Studie noch kritisiert werden musste: "Presse und Tagesschau bringen die Meldung kommentarlos und gehen zur Tagesordnung über. Alle scheuen sich, das heisse Eisen richtig anzufassen." - reagieren die Medien heute ausführlich und im Fall des Tages-Anzeigers mit Jean-Martin Büttner's kritischem Kommentar (leider nicht online) sogar erstmals voll auf unserer Linie. Zu den Zahlen müsste man erwähnen, dass bei der letzten Erhebung die Auswahl der Schulklassen z.Teil fragwürdig war, d.h. gewisse untere Niveaux nicht mitmachen wollten. Trotzdem ist der Rückgang plausibel, weil seit 2003 die Alcopop-Verkäufe dank der Sondersteuer stark rückläufig sind. Da bei andern Getränken keine Massnahmen ergriffen wurden, sind viele Jugendliche auf andere Getränke ausgewichen, sonst wäre der Rückgang noch um einiges grösser. Die Alcopops haben ihren Zweck erfüllt und viele Kinder und Jugendliche, vor allem auch die Mädchen, und immer früher, zum Alkoholkonsum gebracht und das Rauschtrinken begünstigt. (Leserbrief TA, 2.7.08)


(26.6.2008)  Der Bundesrat hat das neue Präventions-Gesetz in die Vernehmlassung geschickt.
Die Prävention soll ausgebaut und koordiniert werden. Dazu ist die Gründung eines Instituts für Gesundheitsförderung geplant. Prävention soll Ziele erhalten und effizienter werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 31. Oktober 2008. Innerhalb dieser Frist können Stellungnahmen beim Bundesamt für Gesundheit, Abteilung Multisektorale Projekte, 3003 Bern, eingereicht werden.  Quelle:  NZZ, 25.6.08  NZZ, 26.6.08; Tages-Anzeiger, 25.6.08;
Bundesrat Medienmitteilung, 25.6.08         Vernehmlassungsunterlagen, 25.6.08

Kommentar: Auf dem Alkoholsektor sind Ziele sicher zu begrüssen. Nur mit Koordination allein ist nicht viel geholfen. Und für wirksame Verhältnisprävention wird das Parlament weiterhin nichts übrig haben, solange die Wirtschaft nicht umdenkt. Auch von den Kantonen soll Widerstand zu erwarten sein, die ihre Kompetenzen nicht aufgeben wollen.


(19.06.2008)  Der Bundesrat hat gestern entschieden: Es gibt keine wirksamen Massnahmen zur Linderung des Alkoholproblems. Die Präventionsmassnahmen aus den 90er-Jahren sollen erneuert werden. Bis 2012 soll das neue Präventionsgesetz in Kraft gesetzt sein. Alle seien damit zufrieden: Die Wirtschaft und die Suchtfachstellen. (Quelle: NZZ, mit unserm online-Kommentar Tages-Anzeiger, mit Kommentar, 19.6.08 Medienmitteilung EDI: Bundesrat verlängert Präventionsprogramme und setzt die Ziele bis 2012 fest

Kommentar: Nun haben wir die Bescherung. Ausser Spesen nichts gewesen! Wenn die Wirtschaft zufrieden ist, kann man sich den Stellenwert dieses Beschlusses ausrechnen. Dass die Fachstellen vordergründig zufrieden sind, versteht nur, wer die ganze Problematik kennt. Der Tages-Anzeiger titelt: "Ein Präventionsprogramm, das niemandem schadet." Richtig wäre: Eines, das ausser den Fachstellen niemandem nützt, aber das allen schadet, weil eine Gelegenheit verpasst ist, gewaltige Schäden zu vermindern. Dass jetzt wieder in die nutzlosen Verhaltenspräventionskampagnen investiert werden soll, um Aktionitis und Alibis zu demonstrieren, ist Betrug am Volk. Die Fachstellen und das BAG haben noch eine Chance: Wenn sie die neuen Kampagnen dafür einsetzen, die Bevölkerung zu motivieren, in Zukunft Verhältnisprävention zu unterstützen und die Wirtschaft zu überzeugen, dass Gesundheit sich auch für  sie rechnet und sie die Fronten wechselt. Gefragt sind nun die Kantone. Sie können auf ihrem Gebiet z.B. den Jugendschutz ein wenig verstärken. Einige sind schon dran. 
Siehe auch Briefe an.....

(16.6.2008) Das geplante eidg. Präventionsgesetz erhält eine Lobby.
34 Organisationen haben am Freitag (endlich!) die Allianz "Gesunde Schweiz" gegründet. Ziel: Unterstützung des Präventionsgesetzes. Die Wirtschaft soll vom ökonomischen Nutzen von Gesundheitsförderung und Prävention überzeugt werden.

Kommentar: Spät kömmt sie, doch sie kömmt, ist man versucht zu sagen. Wir haben schon lange gefordert, dass die Gesundheitskreise sich vernetzen sollten. Dem Tages-Anzeiger und der NZZ ist es gerade eine Kurzmitteilung wert. Vielleicht kommt ja noch mehr nach.
(Quelle: Tages-Anzeiger, NZZ, 16.6.08)   Basler Zeitung, 16.6.08


(30.05.2008) Heute erscheint die neue Nummer von "Gesundheit  Sprechstunde."
Das Titel-Thema  heisst Alkohol und enthält u.a. ein Interview mit Hermann T. Meyer über Alkoholpolitik: "Was läuft falsch in der Schweiz."    Interview Seite 14  Ursprünglicher Interview-Text


(18.04.2008) Die Gegner des Neuen Programms Alkohol (NPA) haben sich formiert. Eine Reihe Wirtschaftsverbände haben sich zum "Komitee der Wirtschaft für eine sinnvolle Alkoholpolitik" zusammengeschlossen. Die bisherige Opposition auf der Ebene der Brancheninteressen soll nun auf die Ebene grundsätzlicher gesellschafts- und ordnungspolitischer Fragestellungen gehoben werden. Das Komitee wehrt sich gegen "Überregulierungen und Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit". (Quelle: NZZ, 18.4.08)  Schweizerischer Gewerbeverband, 11.4.08

Kommentar: Mit dieser Breitseite gegen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dessen Direktor ist wohl der Kampf gegen das NPA eröffnet. Es ist wieder das übliche Bild: Die grossen Wirtschaftsverbände stellen sich hinter die Einzelinteressen der Alkoholwirtschaft und vernachlässigen die Interessen der Gesamtwirtschaft in Bezug auf Gesundheit und Wohlstand für alle. (EU-Slogan) Was soll nun daran sinnvoll sein?


(03.04.2008) "Zürich verbietet öffentliche Besäufnisse", titelt gross der Tages-Anzeiger. Der erste Satz im Text: "Alkohol spielt eine entscheidende Rolle bei der Jugendgewalt." Der Stadtrat hat gestern acht Massnahmen veröffentlicht, mit denen er die Jugendgewalt in Zürich markant reduzieren will. Gewalt und Waffenbesitz sollen nicht mehr toleriert werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.4.08)   NZZ, 3.4.08   Mitteilung der Stadt Zürich, 2.4.08

Kommentar: Es hat ziemlich lange gedauert. Aber jetzt ist es doch bestätigt, was wir seit langem betont haben. Und nun wird mit einer ganzen Palette vor allem auf die Jugend losgegangen. Auch die Eltern und die Verkäufer sind im Visier. Aber kein Wort von Primär-Prävention. Die Erwachsenengesellschaft wird weitgehend geschont. Das ist politisch auch viel unproblematischer.


(19.03.2008) Die Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehen UBI hat zwei der drei Begründungen zu unsern Beschwerden nach 5 Monaten endlich fertiggestellt. Sie sind sehr ausführlich und zeigen, dass nach heutigem Recht an Radio und Fernsehen praktisch ohne Probleme über Alkohol berichtet werden kann, was beste Werbemöglichkeiten zum Nulltarif ermöglicht. Die Definition von Schleichwerbung für ein Produkt, für das Werbung illegal ist, bedarf dringend einer gesetzlichen Neufassung, die einschränkender sein müsste als für ein normal bewerbbares Produkt. Das Argument, der Verkauf von Alkoholika sei legal, ist ungenügend.

(Sonderseite mit mehr Kommentar betr. Fernsehsendung "Start-up")    (Sonderseite betr. Radiosendung "Persönlich")


(15.03.2008) Der 19. Zürcher Präventionstag fand gestern in Zürich statt. Es war ein richtiger Aufsteller. Denn nach 20 Jahren hat die Zürcher Gesundheitspolitik erkannt, dass es neben der Gesundheitsförderung in Form der Verhaltensprävention auch die Verhältnisprävention braucht. Und dies nicht nur im Tabak- sondern auch im Alkoholsektor. Als ich vor 20 Jahren auf die Gefahren einer einseitigen Verhaltensprävention aufmerksam machte, wurde ich ausgelacht. Die Folgen sehen wir im Jugendalkoholismus, seine Auswirkungen allerdings erst im ganzen in den nächsten Generationen. Siehe Sonderseite


(10.03.2008) Im Kanton Zürich hat sich die Zahl der Jugendlichen, die betrunken gewalttätig geworden sind, seit 1999 mehr als verdoppelt. In ihrer «Studie zur Entwicklung der Jugendgewalt im Dunkelfeld» befragten die Zürcher Kriminologen Manuel Eisner und Denis Ribeaud letztes Jahr 2553 Zürcher Neuntklässler. Auf einem 29-seitigen Fragebogen offenbarten die 16-Jährigen ihre Erfahrungen als Opfer und Täter von Gewaltdelikten. Eine identische Befragung hatte die Bildungsdirektion des Kantons Zürich schon 1999 durchführen lassen. (Quelle: Google Alkohol-Alert, 24.11.07)  SonntagsZeitung, 9.3.08)

Kommentar: Es hat lange gedauert, bis die schlechte Nachricht an die Oberfläche gebracht wurde. Noch am 29.2.08 hat die NZZ in einem grösseren Artikel zur Jugendgewalt neue Studien zitiert und den Zusammenhang mit Alkohol völlig ausgeklammert. Immerhin hat die NZZ unsern diesbezüglichen Leserbrief vom 2.3.08, wenn auch stark gekürzt, am 8.3.08 veröffentlicht. Es bleibt zu hoffen, dass nun auch eine wirkungsvolle Alkoholprävention ohne Scheuklappen sofort in Angriff genommen wird. Ausreden gibt es jetzt keine mehr. Sonst sollten die Opfer gegen die säumigen Politiker klagen. Diese haben ja jetzt eine gute Rechtsschutzversicherung. Bei den Erwachsenen wird die Entwicklung nicht gross anders sein.


(29.02.08)  Die UBI (Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehen) schreibt heute, die schriftliche Begründung ihrer Entscheide zu unsern Beschwerden verzögere sich um mindestens weitere 14 Tage. Grund: "grundsätzliche Bedeutung der Entscheidbegründungen".

Kommentar: a) Die Begründung der Abschmetterung bereitet Mühe. Um eventuell vor Bundesgericht bestehen zu können, sind offenbar vertiefte Studien nötig. Anscheinend waren unsere Beschwerden nicht so unbegründet, wie die Entscheide vermuten lassen könnten.  b) Welche Begründung kommt für die nächste Terminverlängerung? Weitere Spekulationen wären möglich.


(28.02.2008) Fünf Jugendliche pro Tag wegen Alkoholmissbrauchs in Schweizer Notfallstationen

In der Schweiz werden jeden Tag rund fünf Jugendliche oder junge Erwachsene wegen einer Alkoholvergiftung oder Alkoholabhängigkeit ins Spital eingeliefert. Die Behandlungen infolge Alkoholmissbrauchs nahmen im Vergleich zur ersten Untersuchung für das Jahr 2003 stetig zu. So lautet das Ergebnis der aktuellen Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit.
Pressemitteilung der SFA, 28.2.08 und Link zu Forschungsbericht

Kommentar: Man muss davon ausgehen, dass sich die Situation seit 2005 noch verschlechtert hat. Trotzdem ist in der Öffentlichkeit keine grosse Besorgnis erkennbar. Muss es wohl erst soweit kommen wie im österreichischen Timelkam? (Wir berichteten gestern (27.2.08) darüber.)


(25.01.2008) Einstimmig beschloss die WHO-Exekutive, der nächsten Generalversammlung eine Resolution vorzulegen, in der die Erarbeitung einer Globalen Alkohol Strategie verlangt wird. Sie soll auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kulturen und Länder Rücksicht nehmen. Text der Resolution vom 23.1.08: "Strategies to reduce the harmful use of alcohol"  (Quelle: Eurocare, 1/23/08)


(22.01.2008)  Die Presse berichtet über das Ergebnis der Vernehmlassung zum NAP (Nationales Programm Alkohol) Der Tages-Anzeiger berichtet in der Druckausgabe wenig, online aber ausführlich. Selbstverständlich sind der Bürgerblock der Parteien und die Alkoholwirtschaft dagegen, die SP, die Grünen und die Suchtfachleute dafür. Dass mindestens einige Kantone das NPA begrüssen, wird eigenartigerweise nicht erwähnt. (Quellen: Tages-Anzeiger, 22.1.08)  Basler Zeitung online, 21.1.08    espace.ch, 22.1.08 ausführlich mit Quellen, die unkontrolliert (auch falsche) wiedergegeben werden.  (ausführlicher Kommentar )


(09.01.2008)  Der Tages-Anzeiger brachte heute auf der Kehrseite eine falsche Meldung über Alkohol am Steuer in der Schweiz, die uns Anlass gab, genauer hinzuschauen:

Während der europäischen Grosskontrolle im Dezember 2007 kam Deutschland mit 11% der Kontrollierten mit Alkohol im Blut auf den 1. Platz. Die Schweiz wäre mit 9% (Juni 2007) auf dem 2. Platz der EU-Länder gelandet, weit vor Slowenien mit 5.7% auf dem 3. Platz. Der Durchschnitt von 23 Ländern lag bei 2.5%, d.h. die Schweiz lag im Juni 2007 fast vier Mal höher als der Durchschnitt dieser Grosskontrolle im Dezember, der bekanntermassen ein alkoholträchtiger Monat ist. Zum Vergleich das untere Extrem: Schweden und Finnland kamen auf 0.3%! Es ist nicht verwunderlich, wenn man liest, dass in Finnland 35% der Fahrer jährlich in einer Kontrolle erfasst werden, in der Schweiz sind es gerade 6%! Da scheint grosser Handlungsbedarf zu sein.

(Quellen: Seite International 2007, 29.12.07 und Aktuell 2008, 8.1.08 sowie Interventionen, 9.1.08


(03.01.2007) Wiederum gab es viele Meldungen über alkoholbedingte Unfälle, Gewalt über die Feiertage. Wir belassen es bei einem interessanten Beispiel: Die Tages-Anzeiger Reportage aus Bern: "Wenn sie betrunken vom Barhocker fallen."

Eine Reportage über den Alkoholkonsum an Silvester in Bern verbindet der Tages-Anzeiger mit einer Studie über die Zahl von Alkoholvergiftungen im Inselspital Bern. Während Hans Marty, Leitender Arzt des medizinischen Notfalls berichtet, es hätte keine Alkoholvergiftungen im Inselspital in der Silvesternacht gegeben, wundert das den Leiter des Ambulanz-Notfallzentrums, Mischler: "Wir hatten viele Einsätze wegen Alkohols. Dort (im Inselspital) wollte man keine Patienten aufnehmen, weil man voll sei." Deshalb habe man die Fälle auf die anderen Berner Spitäler verteilen müssen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.1.08) (leider nicht online)
Kommentar: Somit ist klar: Wenn die Studie nicht alle Berner Spitäler umfasst, ist sie wertlos und suggeriert Harmlosigkeit des Problems. Wer hat ein Interesse daran? Und wann kommt ein Journalist oder eine Redaktion darauf, solche und andere Fragen, die der Artikel nahelegt, selber zu stellen? Verdient die Leserschaft keinen Recherchier-Journalismus mehr? Dann ist der Schritt zur Gratispresse naheliegend.


(02.01.2008)

NY City Health Department Presents The Top Eight For '08: New Year's Resolutions For A Healthier Life

Each year as the ball drops, New Yorkers resolve to improve their lives and their health by carrying out New Year's resolutions. The right resolution, properly observed, could save your life.

Das New Yorker Gesundheitsamt präsentiert die Top Acht für 2008: Neujahrs-Vorsätze für ein gesünderes Leben.

Jedes Jahr, Schlag 12, beschließen New Yorker ihr Leben zu verbessern, indem sie Neujahrsvorsätze fassen. Die richtigen Vorätze, genau befolgt, könnten Ihr Leben retten.

(Quelle: Medical News Today, 1.1.08)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir verabschieden uns vom alten Jahr mit den besten Wünschen für das neue. Für Ihre Treue, Ihr Interesse bedanken wir uns sehr herzlich und hoffen, Sie machen aus dem Erfahrenen Gebrauch in Ihrem Umfeld. Gegen 150'000 weltweite Besuche hat unsere Webseite im ablaufenden Jahr verzeichnet, und dies ohne Reklame und spezielle Förderung.

PS   Falls Sie noch nicht an der Vernehmlassung zum neuen Nationalen Alkohol Plan des Bundes teilgenommen haben, geben Sie doch ein kurzes Feedback. Die Frist läuft bis 21.1.08!
(Unterlagen siehe Aktuell 2007 am 6.11.07)

 

(10.12.2007) Nach dem Ständerat hat heute auch der Nationalrat das Media-Abkommen mit der EU an den Bundesrat zur Neuverhandlung zurückgewiesen.
Kommentar: Nun kann Bundesrat Couchpin zeigen, ob er gut verhandeln kann. Er ist nicht zu beneiden, sollte er doch die Interessen beider Seiten vertreten, die in seinem Departement angesiedelt sind, die Filmförderung wie die öffentliche Gesundheit. (Quelle: Tages-Anzeiger online, 10.12.07)   siehe auch: Briefe an …7./9.12.07
Nationalrat - Wintersession 2007 - Fünfte Sitzung - 10.12.07-14h30
07.074Programm Media 2007-2013.  Abkommen mit der Europäischen Gemeinschaft


(07.12.2007)      Der Ständerat hat gestern das Abkommen mit der EU über das Filmförderungsgesetz an den Bundesrat zwecks Nachverhandlung mit der EU zurückgewiesen. Die EU verlangt darin von der Schweiz, Alkohol-, politische- und religiöse Werbung der ausländischen Sender mit einem Schweizer Werbefenster zuzulassen. Das neue Radio- und Fernsehgesetz müsste dabei abgeändert werden. Sogar SVP- und FDP-Ständeräte votierten für Rückweisung.
(Quelle: Tages-Anzeiger, NZZ, 7.12.07 Basler Zeitung online, 7.12.07   07.074 Programm Media 2007-2013. Abkommen mit der Europäischen Gemeinschaft
Kommentar: Der Nationalrat befasst sich am 10.12.07 mit dem Geschäft.
Berichterstattung und Kommentar im gedruckten Tages-Anzeiger (Verena Vonarburg, Bern) sind erstaunlich gut und lassen hoffen. Leider nicht online.


(26.11.2007) Die Stimmbürger des Kantons Appenzell-Ausserrhoden haben am Wochenende das neue Gesundheitsgesetz genehmigt. Es enthält u.a.:
Art. 16 Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs
1 Der Kanton unterstützt Projekte öffentlicher und privater Organisationen zur Vorbeugung gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch sowie anderer Formen der Suchtmittelabhängigkeit. Er betreibt eine oder mehrere Beratungsstellen.
2 Auf öffentlichem Grund und in dessen Sichtbereich, in öffentlichen Gebäuden und auf Sportstätten ist Werbung für alkoholische Getränke, für Tabakerzeugnisse und für Raucherwaren mit Tabakersatzstoffen sowie für andere gesundheitsschädliche Substanzen verboten. Ausnahmen regelt der Regierungsrat.
Quelle: Kt. AR, 26.11.07 Abstimmung       
Kommentar: Erfreulich, aber Ausnahmen: Wie standhaft wird der Regierungsrat sein?


(24.11.2007) In Kugluktuk, in der kanadischen Arktis kämpfen Inuit-Kinder erfolgreich gegen Alkohol.
Kinder und Jugendlichen der Inuit-Gemeinde Kugluktuk in der kanadischen Arktis gehen hoffnungsvoll in das kommende Jahr. Vor wenigen Wochen hatten sie maßgeblich dazu beigetragen, dass in der von vielen alkoholbedingten Straftaten belasteten Gemeinde eine Einschränkung des Alkoholkonsums beschlossen wurde. Sie wollten nicht mehr mit ansehen, wie sich ihre Eltern betrinken und das Familienleben zerstören. Der Bann wurde mit einer Mehrheit von 66 Prozent beschlossen. "Ich bin so stolz. Unsere Gebete wurden erhört", sagt die 14-jährige Danielle Meyok.   (Quelle: Google Alkohol-Alert, 24.11.07)   Frankfurter Rundschau online, 24.11.07   

Kommentar: Vielleicht müssten auch bei uns die über 100'000 Kinder von alkoholbehinderten Eltern aktiv werden. Wer gibt ihnen eine Stimme? Die wenigen, die erfasst sind, erhalten etwas Therapie, die Ursachen bleiben, denn damit wird ja Geld verdient. Vor allem auf Kosten dieser Kinder. Wo sind die Verbände von Kinderschutz und Kinderrechten, was tun sie in dieser Sache?


(22.11.2007) MEDIENMITTEILUNG  Aussenpolitische Kommission des     Ständerates         Die APK-S weist das MEDIA-Abkommen an den Bundesrat zurück. Sie will, dass der Bundesrat Nachverhandlungen mit der EU führt, um ein Abkommen zu erreichen, das den medienpolitischen Interessen der Schweiz besser Rechnung trägt.

1.   07.074 sn  MEDIA Programm 2007-2013. Abkommen mit der Europäischen Gemeinschaft

Das Abkommen zwischen der Schweiz und der EU wird seit dem 11. Oktober 2007 provisorisch angewendet. Es liegt nun dem Parlament zur Genehmigung vor. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) sah sich mit einer ausserordentlich komplexen Vorlage konfrontiert, bei der europa-, kultur- und gesundheitspolitische Aspekte sorgfältig gegeneinander abzuwägen waren. Einerseits ermöglicht das Abkommen Schweizer Filmschaffenden, sich an der europäischen Zusammenarbeit im Filmbereich in den Jahren 2007 bis 2013 zu beteiligen. Anderseits sieht das Abkommen für die Schweiz die Verpflichtung vor, ab 2009 die EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ anzuwenden, was zu einer Lockerung der erst seit 2006 im Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) festgeschriebenen Werbeeinschränkungen für Alkoholika, Politik und Religion führen würde.


Weitere frühere wichtige Aktualitäten


 Neustes Zitat:     (18.12.2008) Der "Lancet"-Redaktor Stuart Spencer zur Ethik beim Publizieren von medizinischen Studien in grossem Interview in der Neuen Zürcher Zeitung  vom 17.12.08:

"Es fällt uns schwer, nicht an das Gute zu glauben." (Titel des Artikels) "Wir erhalten rund 8000 Fachartikel pro Jahr - etwa 350 veröffentlichen wir."  (Quelle: NZZ, 17.12.08, nicht online)

Kommentar: Es wäre interessant zu erfahren, ob auch Studien der Alkoholindustrie oder solche, die von ihr offen oder heimlich gesponsert wurden, darunter sind. Andererseits hat es die Industrie gar nicht nötig, ein Teil der Presse nimmt ja diese Studien auch ungeprüft gerne auf. Jetzt ahnen wir auch warum: Die Journalisten und Verleger glauben an das Gute!


(06.12.2008)  Der Chefredaktor der "Zeit", (deutsche Wochenzeitung mit 2 Seiten für die Schweiz) Giovanni di Lorenzo im ganzseitigen Interview im Tages-Anzeiger vom 6.12.08 im letzten Abschnitt:

"Frage: Was können Zeitungen angesichts der grossen Probleme noch leisten?

Antwort: Ich nehme jetzt ein grosses Wort in den Mund - auch auf die Gefahr hin, dass das pathetisch klingt: Wir wollen, wir müssen uns beim Zeitungmachen an einem Grundsatz orientieren, der da heisst: Wider die Verdummung!"

Kommentar: Da bin ich ihm schon sehr dankbar. Hoffentlich nehmen sich das auch unsere Journalisten und Verlage zu Herzen. Es ist ja schliesslich nicht umsonst Samichlaus-Tag heute. Die Verdummung hat sich bei uns schon auf vielen Gebieten breit gemacht: Z.B. bei Volk, Wirtschaftsführern und Politikern, denen zum Alkoholproblem von den Medien Sand in die Augen gestreut wird, so dass sie ihre Verantwortung nicht mehr sehen und den falschen Propheten der Alkoholbranche auf den Leim kriechen. Dabei hätten sie es in der Hand, mit den richtigen Massnahmen die alkoholbedingten Schäden in unserer Gesellschaft wesentlich zu reduzieren.


(07.11.2008) Filippo Leutenegger, FDP-Nationalrat und Präsident der "Aktion Medienfreiheit" im Tages-Anzeiger vom 7.11.08 unter dem Titel: "Eine Teilverstaatlichung der Medien":

"Bedenklich ist der Umstand, dass die zunehmende Schwächung der publizistischen Unabhängigkeit in den elektronischen Medien unsere Journalistinnen und Journalisten nicht zu interessieren scheint, obwohl die publizistische Unabhängigkeit nicht nur für die Ausübung des Berufs, sondern auch für das Funktionieren unserer Demokratie zentral ist."  (Quelle: Tages-Anzeiger vom 7.11.08)

Kommentar: Ob Herrn Leutenegger auch die Abhängigkeit der Presse von gewissen Teilen der Wirtschaft interessiert (z.B. die Alkohol- und Werbebranchen)? Auch darunter leidet die Demokratie und dazu die Volksgesundheit, die Lebensqualität und die Kaufkraft. Ich habe nicht vernommen, dass er sich für meine diesbezügliche Beschwerde beim Schweizer Presserat eingesetzt hätte. (siehe Briefe an... 27.2.06 etc.)


(30.10.2008)   Martin Kiesewetter, leitender Arzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Leiter des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes im Tages-Anzeiger vom 30.10.08 unter der Überschrift "Immer mehr unbegrenzte Gewalttätigkeit" (zur Tötung an der Street Parade): 

Der Druck in einer Gruppe kann enorm hoch sein und die Hemmschwelle nach unten setzen. Ist noch Alkohol im Spiel, wie dies bei dem jungen Thailänder und seiner Jugendgruppe offenbar der Fall war, verschärft sich die Situation zusätzlich.

Kommentar: Ein Fachmann spricht Klartext.


(28.10.2008) Aus einem Gespräch mit dem Philosophen A.C. Grayling, London, im Tages-Anzeiger vom 28.10.08:

"Da bleibe einem nichts anderes übrig, als gegen "solche Verdummung" beharrlich anzukämpfen: "Wenn man nicht für etwas kämpft, verliert man automatisch. Nicht kämpfen heisst, im Grunde schon verloren zu haben.""

Kommentar: Das trifft auch auf die Alkoholpolitik zu.


(22.10.2008) Klaus Schwab, Gründer und Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF) im Tages-Anzeiger vom 22.10.08 im Artikel "Ein hyppokratischer Eid für Manager":

"Die Krise führt vor Augen: Wirtschaften muss der Gesellschaft dienen."

Kommentar: Das fordern wir auch schon lange. Letztes Negativbeispiel: Die Allianz der Wirtschaft ist gegen das Präventionsgesetz. (siehe Aktuell, 21.10.08)   


(19.09.2008)  In "Brauchen Chefredaktoren Peitschen?" über Disziplin, Rechte und Pflichten in Redaktionen, Neue Zürcher Zeitung, 19.9.08:

"Folgendes steht in der Vereinbarung zum Eintritt der Verleger in den Presserat: Die Verantwortlichkeit der Medienschaffenden gegenüber der Öffentlichkeit hat Vorrang vor Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitgeber und staatlichen Organen. …Allerdings hält es (das Vertragswerk) auch fest: Wenn schlechte Arbeitsbedingungen zu berufsethischen Fehlleistungen führen, können sich Journalisten an den Presserat wenden. Eine solche Beschwerde könnte spannende Fragen aufwerfen."

Kommentar: Die Verantwortung vor der Öffentlichkeit in Bezug auf die Behandlung des Alkoholproblems durch  die Medienschaffenden wird immer noch nicht oder nur in seltenen Fällen wahrgenommen. Da dies der Presserat selber nicht sehen will, würde wohl auch keine Beschwerde von Journalisten bei ihm Rückhalt finden. Abgesehen davon wird kaum ein Journalist den Mut haben, den Ast, auf dem er sitzt, abzusägen. Hoffen wir, dass auf andern Gebieten dieser Vertrag mehr als Augenwischerei ist. (Auch als Online-Kommentar, unten anklicken)


(13.09.2008) Jürg Rohrer im Tages-Anzeiger vom 11.9.08) (nicht online), Kommentar "Ballermann in Zürich" zum Artikel "Zürich will bei den Events mit der Konkurrenz mithalten":

"Zürich muss aufpassen, dass die Festhütte nicht zum Ballermann verkommt. Doch kaum passt die Stadt tatsächlich auf und schränkt den Alkoholverkauf während der Street Parade oder riskanter Fussballspiele ein, reklamiert das Gewerbe und beschwört den freien (Sauf-)Markt. Also ausgerechnet die, die von der Festerei profitieren, nehmen in Kauf, dass die Festhütte versifft."

Kommentar: Das Alkoholgewerbe ist an wirksamer Prävention naturgemäss nicht interessiert, da sie ja den Umsatz schmälern muss, sonst ist sie nicht wirksam. Deshalb hat die WHO schon vor Jahren davor gewarnt, mit der Alkoholindustrie bei der Prävention zusammenzuarbeiten. Unsere Projekt-Idee würde den einheimischen Produzenten helfen, Einbussen auszugleichen.


(02.09.2008) Peter Hartmeier, Chefredaktor des Tages-Anzeiger in seinem Kommentar zu "Saufparty hinterlässt einen Scherbenhaufen" am 2.9.08:

Titel: "Verantwortung übernehmen"
..letzter Satz: "Wir haben als Gesellschaft offenbar verlernt, mit öffentlichem Grund und Boden respektvoll umzugehen."

Kommentar: Nachdem der Tages-Anzeiger bekanntlich kräftig für den Botellón geworben hat, ehrt es den Chefredaktor natürlich, wenn er sich mit dessen Teilnehmern solidarisiert und sie zur Gesellschaft emporhebt. Allerdings denke ich, dass sich doch einige Mitbürgerinnen und Mitbürger von dieser Haltung distanzieren möchten. In jede Lektionsreihe über die Alkoholfrage gehört am Anfang das Unterthema Wirkungen des Alkohols. Und da lernen wir, dass Alkohol zuerst im Gehirn das Verantwortungsbewusstsein beeinträchtigt. Deshalb sieht es die Gesellschaft z.B. nicht gern, wenn sich Alkoholisierte ans Steuer setzen. Eine solche Bildungslücke setze ich bei einem Chefredaktor eigentlich nicht voraus. Wenn wir also von den Teilnehmern respektvollen Umgang mit öffentlichem Grund und Boden erwarten, sind wir blauäugig oder heucheln uns etwas vor, um uns selber aus der Verantwortung zu stehlen.     (Quellen: Tages-Anzeiger, 2.9.08;      Leserbrief veröffentlicht am 4.9.08       NZZ, 2.9.08) mit Kommentar


(23.08.2008)   Pierre Maudet, FDP, Präsident der eidgenössischen Jugendkommission und Genfer Stadtrat, für den öffentlichen Raum und die Sicherheit in der Rhonestadt zuständig, sagte in der Zeitung «Le Temps»:
Die Politik der Alkoholprävention stütze sich heute zu einseitig auf hohe Preise für alkoholische Getränke in Gaststätten, Bars und Nachtclubs. Jugendliche mit wenig Geld würden daher nach Wegen wie dem «Botellon» suchen, um die Preisschranken zu umgehen. … Er fordert, in der Alkoholprävention Widersprüche in der Preispolitik, Werbung und Verkaufspraxis zu beseitigen und stärker auf Verhaltensänderungen der Jugendlichen hinzuwirken.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.08)

Kommentar: Herr Maudet scheint von Kenntnissen über die tatsächlichen Verhältnisse und Bedürfnisse in der Prävention völlig unbelastet zu sein. Wie kommt ein solcher Mensch nur zu diesem Amt? Will er den Alkohol in Gaststätten für Jugendliche subventionieren? Gut ist Verhaltensprävention, die nichts nützt.


(21.08.2008) Am Ende des zustimmenden Kommentars in der Neuen Zürcher Zeitung vom 21.8.08 von mbm zum Zürcher Stadtratsentscheid betr. Botellón:

"Sollte sich der "botellón" allerdings zu einem wiederkehrenden Anlass entwickeln, müssen härtere Massnahmen ins Auge gefasst werden. Irgendwann hört auch die Freiheit des Einzelnen auf und wird die Eigenverantwortung ad absurdum geführt."

Kommentar: Wenn man die Situation in Spanien als Massstab nimmt, ist mit dieser Tradition zu rechnen. Hoffentlich führt der von Stadtpräsident Ledergerber angekündigte Erfahrungsaustausch mit Spanien nicht gerade zu dieser Entwicklung. Immerhin bemerkenswerte Worte aus der liberalen NZZ, die bisher auch extreme liberale Standpunkte dazu verbreitet hat.
Bemerkenswert leider auch, dass noch keine der grossen Zeitungen es gewagt hat, das Alkoholproblem der Gesellschaft als Nährboden dieser Manifestation des Jugendalkoholismus anzusprechen. (Quelle: NZZ, 21.8.08) Unser Leserbrief vom 21.8.08


(11.08.2008)  René Staubli im Tages-Anzeiger-Kommentar vom 11.8.08  zur Street Parade:

 "Kampf den Exzessen" ..."Zürichs Strassen boten in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein erschreckendes Bild. Von einer Trendwende zu reden, wirkt schönfärberisch. Esther Maurer scheint auf dem besten Weg, die Probleme, die sie so klar angesprochen hat, wieder zu verharmlosen. ....Es ist lediglich die Aufforderung, ein wichtiges Problem nicht unter den Teppich zu kehren: den sorglosen Umgang der Jugendlichen mit dem Alkohol. Nötig ist eine breite öffentliche Diskussion, um das bedrohliche Phänomen jenseits von politischen und finanziellen Interessen zu bekämpfen." (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.8.08, nicht online)

Kommentar: Wie oft haben wir genau dies gefordert, bis zum Schweizer Presserat. Zu glauben, es sei mit Repression getan, für die oft die Mittel fehlen, ist aber immer noch zu kurz gedacht. Es geht nicht nur um die jugendlichen Exzesse. Die sind erst möglich geworden durch die unverantwortlich large Haltung unserer Politiker, die nicht einsehen, dass das Alkoholproblem die ganze Gesellschaft betrifft und deshalb wirksame strukturelle Massnahmen nötig sind. (Siehe auch letztes Zitat.)


(02.07.2008) Jean-Martin Büttner in seinem Tages-Anzeiger-Kommentar zur ESPAD-Schülerstudie: "Das Bier und die Moral":

"Dazu passt der heftige Widerstand der Branche gegen eine Prävention, die solche Einkäufe verhindert - was dazu geführt hat, dass die neuen Präventionsversuche des Bundes mehrheitlich symbolischen Wert haben, also keinen."
"Dazu passen auch die Widersprüche einer Gesellschaft, die das Verhalten anpreist, das sie gleichzeitig missbilligt. Wie will man die Jugendlichen vom Saufen abhalten, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, wenn ausgerechnet ein Bierbrauer die Europameisterschaft bewerben durfte?"
Kommentar: Freude herrscht!


(21.06.2008)  BAG-Direktor Thomas Zeltner im Tages-Anzeiger-Interview am 21.6.08:

Frage: Es ist doch klar, dass es die Wirtschaft nicht freut, wenn sie weniger Bier und Zigaretten verkaufen kann.

Direktor Zeltner: Dass Wirtschaftsorganisationen wie Economiesuisse und Arbeitgeberverband gegen die Krankheitsprävention Sturm laufen, ist in Europa einmalig. Sie müssten wissen, dass eine gesunde Bevölkerung für ökonomische Stärke sorgt. Und deshalb für eine bessere Gesundheit eintreten. Im übrigen zeigen alle Umfragen, dass die Bevölkerung eine stärkere Prävention will.

Kommentar: Diese Sätze könnten von uns stammen. Wir vertreten diese Ansicht schon lange. Warum hat sich das BAG und seine Lobby bis jetzt so bescheiden zurückgehalten und der Wirtschaft das Feld überlassen?


(16.6.2008)  Der Parteipräsident der Zürcher CVP, Markus Arnold, wird in der Neuen Zürcherzeitung vom 16.6.08 zitiert:

"Markus Ärger hängt mit einer andern CVP-spezifischen Perspektive zusammen. Es ist die Orientierung am Gemeinwohl, an Gerechtigkeit, an der Menschenwürde und am Wohl der Schwachen.  …Glaubwürdig könne eine C-Partei nur als Garantin der von ihr vertretenen Werte sein."

Kommentar: Werte, Perspektiven, Grundsätze - wie schön auf dem Papier. Wenn die CVP nur geschlossen dafür einstehen würde, hätte das Alkoholproblem der Schweiz längst eine viel kleinere Dimension. Von Glaubwürdigkeit noch keine Spur. Auch Herr Arnold hatte auf unsere Briefe damals nur Ausflüchte zu bieten.


(12.06.2008)  Die Neue Zürcher Zeitung vom 12.6.08 bringt die gekürzte Fassung einer Rede von Bundesrat Moritz Leuenberger an der Universität Zürich zum Thema "Eigeninteresse und Gemeinwohl in der Politik". Zwei Ausschnitte:

"Je enger der Horizont, desto unmittelbarer wird Partikulärinteresse als Gemeinwohl verstanden. Wir sprechen deshalb von der Froschperspektive. Wie eng aber seine Perspektiven sind, kann der Frosch gar nicht realisieren. Brechen wir also nicht einfach den Stab über ihn. Auch wir haben, jeder für sich, unsere Perspektiven und definieren das Gemeinwohl nach ihnen. Wir sind alle Frösche und quaken in unseren Tümpeln. Lassen wir also Milde walten…" (Originaltext)
"Das Streben nach dem eigenen Glück und das Gemeinwohl sollen eine Symbiose bilden. Davon geht auch die Bundesverfassung aus. Sie garantiert die individuellen Freiheitsrechte und erwartet von den Bürgern, sich für die Allgemeinheit einzusetzen und dafür Verantwortung zu übernehmen. Dieser Einsatz erfolgt im eigenen Interesse und formt, wenn er von allen geleistet wird, zugleich das Allgemeinwohl." (Quelle: NZZ, 12.6.08)
Originaltext der Rede
Kommentar:  Auf das Nationale Programm Alkohol (NPA) angewendet könnte das heissen, dem einzelnen Bürger muss klar werden, dass Massnahmen auch zu seinem Wohl beitragen, dann wird er seine Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber akzeptieren können. Ein praktisches Beispiel wäre dazu unsere Projekt-Idee, die für die grosse Mehrheit bedeutenden Nutzen bringen würde.


(24.05.2008)   Im Tages-Anzeiger vom 24.5.08 wird der Thurgauer SVP-Nationalrat und Industrielle Peter Spuhler im Artikel "Präventiv gegen die Präventionspolitik" von Jean-Martin Büttner zitiert:

"Unter dem Deckmantel der Gesundheitspolitik wird der Bürger systematisch entmündigt."

Kommentar: Das Gegenteil trifft zu:  Wir kennen in vielen Bereichen des staatlichen Zusammenlebens die Notwendigkeit, Regeln aufstellen zu müssen, wobei ja die bürgerlichen Parteien mit ihrer Parlamentsmehrheit dafür sorgen können, dass keine unnötigen Gesetze geschaffen werden. Seit jeher wurde auf dem Gebiet des Alkohols das Volk bevormundet. Es erträgt fast klaglos, dass die Alkoholindustrie und die Werbebranche immer wieder neue Betätigungsfelder entwickeln können, die Grauzonen schamlos ausnützen und damit errreicht haben, dass erst die Frauen und dann die Jugendlichen und sogar die Kinder für den Alkoholkonsum gewonnen werden konnten. Seit hundert Jahren hat sich ein riesiger Blutzoll angestaut, den wir zu zahlen haben. Unzählige Familien sind zerbrochen, Kinder in alkoholbelasteten Familien ihrer Lebenschancen beraubt worden, und viele Milliarden Sozialkosten, die der Steuer- und Prämienzahler zu berappen hat, belasten uns laufend. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.5.08)  (Siehe auch "Aktuell")


(03.04.2008)  175 Jahre Universität Zürich: Theologieprofessor Pierre Bühler plädiert für eine kritische Rückbesinnung auf das christliche Erbe. Gemäss NZZ sagt er u.a.: "Mit verschiedensten Ansprüchen ist auch die Kirchenleitung konfrontiert. Obwohl sie es von links bis rechts niemandem wirklich recht machen kann, erwartet Bühler von ihr mehr Mut. Selbst wenn Kirche und Staat entflochten würden, müsse die Kirche weiterhin ihre Rolle in der Öffentlichkeit, ihr "prophetisches Wächteramt" wahrnehmen. In politischen Fragen sollte die Kirche seines Erachtens nicht nur vermehrt Stellung beziehen, sondern auch aktiv konkrete Anliegen fördern. Er versucht deshalb, die Studierenden diesbezüglich zu ermuntern." (Quelle: NZZ, 2.4.08)

Kommentar: Was für die reformierte Kirche gilt, betrifft die katholische ebenso. Alkoholpolitik wäre ein hochaktuelles Thema für die Kirchen, um sich einzusetzen. Menschenwürde, Menschenrechte, Nächstenliebe, Verantwortung in der Gesellschaft, Kinder- und Jugendförderung, Entwicklungshilfe rufen doch, im Zusammenhang mit der Alkoholfrage, geradezu nach dem Engagement der Kirchen. Aber wie wir schon in der Einleitung oben sagten: Alkoholpolitik ist in der Schweiz wie auch in andern Ländern ein eher unbeliebtes Thema, weil sehr oft die eigene Konsumhaltung, wirtschaftliche Eigeninteressen oder einfach die gesellschaftliche Wirklichkeit einer objektiven Betrachtungs- und Handlungsweise im Wege stehen.  


(10.03.2008)  McBride, Trainer von Bode Miller soll über ihn gesagt haben: "Schliesslich tut er dafür Dinge, die man ihm zuvor nie zugetraut hätte. Er hat seit letztem Herbst keinen Tropfen Alkohol getrunken und vor allem das Taktieren gelernt." (Artikel im Tages-Anzeiger, 10.3.08: "Der Sololauf eines Freigeistes" von Christian Andiel)

Kommentar: Wir haben seine Entwicklung auf der Seite Dossier: "Sport und Alkohol" verfolgt. Ob unsere Sportler und Trainer auch lesen können?


(31.01.2008)  Artikel im Tages-Anzeiger, online, 31.1.08 mit dem Titel:
"Moral als Erfolgsrezept" - Die Wirtschaft hat die «Corporate Social Responsibility» entdeckt. Die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wird zum Geschäft.- letzter Abschnitt:

"Bertold Brecht hat einst erklärt: Das Fressen kommt vor der Moral. Das war im letzten Jahrhundert. Inzwischen hat sich das wirtschaftliche Umfeld rasant verändert. Der Standortwettbewerb verunsichert die Arbeitnehmer, der drohende Klimawandel die Bürger. CSR ist nicht mehr Luxus, sondern wird immer mehr eine Notwendigkeit, sie wird Teil einer erfolgreichen Unternehmensstrategie. «Sich um CSR zu kümmern, wird zum aufgeklärten Selbstinteresse», schreibt der «Economist». Anders ausgedrückt. Manager, die die CSR nicht im Griff haben, machen einen lausigen Job." (Quelle: Tages-Anzeiger online, 31.1.08)

Kommentar: Jetzt sollte man hoffen dürfen, dass die Wirtschaft den eher kleinen Teilbereich der Alkoholindustrie nicht länger unterstützt und ihren Nutzen an einer gesünderen Gesellschaft erkennt. Oder steht den Managern (wie vielen Politikern auch) ihr eigenes Alkohol-Konsumverhalten im Wege?


(18.01.2008)  "Die selbstgebastelte Herausforderung des Bode Miller". Gespräch mit dem Trainer des Favoriten in Kitzbühel. Im Tages-Anzeiger vom 18.1.08.

"'Er will es aber vor allem sich selbst zeigen", sagt McBride, der einige Dinge klären musste, ehe er Millers Anfrage akzeptierte. Gehörte da auch der Verzicht auf Alkohol dazu? "Nicht explizit, aber ich habe Bode klar gemacht, dass er meiner Meinung nach sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat." Und zwar nicht an einem einzelnen Tag. Denn da konnte Miller die Konkurrenz schon früher distanzieren. "Ich meine damit, dass Bode eine gesamte Saison auf diesem Niveau durchhält", sagt McBride. Seit August hat Miller keinen Tropfen Alkohol getrunken."' 
Kommentar: Gibt es in unsern Sportkreisen keine solchen Trainer? Oder liegt es an den Funktionären, den Sponsorenverträgen oder an den Sportlern selber?


(11.01.2008)   Gleichsam als Fortsetzung zu den vorigen Zitaten: Aus: "147 Keuschheitsgelübde" - Der Verhaltenskodex für "saubere" Medien fördert Heuchelei, in der Neuen Zürcher Zeitung vom 11.1.08.

"Das Vorhaben der Vorkämpfer für saubere Medien ist edel. Dass es ihnen gelingt, den real existierenden Sumpf auszutrocknen, ist allerdings fraglich. Denn erfolgreiche Korruption zeichnet sich dadurch aus, dass alle Beteiligten dank gemeinsamem Schweigen gegenseitig voneinander profitieren. Zu befürchten ist, dass neue Regeln dazu führen, dass künftig etwas perfekter geheuchelt wird..."  (Quelle: NZZ, 11.1.08)

Kommentar: Wir freuen uns ob der deutlichen Worte. Vielleicht hat unsere Beschwerde beim Presserat doch etwas bewirkt. (siehe auch Aktuell 2008, 11.1.08,  Interview mit dem neuen Presserats-Präsidenten)


(09.01.2008)  Über "Die Zukunft des Qualitätsjournalismus" hielt der Tamedia-Veleger Pietro Supino eine Rede an der Dreikönigstagung des Presseverbandes. Der Tages-Anzeiger druckte eine gekürzte Fassung am 9.1.08 unter dem Titel "Recherche statt Skandälchen" ab. (leider nicht online) Man könnte gut 50 Zeilen davon als Zitate bringen. Es ist zu schön, was er sagte. Z.B.:

"Unsere Leser pflegen mit unseren Zeitungen eine dynamische Beziehung wie in einer Freundschaft. Neben intellektuellen Kriterien sind Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit zentral. Dazu gehört insbesondere die Trennung von Sachverhalt und Wertung. Je grösser die Transparenz und je fundierter die Berichterstattung, desto weniger muss die Wertung mit den persönlichen Ansichten der Leserschaft übereinstimmen...."

"Eine vornehme Besonderheit unserer Aufgabe als Verleger ist die Rolle der Medien als 4. Gewalt im Staat. Wir finanzieren diese Funktion und halten unseren Redaktionen den Rücken frei. Dabei nehmen Medien diese Aufgabe in einem grossen Spektrum wahr. Es reicht vom legendären Watergate-Skandal bis zur Regionalberichterstattung. .."

"Wir Verleger stellen für das Funktionieren und die Entwicklung unserer Gesellschaft wichtige Plattformen zur Verfügung. Ohne freie Presse wären der politische Diskurs und damit die gelebte Demokratie nicht möglich..."

Kommentar:  Vorausgesetzt, dies ist keine der bisher üblichen Sonntagsreden, wären dies sehr begrüssenswerte Aussagen. Wir müssen immerhin zugestehen, dass seit unserer Beschwerde beim Schweizer Presserat im März 2006 ein paar Artikel zum Alkoholproblem im Tages-Anzeiger erschienen sind, die Hoffnung aufkommen lassen, sogar recherchierte und auch wieder Leserbriefe. Nachdem das Raucherproblem seine grösste Aktualität verloren hat, weil die Akzeptanz im Volk vorhanden ist, wäre nun der richtige Zeitpunkt, wenn die freie Presse den politischen Diskurs zum Alkoholproblem eröffnen würde, damit die gelebte Demokratie (wie im Zitat erwähnt) möglich und das Alkoholproblem entschärft wird.


(07.01.2008)  Ueli Maurer, SVP Nationalrat und ausscheidender SVP-Präsident im Tages-Anzeiger Interview am 7.1.08:

"Wir sind nur noch dem Volk verpflichtet und in keiner Art und Weise mehr der "Classe politique".

Kommentar: Wie schön wäre das, wenn die SVP mithelfen würde, das Alkoholproblem zu verringern, indem sie die Interessen des Volkes vertreten würde, statt die einiger Profiteure (auch in ihren Reihen.) Übrigens gehören sie ja mit ihren gewählten Exponenten auch zu dieser "Classe politique".


(11.12.2007) Verena Vonarburg, Bern im Tages-Anzeiger vom 11.12.07 in: "Das Kraut benebelt die Politiker"

a) "Mit dem Strafrecht lassen sich nun mal keine Suchtprobleme lösen." (Gestern entschied der Nationalrat gegen die Legalisierung von Canabis)
Im gleichen Artikel: b) "Viele Politiker sind auch nicht bereit, den Zusammenhang zwischen Rauschtrinken und Gewalt zu thematisieren und die Jugend ernsthaft vor Alkohol zu schützen."

Kommentar: a) Das Strafrecht ist sicher nicht die Lösung, aber ein wichtiges Mittel bei der Durchsetzung von verhältnispräventiven Massnahmen. b) Bedenklich ist auch, dass dies sogar auf Sozialarbeiter zutrifft. Allerdings aus andern Gründen.


(24.11.2007)  Neue Zürcher Zeitung, Bund NZZexecutive, 24.11.07:
                               Interview mit Benjamin Thut, Designer:

Frage: "Was stört Sie als Staatsbürger?"

Antwort: "Dass sich zu wenig bewegt. Das gegenseitige Schachmattstellen, so dass selten etwas Grosszügiges, Gewagtes oder Spektakuläres entstehen kann."


(09.11.2007) In der Neuen Zürcher Zeitung wird über eine Herzberg-Tagung des Vereins Qualität am 7.11.07 in Basel berichtet. Titel: "Nichts als die Wahrheit". Es ging um Journalismus und PR. Hier einige Zitate des Referenten Sacha Wigdorovits, ehem. Journalist, Chefredaktor und heutiger Manager des Gratisblattes ".ch":

"Arbeitsethos hin oder her - auch die gute Gesinnung kann ein strukturelles Problem nicht lösen: nämlich die wachsende Wissenskluft zwischen Medienorganisationen und der Firmen- bzw. Staatskommunikation. Die im Verdrängungswettbewerb stehenden Medien verknappen ihre Budgets und schmälern damit ihre Kompetenzen, während die PR-Abteilungen wachsen. Diese Entwicklung wird seit Jahrzehnten von den Wissenschaftern beobachtet (und die Journalisten spüren es am eigenen Leib)."
Kommentar: Wir spüren es auch. Aber der Schweizer Presserat z.B. stellt sich blind und taub.


Weitere frühere aktuelle Zitate


Bemerkungen zu einzelnen Seiten:

Die oben links stehenden NGOs gehören zu den führenden Stellen auf dem Gebiet der Alkoholpolitik. Sie sind weitgehend unabhängig und kompetent. 

Auf einer besonderen Seite finden Sie weitere interessante Webseiten-Adressen auf dem Gebiet der Alkohol-Prävention und Forschung.


Lehrerschaft, Dozentinnen und Dozenten ab Volksschule-Oberstufe, Schüler, Studenten, auch Jugendparlamente finden bei den Leserbriefen und der Projekt-Idee praktische Unterrichtsmaterialien für Projekt-Arbeit, Suchtprävention, Diplomarbeiten,politische Basisarbeit. Das könnte sich im Extremfall bis zur nationalen Bewegung auswachsen. (Utopie-Traum)  Für Rückmeldungen wären wir dankbar.   Wir haben auch schon ganze Studentenarbeiten unter "Forschungsergebnisse" veröffentlicht. Zeitaufwändige Recherchearbeiten können wir aber nicht übernehmen, das gehört ja auch zum Studium.
Neu beginnen wir mit dem Gestalten von Arbeitsblättern zu aktuellem Anlass. Sie sind beim Kapitel Hinweise für Unterrichtende zu finden.
Für die Journalisten-Ausbildung könnte sich das Dossier "Beschwerde an den Schweizer Presserat" eignen.


  Wir haben das Kapitel "Projekt" wieder aufgenommen. Auch wenn Politiker und Fachleute gegenwärtig den Mut nicht aufbringen oder in ihrer Bindung an Behörden keinen Spielraum für ein Engagement in dieser Richtung sehen, scheint es uns doch wichtig zu sein, diese neue Kombination von Schadensreduzierung, Verursacherprinzip, Kostendeckung und Förderung ins Gespräch zu bringen. 
Am Ende bringen wir ab und zu neue Argumente, die aus der Tagespolitik auftauchen und zeigen, wie nötig und hilfreich dieses Projekt für alle wäre. Am 10.4.05 haben wir dieses Argumente- Zusammentragen abgeschlossen. Wir denken, dass sich nun die Interessierten an die Arbeit machen sollten.


Im Kapitel Dossier "Alcopops" haben wir der Aktualität halber alle Artikel zu diesem Thema zusammengestellt und mit Links auf die entsprechenden Seiten versehen. Nun auch die Unterkapitel Suchtmittelwerbung; Absinth ; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund, Nationales Programm Alkohol 2008 - 20012 (NPA); Botellón


  For English speaking visitors on our website we have concentrated all available English texts in a list with links to those pages.

Für die englischsprachigen Besucher unserer Webseite haben wir die vorhandenen englischen Texte in einer Übersicht zusammengefasst und mit Links zu den entsprechenden Seiten versehen. Es gibt auch Leser, die damit Sprachunterricht betreiben. 


Der Abschnitt Briefe an... gibt Einblick in Briefwechsel mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder mit Institutionen, deren Aufmerksamkeit auf das Fehlen von Massnahmen gelenkt werden soll, die das Alkoholproblem in der Schweiz wirksam mildern könnten. 


Diese Seite legt Rechenschaft darüber ab, wie wir auf gewisse Situationen reagieren. Z.B. mit Beschwerden, Aufrufen, usw.


Im Kapitel "Die Lobbyarbeit der Alkoholindustrie" zitieren wir am Schluss Dr. Peter Anderson, der das ICAP (International Center for Alcohol Policies vorstellt:

"Die Stockholmer Deklaration der WHO von 2001 zu Jugend und Alkohol hält ausdrücklich fest:

"Gesundheitspolitik bezüglich Alkohol muss vom öffentlichen Gesundheitswesen formuliert werden, ohne Einmischung seitens kommerzieller Interessen."

Wenn man die Webseite und die Publikationen des International Center for Alcohol Policies liest, kommt man zum Schluss, dass, weit davon entfernt ein Fürsprecher für die Volksgesundheit zu sein, ICAP nur eines der Marketing-Werkzeuge der internationalen Alkoholindustrie ist."

Liest man diese Analyse, gewinnt man unwillkürlich den Eindruck, dass unsere offizielle Alkoholpolitik bereits von den Ideen des ICAP beeinflusst ist. Da kann man nur hoffen....!


Ein hoffentlich abschreckendes Musterbeispiel, welchen Einfluss die Alkoholindustrie in England hat, wird im Kapitel "Internationales" am 11.12.03 geschildert.

Im täglichen Newsletter des Marin Institutes wird eine Fülle von Informationen wiedergegeben, welche die Grösse und Vielfalt der USA auch auf dem Gebiet der Alkoholpolitik wiederspiegelt. Für Europäer ist es immer wieder erstaunlich, wie stark die direkte Demokratie in den USA hier spielt und wie aktiv die verschiedensten Bürgerinitiativen für eine Verbesserung der Lebensqualität kämpfen. Wir zeigen im Kapitel "Internationales" Beispiele. Wer selber den Newsletter regelmässig erhalten möchte, kann ihn auch hier direkt beziehen.  


Wir haben festgestellt, dass ein Bedürfnis besteht, Forschungsergebnisse im Suchtbereich in einer allgemein verständlichen Sprache übermittelt zu bekommen, die sonst meist nur unter Fachleuten bekannt sind. Mit dieser Webseite sehen wir die Möglichkeit, als Dienstleistung  diese Aufgabe zu übernehmen, soweit es in unsern Kräften steht. Wir haben dazu ein neues Kapitel eröffnet. Für dessen Inhalt können wir natürlich keine Gewähr übernehmen, doch bemühen wir uns, nur bekannte und vertrauenswürdige Quellen zu benützen, die wir auch angeben. 


Hier erscheinen Geschichten, "die das Leben schrieb". Meldungen - meist tragisch - teils komisch - der Alkohol spielte mit. Vielleicht könnte man sagen, ein kleiner (Schein)-Kulturspiegel. Alkohol soll ja ein Kulturgut sein.


Neuigkeiten

Es folgt eine Liste der aktuellen Ergänzungen zu unserem Web. Jede Änderung des Datenbestandes wird hier durch eine Notiz bekannt gegeben. Die Einträge enthalten Hyperlinks zu den jeweiligen Beiträgen und sind in zeitlicher Reihenfolge angeordnet. Die aktuellste Meldung wird jeweils an unterster Stelle angezeigt und rot unterlegt. Der rote Pfeil markiert einen Eintrag am letzten Tag.
:     Seit dem letzten Newsletter         In der letzten Woche    heute

Neues Dossier: Botellón   01.10.08
29.10.08
27.12.08
Dossier: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA)   21.08.08
08.10.08
27.12.08
Dossier: Strukturelle Prävention   (=Verhältnisprävention)   23.12.08
26.12.08
27.12.08
  Geschichten, die das Leben schrieb....             08.12.08
19.12.08
23.12.08
  Interventionen     14.12.08
16.12.08
20.12.08
  Dossier: Sport und Alkohol       21.11.08
10.12.08
16.12.08
  Dossier: Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund  

 

03.11.08
20.12.08
26.12.08
Dossier:  Alkohol und Verkehr / Drink Driving   23.12.08
27.12.08
30.12.08
Dossier: Alkoholkonsum Jugendlicher, Erhältlichkeit, Rauschtrinken   26.12.08
27.12.08
29.12.08
Englische Homepage
English Homepage
     


12/27/08
12/28/08
12/29/08
  Dossier:  WTO - GATS
21.07.08
30.07.08
12.11.08
  Neue Dokumente oder Institutionen auf der Homepage, linker Rand (Links)   25.09.08
15.11.08
22.12.08
  Neues Kapitel: Projekt
     "           "       Project in English
  06/30/06
01/18/08
10/12/08
  Top-Aktuell  auf der Homepage 

16.11.08
27.11.08
18.12.08
  Briefe an ...
25.09.08
12.10.08
03.11.08
  Dossier:   Absinth   12.09.06
09.01.08
20.05.08
Dossier:  Suchtmittelwerbung
23.12.08
27.12.08
29.12.08
Parlamentsdebatten   20.12.08
22.12.08
27.12.08
  Veranstaltungen   25.09.08
06.11.08
04.12.08
  Dossier Alcopops  

15.10.08
29.10.08
30.11.08

List of English texts

12/26/08
12/27/08
12/28/08

  Links   01.06.08
19.06.08
05.07.08
  Alkohol-Industrie &-Lobby    20.11.08
04.12.08
17.12.08
Newsletter 31.10.08
30.11.08
31.12.08
Hinweise für Unterrichtende   25.11.08
05.12.08
29.12.08
Forschung / Research   27.12.08
29.12.08
30.12.08
  Zitatensammlung   07.11.08
06.12.08
18.12.08
  Das neueste Zitat auf der Homepage   07.11.08
06.12.08
18.12.08
Aktuelles

20.12.08
26.12.08
27.12.08
Neue Leserbriefe   23.12.08
26.12.08
29.12.08

Internationales

26.12.08
27.12.08
30.12.08

 


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Letzte Bearbeitung: 05.01.2009   

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

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Stand: 05.01.2009