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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Zum Vollzug von Jugendschutzgesetzen in USA und Deutschland

Montag 4. Januar 2010 von htm

Ein spontan uns zugestellter Erlebnisbericht mit der Erlaubnis der Wiedergabe:
Die nachfolgend aufgeführten Geschichten habe ich mit meiner Frau persönlich erlebt. Die Geschichte mit der Kassiererin kann Ihnen jeder bestätigen, der in USA eine Flasche Wein gekauft hat und an der Kasse eine Kassiererin fand, die unter 20 Jahren war.

1) Meine Tochter, seinerzeit 19 Jahre, heiratete einen amerikanischen Staatsbürger(GI), ebenfalls 19 Jahre. Nach 1 Jahr haben wir die beiden in Michigan/USA besucht. Sie waren damals 20. Als ich am 2. Tag mit meiner Frau einkaufen gehen wollte, bat mich mein Schwiegersohn ganz verschämt, ihm etwas mitzubringen, er würde so gerne mal wieder einen Whisky trinken. Auf mein verdutztes Gesicht hin teilte er mir mit, er könne nirgends einen Tropfen Alkohol bekommen, weil er noch keine 21 sei. Ich erfüllte ihm diesen Wunsch ausnahmsweise, erfuhr aber später, dass ich mich strafbar gemacht hatte, und wäre dies aufgefallen, ich sofort ausgewiesen worden wäre.
So werden die „Gesetze gegen Alkoholmissbrauch“ in USA befolgt.

2) Bei meinem zweiten Besuch in USA passierte mir folgendes: Ich besuchte mit meiner Frau gerne die dortigen Nationalparks und Stateparks. Der Eintritt kostete zwischen 15 und 25 $. (Damals kostete der Dollar ca 4,20 DM.) Man konnte auch ein sogen. „State-Ticket“ für 60$ (ca 250 DM) kaufen, mit dem man alle Parks in Michigan besuchen konnte, was wir auch taten. Am Eingang des ersten Park sahen wir ein Schild: „No Alkohol, no Litter“. Also kein Alkohol und keine Abfälle. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, und ein kleines Feuer in der Feuerstelle brannte, grillten wir unsere Würstchen und ich trank eine Flasche Bier. Es war weit und breit niemand zu sehen. Plötzlich trat aus einem Gebüsch ein Ranger hervor und stellte einen Strafzettel über 200 $ aus. Erst nach einer halbstündigen Diskussion mit meiner Tochter, sie hatte glaubhaft gemacht, dass ich kein Wort englisch verstehen würde und das Verbotsschild nicht gesehen und auch nicht verstanden hätte, wurde uns die Strafe erlassen. Wir mussten jedoch unser Dauerticket abgeben und den Park sofort verlassen.
So werden die „Gesetze gegen Alkoholmissbrauch“ in USA befolgt.

3) Vor 3 Jahren besuchten wir unsere Tochter, inzwischen 40, mal wieder in den USA-NH. Beim Einkauf wollten wir u.a. eine Flasche Rotwein mitnehmen. Unser Einkauf lag auf dem Transportband vor der Kasse. Die Flasche wurde immer wieder von der jungen Kassiererin durch andere Waren oder mit dem Ellenbogen zurückgeschoben. Als alles, bis auf den Wein registriert war, rief unsere Kassiererin eine ältere Kollegin zur Kasse. Auf unsere Frage, was das zu bedeuten habe, wurde uns mitgeteilt, unsere Kassiererin sei erst 20 und sie dürfe doch die Flasche mit Wein nicht anfassen.
So werden die „Gesetze gegen Alkoholmissbrauch“ in USA befolgt.

4) Mein Großsohn studiert in New Hampshire und wohnt auf dem Universitätscampus. An seinem 22. Geburtstag fand auf seinem Zimmer eine Geburtstagsparty statt. Es wurde auch Alkohol getrunken. Als im Nachhinein bekannt wurde, dass er einem 19-jährigen Zimmernachbarn Bier angeboten hatte, wurde er sofort von der Highschool verwiesen. Nur nach Entschuldigungen und Bitten der Eltern und Kommilitonen durfte er sein Studium fortsetzen, jedoch nicht mehr auf dem Campus wohnen. Unabhängig davon, wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.
So werden die „Gesetze gegen Alkoholmissbrauch“ in USA befolgt.

Gestern sah ich im Fernsehen eine Übertragung der Sylvesterfeier in New York. Es waren etwa 200 000 Gäste gekommen und es herschte eine Bombenstimmung. Nur ganz nebenbei wurde erwähnt, dass auf dieser Veranstaltung ein Alkoholverbot bestand. Können Sie sich so etwas in Deutschland vorstellen? Anschließend wurde von der Veranstaltung in Berlin gesprochen und mitgeteilt, dass einige hundert, meist Jugendliche, mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten.
So werden die „Gesetze gegen Alkoholmissbrauch“ in Deutschland befolgt.

Persönlich erlebt von
Ilse und Otto Dietrich

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 4. Januar 2010 um 18:25 und abgelegt unter Allgemein, Gerichtsfälle, Geschichten, Internationales, Jugend, Politik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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