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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Newsletter Dezember 2009 – d –

Donnerstag 31. Dezember 2009 von htm

www.alkoholpolitik.ch Newsletter Dezember 2009 (per 31.12.09)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

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Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer
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Begleittext des Newsletter-Versandes:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Am Ende des Jahres drängt sich ein kurzer Rückblick auf, eine Übersicht über die Situation und das Geschehene auf dem Alkoholsektor. Eine Zwischenbilanz welt- und europaweit könnte die fortgeschrittenen Vorarbeiten für eine globale oder europäische Alkohol-Strategie als Fortschritt aufführen, wobei diese noch verbesserungsfähig sind und noch lange nicht beschlossen. Dann muss darauf hingewiesen werden, dass die Landesregierungen frei sind, die vorgeschlagenen Massnahmen auch einzuführen, allerdings ist gerade bei den grossen, alkoholproduzierenden Ländern in dieser Hinsicht leider Skepsis angebracht.

Grosse Alkoholmultis haben durch Fusionen und Zukäufe ihre Schlagkraft weiter verbessert und in Richtung China, Russland und Afrika expandiert. Während Forscher mit mehreren Studien gezeigt haben, dass Alkoholwerbung vor allem bei Jugendlichen Erfolg hat, dehnt die Alkoholindustrie ihre Marketingstrategie besonders im Internet weiter aus, wo Monitoring schwierig ist. In der Schweiz wurde erstmals Reklame für vergorene Getränke im Fernsehen generell eingeführt, (Start am 1.2.2010) ohne irgendwelche kompensatorische Massnahmen. Dafür wird die Alkoholgesetzgebung im Rahmen einer Totalrevision weiter aufgeweicht. Und ein geplantes Präventionsgesetz birgt Probleme, die noch nicht abzuschätzen sind.

Während sich viele Regierungen weiterhin um wirkungsvolle Kontrollmassnahmen drücken, dabei wäre gerade jetzt in der Zeit der riesigen Budgetdefizite eine kräftige Alkoholsteuer sehr sinnvoll, bemühen sich regionale und lokale Instanzen um eine eigene Alkoholpolitik. Sie leiden auch direkt unter den Folgen der alkoholfreudigen Gesellschaft und dem daraus resultierenden akuten Jugendalkoholismus. Trotz Bedenken wegen fehlender rechtlicher Grundlagen wurden vielerorts pragmatische Lösungen gefunden. Leider wird weiterhin oft das Heil in wenig hilfreichen Aufklärungskampagnen gesucht, die wohl den Wissensstand verbessern aber das Verhalten nicht ändern. Vielerorts wird das Schwergewicht auf die Bereitstellung von Hilfspaketen für die betroffenen Jugendlichen und ihre Eltern gelegt. Die Spitäler liefern laufend steigende Zahlen der Einweisungen mit Alkoholvergiftung. Aber politisch aktiv wurden bis jetzt nur die Verbände des Spitalpersonals in England. Die Ärzteverbände in der Schweiz schlagen sich lieber mit internen Standesproblemen herum, als ihre Kompetenzen und ihr Prestige in der Politik für die Volksgesundheit einzubringen. Dabei würden sinkende Alkoholschäden und entsprechend verringerte Gesundheitskosten auch Druck von ihnen nehmen.

Auch dieses Jahr wetteiferten Bier und Weinlobbies, wer die gesünderen Produkte vermarkte. Sie stützten sich dabei auf Forscher und Universitäten, wobei man sich immer fragen muss, welche Interessen dahinterstehen. Die Kontrahenten widersprechen sich dabei, im Bewusstsein, dass die Presse als Komplizin trotzdem alles genüsslich wiedergibt, ohne gleichzeitig auf die schädliche Wirkung des Alkohols und auf gegenteilige Untersuchungen hinzuweisen. Es wird weder recherchiert noch der gesunde Menschenverstand eingesetzt. Sicher ist die Presse heute in einer schwierigen Situation. Da ist die Lust, sich zu exponieren, nur gering. Aber der Wahrheit und damit dem Leser zu dienen, könnte sich auf die Dauer doch auszahlen.

Wir sind gedämpft optimistisch und wünschen Ihnen alles Gute im neuen Jahr und viel Erfolg in Ihrem Bemühen, die Aktiv- und die Passivtrinker zu entlasten, d.h. die Alkoholschäden zu lindern.

Freundliche Grüsse
Ihr Auch-Passiv-Trinker
Hermann T. Meyer
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TOP NEWS

Seit 5 Jahren 0.5-Prommilegrenze in der Schweiz: Grosser Erfolg 25. Dezember 2009
Vor fünf Jahren wurde die 0,5-Promille-Grenze für Autofahrer eingeführt. Die Bilanz: Heute sterben markant weniger Menschen bei Unfällen unter Einfluss von Alkohol. «Bei den Personenwagen-Insassen ging die Anzahl der Opfer von Alkoholunfällen von 2004 zu 2005 um 25 Prozent zurück», sagt bfu- Sprecher Daniel Menna. Ein Jahr später starben nochmals fast 30 Prozent weniger Menschen bei alkoholbedingten Unfällen, wie eine Aufstellung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. …(Quelle: Google Alkohol Alert, 24.12.09) bazonline.ch, 24.12.09 Kommentar: Es brauchte einen jahrzehntelangen Kampf vor allem der Abstinentenverbände, bis das Parlament ein Einsehen hatte und die ewiggestrigen Liberalen und Wirtschaftsvertreter überstimmte. Wer präsentiert diesen die Rechnung für Tausende während dieser Jahrzehnte unnötig gestorbene Verkehrsopfer? Auch hat man den Eindruck, dass sie nichts daraus gelernt haben. Sie mauern wie bisher bei jeder offensichtlich notwendigen, wissenschaftlich erhärteten Präventionsmassnahme. (Leserbrief pendent)

Frohe Festtage und alles Gute im neuen Jahr! 24. Dezember 2009
Wir wünschen allen eine friedliche frohe Weihnachtszeit und ein neues Jahr, in welchem die grossen und kleinen Menschheitsprobleme die nötige Aufmerksamkeit und Mehrheiten finden, die zu einer Lösung beitragen.

EU-Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Schäden 23. Dezember 2009
Mit Schreiben vom 18. Dezember 2008 ersuchte das schwedische Europaministerium den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss im Hinblick auf den bevorstehenden schwedischen Ratsvorsitz um Erarbeitung einer Sondierungsstellungnahme zu folgendem Thema:
„Eine nachhaltige, dauerhafte und multisektorale Basis für die EU-Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Schäden“. …Der Ausschuss verabschiedete auf seiner 456. Plenartagung am 30. September/1. Oktober 2009 (Sitzung vom 30. September) mit 128 gegen 5 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen seine Stellungnahme. (Quelle: EU-Amtsblatt, 23.12.09, deutsch)

Der EU-Rat am 1.12.09 zu Alkohol und Gesundheit (Entwurf) 22. Dezember 2009
In seinem Entwurf von Schlussfolgerungen des Rates vom 1. Dezember 2009 zu Alkohol und Gesundheit werden Alkoholschäden aufgelistet und den Mitgliedsländern und der Kommission wird empfohlen, wirksame Massnahmen zu ergreifen und 2012 über deren Auswirkungen zu berichten. (Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union, 12.12.09)

Die WHO hat ihren Entwurf zur Alkohol-Strategie veröffentlicht 9. Dezember 2009
Der Entwurf ist nun auf der Homepage der WHO erhältlich: http://www.who.int/substance_abuse/activities/globalstrategy/en/index.html, und hier: http://apps.who.int/gb/e/e_eb126.html.
Das Dokument besteht aus drei Teilen: Der Bericht des Sekretariats mit dem Entwurf einer Strategie für das WHO Executive Board zur Behandlung; Beilage 1 ist der Strategie-Entwurf, Beilage 2 eine zweiseitige Zusammenfassung der Beweise für die Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit der Massnahmen. Zusätzlich gibt es ein Bibliographie über Beweise zu schädlichem Gebrauch von Alkohol, auf einem separaten Dokument auf der gleichen Webseite veröffentlicht. Kommentar: Dies ist einer der wichtigsten Vorgänge in der Alkoholpolitik der letzten Jahre. Man kann nur hoffen, dass die Ländervertreter nicht alles verwässern, und dass die Mitgliedstaaten die Vorschläge umsetzen werden.

Alkoholwerbung am Schweizer Fernsehen ab 1. Febr. 2010 5. Dezember 2009
Das revidierte Radio- und Fernsehgesetz wurde vom Bundesrat per 1. Febr. 2010 in Kraft gesetzt. Dann darf auf allen Fernsehsendern Werbung für vergorene Getränke gesendet werden. Das ist der Preis für das Media-Abkommen mit der EU, das der Schweizer Filmindustrie Vorteile bringt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.12.09) Kommentar: Auf Kosten der Volksgesundheit.

EU-Rat sagt: Behandelt Alkoholpolitik als Priorität 3. Dezember 2009
Der EU-Rat lädt die Mitgliedstaaten und die Kommission ein, Alkohol in der Agenda prioritär zu behandeln. Er verabschiedete heute seine Schlussfolgerungen zu Alkohol und Gesundheit. Der Rat wiederholt, dass schädlicher und riskanter Alkoholkonsum an dritter Stelle der bedeutendsten Risikofaktoren für Krankheiten in der EU steht und dass viele politische Beschlüsse in Gemeinden eine potenzielle positive oder negative Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. (Quelle: Eurocare Newsletter 1.12.09) EU-Ratsbeschluss (engl.) Kommentar: Wenigstens der EU-Rat sieht klar.

SCHWEIZ

Migros-Magazin: Besser leben – mit Schaumwein 29. Dezember 2009
In der Nummer vom 28.12.09 bringt das Migros-Magazin auf S. 63 in der Rubrik BESSER LEBEN auf einer halbe Seite mit grossem Bild einen PR-Artikel über die gesunden Eigenschaften von Schaumwein. Es wird Bezug genommen auf eine Untersuchung der Universität von Reading, GB, die gezeigt habe, dass noch nach Stunden eine verbesserte Durchblutung festgestellt worden sei. Dies sei auf die Phenole zurückzuführen, die in roten Trauben vorkommen. Kommentar: Die Migros verkauft dank ihrem Gründer G. Duttweiler keine alkoholischen Getränke, dafür gute Traubensäfte und moderne gespritzte Getränke auf Traubensaftbasis. Statt für diese zu werben, rührt sie die Werbetrommel für alkoholischen Schaumwein, … (University of Reading, Press release, 12/14/09)

Interview mit BAG-Direktor Thomas Zeltner 28. Dezember 2009
“Selbstverwirklichung ist nicht alles” Von Jean-Martin Büttner und Markus Brotschi, Bern im Tages-Anzeiger vom 28.12.09.
Gesundheit dürfe nicht zum einzigen Lebenszweck verkommen, sagt der abtretende Gesundheitsdirektor Thomas Zeltner nach 19 Jahren im Amt. Dennoch brauche die Schweiz ein nationales Präventionsgesetz.
Thomas Zeltner: “Die Bevölkerung ist heute deutlich gesünder.” Kommentar: Auch in diesem Interview wird das Thema Alkohol nicht kritisch behandelt. Es taucht nur in einer der Fragen auf: “Bei der Prävention hat man Ihnen oft vorgeworfen, Sie wollten alles mit Einschränkungen regeln – Rauchverbote, Essgebote, Verkaufsverbote von Alkohol.”

Zwei Betrunkene stossen zusammen, keiner erinnert sich 27. Dezember 2009
In Rapperswil-Jona sind gestern Abend ein angetrunkener Motorradfahrer und ein ebenfalls betrunkener Autofahrer kollidiert. Beide gaben der Polizei an, sie erinnerten sich nicht, wie es zum Unfall kam. (Quelle: blick.ch, 27.12.09

Siegfeier auf dem Podium im Zielgelände mit Champagner 24. Dezember 2009
Will man solche Bilder nicht mehr sehen? Fränzi Aufdenblatten und Nadia Styger feierten ihren Doppelsieg im Super-G von Val d’Isère auf dem Podium im Zielgelände mit Champagner. Das freute nicht alle. (Quelle: Google Alkohol Alert, 23.12.09) 20minuten.ch, 23.12.09 Online-Kommentar: (Kontrabass) Andere machen’s auch. Wer geprägt ist von unserer während Jahrzehnten von der Alkoholwerbung weichgeklopften alkoholfreundlichen Gesellschaft wird natürlich nichts daran finden, dass nun auch junge Sportlerinnen ihrer Freude mit Alkohol Ausdruck geben. Wer aber …

Magazin 2009 der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV 22. Dezember 2009
Die Ausgabe Dezember 2009 steht unter der Überschrift “Alkohol und Politik”. Aus dem Inhalt: Langsamer Abschied von Bundesmonopolen auf gebrannten Wassern. – … Alkoholtestkäufe. Kommentar: Man erhält den Eindruck, dass die präventive Wirkung der Alkoholgesetzgebung, von der Öffentlichkeit unbemerkt, laufend reduziert wird. Einige Stellen propagieren den Alkoholkonsum, wie man es von der Presse gewohnt ist. Andererseits erfährt man, dass die 90% Bundesanteil am Reingewinn (wie die Tabaksteuer) direkt an den Fiskus und nicht an die AHV geht. Wer den Suchtmittelkonsum reduziert, schädigt somit die AHV nicht.

Schwedische Alkoholpolitik und die Schweiz 21. Dezember 2009
Ein Blog befasst sich mit schwedischer Drogenpolitik und vergleicht mit Schweizer Zahlen: “Drogen und so” -By marcojakob:
“Heute behandle ich mal das Thema Suchtmittel in Schweden. Wie ich schon einmal berichtet habe, hat Schweden eine sehr restriktive Alkoholpolitik. Das hat auch seine Gründe. 1829 liegt der Brantweinkonsum bei 46 Litern pro Jahr und Einwohner und man schätzt, dass in Schweden 175′000 Brennkessel vorhanden sind. Dass ein so hoher Konsum zu Problemen führt, liegt auf der Hand. … “Kommentar: Dass die Schweiz einen beinahe doppelt so hohen Konsum aufweist, hängt mit dem Nichtvorhandensein einer eigentlichen Alkoholpolitik zusammen. Die Interessen der Industrie zählen bei uns mehr als die der Volksgesundheit. Und die Medien und die Werbebranche … (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.12.09)

Die FDP-CH will gesundes Leben belohnen 25. Dezember 2009
Sie plant eine radikale Reform des Gesundheitsmarktes. FDP wagt einen Tabubruch: In Zukunft sollen Menschen, die gesund leben, weniger Krankenkassenprämie zahlen. Die FDP wolle ein Bonusmodell, das einen gesunden Lebenswandel belohne. Das stehe in einem noch geheimen FDP-Papier, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. …(Quelle: Tages-Anzeiger online, 20.12.09) Kommentar: Jetzt kann man gespannt warten, ob Nicht-Raucher und Alkohol-Abstinente, die nicht zu den beiden wichtigsten Gesundheitsrisiko-Gruppen in Europa gehören, auch in den Genuss von Ermässigungen kommen sollen. Einzelne Versicherungen praktizieren dies schon lange. …

Philip Morris senkt Preise für Chesterfield und Marlboro um 10% 20. Dezember 2009
Im Kampf gegen Billigzigaretten und rückläufigen Konsum senkt Philip Morris die Preise.
Seit Jahren bewegen sich Zigarettenpreise nur in eine Richtung: nach oben. Nach diversen Aufschlägen, die mit höheren Steuern und Rohstoffkosten begründet wurden, kosten einige Marken über 7 Franken pro Päckli. «Da fängt es an, wehzutun», sagen Raucher.
Nun gibt Philip Morris (PM) Gegensteuer: Ab 1. Januar senkt der US-Tabakgigant die Preise um 70 Rappen pro Päckli; das sind rund 10 Prozent….(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.12.09) Kommentar: Damit ist einmal mehr bewiesen, dass die Suchtmittelkonsumenten preissensitiv sind. Deshalb braucht es neben Steuern zur Preiserhöhung auch Mindestpreise, damit Steuern nicht unterlaufen werden können. Bei Alkoholika wäre es auch höchste Zeit.

Deutsche Städte fordern: Kein Alkohol nach 22 Uhr 17. Dezember 2009
An Kiosken und Tankstellen soll zukünftig kein Alkohol mehr nach 22 Uhr verkauft werden. Das fordern deutsche Städte und Gemeinden angesichts des steigenden Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen. Sie wollen damit härter gegen das Komasaufen durchgreifen. Zusätzlich möchten Städte und Kommunen auch das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen nach 22 Uhr verbieten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) pflichtlektüre.com, 16.12.09 (mit unserem Online-Kommentar)

Neustädter richten Alkohol-Verbotszonen ein 17. Dezember 2009
Die Neustädter Stadtverordneten haben am Montag per Beschluss die Satzung über Ordnung und Sicherheit in der Stadt geändert. So ist zukünftig der Genuss von alkoholischen Getränken in den durch Verbotsschilder gekennzeichneten Bereichen vor der Mühle Spiegelberg, am Wohnheim, an der Kita Spiegelberg und an der Kirche Köritz untersagt. Nicht betroffen davon sollen Veranstaltungen in diesen Bereichen sein, wie zum Beispiel der Weihnachtsmarkt, Hoffeste oder Ähnliches. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16/12/09) Märkische Allgemeine, 16.12.09

Radio DRS2 heute morgen in “Kontext” 10. Dezember 2009
“Zwei Jahrzehnte im Dienste der Gesundheit” war das Thema der 35-minütigen Sendung, die mit dem scheidenden Direktor des Bundesamtes für Gesundheit Bilanz ziehen sollte über dessen lange Amtszeit. Thematisiert wurden Schweinegrippe, Heroinabgabe, Rauchen, Rinderwahnsinn. Kein Wort zum Thema Alkohol! Dabei hat er das “Neue Programm Alkohol”, das Alkoholgesetz und das Präventionsgesetz mindestens mitgestaltet. Das Schweizer Radio kneift einmal mehr, wo es alkoholpräventiv wirken könnte. Bei der Werbung für Alkohol ist es nicht so zurückhaltend. Man könnte sogar annehmen, die Gesprächsteile, in denen gegen Verbotsprävention Stellung bezogen wurde, sei gegen die Alkohol-Kontrollpolitik gerichtet gewesen. Da sind WHO und EU noch ganz anderer Meinung. Radio DRS2, Kontext am 10.12.09

Infoset Newsletter Dezember 2009 7. Dezember 2009
Der Infoset Newsletter Dezember 2009 ist erschienen, mit Informationen zu allen Drogenproblemen, hauptsächlich schweizerische. Mit Veranstaltungskalender. Newsletter (ab-)bestellen

36th Annual Alcohol Epidemiology Symposium of the Kettil Bruun Society 7. Dezember 2009
Gastgeberin des 36. Symposiums ist die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) 31 Mai. – 4. Juni 2010, Lausanne. Website zur Tagung: http://www.kbs2010.ch (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)

Tagung zu den Kantonalen Alkohol-Aktionsplänen (KAAP) Zeltner 7. Dezember 2009
Zum dritten Mal hat der Fachverband Sucht im Auftrag der Eidg. Kommission für Alkoholfragen am 4. November 2009 die Tagung zu den Kantonalen Alkohol-Aktionsplänen (KAAP) durchgeführt. Das Thema des Morgens waren Notfallaufnahmen wegen Alkohol-Intoxikationen. Der Nachmittag gehörte der Diskussion der Themen von morgen und zweckmässiger interkantonaler Austauschgefässe. Die Unterlagen zur Tagung sind auf der Website des Bundesamts für Gesundheit zu finden. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)

CH: Kosten des Passivrauchens: 420 Mio. Franken/Jahr 4. Dezember 2009
Dies ergab eine Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin am Schweizerischen Tropeninstitut in Basel. (Quelle: NZZ, 4.12.09) Kommentar: Die Kosten des Passivtrinkens belaufen sich gemäss einer schon mehrere Jahre alten Studie auf 6.5 Mia. Franken, die wir alle ungefragt mitbezahlen. (Reale Kosten 3.5 Mia. Fr.) Wo ist das Volk und wo seine Politiker, die sich dagegen auflehnen? Alle angeheitert oder im Koma?

Das Media-Abkommen mit der EU ist ratifiziert 4. Dezember 2009
Die weitere Teilnahme der Schweiz am EU-Filmförderungsprogramm ist bis 2013 gesichert. Der Bundesrat hat das sogenannte Media-Abkommen am Freitag ratifiziert, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) mitteilte. Im Parlament hatten in der vergangenen Herbstsession die mit dem Abkommen verbundenen Vorschriften zum «grenzüberschreitenden Fernsehen» für einen längeren Streit gesorgt. (Quelle: NZZ, 4.12.09) (Online-Kommentar pendent)

Alkoholkonzept der Stadt St.Gallen 4. Dezember 2009
Die Stadt St. Gallen hat ein 40-seitiges Alkoholkonzept herausgebracht. (datiert im September 2009) Zitat: “Alkoholmissbrauch ist selten nur Folge individuellen «Versagens», sondern auch Ausdruck ungünstiger Rahmenbedingungen. Deshalb muss eine erfolgreiche Alkoholpolitik die individualisierte Verhaltensprävention durch eine starke Verhältnisprävention ergänzen.” … Kritik: Es wird behauptet, die Konsumenten würden etwa einen Drittel der alkoholbedingten Sozialkosten durch Steuern hereinbringen. Bier- und Spirituosensteuer bringen gut gerechnet rund 400 Mio. Franken jährlich. Gegenüber den Sozialkosten von gut 6 Mia. Franken sind das 6.7%! …

INTERNATIONAL

Sie nennen das “Kampf dem Alkohol” 29. Dezember 2009
Mehrere Institutionen versuchen gemeinsam, Kinder vor der Trunksucht zu schützen. Der Caritasverband, die Kreisverwaltung und das Kreiskrankenhaus ziehen an einem Strang. – Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, nimmt beständig zu. Erst kürzlich wurde eine 14-Jährige mit 2,8 Promille ins Krankenhaus nach Mechernich gebracht. Aber auch betrunkene Zwölfjährige sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. „Jedes Jahr verzeichnen wir eine Zunahme von zehn Prozent“, erläutert Jörg Zerche von der Abteilung Gesundheit der Kreisverwaltung Euskirchen. „Das Schlimme ist, dass die Jugendlichen immer öfter zu Hochprozentigem greifen.“ (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.12.09) Kölner Stadt-Anzeiger, 28.12.09 Online-Kommentar: Sehr vage. Der grösste Teil des Artikels befasst sich mit Massnahmen, die zum Zuge kommen, wenn Jugendliche bereits übermässig Alkohol konsumieren. Der kleine Abschnitt am Schluss zur Prävention ist zudem sehr vage. …

Texas: Twitter als virtueller Pranger bei Alkohol am Steuer 28. Dezember 2009
Wer sich dieser Tage im texanischen Montgomery County beim Autofahren unter Alkoholeinfluss erwischen lässt, der bekommt es nicht nur mit dem “Top Drunk Driving Prosecutor” Warren Diepraam zu tun – sondern auch mit der Öffentlichkeit. Denn die neueste Waffe im Kampf gegen Alkohol am Steuer ist im Montgomery County Twitter: Auf dem Mikroblog von Diepraams Vorgesetztem, Bezirksstaatsanwalt Brett Ligon, sollen künftig die Namen von verhafteten Alkoholsündern veröffentlicht werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 27.12.09) heise.de, 27.12.09

Griechenland tritt auf die Schuldenbremse 26. Dezember 2009
Die griechischen Sozialisten haben ihrem fast bankrotten Land einen Sparkurs verordnet. Beamte bekommen den Lohn gekürzt – die Steuern auf Tabak, Alkohol (Spirituosen) und Treibstoff werden erhöht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.12.09) netzeitung.de, 24.12.09

Alkoholverbot für Kinder auch an Silvester einhalten 24. Dezember 2009
Eltern sollten ihren Kindern beim Umgang mit Alkohol klare Grenzen setzen. Diese halten sie besser auch an besonderen Anlässen wie Silvester durch, um ihre Regeln nicht zu untergraben.
Das rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Eltern sollten sich also nicht scheuen, in dieser Hinsicht altmodisch oder «uncool» zu wirken.
… (Quelle: Google Alkohol Alert, 23.12.09) newsticker.sueddeutsche.de, 23.12.09

Alters-Kontrollscheibe gegen Alkoholverkauf an Jugendliche 24. Dezember 2009
Mit einer „Kontrollscheibe gegen Alkohol” verstärkt der Landkreis München den Jugendschutz.
Thomas Krug, Jugendschutzbeauftragter des Landkreises München und Diplom-Sozialpädagoge, möchte das Verkaufspersonal sensiblisieren, verstärkt auf das „echte“ Lebensalter junger Kunden zu achten. Als Hilfestellung stattet er im neuen Jahr viele Tankstellen und Getränkemärkte im Landkreis mit Alters-Kontrollscheiben aus. Die Scheiben funktionieren mit einem einfachen Dreh: Bei Arbeitsbeginn stellt der Verkäufer das aktuelle Datum ein. Mit einem Blick ist nun zu sehen, wer am heutigen Tag das 16. oder 18. Lebensjahr vollendet hat. Die Alterskontrolle anhand des Personalausweises geht so viel schneller vonstatten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 23.12.09) merkur-online.de, 23.12.09

UK: Banker trinken gegen den Frust 23. Dezember 2009
Resignation, Ärger, Trotz: Londons Banker jammern über die Steuer auf Boni. Trost spenden teure Präsente – und Alkohol. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.12.09) sueddeutsche.de, 22.12.09

D: Alkoholexzesse unter Jugendlichen weiter im Zunehmen 23. Dezember 2009
Die Alkoholexzesse unter Jugendlichen reißen nicht ab: Die jüngsten Fälle im Rems-Murr-Kreis, bei denen 15- und 16-Jährige in der Klinik landeten, sind nur die Spitze eines Eisbergs. Die Waiblinger Polizei ist überrascht über eine Flut von Mahnbriefen an die Eltern. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.12.09) Stuttgarter Nachrichten online, 22.12.09

Neue Webseite der EU-Alkoholpolitik (Public Health) 23. Dezember 2009
Die EU hat die Webseite neu gestaltet. Das Thema Alkoholpolitik findet sich hier.

100 Führerausweise weg: Alkohol oder Drogen am Steuer 22. Dezember 2009
Zwischen 30.11.2009 und 13.12.2009 haben Kräfte der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit Gemeindepolizeien im Rahmen ihrer normalen Dienstausübung an zahlreichen Orten auf Kantonsgebiet schwerpunktmässig die Fahrfähigkeit der Fahrzeuglenkenden (Fahren in angetrunkenem Zustand und Fahren unter Drogeneinfluss) kontrolliert.
… (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.12.09) polizeinews.ch, 21.12.09

Taiwan will Junk-Food-Steuer einführen, inkl. Alkohol 22. Dezember 2009
Als erstes Land der Welt will Taiwan eine Steuer auf als ungesunde geltende Lebensmittel erheben. Die Einnahmen sollen ins Gesundheitssystem einfliessen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.12.09) bazonline.ch, 21.12.09

Alkohol trotz Verbots beim Hallenfußball-Turnier der A-Jugend 22. Dezember 2009
Bei der Hallenbestenermittlung der Ruppiner A-Junioren-Kicker am Sonnabend in der Sporthalle des Oberstufenzentrums Neuruppin wurde der Sport in die zweite Reihe gedrängt. Zu stark drückten die negativen Randerscheinungen ihren Stempel auf die Veranstaltung. “Trotz der Wettkampfspielordnung und der Hausordnung des OSZ, dass absolutes Rauch- und Alkoholverbot herrscht, kursierten im Zuschauerraum alkoholische Getränke. Und geraucht wurde auch”, ärgerte sich der Jugendwart des Fußballkreises OPR (FK), Silvio Rogge, über die Disziplinlosigkeit – und zwar nicht nur der vornehmlich jugendlichen Zuschauer. …(Quelle: Google Alkohol Alert, 21.12.09) die-mark-online, 21.12.09 Online-Kommentar: Kontrabass Ohne Kontrollen nützen Vorschriften nichts. Höchstens als Alibi. Sport und Alkohol ist ein schwieriges Thema, weil viele Sportverbände sich in die Abhängigkei der Alkoholindustrie begeben haben. (Sponsoring)

Verschärfung des Jugendschutzes in Israel geplant 21. Dezember 2009
Die israelische Regierung plant eine Verschärfung des Jugendschutzes: Alkoholkonsum erst ab 21 Jahren,
komplettes Konsum-Verbot in öffentlichen Räumen und Plätzen, Verkauf von Alkohol nur noch über zertifizierte Läden, Verkaufsverbot in der Zeit von 23.00 – 06.00 Uhr. Mit der Sperrstunde sollen zugleich auch harte Strafen für Verkäufer eingeführt werden, die Alkohol an Minderjährige verkaufen. Hintergrund für die Verschärfung ist die Erkenntnis, dass Israel weltweit an zweiter Stelle steht beim Alkohol-Konsum von Minderjährigen ab 11 Jahren. Jeder zweite Jugendliche im Alter von 15-17 Jahren konsumiert regelmäßig Alkohol. Die Zustimmung zum Gesetzesentwurf in der Knesset sei so gut wie sicher. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.12.09) dunia.de, 20.12.09 Kommentar: Es wäre interessant, das Ergebnis der Evaluation der Massnahmen zu erfahren.

Mehr Kontrollen, weniger Delikte bei Alkohol am Steuer 20. Dezember 2009
Im November und Dezember hat die Wiener Polizei vermehrt Alkoholkontrollen durchgeführt. Die Maßnahmen haben offenbar Wirkung gezeigt. Führerscheinabnahmen und Anzeigen sanken dramatisch.
Punschstände, wohin das Auge schaut. Ein nicht seltenes Bild in der Vorweihnachtszeit. Ebenso traditionell sind auch die Planquadrate und Schwerpunktaktionen der Polizei in Wien. In diesem Jahr schreiten die Wiener Beamten besonders genau zur Tat. Seit 20. November wurden bei insgesamt 15.018 Fahrzeuglenkern Alkoholtests durchgeführt, im Vorjahr waren es nur 6.300. Während also die Kontrollen massiv gestiegen sind, gab es weniger Verkehrsdelikte. Statt 329 Führerscheinen im letzten Jahr wurden 2009 im selben Vergleichszeitraum nur 304 Lenkberechtigungen eingezogen. Die Anzahl der angezeigten Personen ging von 646 auf 549 zurück. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.12.09)

Aktuell: Eisige Kälte und Alkohol – tödliche Mischung 20. Dezember 2009
In Tirol hält die Kältewelle noch bis Montag an. Diese bringt Temperaturen jenseits der -10 Grad-Marke und das an jenem Wochenende mit den meisten Weihnachtsfeiern. Zuviel Alkohol und eisige Kälte, das kann ein tödlicher Mix sein, warnen Ärzte. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.12.09) tirol.orf.at, 19.12.09

Alkohol-, Spruch- und Schalverbot in Zügen Bremen-Hamburg 20. Dezember 2009
Hamburg und Bremen setzen vor ihrem Duell am Sonntag auf Deeskalation. In den Zügen von Bremen nach Hamburg herrscht am Sonntag striktes Alkoholverbot. Und von den 7.000 Werder-Fans sollte besser niemand einen Schal mit dem Aufdruck „Scheiß HSV“ tragen, sonst erhält er keinen Zutritt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.12.09) tagesspiegel.de, 20.12.09

Änderungen in der WWE Wellness Policy (Freistilringen) 19. Dezember 2009
Es gibt nun einige Änderungen bei der WWE Wellness Policy. Vor kurzem wurde schon die Strafe für den Marihuana Missbrauch erhöht (wir berichteten), nun wurde auch die Strafe für den Alkohol Missbrauch von $1000 auf $2500 erhöht. Die WWE Superstars dürfen keinen Alokohol 12 Stunden vor dem nächsten Event konsumieren. – Auch wird die WWE die Superstars öfter testen. Wenn ein Superstar positiv getestet wurde, wird er ca. weitere 16-Mal getestet. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.12.09) wrestling-infos.de, 18.12.09

Alkohol-Testkäufe in Wolfsburg, D 19. Dezember 2009
Zweimal wurden in diesem Jahr Minderjährige im Auftrag der Stadt losgeschickt, um zu prüfen, ob Händler sich beim Alkoholverkauf an die Jugendschutzgesetze halten. Ein Teil verhielt sich ordnungsgemäß, aber es gibt auch viele schwarze Schafe. Stichprobenartig bekamen Discounter, Supermärkte, Tankstellen und Kioske einen Besuch. Darüber hinaus drehten die beiden Jugendlichen auch eine Runde über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Das Ergebnis: Von sieben überprüften Betrieben verweigerten nur drei nach Vorlage des Personalausweises den Minderjährigen den Einkauf. Die anderen vier Betriebe kontrollierten zwar die Personalausweise, verkauften letztendlich aber dann doch den gewünschten Sprit an die Testkäufer. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.12.09) newsclick.de, 18.12.09 Kommentar: Sieben überprüfte Betriebe inklusive Weihnachtsmarkt sind schon eine magere Ausbeute. So wird der Erfolg kaum besser werden.

Russische Arktis-Region verbietet privates Schnapsbrennen 19. Dezember 2009
In der russischen Arktisregion Tschukotka soll das private Schnapsbrennen künftig verboten sein. Mit der Maßnahme solle der Kampf gegen den Alkoholismus in der entlegenen Gegend verstärkt werden, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Behördenvertreter. Zudem solle der Verkauf von Alkohol an betrunkene Menschen verboten werden, wurde ein Verwaltungssprecher zitiert. Auch sollten die Strafen für die illegale Herstellung von Alkohol verschärft werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.12.09)

D: Alkohol an Minderjährigen weitergereicht: Geldbuße 19. Dezember 2009
Die Polizei-Zentralstation Kellinghusen teilt mit: “Während der Veranstaltung ‘Kellinghusener Weinfest’ am 12. September dieses Jahres hat ein 20 Jahre alter Mann aus dem Großraum Kellinghusen das alkoholische Mischgetränk “Wodka/Energie-Drink” zum Verzehr an einen 16 Jahre alten Jugendlichen (ebenfalls Großraum Kellinghusen) weitergereicht. Das ist nach dem Jugendschutzgesetz verboten. Dieses rechtswidrige Verhalten ist jetzt von der Kreisordnungsbehörde des Kreises Steinburg in Itzehoe geahndet worden: mit einem Bußgeld über 125 Euro zuzüglich 23,50 Euro an Gebühren.” (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.12.09) Polizeidirektion Itzehoe, 18.12.09

Tschechien legalisiert Besitz und Konsum von Drogen für Eigenbedarf 18. Dezember 2009
In Tschechien wird der Besitz von Drogen ab 1. Januar 2010 in «geringfügigen Mengen für den Eigengebrauch» künftig nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. Die Menge ist genau definiert. In Tschechien hatten sie 2007 40 Drogentote bei 10 Mio. Einwohnern, in der Schweiz 152. Der hohe Cannabiskonsum führe zu tieferem Alkoholkonsum und zu weniger Konsum harter Drogen, meinen tschechische Drogenexperten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.12.09)

Newsletter der DHS, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen 18. Dezember 2009
Informationen zu allen Drogenproblemen, vor allem in Deutschland. Link: http://www.dhs.de/cgi-bin/newsletter/newsletter.cgi?&action=archiv2&x=0

D: Alkohol muss teurer werden, Aufklärung reicht nicht aus 17. Dezember 2009
Immer wieder betrinken sich Kinder und junge Erwachsene bis zur Besinnungslosigkeit.
Das sogenannte Binge Drinking unter Kindern und Jugendlichen ist ein gefährlicher Trend. Noch nie mussten so viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deshalb behandelt werden: 25.700 Zehn- bis Zwanzigjährige kamen 2008 nach neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland mit akuter Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.
Auch die Trinkgewohnheiten vieler Erwachsener sind bedenklich: …Endlich ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt zum systematischen Kampf gegen Alkoholmissbrauch auf. Sie plant eine globale Strategie und appelliert an die Regierungen, entschlossener zu handeln. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) zeit-online.de, 16.12.09 Unsere Online-Kommentare 78 und 80

Mündliche Anfrage im Europa-Parlament: Werbung für Alkohol 17. Dezember 2009
Im Frühjahr diesen Jahres legte die vom Europäischen Forum „Alkohol und Gesundheit” beauftragte wissenschaftliche Fachgruppe einen Bericht mit dem Titel „The impact of marketing communication on the volume and patterns of consumption of alcoholic beverages, especially by young people” vor.
Aus dem Bericht ist ersichtlich, dass zwölf von dreizehn überprüften Studien ergeben haben, dass Werbung für Alkohol Einfluss auf den Beginn des Alkoholkonsums der Jugendlichen hat und die Jugendlichen, die bereits trinken, dazu veranlasst, ihren Alkoholkonsum zu steigern. Die Studien haben auch gezeigt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Menge an Werbung, …
Aus all dem ergibt sich die Frage, ob die Kommission erwägen könnte, Werbung für Alkohol aus Gründen des Gesundheitsschutzes zu verbieten, so wie es auch mit der Werbung für Tabak geschehen ist? Anna Hedh, Europ. ParlamentMenge

Patentrezept gegen Komasaufen? 17. Dezember 2009
Sucht-Experten fordern höhere Preise für Alkohol, weniger Werbung, jugendliche Testkäufer und ein besseres Hilfe- und Beratungssystem in den Kommunen, um den Trend umzukehren. Ein Patentrezept ist aber noch nicht ihn Sicht. Die Nachrichten von schwer betrunkenen Kindern reißen nicht ab. In Kaiserslautern wurde Anfang Dezember eine 13- Jährige mit einem Alkoholwert von 2,4 Promille ins Krankenhaus eingeliefert, in Berlin stifteten Jugendlichen einen erst 7-jährigen zum Trinken an, er landete mit mehr als zwei Promille in der Notaufnahme, usw. “Die Droge Alkohol wird in der Gesellschaft bagatellisiert”, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Professor Fred Zepp. ….” (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) aerztezeitung.de, 15.12.09 Kommentar: Es gibt kein Patentrezept. Nötig sind Pakete mit den bekannten, z.T. auch hier erwähnten, wirksamen Massnahmen. Die Ärzte in Deutschland sollten wie jene in England bei der Regierung Druck machen, dass endlich effektiv vorgegangen wird.

Blau auf den Skipisten 12. Dezember 2009
Die britische Regierung warnt ihre Landsleute, sich beim Skifahren in den Alpen zu betrinken – die Zahl der tödlichen Unfälle steigt. Fußballspiele, Flugreisen, Strandurlaube – gibt es Tätigkeiten, die manche Briten ohne die Zufuhr größerer Mengen an alkoholischen Getränken ausführen können? Die Zweifel daran sind gewachsen, nachdem das Außenministerium in London nun eine neue Gruppe von Landsleuten vor dem Genuss berauschender Mittel gewarnt hat: Wintersporttouristen auf dem Weg in die Alpen. Ab sofort werden an Flughäfen, Bahnhöfen und sogar auf Bierdeckeln Ermahnungen verbreitet, dass “Alkohol in großen Höhen schneller das Bewusstsein beeinflusst und das Gefühl für Gefahr und Kälte” einschränken könne…(Quelle: Google Alkohol Alert, 11.12.09) sueddeutsche.de, 11.12.09 bazonline.ch, 11.12.09 Kommentar: Wenn’s nur der Urlaub wäre! Viele Leben sind schon so ruiniert worden.

Verschärfte Alkohol- und Drogenkontrollen in Ungarn mit TISPOL 12. Dezember 2009
In einer dreitägigen Aktion kontrolliert die Polizei in ganz Ungarn von diesem Donnerstag (12.12.09) an verschärft auf Missbrauch von Alkohol und Drogen am Steuer. Sie ist damit an einem System von täglich mindestens achtstündigen Kontrollen der europäischen Verkehrspolizei TISPOL beteiligt. Die Schwerpunkte liegen dort, wo nach örtlichen Erfahrungen mit größter Wahrscheinlichkeit Kraftfahrer unter Alkohol unterwegs sind oder allgemein an Strecken innerhalb von Ortschaften, teilte das Landes-Polizeipräsidium mit. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.12.09) Die Balaton-Zeitung, 10.12.09

Interaktive Warnung vor Alkoholkonsum an Weihnachten (UK) 12. Dezember 2009
Mit einer interaktiven Medienaktion in mehreren Großstädten warnt eine britische Organisation vor einem zu hohen Alkoholkonsum während der Weihnachtstage. Unter dem Motto “Was trinkt Großbritannien dieses Weihnachten?” stellte die Organisation Drinkaware in London, Leeds, Birmingham und im schottischen Glasgow riesige Bildschirme auf, an denen die Bürger eingeben können, wieviel Alkohol sie in den vergangenen 24 Stunden getrunken haben. Diese Angabe wird in Alkoholeinheiten und Kalorien umgerechnet und mit der empfohlenen Tagesmenge verglichen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.12.09) google/AFP, 10.12.09

Tom Waits hat sich vor 16 Jahren vom Alkohol verabschiedet 12. Dezember 2009
Seine Stimme klingt nach Unmengen an Zigaretten und Whiskey. Tom Waits führt jetzt aber ein ganz anderes Leben: Nachdem es jahrelang ruhig um ihn war, gewährt der exzentrische Sänger in einem Interview im «Zeitmagazin» erstmals Einblicke in sein Seelenleben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.12.09) Schweizer Fernsehen Tagesschau, 10.12.09

Bayern verstärkt Einsatz jungendlicher Testkäufer 12. Dezember 2009
Im Kampf gegen Alkoholexzesse Jugendlicher will Bayern verstärkt jugendliche Testkäufer einsetzen. Die Testkäufe könnten ein taugliches Mittel sein, den Verkauf von Alkoholika an Jugendliche einzudämmen, sagte Familienministerin Christine Haderthauer. Der Freistaat habe in neuen Vollzugshinweisen die Bedingungen für die umstrittenen Testkäufe festgelegt, mit denen Händlern, die an Jugendliche Alkohol verkaufen, das Handwerk gelegt werden soll. Die kommunalen Behörden hätten nun konkrete Hilfestellungen, was den Einsatz von Testkäufern angehe. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.12.09) sueddeutsche.de, 10.12.09

Bei Jugendlichen beliebte Magazine enthalten mehr Alkoholreklame 11. Dezember 2009
Magazine mit dem höchsten Anteil an jungen Lesern sind auch jene, die am wahrscheinlichsten Alkoholreklame enthalten, gemäss Forschern, welche die Alkoholindustrie anklagen, absichtlich Marketing bei minderjährigen Alkoholkonsumenten zu betreiben. (Quelle: Join Together, 8.12.09)

iPhone Warnung vor Alkohol am Steuer 11. Dezember 2009
Eine neue iPhone-Anwendung hilft Benützern die Kontrolle über ihren Blutalkohol-Stand zu behalten und sendet Warnungen, wenn die Daten anzeigen, dass der Benützer angetrunken ist, oder über der gesetzlichen Limite liegt. Die kostenlose “R-U-Buzzed?” (buzzed=angetrunken) Anwendung, vom Colorado Department of Transportation (CDOT) entwickelt, kalkuliert den Promillegehalt auf Grund von Informationen zu Gewicht und Sex des Benützers, den konsumierten Alkohol-Typ und die -Menge sowie die mit Trinken verbrachte Zeit. Wenn die Anwendung feststellt, dass der Promillegehalt des Benützers über der gesetzlichen Grenze von 0.8 Promille liegt, leuchtet eine Warnung auf: “Denk nicht einmal daran.” (Quelle: Join Together, 10.12.09) See also our entry on 12/9/09 from the U.K.

DHS-Fact-Sheet: Alkohol und Werbung 10. Dezember 2009
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat ein Merkblatt über Alkoholwerbung herausgebracht, Stand November 2009. Jeder Politiker sollte diese Infomationen kennen.

Fact-Sheet: Binge-Drinking und Alkoholvergiftungen 10. Dezember 2009
Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat ein Merkblatt herausgegeben, in dem eingehend über Binge Drinking und Präventivmassnahmen informiert wird. Jeder Gesundheitspolitiker sollte diese Angaben kennen und entsprechend handeln. Fact-Sheet der DHS

Der serbische Präsident wegen Alkohol im Stadion bestraft 9. Dezember 2009
Wie wir am 17. Okt. 09 meldeten, hatte die Polizei den serbischen Präsidenten Boris Tadic wegen seiner Siegesfeier im Fussballstadium angezeigt. Er hatte die WM-Qualifikation und den Sieg über Rumänien mit Alkohol gefeiert, was im Stadion verboten ist. Nun wurde er, die Sportministerin und der Vorsitzende des Stadtparlaments durch einen Belgrader Amtsrichter zu einer Geldstrafe von je 620 Franken verurteilt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.12.09)

Europaweite Verkehrskontrollen gegen Alkohol und Drogen 9. Dezember 2009
Die Landespolizei Mecklenburg Vorpommern beteiligt sich in dieser Woche an einer europaweiten Kontrollaktion, um das Verbot von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu überwachen. An zahlreichen stationären und mobilen Kontrollstellen werden über 260 Polizeibeamte im ganzen Land Kontrollen durchführen.
Fahren unter Alkoholeinfluss ist eine der häufigsten … (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.12.09) mvregio.de, 8.12.09

Alkoholverbote in der Bahn 9. Dezember 2009
Seit Mitte November darf in den Zügen der privaten metronom Eisenbahngesellschaft kein Alkohol mehr getrunken werden. Nach Ansicht von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sollte dieses Verbot auf alle Nahverkehrszüge ausgedehnt werden, wie NDR 1 Niedersachsen am Dienstag berichtete. Schünemann schrieb dem Bericht zufolge sechs Bahnbetreibern einen Brief und forderte darin, Alkohol in Nahverkehrszügen generell zu verbieten oder den Konsum zumindest zu beschränken….(Quelle: Google Alkohol Alert, 8.12.09) ndr.de, 8.12.09

Alkohol und Christsein? 8. Dezember 2009
gefragt von Redman88Redman88 am 07.12.2009 um 8:46 Uhr bei gutefrage.net
Wie ist es mit Menschen, die Bibeltreu sind? Gilt das Alkoholverbot auch für sie absolut, bis auf das Abendmahl? Das Abendmahl ist ja etwas Symbolisches. Gibt es einen festen Vers, der besagt: ein Christ darf kein Alkohol, bis auf das Abendmahl? Online-Antwort von Kontrabass:
Die Regel sollte für alle gelten, besonders aber für Christen: Wenn Alkohol, dann mässig. Christen mit ihrem Gebot der Nächstenliebe und ihrer hohen Wertschätzung der Menschenwürde sollten sich aber auch Gedanken machen über die grosse Alkoholnot in unserer westlichen Gesellschaft und sich für deren Reduzierung einsetzen, d.h. …Kritische, unabhängige Artikel zur Alkoholpolitik finden Sie auf www.alkoholpolitik.ch.

Caritas schult Einzelhandels-Azubis für das Thema Alkohol 5. Dezember 2009
Mit Schulungen für Azubis will die Osnabrücker Caritas gegen den illegalen Verkauf von Alkohol an Minderjährige vorgehen. Immer wieder verkauften Kassierer im Supermarkt Jugendlichen oder gar Kindern verbotenerweise Alkohol, sagte Sandra Kolmer vom Caritasverband Osnabrück am Donnerstag vor Journalisten. …(Quelle: Google Alkohol Alert, 4.12.09) epd.de

Glühwein steigt schnell zu Kopf 5. Dezember 2009
Der Alkohol in Heißgetränken wie Glühwein, Punsch oder Jagertee steigt schnell zu Kopf, weshalb Autofahrer auf die vorweihnachtlichen Drinks verzichten sollten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.12.09) focus.de, 4.12.09

“Keine Zigarette ist sicher” 4. Dezember 2009
Ein halbseitiges Inserat im Tages-Anzeiger heute mit obigem 15 mm hohen Titel warnt den Leser vor den Gefahren des Rauchens und des Umstellens auf schwächere Marken. Die auf Packungen angegebenen Schadstoffmengen seien Richtmengen, die auf den Raucher unterschiedlich wirkten. Über dem Titel ist auf der ganzen Seitenbreite der Absender fettgedruckt angegeben: “Wichtige Information von Japan Tobacco International für Raucher” Kommentar: Da versucht sich offenbar eine Tabakfirma reinzuwaschen. Vielleicht aus Angst vor teuren Prozessen. Wie schön wäre es, wenn die Alkoholindustrie auch schon so weit wäre. Dabei steht der Alkohol in der Rangliste der Gefährlichkeit auf Rang 5, vier Ränge vor dem Tabak.

Flatrate-Partys in Bayern 3. Dezember 2009
In Bayerns Landtag fordern die Freien Wähler ein Verbot dieser Billigst-Angebote, die zum Komasaufen einladen. Der Abgeordnete Hans-Jürgen Fahn meinte, die Jugendlichen würden gesamthaft weniger trinken, aber einige wenige dafür extrem. Von 2001 bis 2007 landeten 50% mehr im Krankenhaus. 2007 waren es 5875. Das Einstiegsalter liege inzwischen «ab elf Jahren». (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.12.09) bild.de, 2.12.09 Kommentar: Jeden Tag 16 Einlieferungen findet er “einige wenige”. Als zukünftige Kunden können sie das Sozialwesen ganz schön belasten. Abgesehen von den persönlichen Tragödien.

Mehr Kameras und Polizei, kein Alkohol in deutschen Zügen 2. Dezember 2009
Nach den jüngsten Gewaltexzessen steht auf der heute beginnenden Innenministerkonferenz in Bremen das Thema Sicherheit im öffentlichen Personenverkehr weit oben auf der Tagesordnung. Über Einzelheiten wird noch gerungen, doch fest steht: Es wird etwas passieren. (Quelle: Google Alkohol Alert, 1.12.09) Stuttgarter Nachrichten, 2.12.09

Dritte Welle von Alkohol-Testkäufen in der Region HannoverZeltner 1. Dezember 2009
Seit Anfang November läuft die dritte Welle von Alkohol-Testkäufen in der Region Hannover. In Neustadt am Rübenberge, Ronnenberg, Hemmingen, Garbsen, Gehrden und Wennigsen waren jugendliche Testkäuferinnen in Begleitung von Polizei und gesetzlichen Jugendschützern unterwegs, um alkoholische Getränke zu erwerben. Das Ergebnis: In der Mehrheit …(Quelle: Google Alkohol Alert, 30.11.09) Hannover Zeitung, 1.12.09 Online-Kommentar: Aber wie wäre es bei Kontrollkäufen von Bier und Wein? Sind nur starke Getränke gefährlich, weil sie den Rausch schneller bringen? Ist das Jugendschutzgesetz nur zur Hälfte kontrollwürdig? Immerhin ist es positiv, dass die Geschäfte unter Druck bleiben, besonders nach dem Gerichtsurteil.

Die neue deutsche Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans 1. Dezember 2009
Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans im Interview über ihr neues Amt: Sie spricht sich gegen höhere Steuern auf Alkohol und Nikotin aus. Sie spricht sich aber gegen eine generelle Freigabe von Drogen aus. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.11.09) Kölner Stadt-Anzeiger, 29.11.09 ZEIT ONLINE, 29.11.09 Kommentar: Statt höheren Steuern auf Alkohol und Tabak will sie mehr Prävention. .. Sie ist gegen mehr Werbeeinschränkungen und gegen Alkohol-Testkäufe durch Jugendliche. Aber sie sagt selber, sie müsse sich noch einarbeiten. Sie weckt als FDP-Frau wenigstens keine falschen Erwartungen. Es kann nur freudige Überraschungen geben.

FORSCHUNG

Studie: Warum Jungs und Mädchen sich betrinken 24. Dezember 2009
«Richtiger» Alkoholkonsum wichtig für zwischengeschlechtlichen Kontakt
Knaben und Mädchen betrinken sich aus unterschiedlichen Gründen: Während es bei den jungen Männern in erster Linie um den Beweis ihrer Männlichkeit geht, suchen Mädchen im Alkohol eine Ausrede für ihr Verhalten – insbesondere wenn es ums Flirten geht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 23.12.09) nzz.ch, 23.12.09

Herzkrankheiten und Alkohol in nrw-Krankenhäusern 2008 23. Dezember 2009
Rund 4,1 Millionen Patienten wurden 2008 in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern behandelt (Mehrfachbehandlungen eingeschlossen), leicht mehr wie in den Vorjahren (+2,3 Prozent). Das Statistische Landesamt Information und Technik NRW teilte mit, dass Herzerkrankungen und die Folgen Alkoholkonsums 2008 die am häufigsten gestellten Diagnosen waren. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.12.09) derwesten.de, 22.12.09 Online-Kommentar: Ist nicht weiter schlimm, Alkohol gehört doch zur Kultur. Und das Volk der Passivtrinker ist ja so gutmütig und zahlt weiter, damit die Alkoholindustrie ihre Gewinne einstreichen und jeder sein Recht auf den Rausch auf Kosten der Allgemeinheit ausleben kann. Das ist wunderbarer Liberalismus.

D: 333 800 wegen Alkohol in Klinik 17. Dezember 2009
Nach der Diagnose “Herzinsuffizienz” ist übermäßiger Alkoholkonsum der häufigste Grund für eine Einlieferung ins Krankenhaus. Das Statistische Bundesamt meldet, dass die Kliniken im vergangenen Jahr 333 800 Fälle von “psychischen Problemen und Verhaltensstörungen durch Alkohol” behandelten. Im Schnitt verbrächten die Patienten 8,1 Tage im Krankenhaus. Das entspreche der Durchschnittslänge eines Klinikaufenthalts in Deutschland. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) nachrichten.rp-online.de, 16.12.09

D: Immer mehr Kinder trinken hemmungslos Alkohol 17. Dezember 2009
Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus. Noch nie in den vergangenen zehn Jahren haben sich so viele Kinder und Jugendliche betrunken wie im Jahr 2008. Wegen einer Alkoholvergiftung mussten 25.700 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren stationär im Krankenhaus behandelt werden, teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, mit. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) eltern.t-online.de, 15.12.09 Online-Kommentar: Es sind nicht nur die Eltern, die versagen, es ist die ganze Gesellschaft, die es zulässt, von der Alkoholindustrie in Geiselhaft genommen … Was die neue Drogenbeauftragte vorschlägt, ist teilweise richtig (Ausweiskontrollen), aber den Rest kann sie sich schenken, das sind Alibiübungen, die nichts bringen.

In Oberfranken 810 Führerscheine wegen Alkohol sichergestellt 17. Dezember 2009
Die oberfränkische Polizei stellte bis Ende September diesen Jahres nach Alkoholfahrten 810 Führerscheine an Ort und Stelle sicher. 720 Fahrzeugführer kamen mit einem Fahrverbot davon und mussten in der Folge für ein oder mehr Monate zu Fuß gehen. Oberfrankenweit registrierte die Polizei bis zum 30. September 350 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung. (2008: 370) Acht Menschen kamen hierbei ums Leben und 215 wurden verletzt. 2008 waren es zwei Tote. Die Zahl der Verletzten betrug knapp 270. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf 1,7 Millionen Euro. Positiv ist aus Sicht der Polizei, dass alle 82 unter Alkoholeinfluss begangenen Unfallfluchten geklärt werden konnten. 350 Kraftfahrer blieben von den Folgen einer Trunkenheitsfahrt verschont. Die Polizisten konnten vor deren Fahrtantritt noch rechtzeitig einschreiten, eine Fahrtuntersagung aussprechen und die Fahrzeugschlüssel sicherstellen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) kanal8.de, 15.12.09

D: Hohes Alter, Zigaretten, Alkohol: Größtes Krebrisiko 17. Dezember 2009
Kaum zu glauben, aber an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland deutlich mehr Menschen als an Krebs. Dabei sind es Tumorerkrankungen, die mit Tod assoziiert werden. Vor allem die bessere Vorsorge führt heute allerdings dazu, dass bösartige Tumoren häufiger rechtzeitig entdeckt werden. Zwar werden im Jahr hierzulande immer noch deutlich mehr als 400 000 Krebsneuerkrankungen registriert, doch auch weil häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, dass Tumoren überhaupt entdeckt werden. Mehr als 211 000 Menschen sterben jährlich bundesweit an Krebs. Die häufigsten Todesursachen sind Lungen-, Magen-, Leber-, Darm- und Brustkrebs. Tabakrauch ist der größte Risikofaktor, der zu Krebs führt. Gefolgt von Alkohol und ungesundem, fettigem Essen bei mangelnder Bewegung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) Der Tagesspiegel, 16.12.09

OECD-Bericht über Alkoholkonsum bei 15-Jährigen in USA, U.K., DK 11. Dezember 2009
Der Gebrauch von Alkohol, Tabak und anderen Drogen ist ein ernsthaftes Problem in den USA, aber amerikanische Jugendliche sind weit davon entfernt, Weltspitze zu sein, was Alkoholkonsum und Rauchen betrifft. Ein neuer Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fand, dass 20% der 15-Jährigen in den USA angaben, mindestens zweimal im Leben betrunken gewesen zu sein, eine der tiefsten Raten in der entwickelten Welt. Als Kontrast: Die Rate war 56% für Mädchen und 59% für Knaben in Dänemark. In England, wo in den letzten Jahren mit einer Explosion beim jugendlichen Trinken gekämpft wird, waren die Raten für Mädchen höher (50%) als für Knaben (44%) desselben Alters. (Quelle: Join Together, 10.12.09) Kommentar: Jetzt müssten die Schweizer Zahlen auch bekannt werden.

Zahl der alkoholbedingten Verkehrstoten in USA rückläufig 11. Dezember 2009
Beinahe 1300 weniger Amerikaner starben in alkoholbedingten Unfällen letztes Jahr im Vergleich zu 2007, und die Todesfallrate sank um 20% oder mehr in Vermont, Wisconsin, Maine, Nebraska, Minnesota, Connecticut, South Dakota, Arizona und im District of Columbia, gemäss U.S. Department of Transportation (DOT). Allerdings stieg die alkoholbedingte Totesfallrate in New Hampshire, Kansas, Wyoming, Rhode Island, Idaho, Oklahoma und Colorado. (Quelle: Join Together, 10.12.09)

OECD-Studie: Ungesunde Jugendliche in Österreich 10. Dezember 2009
Bei Alkohol, Übergewicht und Rauchen bei weitem nicht unter den besten Ländern.
Österreichs Jugendliche leben ziemlich ungesund. Sie rauchen viel, trinken relativ viel Alkohol und sind auch relativ häufig übergewichtig. Das geht aus einem neuen Vergleich der OECD mit 30 Mitgliedsstaaten hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.12.09) oe24.at, 9.12.09

Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen in Oberösterreich 7. Dezember 2009
Unter dem Schlagwort “Komatrinken” wurden in den vergangenen Jahren, begleitet von grossem medialem Echo, immer wieder der exzessive Alkoholkonsum bzw. daraus resultierende Spitaleinlieferungen von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Nun liegen die Ergebnisse der österreichweit ersten wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema Alkoholintoxikationen bei Jugendlichen vor. …(Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)Der Kurzbericht (pdf, 12S. 100Kb) ist online erhältlich. Medienmitteilung des Instituts.

www.alcotool.ch der Berner Gesundheit 7. Dezember 2009
AlcoTool – über 3500 Jugendliche setzen sich online mit ihrem Alkoholkonsum auseinander: Ein Jahr nach Aufschaltung der Website www.alcotool.ch der Berner Gesundheit zeigt sich, dass damit die Zielgruppe der riskant Alkohol konsumierenden Jugendlichen tatsächlich erreicht wird. Die Nutzerinnen und Nutzer der Website schätzen die Anonymität und die aufschlussreiche Auswertung. Die Mehrheit dieser Jugendlichen ist zwischen 16 und 22 Jahre alt und trinkt zu oft zu viel. Bedenklich sind insbesondere die Angaben der 14- bis 15-Jährigen. Sie zeigen einmal mehr auf, dass der Jugendschutz in unserer Gesellschaft zu wenig eingehalten wird. Medienmitteilung (pdf, 7S., 140Kb) der Berner Gesundheit. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)

“Vernachlässigte Hoffnungsträger – Kinder und Jugendliche 7. Dezember 2009
DHS-Fachkonferenz: Anlässlich der DHS-Fachkonferenz vom 16.-18. November 2009 in Potsdam zum Thema “Vernachlässigte Hoffnungsträger – Kinder und Jugendliche zwischen Markt, Medien und Milieu” hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) diverse Medienmitteilungen veröffentlicht. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)

Zum Alkoholproblem in Österreich 7. Dezember 2009
Die Zahl der Alkoholiker in Österreich wird auf etwa 340.000 geschätzt, 10.000 Menschen erkranken jährlich neu an chronischem Alkoholismus. Österreich ist dennoch weit von einem generellen Werbeverbot für alkoholische Getränke entfernt. Während man diese Restriktionen bei Tabak schwer aber doch umsetzen konnte, verhindern die Alkoholindustrie und ihre Abhängigen seit Jahren entsprechende Initiativen. … (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.12.09) alkoholinfo.at, 4.12.09 Online-Kommentar:
Völlig richtig. Man könnte noch beifügen, was in einem WHO-Arbeitspapier kürzlich betont und von der Alkohollobby scharf kritisiert wurde, nämlich dass wir alle Passiv-Trinker sind. …

Komasaufen aus Angst vor dem Alter 3. Dezember 2009
Extremer Alkoholkonsum, Rauchen, kein Sport, kaum Gemüse – Jugendliche, die sehr ungesund leben, sind davon überzeugt, dass Älterwerden sowieso nur Unglück bringt.Eine irische Studie ergab, dass die jüngeren Befragten davon überzeugt waren, dass sie sich im Alter weniger glücklich fühlen würden. Die Älteren gaben jedoch an, dass sie sich genauso glücklich fühlten wie mit 30 Jahren. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten waren Extremtrinker – 59 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen. Vor allem junge Männer, die pessimistisch in die Zukunft blickten, zählten zu den Komatrinkern. Die Autoren sind davon überzeugt, mit diesem Ergebnis mehr junge Menschen zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise motivieren zu können. (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.12.09) focus.de, 2.12.09 (mit 2 Online-Kommentaren)

Weniger Krebstote in Europa 1. Dezember 2009
Immer weniger Menschen in Europa sterben an Krebs. Das ist ein Sieg für die Gegner des Rauchens. Denn nach Ansicht der Forscher liegt das auch am geringeren Tabak- und Alkoholkonsum. Die höchsten Krebs-Todesraten gab es in den Ländern, in denen viel geraucht und Alkohol getrunken wird. (Quelle: Google Alkohol Alert, 30.11.09) WELT ONLINE, 30.11.09

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Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
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Copyright © 2001-2009: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder.
Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 31.12.2009

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 31. Dezember 2009 um 17:59 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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