Archiv für die Kategorie 'TOP NEWS'
Dienstag 9. März 2010 von htm
Als Teil eines ganzseitigen Inserates wirbt Coop mit Bild für ein Sonderangebot: 1/2 Preis für 6 x 75 cl Valencia DO El Miracle Tapas. 28.50 statt 57.–. Darunter steht noch: Coop verkauft keinen Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.3.10) Kommentar: Der grösste Alkoholhändler der Schweiz brüstet sich seiner sozialen Ader und verschleudert Billigwein an die über 18-Jährigen, die ihn vielleicht an Jüngere weitergeben. Aber auch so ist es Coop egal, dass das Land mit Billigalkohol überflutet wird. Auch so stimmt die Kasse. Die über 100′000 Kinder, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen, werden es Coop sicher danken. Auch von ihnen werden wieder viele, geschätzt wird ein Drittel, selber Alkoholprobleme bekommen. Dann geht die Rechnung von Coop erst recht auf. Dies ein Beispiel von vielen. Sicher gibt es noch billigere Angebote. Wann wird die Politik aktiv und unterbindet diesen Skandal?
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Montag 8. März 2010 von htm
Wer Bier und Wein verkauft, braucht in Baselland wieder eine Lizenz. Bei Fehlverhalten wird die Bewilligung entzogen. Ein rechtlich heikles Terrain. In Baselland benötigen Verkäufer von gebrannten Wasser eine Lizenz. Und wer gebrannte Wasser verbotenerweise an Minderjährige verkauft, muss mit dem Entzug dieser Lizenz rechnen. Für Vergorenes, also Wein und Bier, galt beides seit Einführung des liberalisierten Gastgewerbegesetzes von 2004 nicht mehr. Das ändert sich nun.
Mit einer grossen Mehrheit von 87 Prozent hat das Baselbieter Stimmvolk der Teilrevision des Gastgewerbegesetzes zugestimmt. Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro ist mit dem Resultat zufrieden: «Ich habe immer gewusst, dass die Vorlage in der Bevölkerung breit abgestützt ist.» (Quelle: Tages-Anzeiger, 8.3.10) Kommentar: Die gewaltige Mehrheit zeigt, dass die Bevölkerung nun reif ist für wirksame Massnahmen. Andere Kantone sollten folgen. Ob die Massnahme wirksam ist, wird sich weisen, wenn Lizenzentzüge ausgesprochen werden und die Gerichte hart bleiben.
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Montag 8. Februar 2010 von htm
Nach einer unbewilligten Kundgebung kam es in der Samstag-Nacht zu schweren Ausschreitungen zwischen Limmatplatz und Stauffacher. Die Polizei denkt über eine Bereitschaftstruppe nach.
400 bis 500 Personen versammelten sich laut Polizei am Samstag gegen 22 Uhr spontan beim Carparkplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes und zogen dann durch die Stadtkreise 4 und 5. Unter ihnen waren nach Angaben der Zürcher Stadtpolizei rund 100 Personen aus der linksautonomen Szene und viel Partygänger.
Der laut Polizei äusserst militante Demonstrationszug bewegte sich in Richtung Limmatplatz und Langstrasse, durch den Kreis 4 und in Richtung Stauffacher. Unterwegs versprayten die Demonstranten mehrere Autos und Fassaden. Ausserdem schlugen sie Fensterscheiben von Fahrzeugen, Geschäften und Restaurants ein. Die Stadtpolizei schätzte den Schaden auf mehrere hunderttausend Franken. Über Verletzte lagen keine Angaben vor. Allein die Schäden am Haus des Tages-Anzeigers werden auf eine Viertelmillion Franken geschätzt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 7.2.10) weitere Artikel: Demonstranten feiern sich auf Youtube Der überaus grösste Teil waren junge Mitläufer. «Viele von ihnen standen offenbar unter massivem Alkoholeinfluss», sagt Cortesi. Kommentar: Ob der Tages-Anzeiger jetzt die Alkoholfrage etwas genauer anschaut? Die meisten werden ja erst aktiv, wenn sie selber betroffen sind.
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Donnerstag 4. Februar 2010 von htm
In der Schweiz konsumieren Minderjährige jährlich alkoholische Getränke im Wert von ungefähr 220 Millionen Franken. Zwei Drittel dieser für das Jahr 2007 geschätzten Summe betreffen Jugendliche, an die kein Alkohol abgegeben werden darf. Die aktuelle Untersuchung der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit durchgeführt. Die SFA rät dringend, den Jugendschutz zu verstärken. (Quelle: Infoset Newsletter Februar 2010) Medienmitteilung SFA, 4.2.10 Kommentar: Wie viel Leid und Sozialkosten beschert uns dieser Erfolg der Alkoholindustrie? Und wie gross ist wohl der im Umsatz mitkalkulierte Betrag für Parteispenden und persönliche Geschenke?
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Freitag 29. Januar 2010 von htm
Eltern, die versuchen, verantwortungsbewusstes Trinken zu lehren, indem sie ihre Teenager den Konsum zu Hause erlauben, haben wohl gute Absichten, aber sie liegen wahrscheinlich falsch, gemäss einer neuen Studie in der letzten Ausgabe des Journal of Studies on Alcohohol and Drugs. In einer Studie mit 428 holländischen Familien haben Forscher gefunden, dass je mehr Teenagern erlaubt wurde, zu Hause Alkohol zu konsumieren, sie desto mehr auch ausserhalb des Heimes tranken. Dazu kam, dass Teens, die unter elterlicher Aufsicht oder alleine tranken, ein erhöhtes Risiko hatten, Alkoholprobleme zu entwickeln. (Quelle: Medical News Today, 28.1.10) Kommentar: Diese Studie ist ausserordentlich wichtig. Sie widerlegt eine auch von der Alkoholindustrie vielverbreitete Theorie und stützt die alte These, dass der Erstkonsum so lange wie möglich hinausgezögert werden sollte. Hoffentlich schlucken die Psychologen diese Kröte möglichst bald. Siehe auch miteinandersprechen.blogspot.com, 1.2.10 mit unserem Online-Kommentar
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Dienstag 12. Januar 2010 von htm
Forscher, die 22000 Männer während mehr als zwei Jahrzehnten untersuchten, haben festgestellt, dass Alkoholkonsum weder mit den Risiken, einen Herzinfarkt zu erleiden, noch mit dem Schweregrad von Infarkt-Symptomen im Zusammenhang steht. Reuters berichtete am 5.1.10. Früher haben kleinere Studien nahegelegt, dass mässiger Alkoholkonsum gegen Herzinfarkt schützen könnte, aber Forscher Tobias Kurth und Kollegen fanden, dass diese Annahme schwach begründet sei und mit der Zeit sogar schwächer werde. Die Studie fand, dass sehr mässige Konsumenten – jene, die gerade einen Drink wöchentlich zu sich nahmen – leicht weniger gefährdet waren, einen Infarkt zu erleiden, aber mässiger Konsum hatte keinen Einfluss. (Quelle: Join Together, 8.1.10) Ob das der Durchbruch ist? Wie reagiert wohl die alkoholfreundliche Presse darauf?
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Tages-Anzeiger, 6.1.09: TV-Kritik: Armselige Lösungen für die Armen: Der gestrige «Club» hat gezeigt: Ansätze zur Bekämpfung der Armut gibt es viele – doch scheint sich kaum jemand ernsthaft um die Umsetzung zu bemühen.
Weltwoche 1/10: Agitprop mit Steuergeldern: Unter dem Titel «Armutsbekämpfung» propagiert die Soziallobby eine Allzweckrente mit Vollkaskogarantie. Finanziert wird die hochpolitische Kampagne aus der Staatskasse. Über Alternativen wird nicht gesprochen. Wir stellen deshalb an dieser Stelle einen 10-Punkte-Gegenvorschlag zur Debatte.
Neue Zürcher Zeitung, 4.1.10: Soziale Auffangnetze besser verknüpfen: Armut soll in der Schweiz aus der Gesamtschau bekämpft werden. Die Langzeitarbeitslosen sollen speziell unterstützt werden. Nach der Caritas nimmt sich auch die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) dem Thema Armut in der Schweiz an. Sie will die verschiedenen Sozialwerke und Auffangnetze besser aufeinander abstimmen und so die Armut in zehn Jahren halbieren. Besondere Unterstützung brauchten die Langzeitarbeitslosen.
Kommentar: Ich wundere mich, dass in der ganzen Armutsbekämpfungs-Debatte ausser Acht gelassen wird, dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist. Würden die Hilfswerke und die öffentliche Hand einen Teil ihrer Anstrengungen in eine wirksame Alkoholpolitik investieren, würde uns allen geholfen: Weniger alkohohlbedingte Armut, weniger alkoholbehinderte Kinder, weniger Fürsorgekosten, weniger alkoholbedingte Sozialkosten, mehr Lebensqualität für alle. Die Hilfswerke sollten ihre Argumente der Alkoholprävention zur Verfügung stellen und keine Angst vor dem heissen Eisen haben.
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Samstag 2. Januar 2010 von htm
Vom heutigen 1. Januar an ist in ukrainischen Printmedien Werbung für Alkohol- und Tabakwaren verboten.
Ausgenommen vom Verbot sind auf diese Warengruppen spezialisierte Printmedien. Das entsprechende Gesetz wurde von der Werchowna Rada im März 2008 beschlossen. Bereits seit dem 1. Januar 2009 trat der erste Teil des entsprechenden Gesetzes in Kraft, wonach die Außenwerbung für Alkohol- und Tabakwaren verboten wurde. (Quelle: Google Alkohol Alert, 1.1.10) ukraine-nachrichten.de, 1.1.10 Kommentar: Die positive Meldung zum Jahresbeginn. Dabei spricht man immer von Korruption in östlichen Ländern….
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Mittwoch 30. Dezember 2009 von htm
1. Ausgangslage: Der verbreitete Alkoholmissbrauch bei den Jugendlichen stellt eine große Herausforderung für alle Zuger Gemeinden dar. Deshalb haben alle Gemeinden im Kanton Zug im Rahmen des Kantonalen Alkohol-Aktionsplanes 2006 bis 2011 beschlossen, eine gemeinsame Alkoholpolitik zu entwickeln, welche für alle Gemeinden gültig ist. Der Gemeinderat Neuheim stimmte an der Sitzung vom 11.06.2007 der Mitwirkung beim
Alkoholpräventions-Projekt „Die Gemeinden handeln“ zu. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.12.09) Gemeinde Neuheim, Kt. Zug, November 09 (pdf)
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Freitag 25. Dezember 2009 von htm
Leserbrief zu “Umstrittene 0,5-PromilleGrenze rettete viele Leben” bei Basler Zeitung online, 24.12.09
47,5% weniger alkoholbedingte Todesfälle nach zwei Jahren, das ist eine stolze Bilanz, wie sie wahrscheinlich von keinem andern umliegenden Land bei der Einführung der 0,5‰-Grenze erreicht wurde. Aber es brauchte einen jahrzehntelangen Kampf vor allem der Abstinentenverbände, bis das Parlament ein Einsehen hatte und die ewiggestrigen Liberalen und Wirtschaftsvertreter überstimmte. Wer präsentiert diesen die Rechnung für Tausende während dieser Jahrzehnte unnötig gestorbene Verkehrsopfer? Auch hat man den Eindruck, dass sie nichts daraus gelernt haben. Sie mauern wie bisher bei jeder offensichtlich notwendigen, wissenschaftlich erhärteten Präventionsmassnahme.
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