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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Rehabilitation'

D: Volkskrankheit Alkoholsucht: sozialpolitisch brisant, gesellschaftlich verkannt

Donnerstag 7. Juni 2012 von htm

Berlin – Anlässlich des Weltdrogentags 2012, findet das 2. AktivA – Symposium für eine aktive Alkoholtherapie statt:

Dienstag, den 26. Juni 2012, 14.00 Uhr – 19.30 Uhr,
Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

Ziel des Symposiums am diesjährigen Weltdrogentag ist es, das gesellschaftliche Tabu-Thema Alkoholerkrankung bei Erwachsenen auf die Agenda zu setzen, die Situation in Deutschland zu beleuchten und bestehende Versorgungsstrukturen zu diskutieren.

U. a. wird Professor Jürgen Rehm erstmalig und exklusiv den „Alcohol Comparator Report 2012“ präsentieren, welcher einen umfassenden überblick über die Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft für Deutschland gibt.

Das Programm ist nun online. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.aktiva-symposium.de
(Quelle: Gesundheit adhoc, 6.6.12

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CH: Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme am 10. Mai 2012

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.

„Und wo ist das Problem?“ fragt der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme in diesem Jahr. Am 10. Mai 2012 berichten Fachleute über ihre Erfahrungen und zeigen auf, welche Unterstützungsangebote bestehen. Gleichzeitig regt der Aktionstag dazu an, Fragen rund um den eigenen Alkoholkonsum zu stellen. …
(Quelle: Sucht Schweiz, 3.5.12)

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D: Medizinstudierende lernen zu wenig über Suchtkrankheiten

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Medizinstudierende lernen in ihrem Studium zu wenig über die Behandlung der Alkohol- und Tabakabhängigkeit. Das berichtet ein Team von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universitätsmedizin Göttingen sowie aus Hamburg und London. Die Forscher befragten knapp 20.000 deutsche Medizinstudierende zu ihrer Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit.

Es zeigte sich, dass im letzten Studienjahr nur rund 20 Prozent wissen, wie Alkohol- oder Tabakabhängigkeit behandelt wird. Nur sieben Prozent aller Studierenden fühlt sich in der Lage, einen Raucher zu beraten, der Hilfe bei der Tabakentwöhnung sucht. Weit über die Hälfte der Studierenden wünschen sich, im Studium mehr über diese Suchtkrankheiten zu lernen. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 3.05.12)

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D: Plan für Prävention und Gesundheitsförderung

Freitag 13. April 2012 von htm

CDU/CSU-Bundestags­fraktion bereitet Eckpunkte für eine nationale Präventions­strategie vor.
Unter dem Leitmotiv „Glückliches Deutschland: Gesundheitsbewusstsein und Vor­beugung“ haben Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darunter Johannes Singhammer, Jens Spahn, Annette Widmann-Mauz, ein Arbeitspapier mit Eckpunkten für eine nationale Präventionsstrategie erarbeitet, das als Vorlage für die Klausurtagung der AG Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 12./13. April in Niedernberg dient.

Primäres Ziel einer nationalen Präventionsstrategie müsse es sein, heißt es in dem Papier, die gesundheitliche Eigenkompetenz und Eigenverantwortung in allen gesellschaftlichen Schichten zu aktivieren. Erforderlich sei ein Paradigmenwechsel hin zu einer stärkeren Betonung von Prävention und Gesundheitsförderung; diese müssten im deutschen Gesundheitswesen neben Kuration und Rehabilitation gleichwertig und verbindlich geregelt werden. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 12.4.12)

unser Online-Kommentar:
Es tönt alles sehr schön. Nur muss man wissen, dass gemäss heutigem Bericht der DHS der Alkoholkonsum praktisch gleich hoch geblieben ist, obwohl eine Unmenge an Verhaltens-Prävention gelaufen ist. Genau die Prävention, die in dem Papier angestrebt wird: Förderung der Eigenkompetenz und Selbstverantwortung. Das reicht offenbar nicht. Die Wissenschaft berichtet dies schon lange.
Andererseits wird erwähnt, “Diese Ziele sollten sich daran orientieren, wie verbreitet und schwerwiegend die Krankheit oder Gesundheitsstörung sind, wie beeinflussbar sie durch Maßnahmen der Prävention sind, welchen volkswirtschaftlichen Stellenwert sie haben und inwieweit Präventionsmaßnahmen evidenzbasiert sind und eine positive Kosten-Nutzen-Relation haben.”
Das wäre genau die Alkoholpolitik, die nötig wäre. Aber man kann jetzt schon davon ausgehen, dass dieser kleine Passus wichtiger sein wird: “welchen volkswirtschaftlichen Stellenwert sie haben.” Der Einfluss der Alkoholindustrie wird alle schönen Ankündigungen wie bsher im Sand verlaufen lassen.

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„4. Auflage ‐ Handbuch Alkohol – Österreich“

Dienstag 3. April 2012 von htm

Das ”Handbuch Alkohol ‐ Österreich” bietet einen umfassenden Überblick über alle in Österreich verfügbaren 
alkoholrelevanten Daten und liefert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion dieser sensiblen Thematik. Das 
“Handbuch Alkohol – Österreich” erscheint künftig nicht mehr als Einzelband, sondern ab der aktuellen 4. Auflage 
in vier Bänden. Änderungen und Neuerungen bei Gesetzen oder Statistiken können dadurch schneller 
eingebunden werden. Die Daten‐Bände werden in kürzeren Abständen veröffentlicht (Band 1 und 2, bereits 
aktualisiert als Download verfügbar), während die theoretischen Text‐Bände in größeren Zeiträumen aktualisiert 
werden (Band 3 und 4, in Überarbeitung). 
 
Download 
Band 1: Statistiken und Berechnungsgrundlagen 
Band mit aktuellen alkoholbezogenen Statistiken inkl. einer Auflistung relevanter Formeln und rechnerischer Grundlagen 
Band 2: Einrichtungen 
Informiert über alkoholbezogene Hilfs‐ und Behandlungsangebote 
(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Wien, Newsletter 1. Quartal 2012)

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CH: Frauen trinken mehr Alkohol

Dienstag 30. August 2011 von htm

In der Schweiz leben 350?000 Alkoholiker. Ein Drittel sind Frauen. Auch in Graubünden nimmt die Zahl von alkohol­abhängigen Frauen zu. Das Blaue Kreuz bietet darum Gesprächsgruppen für Frauen an. Hinter der Sucht nach Alkohol verstecken sich nicht selten familiäre Probleme.
Manuela Perrinjaquet vom Blauen Kreuz Graubünden spricht von einer «sehr hohen Dunkelziffer» auch in Graubünden. Die Fachfrau weiss, dass das Trinkverhalten von Frauen anders ist als das von Männern. «Viele trinken im Geheimen und wagen es kaum, sich Hilfe zu holen», sagt sie. (Quelle: Google Alkohol News, 30.8.11) suedostschweiz.ch, 29.8.11

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TOP NEWS: 700.000 Österreicher haben ein Alkoholproblem

Donnerstag 25. August 2011 von htm

Experten wollen Alkohol-Werbung und Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen beschränken.
Alpbach/Wien – In Österreich sind 330.000 Menschen alkoholkrank. Im Rahmen der Gesundheitsgespräche beim Europäischen Forum Alpbach forderten Mediziner, dass die Krankheit Alkoholsucht als solche erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, hieß es im Ö1-Morgenjournal am Montag. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine Beschränkung von Alkohol-Werbung und das Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen. … (Quelle: derstandard.at, 22.8.11) Kommentar: Mehr als 700 Online-Kommentare zeigen, dass Interesse besteht, allerdings meist pro Alkohol, oft recht witzig. Das Problem wird nicht ernst genommen. Die Prävention steckt noch in Ötzis Kinderschuhen.

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D: Ausschreibung: Suchtpräventive Ansätze in Klein- und Kleinstbetrieben

Samstag 20. August 2011 von htm

Alkohol, Medikamente, Drogen und Nikotin am Arbeitsplatz: Suchtmittelkonsum ist für viele Unternehmen ein relevantes Thema. Das Bundesministerium für Gesundheit plant daher eine Studie zu fördern mit dem Ziel, hemmende und fördernde Faktoren von suchtpräventiven Ansätzen in Klein- und Kleinstbetrieben systematisch zu erheben, zu bewerten und basierend auf diesen Erkenntnissen konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. Die Frist läuft noch bis zum 19.9.2011. (Quelle: bmg.de/ministerium, 18.8.11)

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SPD gegen „Saufraum“ und für alternatives Alkohol-Projekt in der Nordstadt von Dortmund

Mittwoch 13. Juli 2011 von htm

Für den sogenannten Saufraum in Dortmunds Nordstadt hat sich immer noch kein Träger gefunden. Also fordert die SPD-Fraktion, das Projekt für die Trinkerszene zu begraben. Zugleich sollen die Fördermittel über eine andere Einrichtung an Alkoholkranke gehen.
Für Dortmunds SPD-Fraktion ist die Einrichtung eines „Saufraumes“ am Nordmarkt nach Kieler Vorbild gescheitert. Für ihren ordnungspolitische Sprecher sei vorhersehbar gewesen, dass sich niemand auf die Ausschreibung zu dieser besonderen Hilfe für die Trinkerszene beworben habe. „Insbesondere die Dortmunder Wohlfahrtsverbände haben sich nicht an diesem Ausschreibungsverfahren beteiligt“, so SPD-Ratsmitglied Dirk Goosmann. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.7.11) derwesten.de, 12.7.11

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Newsletter April 2011 – d -

Samstag 30. April 2011 von htm

www.alkoholpolitik.ch Newsletter April 2011 (per 30.04.11)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht  vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

Bitte überprüfen Sie, ob unsere Adresse in der Liste der akzeptierten Adressen enthalten ist, damit Ihr Spam-Filter unsern Newsletter nicht zurückweist.

4240 Eintragungen in 143 Kategorien 

mit 10’668 Schlagwörtern seit 1.1.2009; Online seit August 2001.

Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zu erhalten oder ihn für jemand anderen zu bestellen wünschen, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an htmeyer(at)alkoholpolitik.ch

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

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Begleitbrief zum versandten Newsletter

Dieser Monat brachte eine dramatische Wende in der wissenschaftlichen Beurteilung der gesundheitlichen Aspekte in Bezug auf den Konsum alkoholischer Getränke: Eine grosse EU-Studie zeigte, dass bereits kleine Mengen kebsfördernd sein können. Eventuell vorhandene gesundheitliche Vorteile bei Herzkrankheiten würden damit bedeutungslos. Gleichzeitig wird immer klarer, dass diese angeblichen Vorteile bei Herzkrankheiten mit immer grösseren Fragezeichen zu versehen sind.

In der Schweiz hat sich nun die lang erwartete Wende eingestellt, indem endlich die grösste Nicht-Boulevard-Zeitung, der Tages-Anzeiger, die lange Alkohol-Präventions-Abstinenz aufgegeben und zwei grosse Artikel gebracht hat, den zur Krebsstudie, mit grossem Cartoon auf der Titelseite. Die Neue Zürcher Zeitung hat immerhin nach 14 Tagen meinen Leserbrief abgedruckt, die Krebsstudie wartet immer noch auf Erwähnung. Auch wenn immer wieder mit alkoholfreundlichen Artikeln eine Art Ausgewogenheit demonstriert wird, ist doch zu hoffen, dass nun wenigstens eine Diskussion möglich wird.

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Ausblick
Nach vollendetem zehnten Jahr aktiver Tätigkeit mit meiner Webseite gedenke ich Ende August 2011 die Arbeit in dieser Form einzustellen. Es wird mir schwer fallen, aber ich möchte einiges, das in dieser Zeit zu kurz gekommen ist, vermehrt pflegen und auf Reisen mich auch mal ohne Internetzugang wohl fühlen.
Was nicht heisst, dass ich mich von diesem Thema endgültig verabschieden werde. Z.B. könnte ich mir vorstellen, dass

- jemand vom Fach die Seite in eigener Regie übernehmen möchte und ich gelegentlich mitwirken würde,

- Finanzen von interessierter Seite geboten würden, die eine Professionalisierung der täglichen Kleinarbeit ermöglichten und ich gelegentliche Kommentare und das Know How beisteuern würde

- ich die Seite aufgeschaltet lassen und für gelegentliche Sonderprojekte benützen würde, wobei die Seite als Archiv weitergenutzt werden könnte,

- ich die wichtigsten Meldungen weiterhin verarbeiten und als gelegentlichen kurzen Newsletter weitergeben würde.

Ideen werden gerne entgegengenommen und könnten bis August diskutiert werden.

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TOP NEWS

WHO: Chronische Erkrankungen die häufigste Todesursache – 28. April 2011
Genf – Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehler sind auch in den Entwicklungsländern für eine steigende Zahl von Todesfällen verantwortlich. Global gesehen sterben zwei von drei Menschen an nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen, die vielfach vermeidbar wären. Dies geht aus einem Report der Welt­gesund­heitsorganisation (WHO) hervor, der auf einer Tagung in Moskau vorgestellt wurde.
Im Jahr 2008 sind 57 Millionen Menschen gestorben. Bei 17 Millionen waren kardiovaskuläre Erkrankungen für den Tod verantwortlich, 7,6 Millionen starben an Krebs, 4,2 Millionen an Atemwegserkrankungen und 1,3 Millionen an Diabetes.
Auf diese vier Gruppen entfallen etwa 80 Prozent aller Todesfälle an nicht übertragbaren Erkrankungen, heißt es in dem 164 Seiten umfassenden “Global status report on noncommunicable diseases”. Alle vier Gruppen haben mit dem Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehlern modifizierbare, sprich vermeidbare Risikofaktoren gemeinsam. (Quelle: aerzteblatt.de, 27.4.11)

Ausgetrunken – Benebelte Studien 01.12.2005! – 28. April 2011
Schlechte Nachricht nicht nur für Schluckspechte: Dass Alkohol in Maßen gesund sei, ist offenbar ein Mythos. Liebhabern eines guten Glases Rotwein wird diese Nachricht nicht schmecken: Rod Jackson und seine Mitarbeiter von der Universität Auckland in Neuseeland sagen, dass Alkohol – anders als immer wieder vermutet – keinen schützenden Einfluss auf Herz und Gefäße hat.
In der Ausgabe des Fachmagazins Lancet beschreiben die Mediziner, warum Spirituosen auch in geringen bis mittleren Mengen nicht gesundheitsfördernd sind (Bd.366, S.1911, 2005). “Die Botschaft ist klar”, sagt Jackson: “In keiner Dosis ist der Nutzen des Alkohols größer als der Schaden.”
…So seien beim Vergleich des Gesundheitszustands von gemäßigten Trinkern und Abstinenzlern oft fälschlicherweise auch ehemalige Trinker zu den Abstinenzlern gezählt worden. Dass viele von ihnen das Trinken aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatten und mittlerweile über etliche Krankheiten klagten, erwähnten die Forscher nicht. … (Quelle: sueddeutsche.de, 1.12.05) Kommentar: Wir brachten die Studie am 8.12.05 mit diesem Kommentar: “Es berührt einen eigenartig, aus Forschermund von “verwirrter Forschung” zu hören. Ob damit bezahlte, absichtlich verwirrende Lobbyisten-Forschung gemeint ist? Wir werden ziemlich sicher vergeblich darauf warten, dass diese Untersuchung in unseren Medien grosses Echo findet.” – Wie recht wir hatten. Auch nach 5 1/2 Jahren zögern die meisten Medien, mit der Wahrheit herauszurücken, obwohl neue Studien in die gleiche Richtung weisen.

Jeder fünfte Deutsche hat ein Alkoholproblem – 27. April 2011
Es wird weniger geraucht, aber weiterhin viel getrunken – das ist das Ergebnis des Jahrbuchs Sucht 2011, das die Deutsche Haupt­stelle für Suchtfragen heute in Berlin vorstellte. Geschäfts­führer Raphael Gaßmann nannte die Situation bezüglich des Alkohols „dramatisch“.
„Der Aklkoholverbrauch bleibt entschieden zu hoch, zu riskant, zu folgenreich“, erklärte er. Die Hauptstelle ging davon aus, dass jeder fünfte Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren ein Alkohol­problem habe. Zwar ging die jährlich konsumierte Menge reinen Alkohols leicht zurück, doch falle diese Entwicklung „zu gering“ aus, um Gesundheitsschäden zu vermeiden.
Der Hauptstelle für Suchtfragen zufolge ist die Anzahl an Alkoholvergiftungen zwischen 2000 und 2009 um fast 112 Prozent gestiegen. Besonders dramatisch fällt die Entwicklung mit einem Plus von etwa 194 Prozent in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen aus. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.4.11) Kommentar: Die Regierung hat ein Alkoholproblem und tut nichts Wirksames dagegen. (Die Bierbrauer sind natürlich mit den Forderungen der DHS nicht einverstanden und beten wieder ihre falschen Behauptungen herunter.)

«Moderater Alkoholkonsum hat keinen lebensverlängernden Effekt» – 20. April 2011
Epidemiologe Jürgen Rehm sagt, auf das tägliche Glas Wein oder Bier zu verzichten, könne sinnvoll sein. (Interview)
Herr Rehm, für viele überraschend, zeigte kürzlich eine grosse Studie, dass selbst moderates Trinken von Alkohol das Krebsrisiko erhöht (TA vom 14. 4.). Ist dieser Zusammenhang gesichert, oder gibt es dazu noch eine Debatte?
Der Zusammenhang kann heute als gesichert gelten. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon ist eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, die sich ausschliesslich mit Krebs und Risikofaktoren für Krebs beschäftigt. Sie hat den Konsum alkoholischer Getränke ohne Wenn und Aber als Kausalfaktor für bestimmte Krebsarten klassifiziert. Im Bericht von 2010 wird ausdrücklich festgehalten, dass es dabei keinen Schwellenwert gibt. Das heisst, dass jeder Konsum von Alkohol mit einem bestimmten Risiko behaftet ist. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.4.11) Kommentar: Freude herrscht! Der Tages-Anzeiger hat den Einstieg ins Thema gefunden und recherchiert. Jürgen Rehm ist einer der führenden Wissenschafter auf diesem Gebiet mit Verbindung zu Zürich. Wir haben ihn schon mehrmals erwähnt. Dürfen wir annehmen, dass unser ständiges Drängen mit Newsletter, Webseitenkommentaren und Leserbriefen zu dem positiven Umschwung beigetragen haben? Vielleicht auch, dass der Konkurrent NZZ trotz grossen Wertedeklamationen noch immer in Abwarteposition verharrt? Egal, Hauptsache, eine gute Basis ist gelegt. Päventive Gedanken müssten eigentlich automatisch folgen. Die kommende nationale Dialogwoche und das neue Alkoholgesetz wären passende Aufhänger. Aber bitte kritisch!

CH: Nur kein Glas Wein pro Tag ist wirklich gesund – 14. April 2011
Kommentar: Grosse Freude herrscht!! Der Tages-Anzeiger, die grösste Nicht-Boulevard-Tageszeitung der Schweiz, bringt heute auf der halben Titelseite und auf zwei Dritteln der Wissen-Seite die grosse EU-Krebsstudie, über die wir hier berichtet haben. Im englischen Teil berichteten wir hier, mit dem Link auf den Studienbericht im British Medical Journal.
Die Titelseite ist halb gefüllt mit einem Cartoon des hauseigenen Cartoonisten SCHAAD und auch der Titel sagt alles. Bemerkenswert ist, dass der Tages-Anzeiger wie auch die übrige schweizerische Presse seit der WHO-Resolution im Mai 2010 für eine globale Alkoholstrategie solche Meldungen boykottiert hat. Die deutschen Medien haben sofort reagiert. Jetzt ist zu hoffen, dass auch fundiert über die Aspekte einer wirksamen Alkoholprävention berichtet wird und die andern Medien nachziehen. Die Aktualität mit dem neuen Präventionsgesetz, der Revision des Alkoholgesetzes und der kommenden nationalen Dialogwoche Alkohol wäre ja gegeben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 14.4.11)

Alkohol wichtige Krebsursache in Deutschland und Europa – 9. April 2011
Einer von zehn Krebsfällen bei Männern und einer von 33 Krebsfällen bei Frauen ist Folge des Alkoholkonsums. Dies ergeben Berechnungen im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d1584).
Die Kalkulationen von Madlen Schütze vom Deutschen Institut für Ernährungs­forschung Potsdam-Rehbrücke basieren zum einen auf den Daten von 363.988 Teilnehmern der EPIC-Studie aus Dänemark, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien. (Quelle: aerzteblatt.de, 04/08/11) unser Online-Kommentar: 10% der Krebsfälle bei Männern sind alkoholbedingt. Davon sind 57% vermeidbar bei Einhaltung der Empfehlungen betr. Trinkmenge pro Tag. Bei den Frauen sind es 3%, davon 81% vermeidbar. D.h. bei den Männern steht der Krebs in 43% und bei den Frauen in 19% der Fälle mit geringem täglichen Alkoholkonsum im Zusammenhang, der als unbedenklich gilt und von der Alkoholindustrie sogar als gesundheitlich positiv propagiert wird.


SCHWEIZ

CH: Vermisster tot im See beim Rütli gefunden – 27. April 2011
BAUEN UR – Karfreitagnacht feiert der junge Maurer aus Bauen UR auf dem Rütli mit Freunden. Jetzt ist klar: Er stürzte in den See. «Kollegen von ihm haben ihn im Wasser entdeckt und die Seepolizei alarmiert», sagt Polizeisprecher Karl Egli von der Kantonspolizei Uri zu Blick.ch. Mit Hilfe von Tauchern sei er geborgen worden. Die Unglücksstelle liegt etwa 500 Meter südlich der Schiffsstation Rütli. Reto stürzte offenbar über eine rund fünf Meter hohe Felswand in den See. … Das Drama begann an einer Saison-Eröffnungsfeier beim Rütli-Wirt. (Quelle: blick.ch, 26.4.11) unser Online-Kommentar: Der erste Kommentar spricht von “realistisch bleiben”. Das Hauptproblem war wohl der Alkohol. In der Innerschweiz so selbstverständlich, dass man gar nicht darauf kommt. Der Wirt wäscht seine Hände in Unschuld, stellvertretend für die vielen Alkohollieferanten, die nie wegen Mitverantwortung bei Unfällen und Todesfällen zur Verantwortung gezogen werden, obwohl gesetzliche Grundlagen vorhanden wären. Hauptsache die Kasse stimmt am Karfreitag-Eröffnungstag.

CH: Kein Alkohol ist auch eine Lösung – 23. April 2011
“Kein Alkohol ist auch keine Lösung” – Prävention Vorbildfunktion, aushalten, Nein sagen, trockenbleiben . . . Warum nur haben Gesunde so wenig Humor? Von Jean-Martin Büttner, im Tages-Anzeiger, 23.4.11. (Nur im Internet-Archiv einsehbar)
Kommentar: Zugegeben, die Alkohollobby hat in den letzten Tagen massiv einstecken müssen. Dass aber bereits zum ziemlich letzten Mittel einer Gegenoffensive gegriffen werden muss, wenn die Argumente ausgehen, überrascht doch etwas: Die Menschen, die möglichst verantwortungsbewusst und gesund leben, der Lächerlichkeit preiszugeben. Ich hoffe sehr, Jean-Martin Büttner wurde zu diesem Artikel gezwungen. Er, der sich intensiv mit dem Raucherproblem befasste und sich gegen das Verleger-Diktat wehrte. Der Artikel ist weit unter seinem Niveau. Von Humor keine Spur. Die Behandlung des Alkoholproblems ist übrigens in der Schweiz, wie oft auch anderswo, ein Trauerspiel. Und wenn dabei Humor vorkommt, dann der: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

CH: Testkäufe in Winterthur: Unglaublich! – 19. April 2011
Gemäss Kurzmeldungen in NZZ und Tages-Anzeiger waren Alkohol-Testkäufe der Stadtpolizei am Freitag in 7 von 10 Läden und Restaurants “erfolgreich”. Die Verantwortlichen wurden verzeigt. Kommentar: Nachdem gerade im Kantonsrat über Test-Käufe debattiert wurde und in Winterthur schon verschiedentlich Testkäufe durchgeführt worden waren, ist dieses Ergebnis schlicht unverzeihlich. Wann werden die Behörden endlich aufwachen und so einschreiten, dass wenigstens Ergebnisse im Landesdurchschnitt erzielt werden?

CH: Nationalrat: Liberale Ladenöffnungszeiten – 15. April 2011
Nationalrat – Sondersession 2011 – Sechste Sitzung – 14.04.11-08h00
09.3938: Motion Hutter Markus. Ladenöffnungszeiten. Symmetrie zwischen Kantonsrecht und Bundesrecht
Mit 104 zu 62 Stimmen stimmte der Nationalrat in namentlicher Abstimmung zu. Die Kantone sollen zukünftig nach eigenem Ermessen ohne Rücksicht auf das Arbeitsrecht die Ladenöffnungszeiten auch nachts und sonntags frei bestimmen können. Das Geschäft geht an den Ständerat. (Quelle: Amtliches Bulletin) Kommentar: Hier müsste nun das neue Präventionsgesetz mit der Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) einschreiten. Eine Haupttriebfeder für die neuen Ladenöffnungszeiten ist der lockende Alkoholverkauf. …

CH: Internet-Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern – 14. April 2011
Am Mediengespräch in Bern hat Sucht Info Schweiz ein Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern lanciert. Diese erste nationale Internetplattform will möglichst viele betroffene Kinder und Jugendliche erreichen und sie will Synergien zu kantonalen Angeboten fördern.
Mehrere Zehntausend Kinder wachsen in der Schweiz mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Meist leiden diese Kinder an fehlender Sicherheit, Schuldgefühlen und daran, dass in der Familie die Alkoholkrankheit verleugnet wird. Oft stehen sie mit ihren Gefühlen der Scham, Wut oder Angst alleine da. Im Vergleich zu Kindern aus Familien ohne Alkoholprobleme tragen sie zudem ein sechsfach höheres Risiko, später ein Suchtproblem oder psychische Beschwerden zu entwickeln. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 14.4.11)

CH: Freibier vor Abstimmung an der Uni Fribourg – 14. April 2011
Liebe Studis der SES-Fakultät!
Gerne möchte das Fakultätskomitee (zusammengesetzt aus MECOM und CESES-Mitgliedern) euch zur Vorstellung der Kandidaten für den Repräsentanten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in der AGEF einladen.
Wir treffen uns Montag den 18.04., ab 16h15 im Auditorium Joseph Deiss.
Dort sponsern die Fachschaften Freibier!
Nachdem wir uns ein bisschen Mut für Fragen und Diskussion angetrunken haben, stellen sich ab 17h00 die Kandidaten, die sich gerne präsentieren wollen, vor. Ihr habt daraufhin alle Gelegenheit die Kandidaten über ihre Ziele und Motivation auszufragen. … – (Quelle: Offizieller Einladungs-Versand) Kommentar: So bringt sich also unsere geistige Elite immer noch in Form. Ob das im Sinn und Geist von Alt-Bundesrat Deiss ist? Solche Akademiker finden sich später in politischen Gremien bis hinauf nach Bern und bestimmen u.a. über unsere Gesundheitspolitik.

CH: “Freiheitliche Werte zur publizistischen Orientierung” – 12. April 2011
Die Neue Zürcher Zeitung bringt auf einer ganzen Seite die bearbeitete Fassung einer Rede des Präsidenten ihres Verwaltungsrates, Konrad Hummler, die er am 9.4.11 vor Aktionariat, Gästen und Mitarbeitern der NZZ-Mediengruppe im Zürcher Kongresshaus gehalten hat.
Die Untertitelung: “Die Medienwelt ist geprägt von der schleichenden Auflösung publizistischer Werteorientierung. Es braucht in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum eine Mediengruppe wie die NZZ, die sich ohne Wenn und Aber zu freiheitlichen Werten bekennt und bereit ist, in diese zu investieren.” ..
Kommentar: Die Medienzaren haben in letzter Zeit immer wieder mit hehren Werte-Deklamationen geglänzt. Geändert hat sich bis jetzt wenig Erkennbares in der Praxis. Denn ….”um Macht und nicht viel anderes …

CH: Frage des Tages: zu viel Prävention? – 12. April 2011
Das vom Gewerbe dämonisierte Präventionsgesetz sieht keine Verbote vor. Aber Gesetze sollen künftig darauf getestet werden, ob sie die Gesundheit gefährden. Die Vorlage kommt heute in den Nationalrat. Was meinen Sie? Tut der Staat bei der Prävention zu viel? Stimmen Sie am Ende des Artikels ab! … (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.4.11) Amtliches Bulletin, 12.4.11 Kommentar: Die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) sei unnötig, weil ihre Funktion bereits durch die Umweltverträglichkeitsprüfung abgedeckt sei. Schön wär’s. Sie hat bisher jedenfalls keinen Einfluss gehabt.

CH: SVP und Grüne wehren sich gegen Alkohol-Testkäufe – 12. April 2011
Der Zürcher Kantonsrat hat sich dafür ausgesprochen, Testkäufe von Alkohol durch Minderjährige gesetzlich zu regeln. Der Entscheid könnte aber noch kippen. Seit mehr als zehn Jahren führen viele Gemeinden im ganzen Land in Läden und Restaurants Alkohol-Testkäufe durch: …Für eine knappe Mehrheit aus SP, FDP, GLP, EVP und CVP im Zürcher Kantonsrat war deshalb gestern klar: Es braucht dringend eine gesetzliche Grundlage für die Testkäufe. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.4.11) unser Online-Kommentar: Testkäufe sind praktisch die einzige Möglichkeit, das Jugendschutzgesetz durchzusetzen. Sie nützen aber nur maximal, wenn Strafen möglich sind. Dass nur die oft gestressten VerkäuferInnen bestraft werden, ist allerdings stossend. Den Profit machen ja die skrupellosen Inhaber. Ob dann die Grünen zustimmen? Oder die FDP wieder abwinkt, die erstaunlicherweise positiv überrascht? (NZZ, 12.4.11) unser Online Kommentar: zusätzlich zum obgen: Es ist natürlich zu hoffen, dass der Bund ebenfalls die im Entwurf des Alkoholgesetzes angekündigte Gesetzesregelung bringt. Leider ist das noch gar nicht sicher, obwohl dies der einzige wirklich positive Mehrwert wäre. (Siehe die Leserbriefe dazu)

CH: Gemeinsam gegen Jugendgewalt – 11. April 2011
Unter dem Namen “Jugend und Gewalt” haben Bund, Kantone, Städte und Gemeinden in Bern ihr gemeinsames Präventionsprogramm für die nächsten fünf Jahre lanciert. Das Bundesamt für Sozialversicherung schreibt in einer Pressemitteilung, das Programm sehe die Vernetzung und Zusammenarbeit, sowie den Wissensaustausch und die Umsetzung von Modellprojekten vor. Die vom Bund zur Verfügung gestellten 5,65 Millionen Franken würden insbesondere für wissenschaftliche Evaluationen von laufenden Präventionsprojekten eingesetzt. Den Fachleuten bereite gegenwärtig besonders das Cyber-Mobbging auf sozialen Netzwerken im Internet und Übergriffe und Vandalismus im öffentlichen Raum Sorgen, wo oftmals der Alkoholkonsum von Jugendlichen Probleme bereite. (Quelle: NZZ, 6.4.11) Bundesamt für Sozialversicherungen

Zitat: Der Journalist ist der Wahrheit und dem Leser verpflichtet – 11. April 2011
Zitat aus: “Der Boulevard führt direkt auf den Marktplatz” im Tages-Anzeiger vom 8.4.11:
Dominique von Burg, Präsident des Presserates hält fest: “Der Journalist ist in erster Linie der Wahrheit und dem Leser verpflichtet. Erst in zweiter Linie seinem Arbeitgeber.” Der Artikelverfasser fährt fort: ” In Zeiten des Strukturwandels und des Personalabbaus ein hehrer Grundsatz. Doch mancher Journalist wird, ob bewusst oder unbewusst, bei der Wahl seiner Themen und der Gewichtung seiner Geschichten auf die Beteiligungsstruktur seines Arbeitgebers Rücksicht nehmen. “Innere Zensur”, heisst das unter Kollegen jeweils entschuldigend.” Kommentar: Neben Strukturwandel und Personalabbau gibt es bekanntlich noch andere Gründe: Korruption, Machtausübung, Volksverdummung, Angst vor der Alkohollobby. Warum nicht online?

CH: Alkohol schützt vor Kürzung nicht – 11. April 2011
Wem die Leistungen der Suva gekürzt wurden, weil er bei der Rauferei verletzt wurde, kann sich nicht darauf berufen, er sei beim Vorfall betrunken und daher nicht voll zurechnungsfähig gewesen. Das Bundesgericht entschied dies im Fall eines Mannes, der mit 2.5‰ Alkohol im Blut verprügelt wurde, nachdem er die Schläger provoziert hatte. Er erlitt ein schweres Schädeltrauma. Trotzdem kürzte die Suva ihre Leistungen um die Hälfte wegen seiner Beteiligung an der Schlägerei. (Urteil 8C_579/2010 vom 10.3.11) (Quelle: NZZ, 8.4.11)

CH: Statt Alkohol gabs Glacé – 9. April 2011
Der Teenie-Star Justin Bieber brachte im ausverkauften Zürcher Hallenstadion die Fans zum Kreischen. Sein Konzert war wie ein gigantischer Kindergeburtstag.
Überall sieht man Nerdbrillen, Zahnspangen und Bieber-Frisuren. Insgesamt 13000 Leute sind gekommen. Eine Mischung aus Popcorn und Erdbeer-Parfüm liegt in der Luft. Eine Fangruppe hat bunte Ballone mitgebracht. Statt Alkohol gibts Glacé, wie bei einem Kindergeburtstag. Ein Vater nimmt seine Tochter auf die Schulter damit sie besser sieht. Vorne balgen sich die Teenager um die guten Plätze. Ihre abgöttische Verehrung für Justin Bieber vereint sie. Der Countdown läuft, die Masse kreischt. … (Quelle: bazonline.ch, 9.4.11) Kommentar: Wäre auch fürs Berner Polit-Theater zu empfehlen. Die Abhängigkeit von der Alkohol-Lobby würde sicher verringert.

CH: Infoset Newsletter April 2011 – 5. April 2011
Informationen zu allen Suchtformen vor allem aus der Schweiz. Hier bestellen.

CH: Ferrari-Raser hatte Fahrdienst für Betrunkene gegründet – 5. April 2011
Drei Personen sassen im Auto, das am Samstagmorgen in eine Wand in Kilchberg stiess: Zwei junge Frauen und der 27-jährige Fahrer. Die 23-Jährige starb auf der Unfallstelle, die 21-Jährige überlebte schwer verletzt. Der Fahrer war laut Polizei stark alkoholisiert. In welcher Beziehung die Insassen stehen, sei noch unklar. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4./5.4.11) Kommentar: Wieder ein junges Leben fahrlässig ausgelöscht. Wen kümmert eine solche, fast täglich erscheinende Meldung, ausser die direkt Betroffenen? Fast alle andern, obwohl als Passivtrinker mitbetroffen, gehen bald zur Tagesordnung über: Man kann ja doch nichts machen! Doch, könnte man, wenn man seine Bequemlichkeit und geistige Trägheit überwinden würde. Ach was, sollen doch die andern! Die Volksvertreter? Die sind mehrheitlich mit der Alkohollobby geistig und /oder materiell verlinkt, d.h. von ihr vereinnahmt. Die Kirchen mit ihrer Nächstenliebe und so? Nein, die haben Angst, Mitglieder zu verlieren oder sind wie die Volksvertreter… Wer denn sonst? Du!

CH: Internetplattform mit Gesprächsforen für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien – 4. April 2011
Sucht Info Schweiz lanciert erste nationale Internetplattform mit Gesprächsforen für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien
Donnerstag, 14. April 2011, 11 Uhr, Bern, Casino, Herrengasse 25, www.casinobern.ch
Kinder mit einem alkoholabhängigen Elternteil erleben einen schwierigen Familienalltag, ohne Normalität und Sicherheit. Sie tragen ein höheres Risiko, selbst abhängig zu werden. Alkoholprobleme in der Familie sind ein Tabu. Aus Loyalität gegenüber den Eltern sprechen die meisten Kinder mit niemandem über ihre Sorgen, sondern leiden im Stillen. Sucht Info Schweiz will gemeinsam mit ihren Partnern die Isolation dieser Kinder überwinden! Zum zweiten Mal lädt Sucht Info Schweiz die kantonalen Partner zu einer Vernetzungs- und Weiterbildungsplattform ein. … Anmeldung hier.

INTERNATIONAL

D: Polizei kontrolliert junge Diskobesucher – 29. April 2011
Die Krefelder Polizei hat zusammen mit dem Ordnungsdienst am Mittwochabend in der Krefelder Innenstadt Jugendliche kontrolliert. Rund 1200 Jugendliche waren vom ganzen Niederrhein angereist, um gemeinsam in der Königsburg zu feiern.
Drei Jugendliche wurden in Gewahrsam genommen und später ihren Eltern übergeben. Es gab zahlreiche Platzverweise und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, falscher Namensangabe und Urkundenfälschung. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.4.11) rp-online.de, 28.4.11 unser Online-Kommentar: Die erwähnten Konsequenzen lassen nicht darauf schliessen, dass in Zukunft etwas ändern wird. Die Erwachsenen befürchten, ihr Trinkverhalten würde in Frage gestellt, wenn sie den Jugendschutz durchsetzen würden.

D: Alkohol-Testkäufe: Zu wenige verlangten Ausweise – 27. April 2011
Melle. In den vergangenen Tagen führten Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes gemeinsam mit Polizeibeamten zahlreiche Alkohol-Testkäufe durch, bei denen zwei minderjährige Testpersonen die Hauptrollen spielten.
Die Kontrollen erfolgten an insgesamt 21 Stellen im Einzelhandel, an Kiosken sowie Tankstellen, insbesondere um gerade hier im Vorfeld der 1.Mai-Feiern die Problematik zu verdeutlichen. Die Verstoßquote sank dabei von zuletzt 55 Prozent im Jahr 2010 auf nun 38 Prozent. Als Testkäufer wurden zwei Jugendliche eingesetzt. Sie wurden durch Polizei und Stadtverwaltung so eng begleitet, dass sie selbst nicht gefährdet waren. (Quelle: Google Alkohol News, 27.4.11) noz.de, 26.4.11

Litauen: Simpsons-Aus wegen illegaler Alkohol-Werbung? – 24. April 2011
Wird die Biermarke „Duff“ dem Erfolg der Simpsons etwa zum Verhängnis? Die gelbe Familie erfreut sich ja auf der ganzen Welt großer Beliebtheit – in Litauen könnte ihre Bekanntheit jedoch bald der Vergangenheit angehören.
Laut krone.at hat ein dort ansässiger Verlag den Druck der beliebten Comics einstellen müssen. Der Grund dafür ist das Duff-Bier, welches Homer gern trinkt. In Litauen ist es verboten für Alkohol zu werben und da das Duff-Bier nicht nur im Comic, sondern in einigen Ländern auch real existiert und zum Verkauf geboten wird, hat man dem Media Incognito Verlag eine Geldstrafe aufgebrummt. (Quelle: Google Alkohol News, 24.4.11) promiflash.de, 23.4.11 unser Online-Kommentar:
Da wird massenhaft Unsinn hin und her diskutiert. Das eigentliche Problem interessiert niemand: Kinder und Jugendliche werden durch Fernsehsendungen zum Alkoholkonsum angeregt, man kann auch sagen verführt. …

D: DHS-Newsletter – 22. April 2011
u.a. mit Informationen zur “Alkohol? Weniger ist besser!” Aktionswoche Alkohol vom 21.-29. Mai 2011
www.aktionswoche-alkohol.de  (Quelle: DHS, 21.4.11)

Alkoholverbot im Hauptbahnhof Hannover? – 21. April 2011
Die Bahn plant ein striktes Alkohol-Verbot im Hauptbahnhof Hannover. Das Unternehmen will dazu von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Alkohol-Trinker des Gebäudes verweisen. Damit wäre Hannover bundesweit die erste Stadt, in der eine solche Regelung greifen würde. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) ndr.de, 21.4.11 unser Online-Kommentar: Alkoholkonsum generell hinterlässt Spuren. Beim Individuum und in der Gesellschaft. Bisher hat sich die Gesellschaft weitgehend um die Schäden nicht gekümmert. Der Profit der Industrie durfte nicht in Frage gestellt werden. …

D: Alkohol sorgt für die meisten Führerscheinentzüge – 21. April 2011
Etwa zwei Drittel aller Führerscheinentzüge gehen auf das Konto von Alkoholsündern. Das teilte das Kraftfahrtbundesamt der MZ (Donnerstag-Ausgabe) mit. 2009 wurde 120375 Autofahrern der Führerschein entzogen, 86789 von ihnen hatten zuvor Alkohol oder Drogen zu sich genommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) mz-web.de, 20.4.11 unser Online-Kommentar: Die Zahl der Führerscheinentzüge ist rückläufig. Darüber sind sicher alle froh. Aber so lange viele tausend Entzüge pro Jahr zu verzeichnen sind, kann man nicht zufrieden die Hände in den Schoss legen, sondern muss weiter jede mögliche Massnahme ergreifen, den Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen.

D: Umfrage: Mehrheit für Wegfahrsperren bei Alkohol – 21. April 2011
Der Plan der Bundesregierung, elektronische Wegfahrsperren für Alkoholsünder einzuführen, findet in der Bevölkerung offenkundig großen Zuspruch. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris für den Hightech-Branchenverband Bitkom befürworten 37 Prozent der Bundesbürger so genannte “Alcolocks” für Fahrer, die bereits mit Alkohol am Steuer erwischt wurden. Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) würde sogar noch weiter gehen und ist für einen grundsätzlichen Alkoholtest für alle Autofahrer vor jedem Fahrtantritt. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) finanznachrichten.de, 20.4.11

D: Wie viel Promille dürfen es sein? – 21. April 2011
Die Regierung hält an der 0,5-Promille-Grenze fest, doch zwei von drei Deutschen sind für ein striktes Alkoholverbot für Autofahrer. Würde das so viel bringen?
Eine ganze Reihe von Gruppen unterstützt die Forderung nach einer schärferen Promille-Regelung. Dazu zählen der Automobil Club Europa (ACE), die Verkehrswacht und die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Mehrheit der Bevölkerung haben sie dabei hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine repräsentative Umfrage, die kürzlich im Auftrag eines Versicherungsunternehmens gemacht wurde. Zwei von drei Befragten sprachen sich dort für ein absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr aus. Vor allem viele Frauen halten demnach die Null-Lösung für richtig. Aber auch bei den Männern sprach sich immerhin noch mehr als jeder Zweite dafür aus. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11)

Die Bundesregierung befürwortet eine Einführung elektronischer Wegfahrsperren für Alkoholsünder auf EU-Ebene. – 21. April 2011
Allerdings sollten sogenannte Alkolocks nicht verpflichtend für alle Autofahrer eingeführt werden, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Mittwoch in Berlin. Für bereits wegen Alkohol am Steuer aufgefallene Verkehrsteilnehmer sei eine freiwillige Lösung jedoch sinnvoll. Auch der TÜV unterstützt entsprechende Überlegungen aus den Koalitionsfraktionen von Union und FDP. In anderen EU-Ländern laufen bereits Versuche. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) de.reuters.com, 20.4.11 – tagesschau.de, 20.4.11 Kommentar: Nach einer Untersuchung in den USA ging die Rate der Wiederholungstäter bei 200’000 eingebauten Alkolocks um 67% zurück.

D: Bocholter Discounter verkaufen erneut Alkohol an Minderjährige – 20. April 2011
Erneut sind in Bocholt einzelne Supermärkte und ein Kiosk aufgefallen, weil sie Alkohol und Tabak an Minderjährige verkauft haben. Jugendliche Testkäufer der Stadt erhielten an drei von 15 Verkaufsstellen Waren, die unter den Jugendschutz fallen. … (Quelle: Google Alkohol News, 20.4.11) bbv-net.de, 19.4.11

Alkohol-Verzicht senkt Allergie-Risiko – 20. April 2011
Viele Deutschen leiden gerade jetzt im Frühjahr unter Allergien, zum Beispiel unter dem lästigen Heuschnupfen. Was viele Betroffene nicht wissen: Es gibt Mittel und Wege, um sich zu schützen. Einer der zentralen Ratschläge ist der Verzicht auf Alkohol, wie das „Magazin Reader’s Digest“ berichtet. … (Quelle: bild.de, 19.4.11)

D: Brauerei Riegele stiftet Bayerischen Bierorden – 19. April 2011
Zum 28. Mal nun schon haben Augsburger Brauerei Riegele und Königstreue Augsburg ihren Bierorden gestiftet. Der Bierorden wird jährlich an denjenigen verliehen, der sich um das bayerische Bier und Brauchtum besonders verdient macht. Diesmal wurde Wies’n Wirt Sepp Krätz bedacht. … Auch eine weibliche Ehemalige Bierorden-Trägerin wird erwartet. Es ist die Franziskanerin und Braumeisterin Schwester Doris aus Mallersdorf.
Den Bierorden wird der letztjährige Preisträger Wilhelm Imkamp seinem Nachfolger übergeben. Imkamp ist Theologe und der Wallfahrts-Direktor von Maria Vesperbild. Seine Titel sind der Anzahl viele. Er ist Prälat und darf sich „Monsignore“ nennen. (Quelle: Google Alkohol News, 19.4.11) b4bschwaben.de, 19.4.11 Kommentar: Wurde jemals untersucht, wie oft Alkohol bei den sexuellen Übergriffen in der katholischen Kirche eine Rolle spielte? Ich habe nie etwas darüber gelesen.

München: Keine harten Drinks nach Mitternacht! – 18. April 2011
Sie saufen und raufen: Alkohol ist die Hauptursache für den enormen Anstieg an Straftaten vor und in Münchner Diskotheken
Die gute Nachricht vorweg: München bleibt die sicherste Millionenstadt Europas! Doch angesichts des teils enormen Anstiegs der Straftaten in Diskotheken forderte Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer gestern ein Verkaufs-Verbot von harten Alkoholika zwischen Mitternacht und Morgengrauen.
Die bekannten Münchner Brennpunkte am Maximiliansplatz, am Optimolgelände sowie an der Münchner Freiheit – sie trüben die Kriminalitätsstatistik 2010. Bei den 3987 Gewaltdelikten handelt es sich in vier von fünf Fällen um Körperverletzungen. Alarmierend: Die Ursache Alkohol nahm in den vergangenen zehn Jahren um satte 54 Prozent zu! … (Quelle: Google Alkohol News, 17.4.11) bild.de, 17.4.11

A: Alkohol- Steuer würde Betriebe ruinieren (wird behauptet) – 16. April 2011
Die geplante Alkohol-Steuer wäre für die Wiener Gastronomen ein Horror-Szenario.
Am Freitag wurde eine neue Studie präsentiert, die zeigt, dass eine 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke fatale Auswirkungen auf die Wiener Gastronomie hätte.
“Ich erwarte mir von der Stadtregierung, dass sie allen Überlegungen in Bezug auf eine neue Alkohol- Sondersteuer eine offene und klare Absage erteilt”, sagt Wirtschaftskammer Wien- Präsidentin bei der heutigen Präsentation einer neuen Studie, die erstmals die betriebswirtschaftlichen Folgen einer neuen, 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke in der Gastronomie errechnet hat. “Eine neue Sondersteuer wäre für die Wiener Gastronomie betriebswirtschaftlich nicht verkraftbar”, sagt Jank. (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) vienna.at, 15.4.11 Kommentar: Szenario 2 wurde nicht durchgerechnet. Warum nicht? 5% Umsatzrückgang bei Alkoholika liegt wahrscheinlich im Rahmen der normalen jährlichen Schwankungen und ist verkraftbar. Nicht alle dieser 5%-Kunden würden ganz wegbleiben, sondern Alkoholfreies konsumieren. Man müsste auch sehen, wie die Steuerbelastung auf den Endpreis wirkt. …

D: Freiburger Dompfarrer zurückgetreten (nach Alkoholunfall) – 14. April 2011
Der Freiburger Erzbischof hat den eingereichten Rücktritt sofort angenommen. Nach Ostern wird es Gespräche über neue Einsatzmöglichten geben. Das gab die Pressestelle des Erzbistums bekannt. (Wir berichteten hier)
Nach Ostern wird der Zivilpriester mit den Verantwortlichen der Erzdiözese Freiburg über neue Einsatzmöglichkeiten reden.
Bereits im Jahr 2009 schnappte die Schweizer Polizei den Priester betrunken am Steuer und 2007 beschädigte er alkoholisiert drei parkierte Fahrzeuge und beging Fahrerflucht. (Quelle: domradio.de, 14.4.11)

D: Freiburger Dompfarrer baut betrunken Autounfall – 13. April 2011
Bei einer Alkoholfahrt ist der Freiburger Dompfarrer Claudius Stoffel mit seinem Auto nachts auf einem Acker gelandet. Der Alkoholtest ergab 1,4 Promille. Sein Führerschein wurde eingezogen. Stoffel räumte in einer Erklärung den Vorfall ein. “Das war ein großer Fehler und eine grobe Fahrlässigkeit, das ist mir voll bewusst”, sagte ein sichtlich betroffener Stoffel dem Blatt. (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) welt.de, 12.4.11

Kriminalstatistik: Jeder sechste Straftäter stand unter Alkohol – 9. April 2011
Kriminalitätsstatistik 2010 – insgesamt leichter Rückgang, aber mehr Internetkriminalität. Weniger Kriminalität: Im Landkreis wurden vergangenes Jahr 2950 Straftaten registriert – 232 Fälle weniger als im Jahr 2009. Die Polizei ermittelte 1519 Tatverdächtige. Einer besonderen Betrachtung unterzieht die Kitzinger Polizei die Tatverdächtigen, die unter Alkoholeinfluss standen. Hier ist ein Zuwachs von 15 auf 17 Prozent festzustellen. Das bedeutet: Jeder sechste Straftäter stand unter Alkohol. Bei den Jugendlichen und Heranwachsenden ist die Zahl noch gravierender. War bereits 2009 ein Anteil von 24 Prozent alkoholisiert, stieg die Quote im vergangenen Jahr auf 29 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 9.4.11) mainpost.de, 8.4.11

A: Länder bei Alkohol einig, im Osten aber weiter Schnaps – 9. April 2011
Ein weiterer Schritt zu einem harmonisierten Jugendschutzgesetz ist getan: Bund und Länder haben sich am Freitag bei der Landesjugend-Referentenkonferenz in Dornbirn auf eine Regelung im Bereich der Alkoholika geeinigt, wobei die östlichen Regionen ausscheren dürfen. Die Frage einheitlicher Ausgehzeiten ist aber weiter offen und soll bis Juni geklärt werden. “Wir sind einen wesentlichen Schritt weitergekommen”, erklärten Familienminister Reinhold Mitterlehner und Staatssekretärin Verena Remler (beide ÖVP) am Freitag zum Abschluss Konferenz. (Quelle: Google Alkohol News, 9.4.11) krone.at, 8.4.11 Kommentar: Ein wahrlich kleiner Schritt. Schnaps ist offenbar kein Alkohol. Während fast ganz Europa das Mindestalter 18 für Schnaps kennt, muss sich der Osten Österreichs eine Ausnahme gewähren.

A: Alkohol ab 16: Länder bremsen Minister – 9. April 2011
Mitterlehner verhandelt heute mit den Ländern über einen „Vertrag“ für einen bundesweit einheitlichen Jugendschutz. Dies bezieht sich auf Ausgehen, Alkoholtrinken und Rauchen.
Der Plan war – und ist – einfach: Jugendminister Reinhold Mitterlehner (VP) will endlich den gesplitteten Jugendschutz in ganz Österreich vereinheitlichen. Sämtliche Regeln zum Ausgehen, zum Alkoholtrinken und Rauchen für Jugendliche bis 18 Jahre sollen gleich werden, so der Ansatz des Ministers. Diesen will er den Ländern heute, Freitag, bei einer Enquete in Dornbirn in Vorarlberg schmackhaft machen. … (Quelle: Google Alkohol News, 7.4.11) diepresse.at, 7.4.11 unser Online-Kommentar: Wer schützt gewisse Politiker vor ihrer Abhängigkeit von Alkohol-Lobbies und vor ihrer eigenen Dummheit und Verantwortungslosigkeit? In der heutigen Zeit des Jugendalkoholismus sind nur Verschärfungen am Platz. Das liberale Lieblingskind, die Eigenverantwortung spielt ja nicht einmal bei den Erwachsenen.

Slowakei: Betrunkene Frau bringt betrunkenes Kind zur Welt – 7. April 2011
Geburt im Vollrausch: In einem slowakischen Krankenhaus hat eine Frau mit 2,4 Promille Alkohol im Blut ein Kind bekommen. Die Ärzte befürchten langfristige Schäden bei dem Jungen.
Die Frau sei bereits stark alkoholisiert ins Krankenhaus gekommen, teilte die Universitätsklinik Kosice am Mittwoch mit. Ein Test habe bei der werdenden Mutter 2,4 Promille Alkohol im Blut ergeben. Diesen Alkoholgehalt müsse zum Zeitpunkt der Messung auch das Baby in ihrem Bauch gehabt haben, sagten die Ärzte. (Quelle: Google Alkohol News, 04.07.11) spiegel.de, 04.06.11

Heute blau, morgen blau: Wann wird Alkohol gefährlich? – 5. April 2011
“Menschen bei Maischberger”, Das Erste, Heute 22:45 – 00:00 (75 Min.)
Zu Gast:
Gunter Gabriel (Sänger), Marlies Wank (war alkoholkrank), Tina Wolf (TV-Moderatorin, Vater Alkoholiker), Peter Richter (Autor, Über das Trinken ), Dr. Johannes Lindenmeyer (leitet Suchtklinik). (Quelle: ARD, 5.4.11) Kommentar: Da wird von wirklicher Prävention wieder kaum die Rede sein. Der Alkoholindustrie wird es gefallen. Denn so kann sich nichts ändern. Die Hälfte des Konsums geht auf Kosten der Alkoholkranken.

Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien – ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte – 1. April 2011
NACOA Deutschland erweitert sein Angebot an Informationsschriften um eine Broschüre für MedizinerInnen und MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens. Das 38-seitige Heft stellt Interviewtechniken und praktische Interventionswerkzeuge vor, die für den Umgang mit suchtbelasteten Familien und deren Kindern hilfreich sind. Auszüge aus dem Inhalt:
* Dimensionen des Problems * Kernkompetenzen * Klinischer Algorithmus * Patienten bei Verhaltensänderungen helfen (motivierende Gesprächsführung) * Exkurs: Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD)
Die Broschüre »Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien – ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen« ist die bearbeitete deutsche Übersetzung des US-amerikanischen Leifadens »Helping Children and Adolescents in Families Affected by Substance Abuse – a Guide for Health … Ermöglicht wurde die deutsche Ausgabe durch eine Förderung der BARMER GEK. …

FORSCHUNG

Zu Studien über den vermeintlichen Nutzen von Nahrung – 27. April 2011
Erdbeeren gegen Krebs und Nüsse als Cholesterinsenker: Es gibt unzählige Studien über den vermeintlichen Nutzen von Nahrung. Doch werden Lebensmittel als Heilmittel angepriesen, ist das meist Humbug. … Forscher aus dem Bordelais loben die gefässschmeichelnden Eigenschaften des Rotweins. Norwegische Internisten erkennen günstige Auswirkungen von Lachs auf den Fettstoffwechsel.
«Menschlich ist es verständlich, fachlich unbegreiflich, derartige Studien zu unterstützen», sagt Gerd Antes vom Deutschen Cochrane-Zentrum in Freiburg, das die Qualität wissenschaftlicher Untersuchungen bewertet. «Man kann ja niemanden dazu zwingen, zwei Monate lang nur Pizza oder gar keine Pizza zu essen.» Experimentell lässt sich die Fragestellung sowieso nicht untersuchen. Es bleiben daher nur die methodisch unzuverlässigen Beobachtungsstudien, in denen die Teilnehmer berichten, was sie getan und gelassen haben. Hinterher kann niemand mit Gewissheit sagen, ob sich ein paar Blutwerte wegen der Ernährungsumstellung verändert haben oder weil die Teilnehmer mehr schliefen und weniger Streit hatten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.4.11) Kommentar: Ein neuer Hinweis auf weitere mögliche Fehlerquellen bei den Studien über gesundheitspositive alkoholische Getränke.

Übergewichtige Teenagerinnen konsumieren vor Sex häufiger Drogen oder Alkohol – 27. April 2011
Weibliche Teenager mit Übergewicht konsumieren deutlich öfter als ihre normalgewichtigen Geschlechtsgenossen Alkohol und andere Drogen vor dem Geschlechtsverkehr. Dies ergab eine Studie des US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention, an der insgesamt 9.000 Studenten teilnahmen. Bei adipösen Jungen ließ sich kein ähnliches Phänomen feststellen. (Quelle: Google Alkohol News, 27.4.11) finanznachrichten.de, 26.4.11

Chirurgie: Warum Alkohol am Abend vorher tabu sein sollte – 20. April 2011
Ein Glas in Ehren kann niemand verwehren. Das mag im Allgemeinen zutreffen, doch Chirurgen sollten am Abend vor einem anstrengenden Arbeitstag im OP-Saal besser darauf verzichten, wie zwei „naturalistische“ Experimente aus Irland zeigen. Im ersten Experiment durften 16 Studenten an einem Trainingsgerät das minimal-invasive Operieren ausprobieren. Für alle war es das erste Mal.
Am Abend danach lud Anthony Gallagher vom National Surgical Training Centre in Dublin sie zum Dinner ein. …
In allen drei Endpunkten (Dauer, Fehlerzahl und sparsamer Einsatz der Diathermie) schnitten die Studenten, die am Vorabend Alkohol getrunken hatten, schlechter ab, berichtet Gallagher. … (Quelle: aerzteblatt.de, 19.4.11)

Riskante Alkohol-Energy-Drinks – 19. April 2011
Ein Mix aus Alkohol und Energy-Drink ist gefährlicher als Alkohol pur zu sich zu nehmen, so eine US-Studie. Fans der mit Alkohol versetzten Aufputsch-Getränke fühlen sich durch die Kombination noch angeregter und impulsiver als beim Konsum von Alkohol alleine, berichten Forscher von der Northern Kentucky University. (Quelle: Google Alkohol News, 19.4.11) menshealth.de, 18.4.11

D: Werbung verführt doch! – 16. April 2011
Durch Alkoholwerbung wird der Alkoholkonsum angeregt und gesteigert – insbesondere bei Jugendlichen. Das belegt eine Studie der DAK Krankenkasse. Jugendliche, die viel Alkoholwerbung sehen, konsumieren auch mehr Alkohol. Dies belegt eine Studie der IFT Nord, die im Auftrag der DAK Krankenkasse durchgeführt wurde, Dabei wurde das Verhalten von 2130 Schülern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren untersucht. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) fitforfun.de, 12.4.11 unser Online-Kommentar: Dass Werbung wirkt, ist schon seit Jahren nachgewiesen, der gesunde Menschenverstand müsste es auch schon lange wissen. Diejenigen, auf die es ankäme, wollen es nicht verstehen, die Regierungen und Parlamente. …

Gesundheitsfördernde Aspekte von Wein – 16. April 2011
Wein ist gesundheitsfördernd! Alkohol gilt im Allgemeinen als gesundheitsschädlich, doch maßvoller Weingenuss kann durchaus eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Bereits in der Antike wussten Griechen und Römer von der positiven Wirkung des Weins auf die Gesundheit – sie erkannten die beruhigende Wirkung auf das Gemüt und die anregende Wirkung auf den Verdauungstrakt sowie den Kreislauf. Nicht unterschätzt wurden bereits zur damaligen Zeit die Nebenwirkungen, die ein zu hoher Weinkonsum mit sich brachte. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) biotechgov.org unser Online-Kommentar: Auch Wein enthält bekanntermassen Alkohol. Nach der grossen EU-Krebsstudie vom 9.4.11 kann ehrlicherweise nicht mehr vom gesunden Wein gesprochen werden, denn bereits geringe Mengen können krebsfördernd sein. …

Alkohol stresst das Immunsystem – 15. April 2011
Stuttgart – Chronischer Alkoholkonsum setzt der Leber stark zu und kann zum Absterben von Leberzellen infolge von Entzündungen führen. Bindegewebe ersetzt dann die abgestorbenen Leberzellen. Wenn ein Großteil der Leber von Bindegewebe durchzogen ist, spricht man von Leberzirrhose. Bisher wurde das Entstehen einer Leberzirrhose vor allem auf eine direkte Schädigung der Leber durch Alkohol zurückgeführt. Eine Untersuchung unter Leitung des Internisten Christian Schäfer vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, die kürzlich auf einem Fachsymposium vorgestellt wurde, deutet jedoch darauf hin, dass es noch einen anderen Schädigungsweg gibt. … (Quelle: stuttgarter-zeitung.de, 14.4.11)

Russland muss Kampf gegen Alkohol aufnehmen – 13. April 2011
Russland kann die sinkende Lebenserwartung seiner Bevölkerung einer Studie zufolge nur durch einen Kampf gegen den Alkohol aufhalten. Alkohol sei der wichtigste Faktor für die “starke negative Entwicklung” bei der Demographie, sagte der Direktor des Berlin-Instituts, Reiner Klingholz, am Dienstag bei der Vorstellung einer Russland-Studie in der Bundeshauptstadt. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) stern.de, 12.4.11

D: Alkohol verursacht bei Männern 18 000 Krebsfälle jährlich – 13. April 2011 von htm
Krebs ist ein grausames Schicksal, doch ist die Krankheit wirklich nur Schicksal? Eine neue Studie zeigt, dass in Deutschland jährlich rund 18 000 Krebserkrankungen bei Männern durch Alkoholkonsum ausgelöst werden. Das ist in Europa ein trauriger Rekord. „Nach unseren Ergebnissen wären bereits sehr viele Krebsfälle vermeidbar, wenn die Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen berücksichtigt würden, das heißt, wenn man als Mann nicht mehr als zwei Gläser beziehungsweise als Frau nicht mehr als ein Glas eines alkoholischen Getränks pro Tag konsumiert“, sagt Madlen Schütze, Erstautorin der Studie und Epidemiologin am DIfE. „Noch mehr Krebserkrankungen ließen sich vermeiden, wenn jeder ganz auf Alkohol verzichten würde.“ (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) bild.de, 12.4.11 unser Online-Kommentar: An diesem Krebs-Bericht ist vor allem interessant, dass bei völligem Verzicht auf Alkohol viele Krebserkrankungen vermieden werden könnten. Bisher wollte uns ein Teil der Wissenschaft einreden, ein bis zwei Gläser pro Tag seien gesund. ….

Herzinfarkt: Die Gefahr lauert in Darm und Vitaminen – 9. April 2011
Die Ursache für die Atherosklerose wird heute entweder in den Genen oder in einer ungesunden Lebensweise vermutet. Nach den Experimenten von US-Forschern in Nature (2011; 472: 57-63) könnte es noch einen weiteren Faktor geben.
Die Gruppe um Stanley Hazen Cleveland Clinic vermutet, dass die Darmflora das Risiko beeinflusst. Seine Gruppe hat herausgefunden, dass einige Darmbakterien drei Stoffwechselprodukte freisetzen, die von der Darmwand resorbiert werden und in den Gefäßwänden die Entwicklung von atherosklerotischen Plaques fördern sollen. (Quelle: aerzteblatt.de, 7.4.11) Kommentar: Auch wenn die Beweisführung noch unvollkommen ist, zeigt dies doch einmal mehr, wie problematisch die Untersuchungen mit Alkohol als angeblich gesundheitlich positivem Faktor bei Herzerkrankungen sind.

CH: Interkantonale Studie zur Wirksamkeit der ambulanten Alkoholbehandlung – 5. April 2011
Jedes Jahr lassen sich in der Schweiz mehrere tausend Personen mit Alkoholproblemen erfolgreich bei einer ambulanten Suchthilfestelle beraten. Bisher fehlten aber wissenschaftlich fundierte Aussagen dazu. Aus diesem Grund führen Fachstellen der Kantone Aargau, Bern und Zürich erstmals eine interkantonale Katamnese-Studie durch, welche die Wirksamkeit der ambulanten Suchtbehandlung im Bereich Alkohol aufzeigen soll. Als externe Forschungsstelle führt das Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung Zürich (ISGF) die Evaluationen durch und sichert den Anspruch der Wissenschaftlichkeit. Medienmitteilung (pdf, 3S., 70Kb) der beteiligten Fachstellen. Weitere Infos zur Studie auf den Seiten der ISGF. (Quelle: Infoset Newsletter April 2011)

Handelsbestimmungen bei Verkauf und Ausschank alkoholischer Getränke in Europa – 5. April 2011
Eine von der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) beim Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung (SIR) in Auftrag gegebene Untersuchung (pdf, 33S., 725Kb) vergleicht die Alkoholgesetzgebung der vier grössten Nachbarstaaten der Schweiz, des Vereinigten Königreich (England und Wales), einer skandinavischen Rechtsordnung (Norwegen) und eines mittelgrossen neuen EU-Mitgliedstaates (Tschechien). Das Gutachten soll im Rahmen der Totalrevision des Schweizer Alkoholgesetzes dazu dienen, die Schweizerische Alkoholgesetzgebung im internationalen Umfeld einzuordnen, verschiedene Regelungsmöglichkeiten aufzuzeigen und allfällige Auswirkungen von Rahmenbedingungen in der Schweiz abzuschätzen. (Quelle: Infoset Newsletter April 2011) Mitteilung der EAV zur Studie.

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Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29             e-mail
Copyright © 2001-2011: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder. Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 29.04.11

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