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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Advent-Aufruf'

Aufruf, Tabelle zur Unterschriften-Sammlung

Dienstag 5. April 2011 von htm

Damit auch persönlich Unterschriften gesammelt werden können, steht hier eine Tabelle zur Verfügung, die kopiert werden kann: Unterschriftenbogen

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TOP NEWS: Aufruf zur schweizerischen Alkoholpolitik

Dienstag 5. April 2011 von htm

Wir laden alle Menschen in der Schweiz ein, diesen Aufruf zu unterstützen und zu unterschreiben. Die Politiker und Politikerinnen aller Stufen müssen merken, dass in der Bevölkerung ein grosses Bedürfnis und ein starker Wille vorhanden sind, die alkoholbedingten Schäden in unserem Land massiv zu reduzieren.

Wir Unterzeichnenden fordern, dass die evidenzbasierten Massnahmen zur Bekämpfung der Alkoholproblematik, die von der WHO vorgeschlagen werden, baldmöglichst in unsere Gesetze einfliessen und durchgesetzt werden. Die Gesundheit aller ist dabei als höheres Gut einzustufen als wirtschaftliche Gewinne einiger Weniger. Besonders unsere Jugend verdient ein Umfeld, das sie nicht zum Suchtmittelkonsum animiert und zum Exzess verführt. Trinkexzesse dürfen nicht bagatellisiert werden.

Wir wollen nicht länger die horrenden Folgekosten übermässigen Alkoholkonsums bezahlen und das durch Alkohol verursachte Leid auffangen, ohne dass die Politik und die Wirtschaft ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen. Wir denken dabei vor allem auch an die über 100’000 Kinder, die bei uns in alkoholbelasteten Familien aufwachsen.

Wir laden alle Menschen, Kirchen, Fachorganisationen, Behörden, Gemeinden, Kantone, Vereine, Schulen, politische Parteien Wirtschaftsverbände und Medien ein, sich diesem Aufruf anzuschliessen. Die Vision einer glücklicheren, gesünderen und unabhängigeren Schweiz könnte so Wirklichkeit werden.

Erstunterzeichner: Hermann T. Meyer, www.alkoholpolitik.ch; Markus Theunert, lic. phil, Generalsekretär Fachverband Sucht; Michel Graf, MPH, Direktor Sucht Info Schweiz; Walter Liechti, dipl. NPO-Manager VMI, Geschäftsführer, BK- der deutschen  Schweiz; Barbara Willimann, MAS ZFH in Social Management, Geschäftsführerin der Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme, Nicole Cornu, Co-Präsidentin SAJV (Schweizer Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände)

Per E-Mail mit Name, Vorname, PLZ Ort: advent.aufruf(at)bluewin.ch

Auf Facebook als Mitglied bei der Gruppe Advent-Aufruf zu Schweizer Alkoholpolitik

Per Briefpost an Hermann T. Meyer, Lindenstr. 32, 8307 Effretikon

Ich unterstütze und unterzeichne den Advent-Aufruf zur nationalen Umsetzung der WHO-Alkohol-Strategie vom 20.5.2010

Name, Vorname, evtl. Titel, Funktion, Adresse, E-Mail, Unterschrift

Datenschutz: Die persönlichen Daten und E-Mail-Adressen werden nicht weitergegeben. Anmeldungen auf Facebook sind öffentlich.

Anhang

- WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie (Bedürfnis, Entstehung, Inhalt)

- Text der Resolution (englisch) Resolution WHA61.4 – Strategies to reduce the harmful use of alcohol

- Zur WHO-Alkoholstrategie (englische Webseite der WHO, mit Geschichte der
Entstehung dieser Resolution
)

Auf der Webseite www.alkoholpolitik.ch werden in der Kategorie „Prävention“  – Aktionen – Advent-Aufruf Artikel gesammelt, die im Rahmen dieses Aufrufs anfallen und/oder als Motivationsverstärker dienen sollen. Auch über den Stand der Unterschriftensammlung wird  dort periodisch berichtet. (Sobald die Aktion anläuft.)

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Stand der Unterschriften-Aktion

Sonntag 26. Dezember 2010 von htm

am 26.12.2010: Total 61

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CH: Das Wahljahr aus Konsumentensicht

Dienstag 21. Dezember 2010 von htm

Auch bei den Konsumentenschutz-Organisationen stehen die eidgenössischen Wahlen 2011 ganz oben auf der Agenda. Die Konsumentenschützer wollen die Kandidatinnen und Kandidaten genau unter die Lupe nehmen und aufzeigen, wer sich für Konsumentenanliegen einsetzt und wer nicht. Ein Konsum-Label für Politiker soll Wahlhilfe bieten.
Seit rund einem Jahr ziehen die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sowie die französisch- und italienischsprachigen Schwesternorganisationen FRC und ACSI in der «Allianz der Konsumentenschutzorganisationen» an einem Strick – mit Erfolg, wie Vertreter der drei Organisationen am Montag an einer Medienkonferenz in Bern erklärten. (Quelle: NZZ, 20./21.12.10) Kommentar:
Eine Charta will u.a. auch die Gesundheit ansprechen. Ich hoffe, dass dabei auch an das in Entstehung begriffene neue Alkoholgesetz gedacht wird. Bekanntlich hat der Bundesrat im Entwurf die WHO-Resolution für eine globale Alkohol-Strategie praktisch ignoriert, obwohl er sie mitunterzeichnet hat. Wäre es nicht sinnvoll, die Umsetzung dieser Alkoholstrategie von den Politikern zu fordern, wie ich es mit meinem Aufruf anstrebe? Alkoholschäden stehen bei den gesundheitlichen Auswirkungen laut WHO an 3. Stelle. Eine neue Untersuchung aus England gemäss ist Alkohol die gefährlichste Droge, wenn man ihre Wirkung auf die Gesellschaft berücksichtigt. Entsprechend dürfte man von Politikern erwarten, dass sie diesen Fakten Rechnung tragen. Auch in der EU gehören Konsumentenschutz und Gesundheit zusammen. Ich hoffe, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden, auch wenn politische Rücksichten im Wege stehen sollten. Es genügt, wenn die Medien und die Behörden das Problem tabuisieren und damit der Bevölkerung keine Chance lassen, ihre Interessen zu vertreten.
Inzwischen wird der Aufruf von namhaften Fach-Institutionen unterstützt. Er soll übrigens bis zur Behandlung des Alkoholgesetzes im Parlament laufen.

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Polish Presidency Expert Conference ‘Alcohol Policy in Poland and around Europe’

Samstag 18. Dezember 2010 von htm

11/10/2011 9:00 am – 12/10/2011 5:00 pm http://www.parpa.pl
The State Agency for Prevention of Alcohol Related Problems is organising an expert conference which will continue on the themes touched upon at the Swedish Presidency Expert Conference. It will be an opportunity to discuss the future of the Alcohol Strategy among policy makers at European, national and municipality levels as well as scientist, public health experts and representatives of the civil society.
The main themes of the conference will include: – alcohol and cancer – alcohol and heart disease – alcohol and liver – alcohol and violence – economic aspect of alcohol related harm
Conference will focus on evidence based policy recommendations and recent research findings. (Source: Eurocare)

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WHO Resolution zur Alkohol-Strategie. Unterstützung von INGO’s

Samstag 18. Dezember 2010 von htm

Indem sie die Resolution annahm, appellierte die Generalversammlung an die Mitgliedsländer:
–          die Globale Alkohol-Strategie zur Verminderung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol zu übernehmen und umzusetzen, um die öffentliche Gesundheitspolitik in den Mitgliedsländern zu ergänzen und zu unterstützen;
–          den schädlichen Gebrauch von Alkohol zu vermindern und den politischen Willen und finanzielle Mittel für diesen Zweck zu mobilisieren;.
–          die Umsetzung der Resolution WHA61.4 über die Strategien, um den schädlichen Gebrauch von Alkohol zu reduzieren und WHA58.26 über Probleme der öffentlichen Gesundheit, die durch den schädlichen Gebrauch von Alkohol verursacht werden;

–          sicherzustellen, dass die Umsetzung der Globalen Alkohol-Strategie zur Verminderung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol die nationalen Anstrengungen unterstützt, Risikogruppen zu schützen, Jugendliche und jene, die vom schädlichen Alkoholkonsum anderer betroffen sind;-          sicherzustellen, dass die Umsetzung der Globalen Alkohol-Strategie zur Verminderung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol im nationalen Beobachtungssystem reflektiert und regelmässig dem Informationssystem der WHO zu Alkohol und Gesundheit berichtet wird;

Nicht-Regierungsorganisationen (NGO’s) in offizieller Beziehung mit der WHO wurde erlaubt, im Plenum der Generalversammlung, am Ende der Debatte, zu sprechen. Drei ergriffen dieses Privileg:

Der Weltkirchenrat, Aktion für Gesundheit (The World Council of Churches, Action for Health), der ein breites Spektrum von Glaubensgemeinschaften und Netzwerke ziviler Gesellschaften in über 150 Ländern vertritt, unterstützte die Strategie sehr und drängte die WHO, mit deren Umsetzung so rasch als möglich nach der Annahme zu beginnen und sicherzustellen, dass angemessene finanzielle Mittel zur Verfügung stehen würden, um deren Zweck auszuführen. Ganz im klaren darüber, was der Alkohol für Armut und Krankheit bewirkt, haben sie eine wichtige Zusammenarbeit mit der Global Alcohol Policy Alliance entwickelt und sich verpflichtet, mit verschiedenen Gruppen der zivilen Gesellschaft und mit Regierungen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass der öffentlichen Gesundheit die nötige Beachtung in dieser Angelegenheit geschenkt wird.

The World Medical Association (Intern. Aerzte-Vereinigung) sprach auch im Namen des International Council of Nurses (Intern. Rat des Krankenpflegepersonals), der International Pharmaceutical Federation (Apotheker), die World Confederation for Physical Therapy (Physiotherpeuten) und die World Dental Federation (Zahnarztpersonal), die zusammen die World Health Professional Alliance – WHPA – bilden.
Die Gesundheitsfachleute begrüssten die Strategie sehr, wünschten aber, dass folgende Punkte beachtet würden:
Obwohl die Strategie die Verantwortung des Gesundheits-Sektors bei der Bekämpfung von Alkoholproblemen anerkennt, glaubten sie, dass der Rolle von Gesundheits-Professionellen bei Prävention und Therapie von Alkoholproblemen mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Sie unterstrichen die entscheidende Rolle, welche sie auf den Gebieten der Aufklärung, Interessenvertretung und Forschung spielen, wie auch bei der Behandlung. Sie empfahlen eindringlich, dass die Rolle von  wirtschaftlichen Unternehmen – mit starken Eigeninteressen in Produktion und Verkauf von Alkohol und alkoholischen Produkten – bei der Umsetzung der Strategie klar beschränkt werde, so dass Pläne und Programme auf allen Stufen im Interesse der öffentlichen Gesundheit entwickelt werden, unabhängig von wirtschaftlichen Einflüssen. …

– Vertreter der Internationalen Föderation der Medizinstudenten Vereinigung (IFMSA) hielten fest, dass junge Menschen, auch die 1.2 Mio. Medizinstudenten-Mitglieder, durch den schädlichen Gebrauch von Alkohol betroffen sind. Sie glauben, dass eine effektive globale Strategie diese Belastung reduzieren könnte. Die Last alkoholbedingter Krankheiten liegt mehr bei den jungen als bei den älteren Leuten. Von allen mit einer alkoholbedingten Behinderung gelebten Jahren betrafen 34% Personen von 15 bis 29 Jahren, 31% solche von 30 bis 44 Jahren und 22% solche von 45 bis 59 Jahren. Er ist auch ein signifikanter Faktor, der zu Gewalt und ungeschützten Geschlechtsverkehr unter jungen Leuten beiträgt. Die Internationale Föderation der Medizinstudenten Vereinigung unterstützt vehement die Umsetzung von wirksamen Strategien, um den schädlichen Gebrauch von Alkohol zu vermindern.
Als junge Leute und als nächste Generation von Gesundheits-Professionals war die IFMSA vom manipulierenden Marketing der Alkoholindustrie betroffen. Sie sind der Meinung, dass die globale Strategie Wege zeigen sollte, wie die junge Generation vor solchem Marketing beschützt werden kann.
(Quelle: THE GLOBE 1- 2010)

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WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Montag 6. Dezember 2010 von htm

WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Auf ihrer sechsten Weltgesundheitstagung haben die 193 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 20. Mai 2010 die ungeduldig erwartete Globale Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol einmütig angenommen.

In der zweistündigen Debatte wurde der schädliche Alkoholkonsum als wesentliches Gesundheitsproblem von allen Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Delegierten betonten die weltweiten Aspekte dieses Problems und forderten die WHO zu einer höheren Priorisierung der alkoholbedingten Schäden auf und verlangten mehr Mittel zu ihrer Bewältigung und der Umsetzung der neuen globalen Strategie.

Unter den angesprochenen Problemen wurde die weltweite Zunahme des Rauschtrinkens bei Jugendlichen und der wachsende Einfluss der Alkoholwerbung und -vermarktung als besorgniserregend festgestellt. Die Delegierten begrüssten die verschiedenartigen evidenzbasierten Maßnahmen und ihr Potenzial zur Begegnung der Alkoholprobleme, die in die globale Strategie aufgenommen wurden.

Die Resolution wurde mit einer durch Thailand eingebrachten Änderung zur angemessenen finanziellen und materiellen Ausstattung zur Umsetzung der Strategie in Südostasien verabschiedet.

Die WHO schätzt, dass 2004 2,5 Mio. Menschen an alkoholbedingten Ursachen starben (hauptsächlich Herz- und Lebererkrankungen, Verkehrsunfälle, Suizide und verschiedene Krebsarten), die 3,8% aller Todesfälle und 4,6% der weltweiten Erkrankungen ausmachten.

Der schädliche Alkoholkonsum hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und ist eine der Hauptursachen für weltweite schlechte Gesundheit, sagt das Strategiepapier.

Die Resolution fordert die Mitgliedsstaaten der WHO zu politischen Maßnahmen zur Senkung des schädlichen Alkoholkonsums auf. Sie betont die Wirksamkeit alkoholpolitischer Massnahmen zur Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Werbung.

Die Empfehlungen der Strategie sind nicht bindend, sie dienen lediglich als Richtlinien für die WHO-Mitgliedsländer.

Kommentare:

www.alkoholpolitik.ch: Nun hat die NZZ wenigstens im letzten Abschnitt auf die Alkohol-Strategie kurz hingewiesen. Unter dem Untertitel “Empfehlung gegen Fast Food”(?). Die Alkohollobby muss einen gewaltigen Druck auf die Medien ausüben, dass diese sich kaum getrauen, das Thema aufzugreifen. (22.5.10)

Dies ist ein Meilenstein im globalen Bestreben für eine lebenswertere Welt. Herzliche Gratulation und grossen Dank für all die Wissenschafter und Public Health Fachleute, die mit unendlicher Geduld und unermüdlichem Einsatz dieses Ergebnis ermöglicht haben. Hoffen wir nun, dass diese Empfehlungen in den Ländern aufgenommen und umgesetzt werden, damit möglichst bald weltweit die Lebensqualität steigen kann. (21.5.10)

Mariann Skar, Generalsekretärin von Eurocare stellte dazu fest: “Wir begrüßen die Globale Alkoholstrategie der Weltgesundheitsversammlung. Dies ist ein Startschuss zur Begegnung der weltweiten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Wohlbefindens durch den schädlichen Alkoholkonsum,” und sie ergänzte “Europa hat eine starke Position und Verantwortung durch seine Spitzenstellung im Alkoholkonsum und als wichtiger Exporteur alkoholischer Getränke.” Sie bedauerte, dass “wir unsere Trinksitten und Normen in Länder exportieren, denen es an Kompetenz und Leistungsfähigkeit mangelt, den daraus resultierenden Schäden entgegenwirken zu können.”

Die Global Alcohol Policy Alliance (GAPA) begrüßte die Resolution ebenfalls. Ihr Vorsitzender Derek Rutherford sagte: “Konzertierte Aktionen zur Senkung der globalen Alkoholprobleme sind lange überfällig. Die heutige Entscheidung der Weltgesundheitsversammlung ist ein wichtiger erster Schritt. Die Strategie widmet den transnationalen Aspekten der Alkoholfrage breiten Raum. GAPA schätzt das weite Spektrum unterstützender Statements von WHO-Mitgliedsstaaten aus Industrie- wie Entwicklungsländern in der Diskussion.”

Zur WHO-Alkoholstrategie :: Resolution WHA61.4 – Strategies to reduce the harmful use of alcohol

EUROCARE (The European Alcohol Policy Alliance) ist ein Zusammenschluss von rund 50 Gesundheitsverbänden aus 22 europäischen Ländern zur Prävention und Senkung alkoholbedingter Schäden. Die Mitgliedsorganisationen sind an Politik und Forschung beteiligt, wie auch an der Verbreitung von Informationen und Ausbildung zu Alkoholfragen sowie der Hilfe für Menschen mit alkoholbedingten Problemen.

Quelle: EUROCARE

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Online-Kommentar zur Studie “Alkohol, die gefährlichste Droge”

Dienstag 2. November 2010 von htm

Alkohol, das sozial-medizinische Problem Nr. 1
Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als 1. sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Sie stehen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie, keine Massnahmen zuzulassen, die den Konsum und damit die Schäden reduzieren könnten. Diese Art Korruption kostet täglich Leben und schädigt die ganze Bevölkerung, die von der WHO als Passivtrinker bezeichnet wurde, weil sie unabhängig von ihrem Konsum ein Leben lang ungefragt die immensen alkoholbedingten Sozialkosten bezahlt und unter der verminderten Lebensqualität leidet. Die Bevölkerung kann sich nicht wehren, weil ihr die nötigen Informationen vorenthalten werden.
PS für die Schweiz: Diese Untersuchung passt sehr schön zur Anklage von Bundesrätin Calmy-Rey, die Bundesräte der Mitteparteien stünden unter dem Einfluss der Economiesuisse. Diesem Einfluss ist es zu “verdanken”, dass ein völlig ungenügender Entwurf eines neuen Alkoholgesetzes in die Vernehmlassung geschickt wurde. Wie wäre das doch wunderbar, wenn nun der Bundesrat bei der Auswertung der Vernehmlassungsantworten jene der Fachleute und der Wissenschaft höher gewichten würde als diejenigen der Alkoholindustrie und der Wirtschaftsverbände. Sie müssten ja nur die globale Alkohol-Strategie der WHO, die sie im Mai mitunterzeichnet haben, in das neue Gesetz einfliessen lassen und die Parlamentarier überzeugen, dass dies der richtige Weg wäre, um ein Jahrhundertproblem zum Wohle der ganzen Bevölkerung wirksam zu entschärfen.

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TOP NEWS: Alkohol ist gefährlicher als Heroin und Crack

Dienstag 2. November 2010 von htm

Alkohol schadet nicht nur dem Körper des Konsumenten, sondern vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Sie rät trotzdem, Alkohol nicht zu verbieten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10) unser Online-Kommentar: Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Auch unser Bundesrat mit seinem völlig ungenügenden Entwurf für ein neues Alkoholgesetz. Diese Korruption kostet täglich Leben. (siehe auch im englischen Teil.) (siehe noch ausführlicher: spiegel.de, 1.11.10) siehe Lancet-Artikel bei wissenschaft-online.de, 5.11.10

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Zitat: Die Versicherten als Spielball der Lobbyisten

Samstag 9. Oktober 2010 von htm

Aus dem Interview mit dem CEO der Comparis.ch AG, Richard Eisler: “Frage: Wann bereitet Ihnen Ihre Berufstätigkeit Bauchschmerzen?”
R. Eisler: “Wir vertreten die Interessen der Versicherten, doch die haben in der Politik keine Lobby. Das stört mich, weil die Versicherten so zum wehrlosen Spielball von Lobbyisten werden.” (Quelle: NZZ, 9.10.10, nicht online)
Kommentar: Die WHO hat uns im Vorfeld ihrer Resolution im Mai zur globalen Alkohol-Strategie als Passivtrinker bezeichnet. Wir zahlen ungefragt ein Leben lang die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten in den Versicherungs- und Krankenkassenprämien und Steuern. Die Alkohollobby verhindert eine Verbesserung der Lage. Es freut uns, dass die Comparis.ch AG den Durchblick hat. Vielleicht kommen gelegentlich auch noch andere darauf.

Kategorie: Advent-Aufruf, Alkoholindustrie, Allgemein, Medien, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft, Zitate | Keine Kommentare »

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