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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Passivtrinker'

Leserbrief zu „Städte wollen Alkoholverkauf einschränken“ im Tages-Anzeiger

Freitag 1. März 2013 von htm

19.02.2013

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

 

Leserbrief zu „Städte wollen Alkoholverkauf einschränken“ u.a. am 19.2.13

Nun ist für den Städteverband die Schmerzgrenze in Bezug auf die Auswirkungen des Nachtlebens erreicht. Er hat einige Massnahmen für Verbesserungen vorgeschlagen. Auch Exponenten der Städte Bern und Zürich haben noch eigene Vorschläge gebracht. Nachdem während Jahrzehnten der Alkoholkonsum nicht genug liberalisiert werden konnte, entsteht jetzt der Eindruck, dass man die Geister, die man wider besseres Wissen rief, nun nicht mehr loswird.

Interessant ist, dass vor allem die Auswirkungen an Ort als Grund für das Umdenken angegeben werden: Lärm, Littering, Gewalt. Dabei sind diese Schäden im Vergleich zur Wirkung des Alkohols auf die Tausende von vor allem jungen Menschen, die sich jedes Wochenende alkoholisieren, vernachlässigbar.  Da kann die WHO noch so vor den gesundheitlichen Folgen warnen, die Informationen erreichen die Bevölkerung nicht. Man wird sich dann in einigen Jahren wundern, warum die ca 60 alkoholbedingten Krankheiten und andern Schädigungen nicht abnehmen, wo doch der Gesamtkonsum zurückgegangen ist. Genauso wie der Bundesrat in seiner Botschaft zum neuen Alkoholgesetz findet, es seien keine Massnahmen nötig, um den Gesamtkonsum merklich zu senken, da dieser ja in den letzten 20 Jahren etwa 1% pro Jahr abgenommen habe. Dass sich in dieser Zeit z.B. die alkoholbedingte Gewalt verdoppelt hat, kümmert ihn offenbar nicht.

Die nun angedeuteten Massnahmen könnten leichte Verbesserungen bringen. Wenn sie einmal durchgeboxt sind. Denn ohne Widerstand der interessierten Kreise wird es ja nicht gehen. Die endlose Geschichte der Hooliganbekämpfung im Sport lässt nicht gross hoffen. Auch dass der Sprecher der Zürcher Stadtpolizei sagen kann, das Rad der Zeit könne man nicht zurückdrehen, zeigt, dass man aus Fehlern der Vergangenheit nicht lernen will. Dazu kommt, dass Gewerbeverband und economiesuisse wie bisher am Volk vorbeipolitisieren und nur ihre eigenen Interessen im Auge haben werden.

Der Kommentar von Peter Aeschlimann ist schon gut gemeint aber genauso wenig konkret realisierbar, wie vieles, das von anderer Seite verlautbart wurde. Auch gibt es schon einige Gemeinden, die Infrastrukturen für die Jugend zur Verfügung stellen, doch der Magnet Grossstadt zieht stärker an. Und nicht zu vergessen: Alkohol ist ein Suchtmittel, das auch die Erwachsenenwelt im Griff hat. Sonst hätten wir schon lange andere gesellschaftliche Zustände.  Also zahlen wir alle weiterhin ungefragt auch die nun noch zusätzlichen Kosten. Die Gewinne bleiben wie bisher bei der Alkoholindustrie und ihren Komplizen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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Leserbrief: “Schluss mit öffentlichen Saufgelagen”

Dienstag 27. November 2012 von htm

15.11.2012

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Leserbrief zu „Schluss mit öffentlichen Saufgelagen“ vom 15.11.12

Dübendorf verbietet den unter 16-Jährigen in seiner neuen Polizeiverordnung den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Die Stadt Zürich hat diese Möglichkeit nicht ergriffen. SBB und ZVV sind auch nicht dafür. Der Dübendorfer Leiter der Kinder- und Jugendarbeit ist skeptisch, Prävention über den Preis wäre besser, meint er. Im Bezirk Uster soll dagegen diese Regel flächendeckend eingeführt werden.

In der Viersäulen-Theorie der schweizerischen Drogenpolitik stellt die Repression eine der Säulen dar, sozusagen die letzte Chance, grösseren Schaden zu begrenzen, wenn die eigentliche Prävention nichts gefruchtet hat. Natürlich stellt sich dabei die Frage der Verhältnismässigkeit. In Zürich wäre,  nach Aussage des Sprechers der Stadtpolizei, die Durchsetzung mangels genügender Polizeikräfte nicht denkbar.

Logischerweise müsste also die richtige Prävention früher ansetzen. Leider ist die Schweiz auf diesem Gebiet Entwicklungsland, man könnte auch sagen, eine „Bananenrepublik“. Partikularinteressen statt das Wohl der Bevölkerung bestimmen die Alkoholpolitik in Parlament und Regierung. Die Wirtschaft dominiert, wie auch in anderen Belangen, die Politik. Dazu kommt Angst und/oder komplizenhaftes Fühlen vor oder mit der Alkoholindustrie und der Werbebranche, mit denen viele verbandelt sind, sei es auch nur, weil fast alle Konsumenten dieser hochgejubelten Droge sind. Selbstverständlich werden auch internationale Entwicklungen auf diesem Gebiet, Forschung, Erfahrungen, internationale Gremien, nicht zur Kenntnis genommen. Unsere Souveränität verbietet es uns, auf diesem Gebiet, von andern zu lernen.

So kommt es, dass unsere Gesellschaft, seit Jahrzehnten von der Werbung und den Medien weichgeklopft, die Realität des Alkoholproblems nicht mehr sehen kann und sie verdrängt. Letztlich wird noch gegen Jugendliche vorgegangen, obwohl die Wirtschaft vor Verboten in ganzseitigen Inseraten warnt. Aber es ist immer noch einfacher, die Jugendlichen zu disziplinieren, als seine eigene unethische und letztlich unmenschliche Haltung zu überdenken und zu revidieren. Wir alle tragen die Folgen. Wir sind Passivtrinker, merken es aber nur, wenn wir persönlich betroffen werden. Man kann sich übrigens fragen, ob der Rückgang der Solidarität in der Gesellschaft nicht parallel, in Wechselwirkung, mit dem Rückgang des religiösen Engagements verläuft. Aber das wäre eine andere Diskussion, die nicht vom brennenden Alkoholproblem ablenken sollte.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

(nicht veröffentlicht)

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Leserbrief zum Tod von Whitney Houston

Montag 20. Februar 2012 von htm

15.2.2012

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Whitney Houston starb vermutlich an einem Medikamenten-Cocktail“ und „Highway zu Hölle“ am 14.2.12

Und wieder ist ein Mensch, eine wunderbare Künstlerin, in ihrem stressigen Lebenskampf dem Alkohol und den andern Drogen erlegen. Trauer und Ohnmacht erfüllt einen, wenn man z.B. noch den Film „Bodyguard“ gesehen hat, den SF 2 in Abänderung des Programms am Sonntagabend gesendet hat.

In seinem Artikel „Highway zur Hölle“ fragt Jean-Martin Büttner, „warum sind es nicht viel mehr?“
Natürlich sind es viel mehr, als wir aus den Medien erfahren. All die Tausende Unglücklichen, die mit ihrem Leben nicht fertig werden und im Alkohol und in andern Drogen ihre Tröster sehen. Oft dabei ihre Familien mit ins Unglück stürzen. Andererseits ihnen durch ihren vorzeitigen Tod einen unbelasteteren Neustart ermöglichen.

Sie sind Teil des Preises, den unsere Gesellschaft bereit ist zu zahlen, damit die Alkoholindustrie und die Werbebranche weitgehend unbehelligt ihre Mär vom Genuss ohne Reue verbreiten kann und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Genuss auch gedankenlos sucht und pflegt. Und nicht merkt, dass sie dafür eine Mitverantwortung an viel Leid und riesigen Sozialkosten trägt. Whitney Houston hat mit ihrem Leben dafür bezahlt.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
(ungekürzt am 20.2.12 veröffentlicht)

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Amy Winehouse: Todesursache 4,16 Promille Alkohol

Samstag 29. Oktober 2011 von htm

Die britische Sängerin Amy Winehouse ist an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums gestorben. Eine Untersuchung der Gerichtsmedizin ergab, dass Amy Winehouse nach längerer Alkohol-Abstinenz auf einmal wieder heftig getrunken hatte, was zu ihrem „plötzlichen und unerwarteten Tod“ führte. … (Quelle: Google Alkohol News, 26.10.11) focus.de, 26.10.11

Unser Online-Kommentar: Sie, die in ihren guten Zeiten kulturelle Auszeichnungen erwarb, unterlag dem von Wirtschaft, Politik und vielen Medien hochgejubelten angeblichen Kulturgut Alkohol. Tod durch Atemlähmung, sprich akute Alkoholvergiftung. Nun hat das Rätseln ein Ende, und man kann wieder zur Tagesordnung übergehen. So sinnlos wie ihr Tod ist auch der Umgang der verantwortlichen Politiker mit dem Alkoholproblem. Sie werden weiterhin den Kopf in den Sand stecken und ab und zu eine Alibiaktion starten. Das Volk zahlt ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten und nimmt die verminderte Lebensqualität als Passivtrinker in Kauf.

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Leserbrief zu “Säufer stören genauso”

Donnerstag 18. August 2011 von htm

18.8.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Säufer stören genauso“ vom 17.8.11

Passivsaufen sei im Gegensatz zu Passivrauchen ein Ding der Unmöglichkeit, meint Erwin Haas. Immerhin wurde im Mai 2010, im Vorfeld der historischen Resolution der Weltgesundheitsorganisation der Uno über eine globale Alkoholstrategie, von einer der führenden Fachfrauen der Begriff des Passivtrinkens lanciert.

Alkohol wird in den Industrienationen als die gefährlichste Droge bezeichnet, wenn man ihre Wirkung auf die Umwelt miteinbezieht. D.h. wir alle sind Passivtrinker, unabhängig von der Menge des Konsums. Wir leiden, wie E. Haas an ein, zwei Beispielen zeigt, an diesen Nebenwirkungen. Nur sind sie viel gravierender, als er andeutet. Am meisten quält mich der Gedanke, dass über 100’000 Kinder und Jugendliche in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen. Kein Politiker hat sich bisher darum gekümmert. Aber auch nicht zu vergessen sind die alkoholbedingten Todesfälle durch Unfall und Krankheiten, das Siechtum durch Invalidität, die vielen Scheidungen, ungewollten Kinder, die Fälle öffentlicher und sexueller Gewalt. Dazu kommt die alkoholbedingte Armut, die in der offiziellen Armutsdiskussion weiterhin tabuisiert wird.

In einer Zeit, in der die Sozialwerke unter Druck sind, die Gesundheitskosten laufend steigen, sollte auch die Kosten-Nutzen-Relevanz der Prävention nicht vergessen werden. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt Tausende von Franken an die alkoholbedingten Sozialkosten. Und sobald die Rede ist, eine Lenkungsabgabe auf Alkohol könnte das Problem verkleinern, ist wegen ein paar Franken die Hölle los. Dabei würden alle profitieren.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht; dafür mehrere Leserbriefe dazu, nur Tabak betreffend.)

Kategorie: Allgemein, Leserbriefe, Passivtrinker, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

Säufer stören genau so (wie Raucher)

Mittwoch 17. August 2011 von htm

Rauchen - auf dem Weg zum Totalverbot im öffentlichen Raum.
In einem Meinungsartikel vergleicht Erwin Haas die Bemühungen, das Rauchen aus dem öffentlichen Raum wegzubringen mit den kaum vorhandenen Massnahmen gegen das genauso schädliche Alkoholtrinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.11) Kommentar: Wegen der schädlichen Einflüsse auf die Umwelt wird Alkohol in der industrialisierten Welt als die gefährlichste Droge eingestuft. Die Umwelt, das sind wir alle. (Siehe auch den nicht veröffentlichten Leserbrief.)

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CH: Szenen einer disziplinierten Gesellschaft

Montag 4. Juli 2011 von htm

Alkoholverbote, Bussen für Littering, Wegweisungen – Schweizer Städte domestizieren ihren öffentlichen Raum
In den Städten geniessen wir die Vorzüge der 24-Stunden-Gesellschaft, doch sobald uns Lärm und Littering stören, rufen wir nach dem Staat. Dieser antwortet mit Verboten und Bussen – und schiesst oft übers Ziel hinaus. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 4.7.11) unser Online-Kommentar: Wenn der Kragen platzt.
Immer mehr Gemeinden, Verkehrsbetriebe, Stadien erwägen Massnahmen gegen überbordende Folgen des Alkoholkonsums. Sie ziehen die Notbremse und betreiben Symptombekämpfung. Das gefällt natürlich nicht allen, am wenigsten der Alkoholbranche, die ja am meisten von den krankhaft und risikoreich Konsumierenden verdienen, die etwa 50% des Konsums bestreiten.
Viel besser wäre für alle eine sinnvolle Alkoholpolitik. Damit eine solche aber verwirklicht werden könnte, bräuchte es ein korrekt informiertes Stimmvolk, das seine Interessen wahrnehmen könnte. Das hinwiederum ist gar nicht im Interesse der Alkoholindustrie und ihrer Verbündeten, also wird diese Information verhindert: Von den Medien und der Politik. Die Bevölkerung, die Passivtrinker, wie die WHO sagt, sind die Betrogenen. Sie bezahlt ein Leben lang ungefragt die Sozialkosten und leidet unter den Schäden.

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Leserbrief zu Testkäufen im Zürcher Kantonsrat, 1. Lesung

Freitag 15. April 2011 von htm

12.4.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Au „Zürich legalisiert Alkohol-Testkäufe durch Minderjährige – vorläufig“, am 12.4.11

Testkäufe sind praktisch die einzige Möglichkeit, das Jugendschutzgesetz durchzusetzen. Sie nützen aber nur maximal, wenn Strafen möglich sind. Dass nur die oft gestressten VerkäuferInnen bestraft werden, ist allerdings stossend. Den Profit machen ja die skrupellosen Inhaber. Ob die Grünen dann zustimmen, wenn in dieser Richtung verbessert wird? Oder die FDP wieder abwinkt, die erstaunlicherweise einmal positiv überrascht?

Es ist natürlich zu hoffen, dass der Bund ebenfalls die im Entwurf des Alkoholgesetzes angekündigte Gesetzesregelung bringt. Leider ist das noch gar nicht sicher, obwohl dies der einzige wirklich positive Mehrwert wäre. Bis jetzt wehrt der Bundesrat sich immer noch stur gegen wirksame Massnahmen, die das Alkoholproblem entschärfen würden. Und die Medien unterstützten ihn bisher dabei, indem sie ihre Macht der Nicht-Information ausübten. Dass der Tages-Anzeiger sogar einen intelligenten Kommentar auf Seite 2 brachte, lässt wieder einmal hoffen.

Dass die Grünen in der Alkoholfrage mit der SVP zusammengehen, erstaunt mich immer wieder. Wie kann man sich für eine naturnahe, gesunde Umwelt einsetzen und dabei die Gesundheit des Menschen ausser acht lasssen, der doch im Zentrum unserer Umwelt steht? Ihr Argument, die Jugendlichen würden zu Gesetzesbrechern und missbraucht, ist nicht stichhaltig. Diese jungen Menschen gehören zum Umfeld des Blauen Kreuzes, sind geschult und durch die Vertrautheit mit dem Problem motiviert. Eine wertvolle Lektion in praktischer Staatsbürgerkunde, die kaum dazu führt, dass die Gegner der Vorlage aus ihren Reihen, sind sie einmal stimmberechtigt, zusätzliche Wählerstimmen erhalten werden. Ob dies auch ein Grund für die Gegnerschaft ist?

Warum wehrt sich der Wirte-Vertreter gegen ein solches Gesetz, wenn doch nur die Läden, d.h. seine Konkurrenz, betroffen sind? Weil die SVP-Ideologie sein Denken überflüssig macht, oder ihn seine Lieferanten unter Druck setzen? Also auch er, wie wir alle Passivtrinker, ein Unfreier trotz mehr Freiheit und weniger Staat?
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(ungekürzt, mit kleinen redaktionellen Änderungen, veröffentlicht, am 15.4.11)

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CH: Ferrari-Raser hatte Fahrdienst für Betrunkene gegründet

Dienstag 5. April 2011 von htm

Drei Personen sassen im Auto, das am Samstagmorgen in eine Wand in Kilchberg stiess: Zwei junge Frauen und der 27-jährige Fahrer. Die 23-Jährige starb auf der Unfallstelle, die 21-Jährige überlebte schwer verletzt. Der Fahrer war laut Polizei stark alkoholisiert. In welcher Beziehung die Insassen stehen, sei noch unklar. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4./5.4.11) Kommentar: Wieder ein junges Leben fahrlässig ausgelöscht. Wen kümmert eine solche, fast täglich erscheinende Meldung, ausser die direkt Betroffenen? Fast alle andern, obwohl als Passivtrinker mitbetroffen, gehen bald zur Tagesordnung über: Man kann ja doch nichts machen! Doch, könnte man, wenn man seine Bequemlichkeit und geistige Trägheit überwinden würde. Ach was, sollen doch die andern! Die Volksvertreter? Die sind mehrheitlich mit der Alkohollobby geistig und /oder materiell verlinkt, d.h. von ihr vereinnahmt. Die Kirchen mit ihrer Nächstenliebe und so? Nein, die haben Angst, Mitglieder zu verlieren oder sind wie die Volksvertreter… Wer denn sonst? Du!

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Zitat: Vergesst die Eigenverantwortung!

Dienstag 22. März 2011 von htm

Artikel im Tages-Anzeiger vom 21.3.11 von Liliane Minor über Energiesparen nach der Atomkatastrophe in Japan. “Man hat keine Wahl. … Selbst wenn wir wirklich eine Wahl hätten, wäre die Eigenverantwortung in der Energiepolitik das falsche Konzept. Denn mit der Wahlfreiheit räumt man Menschen notwendigerweise auch das Recht ein, sich eben nicht vernünftig zu verhalten. Wenn sie sich damit bloss selbst schaden, ist das nicht weiter schlimm. Beim Energieverbrauch aber schaden die Unverantwortlichen auch allen anderen. Und das darf nicht einfach hingenommen werden, dafür ist die Lage zu ernst.” Kommentar: Das trifft doch haargenau auf die Eigenverantwortung beim Alkoholproblem zu. Wann wird das in der Presse auch einmal derart gross thematisiert? (Natürlich gab es viele negative Kommentare dazu.)

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