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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Leserbriefe'

Leserbrief zur bundesrätlichen Botschaft zum totalrevidierten Alkoholgesetz

Samstag 4. Februar 2012 von htm

28.1.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

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Leserbrief zu „Ab 22 Uhr gibts im Laden keinen Alkohol mehr“ vom 28.1.2012

Dass das vorgeschlagene sinnvolle “Nachtregime” durchkommt, ist noch lange nicht sicher, ist doch der Alkoholverkauf ein Hauptargument in der aktuellen Diskussion um liberalisierte Ladenöffnungszeiten, obwohl davon nie die Rede ist. Und die bürgerliche Ratsmehrheit hat bisher noch die meisten alkoholpräventiven Massnahmen verhindert.

Indem der Bundesrat auf die beste Möglichkeit zur Reduzierung des Konsums und damit der Schäden verzichtet, eine generelle Lenkungsabgabe, wird alles mehr oder weniger bleiben wie bisher. Bei der Schnapswerbung kommt er der Alkoholindustrie sogar noch entgegen. Sehr stossend ist, dass das Sportsponsoring unangefochten bleibt. Vom Internethandel hat er offenbar noch nie gehört. In der EU wird immerhin darüber gestritten.

Die vorgesehenen Massnahmen im Bereich Jugendschutz sind sicher positiv (Sirupartikel, Test-Käufe, “Nachtregime”), ihre Wirksamkeit hängt aber, sofern sie überhaupt angenommen werden, weitgehend von deren Durchsetzung ab, d.h. die Kantone und Gemeinden müssten sich mehr einsetzen.
Die Neuorganisation der Eidg. Alkoholverwaltung führt dazu, dass der Bereich Prävention nachhaltig geschwächt und einmal mehr wichtiges, während Jahren erworbenes Knowhow und persönliches Engagement verloren gehen.

Die ungenügende Vorlage begründet der Bundesrat mit einem Rückgang des Pro-Kopf-Konsums in den letzten Jahrzehnten. Er verdrängt aber die in dieser Zeit neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die beträchtlichen gesundheitlichen Risiken u.a. bei der Entstehung von Krebs, die unsere Gesundheit wie das Gesundheitswesen massiv belasten. Sogar die Generalversammlung der WHO sah sich deshalb gezwungen, 2010 eine Resolution zu verabschieden: Für eine globale Alkoholstrategie. Die Schweiz unterzeichnete die Resolution wie alle andern 192 Mitgliedstaaten…. und statt darüber zu informieren oder sie umzusetzen, liess die Regierung diese in den Schubladen verschwinden.

Obwohl dieser Gesetzesentwurf dem Alkoholgewerbe und der Werbebranche sehr entgegenkommt, ist mit einem harten Kampf um jede konsumvermindernde Position zu rechnen. Gerade die Kreise, welche sich immer das grosse patriotische Mäntelchen umhängen, zeigen, wenn es um den Jugendschutz, die Zukunft unserer neuen Generationen geht, ihr wahres Gesicht.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(gekürzt veröffentlicht am 3.2.12)

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Leserbrief: Alkohol an Silvester – beschönigende Zahl

Mittwoch 25. Januar 2012 von htm

29.12.2011

Redaktion TELE
Postfach
8021 Zürich

Leserbrief zu „Volle Pulle“, TELE Nr. 01/2012

Sie schreiben: „Man nimmt an, dass 85% der Einwohner über 15 Jahren meistens moderat Alkohol trinken“. Die Sucht Info Schweiz gibt an, 17% der Erwachsenen seien abstinent und 12,5% würden die Hälfte der Alkoholika konsumieren, d.h. in krankmachender Weise. Die risikohaft Trinkenden sind da noch nicht erfasst. Wo nehmen Sie nur diese 85% meist moderaten Konsumenten her? Es wäre zu schön. Übrigens: Die Nicht-Konsumierenden dürften nicht mitgezählt werden.

Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer

(Bis 25.1.12 nicht veröffentlicht)

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Leserbrief: Volksinitiative gegen Alkoholwerbung im Sport?

Donnerstag 29. Dezember 2011 von htm

28.12.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Leserbrief zu „In Zürcher Stadien soll Bierwerbung verboten werden“, am 28.12.11

Eine Studie von anfangs dieses Monats aus Neuseeland zeigt einmal mehr, dass die Jugendlichen auf Alkoholwerbung ansprechen und nicht nur zur Konsumation animiert werden sondern auch zu speziell schädlichem Trinkverhalten, wie z.B. dem Rauschtrinken.

Trotz eindeutiger Beweislage haben sich unsere Politiker bis heute mehrheitlich standhaft geweigert, die Konsequenzen zu ziehen, sie haben sogar mehr Alkoholwerbung als bisher zugelassen. (Radio- und Fernsehgesetz)

Der Bundesrat hat sich auch geweigert, Subventionen davon abhängig zu machen, dass Sportverbände kein Geld von der Alkoholindustrie nehmen. Vielleicht befürchteten sie, deren Parteisponsoring könnte dann auch abnehmen. Immerhin konnten die Räte vorbeugend verhindern, dass die Parteienfinanzierung offen gelegt werden muss. Diese Prävention gefiel ihnen.

Es wäre verdienstvoll, wenn das Blaue Kreuz im Kanton Zürich hier aufklärend wirken könnte. Nur muss es sich bewusst sein, dass es Hohn und Spott regnen wird und die Alkoholindustrie wider besseres Wissen ihre alten Sprüche klopfen und mit Hilfe der meisten Medien das Volk für dumm verkaufen wird. – Aber wir sollen doch gar nicht so alt werden, das kommt viel zu teuer! Auch eine „Gesundheitspolitik“.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(am 29.12.11 leicht gekürzt veröffentlicht)
Hier die erwähnte Studie aus Neuseeland: NZ: Study: Brand alliance leads to increase of consumption amongst youths

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Leserbrief. Einige Parlamentarier schätzen ihre ausserparlamentarische Fachkommission nicht

Donnerstag 22. Dezember 2011 von htm

20.12.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Leserbrief zu „Kommission des Bundes lobbyiert für Volksinitiative“ vom 20.12.11

Die Eidgenössische Kommission für Tabakprävention forderte das Parlament auf, die Volksinitiative der Lungenliga für ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen anzunehmen, damit in der Schweiz eine einheitliche Regelung möglich werde. Nun empören sich einige bürgerliche Politiker, die Kommission überschreite ihre Kompetenzen und in der Kommission würden Leute sitzen, die im Initiativkomitee und in Fachverbänden wirkten.

Diese ausserparlamentarischen Eidgenössischen Fachkommissionen haben den Auftrag, Bundesrat und Parlament in ihrem Spezialgebiet zu beraten. Der Bundesrat ist ihrem Antrag nicht gefolgt, jetzt hat sie das Parlament informiert. Was soll daran schon falsch sein? Dass einige Parlamentarier jetzt protestieren, ist nicht verwunderlich. Sie sind es seit jeher nicht gewohnt, Informationen von Fachleuten unvoreingenommen zu prüfen. Viel wichtiger sind ihnen ihre Lobbyisten von Seiten der Suchtmittelindustrie.

Fast alle der 15 Kommissionsmitglieder sind von der Bundesverwaltung unabhängig. Es ist für sie eine sehr undankbare Arbeit, wenn sie von den Behörden, die sie beraten sollten, immer wieder desavouiert werden. Das kostet unser Land jedes Jahr Milliarden an suchtmittelbedingten Sozialkosten. Wirksame, evidenzbasierte Prävention würde sich auszahlen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

Am 22.12.2011 leicht gekürzt veröffentlicht.

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Leserbrief zu „Nachts kein Bier mehr von der Tankstelle“ vom 8.9.11

Donnerstag 8. September 2011 von htm

08.09.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

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Leserbrief zu „Nachts kein Bier mehr von der Tankstelle“ vom 8.9.11

Nun hat der Bundesrat den Inhalt seiner Botschaft zum total revidierten Alkoholgesetz bekanntgegeben. Es überrascht nicht, dass der Gewerbeverband mit der bundesrätlichen Botschaft zufrieden ist, hat er sie doch mit seinem Lobbying massgeblich geprägt. Für ihn zählt nur das finanzielle Interesse der meist ausländischen Produzenten und das des Handels; die Volksgesundheit sind ihm egal, obwohl die Wirtschaft ein Eigeninteresse daran hätte, die Alkoholprobleme zu reduzieren. Der Verband realisiert nicht, dass Geld, welches nicht in den Alkoholkonsum fliesst, der übrigen Wirtschaft zugute kommt. Ganz abgesehen von den Prozenten Personalkosten, die eingespart werden könnten. Bei Sozialabgaben wird dagegen um Promille gekämpft.

Der Bundesrat sieht nur ein Alkoholproblem bei der Jugend. Die Erwachsenengesellschaft und die Partygeneration, als Vorbilder der Jugend, werden nur minim zur Mitverantwortung beigezogen. Die Kritik der Alkohol-Fachorganisationen, die sich zu Wort gemeldet haben, ist sehr berechtigt. Allerdings müssen sie sich auch sagen lassen, dass sie es versäumt haben, alle Mittel auszuschöpfen, um die Bevölkerung rechtzeitig über die Bedeutung des Alkoholproblems zu informieren, damit diese gegen die wirtschaftsorientierte Politik hätte Druck aufbauen können. Mit den Medien, die sich strikt an die Vorgaben der Wirtschaft, statt an die Rechte und Pflichten der Journalisten hielten, hätten sie dabei leider nicht rechnen können. Als Aussenstehende muss man annehmen, dass diese Fachstellen nicht unabhängig zu agieren vermögen, sondern dem Druck der Politik und der Subventionsgeber unterliegen.

Ob von den wenigen positiven Schrittchen nach der Parlamentsdebatte noch etwas übrig bleibt, wird man sehen. Von einer wirksamen Alkoholpolitik kann keine Rede mehr sein. Die Schweiz, als Sitz der Weltgesundheitsorganisation, hat diese in höchstem Grade desavouiert, indem sie deren globale Alkoholstrategie, der sie erst letztes Jahr, zusammen mit 192 restlichen Mitgliedstaaten, zugestimmt hatte, zur Makulatur verkommen liess.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(am 10.9.11 mit wichtigen Kürzungen veröffentlicht)

 

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Leserbrief zu „Bundesrat will sich bei den Verdingkindern entschuldigen“ vom 26.8.11

Donnerstag 8. September 2011 von htm

29.8.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

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Leserbrief zu „Bundesrat will sich bei den Verdingkindern entschuldigen“ vom 26.8.11

Nach den „Kindern der Landstrasse“, den Opfern der „Administrativen Versorgung“, dürfen nun auch die „Verdingkinder“ auf eine bundesrätliche Entschuldigung hoffen.

Wann gedenkt der Bundesrat sich für seine Untätigkeit und die seiner Vorgänger gegenüber den über 100’000 Kindern in alkoholbelasteten Familien zu entschuldigen? Und unverzüglich die wirksamen Massnahmen zu ergreifen, die es braucht, um deren Zahl in Zukunft zu vermindern?
Der erfolgversprechendste Weg wären Massnahmen, die zur Reduzierung des Alkoholkonsums führten, damit weniger Alkoholkranke das Leben ihrer Kinder negativ prägen könnten. Wie diese Massnahmen aussehen, weiss der Bundesrat spätestens seit Mai 2010, als die Weltgesundheitsorganisation der UNO einstimmig die Resolution für eine globale Alkoholstrategie verabschiedet hat. Er könnte sie in die Botschaft für ein neues Alkoholgesetz einbauen, über die er gegenwärtig brütet.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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Leserbrief zu “Säufer stören genauso”

Donnerstag 18. August 2011 von htm

18.8.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Säufer stören genauso“ vom 17.8.11

Passivsaufen sei im Gegensatz zu Passivrauchen ein Ding der Unmöglichkeit, meint Erwin Haas. Immerhin wurde im Mai 2010, im Vorfeld der historischen Resolution der Weltgesundheitsorganisation der Uno über eine globale Alkoholstrategie, von einer der führenden Fachfrauen der Begriff des Passivtrinkens lanciert.

Alkohol wird in den Industrienationen als die gefährlichste Droge bezeichnet, wenn man ihre Wirkung auf die Umwelt miteinbezieht. D.h. wir alle sind Passivtrinker, unabhängig von der Menge des Konsums. Wir leiden, wie E. Haas an ein, zwei Beispielen zeigt, an diesen Nebenwirkungen. Nur sind sie viel gravierender, als er andeutet. Am meisten quält mich der Gedanke, dass über 100’000 Kinder und Jugendliche in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen. Kein Politiker hat sich bisher darum gekümmert. Aber auch nicht zu vergessen sind die alkoholbedingten Todesfälle durch Unfall und Krankheiten, das Siechtum durch Invalidität, die vielen Scheidungen, ungewollten Kinder, die Fälle öffentlicher und sexueller Gewalt. Dazu kommt die alkoholbedingte Armut, die in der offiziellen Armutsdiskussion weiterhin tabuisiert wird.

In einer Zeit, in der die Sozialwerke unter Druck sind, die Gesundheitskosten laufend steigen, sollte auch die Kosten-Nutzen-Relevanz der Prävention nicht vergessen werden. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt Tausende von Franken an die alkoholbedingten Sozialkosten. Und sobald die Rede ist, eine Lenkungsabgabe auf Alkohol könnte das Problem verkleinern, ist wegen ein paar Franken die Hölle los. Dabei würden alle profitieren.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht; dafür mehrere Leserbriefe dazu, nur Tabak betreffend.)

Kategorie: Allgemein, Leserbriefe, Passivtrinker, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

Leserbrief zu “Zwangsabgabe auf jedes Bier”

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

5.6.2011

Redaktion Sonntagsblick
8008 Zürich

per E-Mail

Sehr geehrte Redaktion,

Gerne unterbreite ich Ihnen den nachfolgenden Leserbrief.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Leserbrief zu „Zwangsabgabe auf jedes Bier“ vom 5.6.11

Eine Lenkungsabgabe auf allen Alkoholika ist sehr sinnvoll. Wissenschaftlich erwiesen und auch bei uns eine Erfahrungstatsache: Alcopopsteuer 2005 brachte einen Konsumrückgang auf diesen Getränken von ca 75%. Weil es keine generelle Steuererhöhung auf allen alkoholischen Getränken gab, wurde leider stark auf andere, auch selbst gemischte harte Sachen, ausgewichen. Auf der andern Seite führte die starke Reduktion der Schnapssteuer zu einem Konsumanstieg.

Um einer generellen Alkoholsteuer politische Akzeptanz zu verschaffen, sollte sie als Lenkungsabgabe geplant werden. D.h. der Ertrag müsste der Prävention dienen, auch kulturelle und sportliche Breitenförderung sind Prävention. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee beschrieben, die einen vielleicht gangbaren Weg aufzeigt. Dann müssten Staat, Präventionsfachleute und Medien der Bevölkerung klarmachen, dass es mit einer Alkoholsteuer nur gewinnen kann.

Bisher hält uns die Alkoholindustrie in Geiselhaft. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt die von ihr verursachten immensen Sozialkosten, gegen 500 Franken pro Kopf und Jahr – egal mit wieviel Konsum. Mit den Steuern könnte diese Last stark reduziert werden. Ist die Steuer hoch genug, wird auch ein Konsum- und damit ein Schadensrückgang eintreten, der wiederum die Sozialkosten senken hilft. Eine massive Unterstützung von Kultur und Jugendsport würde diese Entwicklung weiter fördern.

Die Preise für Alkoholika sind im Laufe der Jahrzehnte, gemessen an der Kaufkraft, immer billiger geworden. Dazu werden immer wieder mit Billigaktionen zusätzliche Konsumanreize geboten und die Werbung heizt die Konsumfreudigkeit weiter an. Die Alkoholindustrie entwickelt laufend neue trendige Getränke, die vor allem Jugendliche zu immer früherem Einstieg verleiten und mit ihrem gesüssten Geschmack sogar die Mädchen ansprechen. Bei Saufgelagen übertrumpfen die Mädchen teilweise sogar die Burschen. Dass diese häufige Suche nach dem Rauscherlebnis für unsere Gesellschaft ein bedrohliches Ausmann angenommen hat, sollte jedermann, vor allem die Politiker mit ihrem Auftrag, sich für unser Wohl einzusetzen, stark beschäftigen und veranlassen, nach Auswegen zu suchen und diese zu unterstützen.

(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

Interview in eigener Sache

Freitag 3. Juni 2011 von htm

Der Tages-Anzeiger, Seite Zürcher Oberland, veröffentlichte heute ein Interview mit Foto, das ich einem jungen Journalisten gab. In einer Art Kurzbiographie bringt er einige Stationen meines Lebens, schreibt über meine Motivation für diese Arbeit, die Entstehung und das bevorstehende Ende der regelmässigen Aktivitäten dieser Webseite nach vollen 10 Jahren Freiwilligenarbeit. Bemerkenswert, dass das Interview überhaupt erschien, dass es nur auf der Regionalseite erschien, dass es im Internet (bis jetzt) nur über die Suchmaschine zu finden ist, dass gleichzeitig in der Vollausgabe ein ebenso grosser Artikel über einen Winterthurer Stadtrat veröffentlicht wurde, der in der Regionalzeitung “Der Landbote” den Rausch als auch positiv dargestellt hatte. Es kommen darin kritische Stimmen zu Wort und der Stadtrat verteidigt seine Position. (Siehe unsern Artikel und Leserbrief dazu.)

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Leserbrief zu „Mehr Schutz für die Jugend“

Dienstag 31. Mai 2011 von htm

24.05.2011

Coop Zeitung

Online

Leserbrief zu „Mehr Schutz für die Jugend“ vom 24.5.11

Das Heraufsetzen des Mindestalters ist eine von mehreren sinnvollen Massnahmen, wenn eine Gesellschaft ihr Alkoholproblem entschärfen will. Die Widerstände gegen ein Mindestalter sind immer die gleichen, egal bei welchem Alter. Auch wenn einige das Gesetz umgehen, ist der Effekt per Saldo eben doch vorhanden und wertvoll.
Wer von seinen Alkoholerfahrungen auf die Gesamtheit der Bevölkerung schliesst, unterliegt einer Selbsttäuschung.

So gesehen ist die Massnahme von Coop sinnvoll. Dass Coop damit Imagepflege betreibt, um ihre Rolle als grösster Alkoholhändler in der Schweiz zu bemänteln, ist ein anderes Kapitel. Mit ihrer aggressiven Tiefpreispolitik auf dem Alkoholsektor hat sie einen grossen Anteil am Leid und and den gesellschaftlichen Kosten, die das Alkoholproblem uns verursacht.

Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer

(Am 31.5.11 gekürzt veröffentlicht)

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