Freitag 3. September 2010 von htm
Das «Eidgenössische» wurde auch zum Schweizer Oktoberfest der Nichtschwinger. Trotzdem hält der Schwingerverband am neuen Konzept fest. Sponsoren wollen es so. Katerstimmung nach dem Fest: Am «Eidgenössischen» wurde randaliert.
Vor zwei Wochen frohlockten noch alle. Mit 260’000 Besuchern war es das grösste Eidgenössische Schwingfest aller Zeiten. Männiglich lobte die friedliche Atmosphäre in Frauenfeld, bei der es keine Hooligans und keine Polizeigrenadiere gab. Und OK-Präsident Urs Schneider bilanzierte, es sei gelungen, Tradition und Moderne zu vereinen.
Jetzt hat der «Blick» aber Bilder ins Internet gestellt, die ein Chaos zeigen: eine Halle mit wild durcheinandergewirbelten Festbänken, und der Boden übersät mit Bierflaschen. Kein Zweifel: Während draussen im Sägemehl wacker geschwungen wurde, sind hier im Alkoholrausch die Bänke geflogen. Kann man ein Schwingfest mit solchen Kollateralschäden noch als friedlich bezeichnen? (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.9.10)
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Donnerstag 2. September 2010 von htm
• Alkohol: „Über die Beziehung der britischen Premierminister zum Alkohol könnte man ein ganzes Buch schreiben.“ Er trank „einen gut eingeschenkten Whisky oder Gin & Tonic vor dem Abendessen“, zum Essen noch „ein paar Gläser Wein oder sogar eine halbe Flasche“. Blair: „Ein Drink schafft Erleichterung, wenn man unter Druck steht. Er wirkt stimulierend. Aber er spielt eine Rolle im Leben. Die Ventil- und Entspannungsfunktion des Alkohols war sehr wichtig, damit mein Job nicht ausuferte. Ich glaubte, meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle zu haben. Aber Alkohol ist eine Droge. Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) bild.de, 1.9.10
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Mittwoch 25. August 2010 von htm
Immer mehr harten Alkohol wie Liköre, Wodka oder Rum trinken die Deutschen. Haben sie im Jahr 1960 noch durchschnittlich 4,2 Liter Spirituosen getrunken, ist der Konsum an harten Alkohol um rund 20 Prozent auf 5,4 Liter pro Kopf im vergangenen Jahr gestiegen. Dies geht nun aus dem Jahresbericht des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) hervor, der auf Zahlen des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung beruht. (Quelle: Google Alkohol News) de.news.yahoo.com, 18.8.10
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Samstag 14. August 2010 von htm
Die Balkone der Hotels auf Mallorca und Ibiza scheinen ein gefährlicher Platz zu sein. Mehrmals in der Woche rasen auf den spanischen Ferieninseln Krankenwagen los, weil Urlauber über die Brüstung hinab auf das Pflaster gestürzt sind. Die unheimliche Unfallserie hat jedoch nichts mit irgendwelchen baulichen Mängeln zu tun. Die Ursache liegt in jugendlichem Leichtsinn gepaart mit Alkohol- und Drogenkonsum.
In den Hotelburgen von Mallorca und Ibiza hat sich unter manchen jungen Leuten die Unsitte ausgebreitet, sich nach einer durchzechten Nacht zu Mutproben herauszufordern. Wenn eine Gruppe junger Urlauber nach einem Streifzug durch Diskotheken ins Hotel zurückkehrt, fordert der eine den anderen zu einer Mutprobe heraus. (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.10) morgenweb.de, 13.8.10
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Samstag 14. August 2010 von htm
Der Leiter der Drogen- und Suchtberatung (Drobs) Halle, Marc Manser (Foto), hat die Aussagen des Innenministeriums relativiert, wonach die Drogenkriminalität im vergangenen Jahr erstmals seit fünf Jahren wieder angestiegen ist. … Nach einem starken Anstieg in den Jahren 2005 und 2006 stagniere die Zahl der Heroinabhängigen derzeit in der Beratungsstelle. Hingegen beobachte man einen starken Trend hin zu so genannten “Misch-Konsumenten”. Neben den verschiedensten illegalen Drogen spiele bei diesen auch der Alkoholmissbrauch eine große Rolle, so Manser. (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.10) mz-web.de, 14.8.10
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Montag 2. August 2010 von htm
Michael und Andreas Toifl haben es schon 1986 getan: dem Wein den Alkohol entzogen. Es war aber nur ein kurzes Intermezzo. “Denn das ist zum Scheitern verurteilt.” Nachdem die Winzerbrüder aus Hadersdorf aber “immer auf der Suche nach neuen Sachen” sind, habe man es halt auch mit dem alkoholfreien Wein probiert. Grüner Veltliner und Müller-Thurgau ließ das Duo in Deutschland entalkoholisieren. “Kaum hatten wir die Ware bei uns, wurde sie schon beschlagnahmt”, erinnert sich Michael Toifl. “Es war ja was völlig Neues.” …(Quelle: Google Alkohol News, 7/31/10) kurier.at, 31.7.10
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Dienstag 27. Juli 2010 von htm
Seit 14 Uhr steigt die größte Party der Welt in Duisburg. Hunderttausende feiern fröhlich. Es gibt aber auch viele Jugendliche, die schon stark alkoholisiert sind, darunter viele junge Mädchen.
Zusammengekauert hockt Vanessa auf einem leeren Bierkasten in einem Gebüsch in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes. Ihr kurzes, enges T-Shirt ist voller Flecken. Es stinkt nach Urin und Erbrochenem. Neben ihr liegt eine leere Flasche Wodka. Die 14-Jährige ist sturzbetrunken und nicht mehr ansprechbar. Die ohrenbetäubende Technomusik, die nebenan vom Loveparade-Gelände schallt, nimmt die 14-Jährige nicht mehr wahr. (Quelle: Google Alkohol News, 24.7.10) rp-online.de, 24.7.10 – newsticker.sueddeutsche.de, 26.7.10 – ein Erlebnisbericht Kommentar: Die Verantwortlichen für die Katastrophe werden nun gesucht. Ob der Alkohol als Mitverantwortlicher zu betrachten ist, wird wohl nicht untersucht. Im Erlebnisbericht heisst es am Schluss: “Und wie immer siegte bei den Entscheidern nicht der Gedanke an das Menschenwohl, sondern die Gier nach Geld. Wieso müssen immer Menschen sterben, damit Missstände aufgedeckt werden?”
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Freitag 16. Juli 2010 von htm
Er war einer der erfolgreichsten Schauspieler und ein glücklicher Ehemann. Heute ist “Braveheart” Mel Gibson ein gefallener Held. „Mad Max“ ist Vergangenheit, „Mad Mel“ hat ihn abgelöst. Gut 30 Jahre nach dem apokalyptischen Actionfilm, in dem ein Polizist in einem brutalen Rachefeldzug den Tod seiner Tochter rächt, ist zu fragen, wie viel vom echten Mel Gibson in der Kunstfigur Max Rockatansky steckt. Denn der Schauspieler, der mit dem Gewaltstreifen eine der erfolgreichsten Hollywoodkarrieren aller Zeiten startete, hat seine Ex-Lebensgefährtin Oksana Grigorieva in vulgärster Form beschimpft und in wutentbrannten Telefonaten indirekt eingeräumt, sie geschlagen zu haben. (Quelle: Google Alkohol News, 15.7.10) welt.de, 15.7.10
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Samstag 10. Juli 2010 von htm
Die Eltern trinken, sind aggressiv und lassen ihre Wut am Nachwuchs aus: Keine schöne Vorstellung, aber bittere Realität. Das Schlimme daran: Die Kinder werden genauso. Schon ab dem dritten Lebensjahr übernehmen sie die Muster. Kinder von Alkoholikern sind laut einem US-Forscher besonders anfällig, in späteren Jahren selber zur Flasche zu greifen.
Trübes Deutschland: Einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts in Berlin zufolge gilt derzeit jedes zehnte Kind in der Bundesrepublik als psychisch krank. Insgesamt 20 Prozent der deutschen Kinder sollen psychische Auffälligkeiten zeigen.
Aber was ist der Auslöser dafür, dass der Nachwuchs immer häufiger gegen Ängste, Depressionen oder Aggressionen ankämpft? Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben die Bedingungen und Lebensumstände, unter denen ein Kind in den ersten drei Jahren aufwächst – die Schwangerschaft miteingerechnet. (Quelle: Google Alkohol News, 9.7.10) news.de, 6.7.10 unser Online-Kommentar:
Sicher werden nicht alle Kinder, die in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen, die gleichen Verhaltensmuster übernehmen. Einige lernen, sich abzugrenzen und finden anderswo Hilfe oder Kompensation. Tatsache ist leider, dass in Deutschland über eine Million Kinder so aufwachsen müssen, das ist eine gewaltige, dauernde Belastung für die Gesellschaft. Erschwerend kommt dazu, dass diese Kinder schwer zu finden sind, ihnen deshalb nicht geholfen werden kann, denn Alkoholkranke und ihre Familien sind Meister im sich Verstecken. So werden die Kinder in der Schule meist falsch eingeschätzt.
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Freitag 25. Juni 2010 von htm
Der Alkoholmissbrauch in Deutschland wird nach Einschätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „noch immer massiv unterschätzt“. Dabei haben rund 9,5 Millionen Bundesbürger zwischen 18 und 64 Jahren Alkoholprobleme, etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig, und bei rund zwei Millionen Menschen liegt Alkoholmissbrauch vor, wie die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott, am Donnerstag in Köln anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni sagte. Jedes Jahr stürben etwa 74.000 Männer und Frauen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. ..„In Deutschland belaufen sich die durch alkoholbedingte Erkrankungen hervorgerufenen volkswirtschaftlichen Kosten auf etwa 24 Milliarden Euro pro Jahr“, sagte Pott. (Quelle: aerzteblatt.de, 24.6.10) Kommentar: Nicht berücksichtigt sind offenbar die alkoholbedingten Sozialkosten im Zusammenhang mit Unfällen, Gewalt und im Betrieb. Wir alle sind gemäss WHO “Passivtrinker”, die unter diesen Schäden leiden und sie ein Leben lang ungefragt bezahlen.
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