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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Senioren'

Alkoholgenuss und Diabetes – Ist das möglich?

Samstag 5. Februar 2011 von htm

Diabetiker der Typen 1 und 2 müssen neben den zuckerhaltigen Produkten auch bei den Genuss von Alkohol sehr vorsichtig sein. Eine mögliche Folge des Alkoholkonsums ist Unterzuckerung (Hypoglykämie), welche im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. (Quelle: Google Alkohol News, 3.2.11) gesundheitsspiegel.de, 3.2.11

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Rauchen und Alkohol lassen Männer früher sterben

Mittwoch 19. Januar 2011 von htm

Jetzt ist es raus. Männer sterben nicht früher, weil sie mutiger sind und sich in „harten“ Jobs verschleißen. Und Frauen verdanken ihre längere Lebenserwartung nicht etwa dem häufigeren Arztbesuch.
Wesentlicher Grund für den früheren Tod der Männer ist ihre Zuwendung zu Tabak und Alkohol. Das ergeben jedenfalls die Berechnungen von Gerry McCartney und Mitarbeitern von der Social and Public Health Sciences Unit in Glasgow.
Danach sind europaweit zwischen 50 und 60 Prozent des Geschlechterunterschieds in der Lebenserwartung auf das Rauchen zurückzuführen. Noch einmal 10 bis 20 Prozent fordert der Alkohol. Interessant sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 18.1.11)

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Tipps für Altwerden: “Kein Alkohol, viele Frauen”

Samstag 8. Januar 2011 von htm

Buenos Aires – Im biblischen Alter von 108 Jahren hat der Argentinier Gregorio Mosqueda Tipps fürs Älterwerden gegeben. Die Quintessenz: “Kein Alkohol, viele Frauen.”
Er habe 57 Freundinnen gehabt, rechnete der betagte “Latin-Lover” der Zeitung “Clarin” (Freitag) akribisch vor. Mosqueda überlebte vier Ehefrauen, zeugte 22 Kinder, hat etwa 60 Enkelkinder und mehrere Urenkel. Die genaue Enkel-Zahl ist unklar, denn einige Söhne und Töchter leben weit weg vom Vater und lassen selten von sich hören. (Quelle: Google Alkohol News, 7.1.11) rhein-zeitung.de, 7.1.11 unser Online-Kommentar: Dass ein geregeltes Sexleben altersverlängernd wirkt, scheint wissenschaftlich nachgewiesen zu sein, Allein schon verheiratet zu sein, verlängere das Leben. Beim Alkohol ist die Lage schwieriger zu beurteilen. Viele alkoholpositive Studien wollen belegen, dass mässiger Alkoholkonsum gesünder sei als Abstinenz. Der gesunde Menschenverstand, aber auch neuere Untersuchungen zeigen jetzt, dass viele dieser Studien falsch angelegt sind, möglicherweise, um die erwünschten Ergebnisse zu erzielen. Dabei geht es vor allem darum, dass nicht mit Langzeit- oder Lebenslang-Abstinenten verglichen wurde, sondern mit solchen, die gesundheitliche Defizite hatten. Dazu wurde nicht auf die sozialen Unterschiede Rücksicht genommen.
Diese Studien erscheinen nicht in den Medien. Warum wohl?

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Mehr junge Zungenkrebs-Patienten (Rauchen und Alkohol)

Montag 6. September 2010 von htm

Rauchen und Alkoholkonsum sind die wichtigsten Verursacher.
Tumore in der Mundhöhle befielen lange Zeit vor allem Menschen ab 50 Jahren, die rauchen und viel Alkohol trinken. “In den letzten Jahren beobachten wir eine Verschiebung: Zunehmend mehr jüngere Menschen erkranken an einem Zungenkarzinom”, sagt Dr. med. dent. Wolfgang Bengel, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, in der “Apotheken Umschau”. … Nach fünf Jahren lebt nur noch etwa die Hälfte der Erkrankten. Eine frühzeitige Erkennung verbessert die Therapiechancen. (Quelle: Google Alkohol News, 6.9.10) Apotheken Umschau/presseportal.de, 5.9.10

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Newsletter August 2010 – d -

Dienstag 31. August 2010 von htm

www.alkoholpolitik.ch Newsletter August 2010 (per 31.8.10)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht  vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

Bitte überprüfen Sie, ob unsere Adresse in der Liste der akzeptierten Adressen enthalten ist, damit Ihr Spam-Filter unsern Newsletter nicht zurückweist.

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Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zu erhalten oder ihn für jemand anderen zu bestellen wünschen, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an htmeyer(at)alkoholpolitik.ch

Um das Mail leicht zu halten, verzichten wir auf die pdf-Beilage.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

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Begleittext zum versandten Newsletter

Es gibt Studien, die dem mässigen Alkoholkonsum lebensverlängernde Wirkung zuschreiben – sofern die Freunde von Bier, Wein oder Spirituosen sich nicht mehr als ein bis zwei Drinks pro Tag gönnen. Manche Mediziner halten die vermeintlichen Gesundheitseffekte von Alkohol jedoch für maßlos übertrieben. Eine Langzeitstudie, die den Alkoholkonsum älterer Menschen 20 Jahre lang beobachtete und mit ihrer Lebenserwartung in Verbindung brachte, stützt nun die Aussage, dass Alkohol in Maßen das Sterberisiko reduziert – allerdings weniger als in den optimistischen Studien angenommen, und vielleicht sogar eher als Begleiterscheinung eines allgemein lebensverlängernden Lebensstils. (Quelle: focus.de, 25.8.10)

Dies ein Ausschnitt aus dem Artikel von FOCUS-Online, der sehr vorsichtig und im Titel eigentlich irreführend berichtet. Liest man den englischen Artikel  in Medical News Today, 8/27/10, wird viel deutlicher, was ich schon immer zu diesen alkoholpositiven Studien gesagt habe: Die jeweils herbeigezogenen “Abstinenten” waren nicht lebenslang alkoholfrei Lebende, sondern ehemalige Alkoholiker, Diabetiker, Raucher, Unterprivilegierte, usw., die mit verschiedenen Gesundheitsrisiken lebten. Ganz klar, dass mässige Alkoholkonsumenten, die sonst gesundheitsbewusst leben, eine bessere Lebenserwartung haben, weil der Körper geringe Mengen Alkohols ohne bleibende Schäden verarbeiten kann.

Mässiger Alkoholkonsum ist selbstverständlich besser als unmässiger. Das ist der einzige positive Effekt. Die zweite Lehre aus der Studie: Abstinenz ist gesundheitlich mindestens so empfehlenswert wie mässiger Alkoholkonsum. Alkohol belastet immer das Immunsystem. Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen alkoholfrei leben müssen, können nicht mit moderaten Alkoholkonsumenten verglichen werden. Und lebenslange Abstinenten gibt es nur noch wenige, die als Kontrollgruppe beigezogen werden könnten. Die Gesellschaft mit ihrem alkoholfreudigen Zeitgeist hat ihre Zahl erfolgreich reduziert, obwohl sie für die Gesellschaft – als Vorbild und sozialkostenneutral – sehr nützlich sind. Ob die Medien dies nun auch so hartnäckig vertreten werden?  Diesen Wissenschaftlern haben wir sehr zu danken!

Mit diesem Monat hat die Webseite www.alkoholpolitik.ch ihr zehntes Erscheinungsjahr betreten. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und die gelegentliche moralische Unterstützung all die Jahre hindurch. Ich hoffe, dass sie auch im zehnten Jahr nützlich sein kann auf dem Weg zu einem gesünderen, reicheren Leben.

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TOP NEWS

Ein Prost auf langes Leben – wird irreführend getitelt – 26. August 2010
Mediziner können sich nicht einigen, ob Alkohol direkt ins Verderben führt oder doch eher der Gesundheit zuträglich ist. Eine neue Langzeitstudie attestiert wieder positive Effekte.
Es gibt Studien, die dem mäßigen Alkoholkonsum lebensverlängernde Wirkung zuschreiben – sofern die Freunde von Bier, Wein oder Spirituosen sich nicht mehr als ein bis zwei Drinks pro Tag gönnen. Manche Mediziner halten die vermeintlichen Gesundheitseffekte von Alkohol jedoch für maßlos übertrieben. Eine Langzeitstudie, die den Alkoholkonsum älterer Menschen 20 Jahre lang beobachtete und mit ihrer Lebenserwartung in Verbindung brachte, stützt nun die Aussage, dass Alkohol in Maßen das Sterberisiko reduziert – allerdings weniger als in den optimistischen Studien angenommen, und vielleicht sogar eher als Begleiterscheinung eines allgemein lebensverlängernden Lebensstils. (Quelle: Google Alkohol News, 26.8.10) focus.de, 25.8.10 unser Kommentar (Zum Teil Online): Nun hat also diese Studie gebracht, was ich schon immer zu diesen alkoholpositiven Studien gesagt habe: Die jeweils herbeigezogenen “Abstinenten” waren nicht lebenslang alkoholfrei Lebende, sondern ehemalige Alkoholiker, Diabetiker, usw., die mit verschiedenen Gesundheitsrisiken lebten. Ganz klar, dass mässige Alkoholkonsumenten, die sonst gesundheitsbewusst leben, eine bessere Lebenserwartung haben, weil der Körper geringe Mengen Alkohols ohne bleibende Schäden verarbeiten kann.
Es ist deshalb irreführend, wenn der Artikel wie gewohnt titelt: Ein Prost auf langes Leben. Lebenslang Abstinente leben länger, weil sie ihr Immunsystem nicht durch Alkoholkonsum belasten, sich oft auch sonst gesundheitsbewusst ernähren, wenn es ihr sozialer Status erlaubt und sie nicht unter zu grossem Stress leiden. Nicht umsonst leiden viele Abstinentengruppen an Überalterung. Zwei der ersten drei Sätze sind ebenfalls irreführend. Die Studie belegt gerade das Gegenteil: Dass die bisherigen alkoholpositiven Studien Abstinente zu unrecht als valable Kontrollgruppen beigezogen haben. Lebenslang Abstinente hätten ein anderes Ergebnis erbracht. Nur sind die heutzutage schwieriger zu finden. Jetzt sollte die Presse ehrlich genug sein, diesen Sachverhalt wahrheitsgemäss wiederzugeben. Mässiger Alkoholkonsum ist selbstverständlich besser als unmässiger. Das ist der einzige positive Effekt. Die zweite Lehre aus der Studie: Lebenslange Abstinenz ist gesundheitlich mindestens so empfehlenswert wie mässiger Alkoholkonsum. Ob die Medien dies nun auch so hartnäckig vertreten werden?

SCHWEIZ

Diesen Autoritäten glaubt keiner – 28. August 2010
Zitat aus dem Kommentar von Jean-Martin Büttner im Tages-Anzeiger vom 28.8.10 über die Entkriminalisierung junger Kiffer und die Suchtprävention:
(Schluss) ..”Solange der Staat dem Cannabiskonsum vorbeugen will und gleichzeitig Werbung für weit gefährlichere Drogen erlaubt, macht er sich unglaubwürdig. Also wird er als Autorität nicht ernst genommen. Am wenigsten von jenen, um die er sich am meisten sorgt.” Kommentar: Dieser Abschnitt könnte ein Zitat aus “Alkohol und Massenmedien” der WHO Europa sein, das wir auf dieser Webseite im Zusammenhang mit der Droge Nr. 1, dem Alkohol, auch immer wieder verwenden. Erfreulich, dass die Einsicht langsam wächst.

CH: Die ungeliebte Getränkelimite am Openair Gampel – 24. August 2010
Das Openair Gampel hat in diesem Jahr zum ersten Mal eine Getränkelimite eingeführt. Jeder Besucher darf nur noch drei Liter auf den Zeltplatz mitbringen. Nichts also mit endlos Bier schleppen – könnte man meinen. (Quelle: tink.ch, 23.8.10) Kommentar: Der gute Wille reicht nicht. Es braucht auch eine entsprechende Organisation und Durchhaltewillen, sonst ist man der Lächerlichkeit preisgegeben. Mit Prävention hat diese Alibiübung jedenfalls wenig zu tun.

Alkoholikertest für Jugendliche – 24. August 2010
Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben einen Schnelltest für Jugendliche ins Internet gestellt. Ihre Broschüre “Trinken, Rauchen und Kiffen bei Jugendlichen” wurde überarbeitet und ist in neun Sprachen erhältlich. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.8.10) www.suchtpraevention-zh.ch

Bunte Bändeli gegen den Exzess an der Wetziker Chilbi – 23. August 2010
Der Alkoholkonsum an der Wetziker Chilbi hatte in den letzten Jahren denkwürdige Folgen. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. Mit einer neuen Präventionsstrategie will das Organisationskomitee verhindern, dass der Abend in einem bösen Morgen – oder bildlich gesprochen: über der Kloschüssel – endet. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.10) Kommentar: Einzelbeobachtungen genügen nicht zur Einschätzung des Erfolgs. Umsatz- und Besucherzahlen, sowie die Berichte der Notfallstationen müssten mit dem Vorjahr verglichen werden. Besser wäre es auf alle Fälle, nicht nur auf eine Massnahme abzustellen. Z.B. strenge Kontrollen der Verkaufsstellen mit massiven Sanktionen, Mindestpreise für Alkoholika, wesentlich billiger als für Alkoholfreies, z.B. durch hohe Standgebühren. Mitgebrachten Alkohol verbieten und einsammeln.

CH: Alkohol am Churer Fest massvoll geniessen – 22. August 2010
Aufgrund des Churer Fests ist in der Churer Innenstadt ab heute bis am Sonntag mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ausserdem weist die Stadtpolizei in ihrer Mitteilung darauf hin, dass auch am diesjährigen Churer Fest im sicherheits- und verkehrspolizeilichen Bereich Schwerpunkte gesetzt werden. Deshalb ruft die Stadtpolizei in Erinnerung, dass Alkohol generell massvoll genossen werden soll und dass Festbesucher, die noch Auto fahren möchten, strikt auf Alkohol verzichten sollen. (Quelle: Google Alkohol News, 21.8.10) suedostschweiz.ch, 20.8.10

Sucht Info Schweiz fordert griffige Werbevorschriften – 18. August 2010
Alkoholwerbung schafft Konsumanreize und positive Einstellungen zum Produkt, gerade auch bei jungen Konsumierenden. Unverständlich ist deshalb die vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickte Vorlage, Lifestyle-Werbung für Bier und Wein zuzulassen. Sucht Info Schweiz (ehemals SFA) fordert, im total revidierten Alkoholgesetz griffige Werbebestimmungen aufzunehmen. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 17.8.10)

Kanton Schwyz: Alkohol für unter 18-Jährige soll verboten werden – 18. August 2010
Die Totalrevision des Gastgewerbegesetzes im Kanton Schwyz steht bevor. Diverse Gemeinden wollen, dass Alkohol generell erst ab 18 Jahren erhältlich ist.
Alkoholische Getränke sollen nur noch an Volljährige ausgeschenkt werden: Dies ist die Meinung diverser Gemeinden des Kantons zur geplanten Revision des Gastgewerbegesetzes. Bis am Dienstag konnten sie ihre Stellungnahmen abgeben. Mehrere Gemeinden haben sich dabei der Empfehlung des Verbandes Schwyzer Gemeinden und Bezirke (VSZGB) angeschlossen, welche die einheitliche Alterslimite vorsieht. … Der Kantonsrat wird im November beschliessen. Die gleichzeitige Umfrage von 20minuten-online, ob generell das Mindestalter 18 gelten solle, ergab 68% ja und 27% nein. (Quelle: Google Alkohol News, 17.8.10) 20minuten.ch, 11.8.10

Totalrevision des Eidg. Alkoholgesetzes, Vernehmlassung – 16. August 2010
Unser Begleittext zum Fragebogen:
Vernehmlassung Alkoholgesetz Oktober 2010
Mit dem vorliegenden Entwurf eines Alkoholgesetzes wird angestrebt, den problematischen Alkoholkonsum zu verringern. (Art. 1) Dies kann mit den vorgesehenen Massnahmen sicher erreicht werden, auch wenn sie noch so bescheiden ausgefallen sind, denn diese Absichtserklärung ist sehr unbestimmt und der Konsum-Trend ist seit einigen Jahren im Zeichen der Gesundheitswelle ohnehin leicht rückläufig. …
Sie haben die Chance, mit einem griffigen Alkoholgesetz ein Jahrhundertproblem in den Griff zu bekommen. Noch nie waren die wissenschaftlichen Grundlagen derart klar. Ich bitte Sie dringend, diese Chance nicht ungenutzt vorbeigehen zu lassen und sich auch für dessen Akzeptanz einzusetzen.
Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Düstere Perspektiven für die Medien-Schweiz – 14. August 2010
Eine Forschergruppe um Prof. Kurt Imhof, Universität Zürich, zieht eine sehr kritische Bilanz zur Schweizer Medienlandschaft. Sie sieht die nachhaltige Information über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefährdet. Dies wiederum habe negative Auswirkungen auf das demokratische Gemeinwesen. (Quelle: NZZ, 13.8.10) Kommentar: Printmedien-Vertreteter im Fernsehen und in der Presse weisen diese Darstellung mehr oder weniger deutlich zurück. Genau so wie der Schweizer Presserat meine damalige Beschwerde zurückgewiesen hat, die Medien würden das Alkoholproblem nicht recherchieren und damit eine wirkliche Diskussion in der Öffentlichkeit verunmöglichen. Diese Untersuchung wäre doch eine praktische Begründung für die Ablehnung dieser Beschwerde. Prof. Imhof hat es offenbar unterlassen, die Frage zu prüfen, ob und welche Themen nicht richtig zur Darstellung gelangen, weil die Verlage von Lobbyisten unter Druck gesetzt werden. Vielleicht ist dies Thema eines nächsten Jahrbuchs?

Wie Rotwein ohne Alkohol – 12. August 2010
Mit Rivella, Carpe Diem und aromatisiertem Mineralwasser gibt es bereits viele Produkte mit dem Image des gesunden Erfrischungsgetränks auf dem Schweizer Markt. Ein Getränk, das darüber hinaus ein längeres Leben verspricht, ist neu. Gesund wie ein tägliches Glas Rotwein soll es wirken, limonadig soll es schmecken und keinen Alkohol haben: Das Getränk Sir Mount H (Deutsch: Überwinde das Alter) wurde in Zürich von der Familie Nairz entwickelt. Was anfangs nur als Hobby gedacht war, wurde im Verlauf des letzten Jahres ein interessantes Produkt für Bioläden, Alternativrestaurants und Lokale mit erhöhter Nachfrage nach alkoholfreien Getränken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.8.10) Kommentar: Das wirklich gesunde Getränk gibt es bereits, nur haben es die Winzer verpasst, es richtig zu vermarkten: Der rote Traubensaft.

CH: Jugendschutz an der Wetziker Chilbi – 12. August 2010
Die Stadt Wetzikon will die Alkoholexzesse an der Chilbi eindämmen. Jugendliche müssen sich vor Betreten des Festgeländes ausweisen. Am Ende der Sommerferien feiert das halbe Oberland an der traditionellen Wetziker Chilbi. Dabei fliesst der Alkohol in Strömen. Immer häufiger greifen Jugendliche in den zahlreichen Bars und Festwirtschaften zur Flasche – obwohl die Abgabe von Bier und Wein an unter 16-Jährige und von Spirituosen und Alcopos an unter 18-Jährige verboten ist. Das sorgte in den vergangenen Jahren zunehmend für Unmut, Raufereien und riesige Abfallberge. (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.8.10)

Warnung vor Pillen und Mischkonsum an der Zürcher Street Parade – 10. August 2010
Am kommenden 14. August findet die Zürcher Street Parade mit mehreren Hunderttausend Besucherinnen und Besuchern statt. Nebst Schweiss wird Alkohol in Strömen fliessen. Einige Partygäste greifen auch zu bunten Pillen. Für sie hält Sucht Info Schweiz Informationen über die Risiken des Alkohol- und Drogenkonsums bereit. Besonders riskant ist der gleichzeitige Konsum von Alkohol mit anderen Drogen. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 10.8.10)

Interview mit Dr. François van der Linde (Drogenlegalisierung) – 6. August 2010
Zitat: “…Die Prävention geht für den Arzt weit über Aufklärung und Jugendschutz hinaus. Sie lasse sich nur dann mit Autorität vertreten, wenn auch die Gesellschaft glaubwürdig auf ihre eigenen Suchtprobleme reagiere. Das sei aber nicht der Fall, solange die einen Drogen verboten und die anderen beworben würden – unabhängig davon, welche grösseren Schaden anrichteten….” (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.8.10) Kommentar: Mindestens hier trifft er den Nagel auf den Kopf. Dass Drogensucht nichts mit Moral zu tun habe, ist in Bezug auf die Dealer sehr zu bezweifeln. Man denke nur an die Alkoholverkäufer, welche noch immer an Jugendliche Alkohol abgeben. Wenn van der Linde doch so gerne lärmt, um seine Botschaft zu verkünden, warum macht er sich nicht für unsere Projekt-Idee stark, die geeignet wäre, die Lenkungsabgaben für alle Drogen zu verwalten und der Bevölkerung vor Augen führen könnte, wie gross ihr Gewinn dabei wäre?

Neuer Trend “Low-Alcohol-Weine? – 6. August 2010
Zwar weist der Trend zu alkoholstarken Weinen noch nach oben, erste Anzeichen zu einer Trendwende sind jedoch in Sicht. Am anderen Ende des Spektrums warten die neuartigen Low-Alcohol-Weine.
Die Leichtigkeit des Weins: Das Bedürfnis nach alkoholschwächeren Weinen wächst besonders bei den Weinprofis. Die meisten Konsumenten bevorzugen noch wuchtige Tropfen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.8.10)

Stadt Langenthal geht gegen Alkohol- und Drogenszene vor – 6. August 2010
Die Stadt Langenthal hat genug: Sie will die Alkohol- und Drogenszene eindämmen. Konkrete Massnahmen gebe es noch nicht, aber eine Arbeitsgruppe befasse sich nun mit dem Problem. Telebärn hat bei Betroffenen nachgefragt. (Quelle: Google Alkohol News, 5.8.10) bernerzeitung.ch, 4.8.10 (mit Video)

Bund lanciert Debatte: Entkriminalisierung aller Drogen – 2. August 2010
Eine Expertengruppe unter Führung des Bundes will in der Suchtpolitik neue Wege einschlagen. Sie propagiert Straffreiheit auch für harte Drogen. Damit löst sie harsche Kritik aus. (Quelle: Tages-Anzeiger, 2.8.10) mit unserem Online-Kommentar: Mir scheint dies ein riesiges Ablenkungsmanöver zu sein. Diese Diskussion wird die Behandlung der Alkoholfrage für Jahre zudecken. Genau zu dem Zeitpunkt als die WHO-Generalversammlung die Resolution zur globalen Alkohol-Strategie einstimmig verabschiedete und die Mitgliedstaaten, auch die Schweiz, auffordert, diese umzusetzen.

Alkohol immer noch Droge Nummer 1 – 2. August 2010
Wenn umgangssprachlich von Sucht die Rede ist, denkt man üblicherweise an harte, illegale Drogen. Fachverbände in Deutschland, der Schweiz und Österreich weisen aber darauf hin, dass Alkohol nach wie vor die Droge Nummer Eins ist. Kein anderes Rauschmittel sei so akzeptiert und werde so häufig konsumiert.
In Deutschland seien 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig und bei zusätzlichen zwei Millionen liege Alkoholmissbrauch vor. Ferner passierten in Deutschland rund 275.000 schwere Straftaten und 20.000 Verkehrsunfälle im Jahr unter Alkoholeinfluss.
Vier Prozent der Schweizer Bevölkerung haben ein Alkohol-Abhängigkeitsproblem. Das sind 300.000 Menschen. Doppelt so viele sind alkoholgefährdet. Laut “Sucht Info Schweiz” wachsen ungefähr 100.000 Kinder meinem alkoholabhängigen Elternteil auf. (Quelle: Google Alkohol News, 2.8.10) apd.info, 1.8.10

INTERNATIONAL

Japan: Bier ohne Bauch und Alkohol – 29. August 2010
In Japan ist gerade der Albtraum aller Bierfreunde wahr geworden: Die Traditionsbrauerei Asahi hat ein Getränk auf den Markt gebracht, das aussieht wie Bier, auch so ähnlich riecht und schmeckt, aber im Gegensatz zu normalen alkoholfreien Bieren nicht nur wirklich keinen Restalkohol, sondern als weltweit erstes auch keine Kalorien mehr hat. “W-Zero” heißt der innovative Bölkstoff, mit dem der Brauer derzeit höchst erfolgreich auf die Jagd nach Absatzwachstum geht. (Quelle: Google Alkohol News, 29.8.10) welt.de, 28.8.10

D: Alkoholverbot für Fahranfänger hat Erfolg – 29. August 2010
Drei Jahre nach der Einführung hat Verkehrsminister Peter Ramsauer das strikte Alkoholverbot für Fahranfänger als Erfolg gewertet. Die Verkehrssicherheit sei erheblich verbessert worden, sagte der CSU-Politiker der «Rheinpfalz am Sonntag«. Durch Alkohol bedingte Unfälle seien in dieser Gruppe um rund 15 Prozent zurückgegangen. Ramsauer berief sich demnach auf eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen, nach der die Akzeptanz des Alkoholverbots bei Führerschein-Neulingen mit 95 Prozent sehr hoch ist. (Quelle: Google Alkohol News, 29.8.10) net-tribune.de, 28.8.10

Halbjahresbericht von Heineken – 28. August 2010
Dank Kosteneinsparungen und steigender Nachfrage in den Schwellenländern konnte der Reingewinn rein organisch um 17% gesteigert werden. Ausstoss und Umsatz waren rein organisch mit 2,3% bezw. 2% rückläufig. (Quelle: NZZ, 26.8.10)

Diageo’s Halbjahresbericht – 28. August 2010
Der weltweit führende Spirituosen-Hersteller verzeichnet per Ende Juni ein Wachstum um 6%. In Nordamerika ging der Umsatz um 3%, in Grossbritannien und Russland um 2% zurück. Dagegen gab es in Mittelost ein Wachstum um 19%, in Lateinamerika um 15% und in Afrika um 10%. Die Dividende soll erneut um 6% steigen. (Quelle NZZ, 27.8.10) Kommentar: Auch bei den Spirituosen sind die Schwellen- und Entwicklungsländer die Leitdtragenden.

Eilverfahren gegen Sperrzone für das Mitführen und den Verzehr alkoholischer Getränke anlässlich des Winzerfestes 2010 in Wiesloch erfolgreich – 28. August 2010
Mit soeben den Beteiligten zugestelltem Beschluss hat die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Karlsruhe dem Eilantrag eines Besuchers des Winzerfestes 2010 in Wiesloch stattgegeben, der sich gegen die von der Stadt Wiesloch anlässlich des Winzerfestes angeordnete Sperrzone für das Mitführen und den Verzehr alkoholischer Getränke gewendet hat. (Quelle: nichttrinker.com, 28.8.10) Verwaltungsgericht Karlsruhe, 23/8/10

Trentino: Kein Alkohol mehr unter 18 Jahren – 27. August 2010
Seit heute darf in der italienischen Provinz Trentino kein Alkohol mehr an Jugendliche unter 18 verkauft werden, berichtet “Südtirol News”. Das Verbot gilt für die Gastronomie sowie für Geschäfte und Supermärkte.
Die Nachbarprovinz Südtirols hat als erste erste in Italien von ihrem föderalen Recht Gebrauch gemacht und ein Mindestalter eingeführt. Mit den neuen Regeln sind in Trentino der Verkauf, die Verabreichung und die Verkostung von Alkohol an Minderjährige verboten. Die Angestellten in öffentlichen Lokalen und Geschäften sind verpflichtet, einen Ausweis zu verlangen. (Quelle: Google Alkohol News, 27.8.10) nichttrinker.com, 26.8.10

Jugendliche und Alkohol: Kommunen fühlen sich im Stich gelassen – 26. August 2010
Die Region kämpft gegen trinkende Jugendliche an. Während es in Friedrichshafen und Konstanz ruhig geworden ist, ruft Radolfzell zum Feldzug auf. Für einmal verliert Jörg Schmidt seine Nüchternheit. Der Oberbürgermeister von Radolfzell ruft zum Feldzug auf: Es gehe darum, dass „die Bürger die Uferpromenade der Stadt von den Chaoten zurück erobern“. Die Chaoten – das sind Jugendliche und junge Erwachsene, die vor allem am Wochenende den Bereich als Treffpunkt nutzen. Bei schönem Wetter sind es bis zu 200 – viele von ihnen trinken Alkohol, sie sind laut und hinterlassen Müll. (Quelle: Google Alkohol News, 26.8.10) suedkurier.de, 25.8.10 unser Online-Kommentar: Die lokale Alkoholpolitik könnte viel besser funktionieren, wenn es eine nationale Alkoholpolitik gäbe, denn das Alkoholproblem ist ein Problem der ganzen Gesellschaft. Solange die Regierung in Berlin dies nicht einsieht und die nötigen Massnahmen trifft, wird sich auch lokal auf die Dauer nicht viel verbessern. Die Allgemeinheit, die “Passivtrinker”, wie die WHO sagt, zahlt weiterhin ungefragt die immensen Sozialkosten und erträgt die verminderte Lebensqualität.

Zur Klage einer Tankstellen-Pächterin 25. August 2010
Die Tankstellen-Pächterin Annette Eisenberg ist mutig. Sie zieht für eine ganze Branche vor das Bundesverfassungsgericht. Bei Erfolg kann sie auch erreichen, dass Tankstellen und Kioske in anderen Bundesländern weiterhin nachts Alkohol verkaufen dürfen. Die Pächter würden es ihr danken.
Aber ist das richtig? Muss der Mensch immer und überall an Alkohol kommen? Nein. Ab und zu schadet der Verzicht auf Promille nicht. Und wer unbedingt trinken will, deckt sich eben vor 22 Uhr ein. (Quelle: Google Alkohol News, 25.8.10) suedkurier.de, 24.8.10 Kommentar: Da wagt es doch eine Zeitung tatsächlich, das nächtliche Verkaufsverbot an Tankstellen und Kiosken in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die meisten Kommentare fallen entsprechend aus. Dabei hat sie völlig recht. …

Deutsche trinken mehr harten Alkohol – 25. August 2010
Immer mehr harten Alkohol wie Liköre, Wodka oder Rum trinken die Deutschen. Haben sie im Jahr 1960 noch durchschnittlich 4,2 Liter Spirituosen getrunken, ist der Konsum an harten Alkohol um rund 20 Prozent auf 5,4 Liter pro Kopf im vergangenen Jahr gestiegen. Dies geht nun aus dem Jahresbericht des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) hervor, der auf Zahlen des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung beruht. (Quelle: Google Alkohol News) de.news.yahoo.com, 18.8.10

Promillefahrt mit Milchlaster – 25. August 2010
Zwei Extremfälle von Alkohol am Steuer hat die oberfränkische Polizei am Montagabend registriert. Auf der A73 bei Zapfendorf (Landkreis Bamberg) zogen die Beamten den völlig desorientierten Fahrer eines Milchlasters mit 1,86 Promille aus dem Verkehr…. (Quelle: Google Alkohol News, 25.8.10) bild.de, 24.8.10 Kommentar: Wäre er doch bei der Milch geblieben!

D: Zahl der Alkoholfahrten sinkt – 24. August 2010
Hamburg (RPO). Nach der drastischen Anhebung der Bußgelder für Alkohol am Steuer sind die polizeilich registrierten Trunkenheitsfahrten bundesweit stark zurückgegangen. Das geht nach Recherchen einer Zeitung aus Daten von Polizei und Innenministerien der einzelnen Bundesländer hervor. (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.10) rp-online.de, 23.8.10

Jan Ullrich: Alkohol-Probleme? – 23. August 2010
Andeutungen in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
Schwere Tage für Jan Ullrich (36). Kürzlich bestätigte er BILD, dass er am Burn-Out-Syndrom leidet und sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Die Behandlung wird Monate dauern. Und jetzt deutet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ an, dass der Sieger der Tour de France von 1997 Probleme mit dem Alkohol habe. (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.10) bild.de, 23.8.10

D: Viele Supermärkte geben Alkohol an Jugendliche aus – 23. August 2010
Minderjährige Jugendliche bekommen in vielen niedersächsischen Supermärkten trotz Verkaufsverbot weiterhin Alkohol. Das hat das Ordnungsamt Lüneburg nach Angaben von NDR 1 Niedersachsen bei zahlreichen Testkäufen festgestellt. Demnach wird in jedem dritten Laden Hochprozentiges an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft. Nach Angaben des Ordnungsamtes liegt es nicht an der Gleichgültigkeit der Kassierer, sondern an ihren mangelhaften Rechenkünsten. (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.10) ndr.de, 22.8.10

Klage in Karlsruhe wegen Alkoholverkaufsverbot – 23. August 2010
Das Bundesverfassungsgericht muss sich erneut mit dem nächtlichen Alkoholverkaufsverbot in Baden-Württemberg befassen. Eine Tankstellenbesitzerin macht ihre Verluste dadurch geltend und sieht sich gegenüber der Konkurrenz benachteiligt. Das Gericht will noch dieses Jahr entscheiden. (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.10) n-tv.de, 22.8.10

50. DHS-Fachkonferenz Sucht vom 8.–10.11.10 in Essen – 22. August 2010
Der Mensch im Mittelpunkt –
Die 50. DHS–Fachkonferenz SUCHT greift ein großes Thema auf: Die Suchthilfe in Deutschland. Dieses lebendige System unterschiedlichster Akteure mit ihrem reichen Erfahrungshintergrund konnte auf immer wieder neue Erfordernisse passgenaue Antworten finden und diese zeitnah und effektiv umsetzen. …

http://www.dhs.de/web/veranstaltungen/veranstaltungen.php

D: NRW-Grüne für früheren Ladenschluss – 22. August 2010
Die NRW-Grünen wollen die Ladenöffnungszeiten im Land verkürzen. Der Ladenschluss soll auf 22 Uhr festgesetzt werden – wegen negativer Folgen des nächtlichen Alkoholverkaufs. Was halten Sie von diesem Vorschlag? (Quelle: Google Alkohol News, 21.8.10) wdr.de, 20.8.10

Jetzt Testkäufe in Stuttgart – 20. August 2010
Sie stehen unschuldig lächelnd mit der Pulle in der Hand in der Schlange vor der Kasse. Doch Vorsicht: Diese Kunden können richtig teuer werden. Seit gestern schickt die Polizei jugendliche Test-Käufer in Stuttgarts Läden. Mit der Lizenz zum Alkohol-Kaufen.
Auch BILD machte den Test. Unser Lockvogel: Schülerin Stefanie, seit zwei Monaten erst 17, erschreckend: In zwei von sechs Läden konnte das Mädle problemlos Smirnoff Ice (Vodka-Mixdrink) kaufen… (Quelle: Google Alkohol News, 20.8.10) bild.de, 19.8.10 unser Online-Kommentar: Meines Wissens zum ersten Mal hat eine Zeitung die Verkaufsstellen öffentlich gemacht, die gegen die Jugendschutzbestimmung verstossen. Vielleicht führt es dazu, dass erwachsene Kunden in diesen Läden die Augen offen halten und das Personal bei ähnlichen Situation warnen.

In Isny sei Alkohol weiterhin ein Problem – 20. August 2010
„Alkohol ist weiterhin ein Problem, das ist klar“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter auf die derzeitige Lage was den Alkoholkonsum unter Jugendlichen in Isny angeht. Wie die Polizei in Isny durchgreift und mit welchen Mitteln auch das Landratsamt Ravensburg versucht einzugreifen. (Quelle: Google Alkohol News, 20.8.10) schwaebische.de, 19.8.10 Kommentar: Interessant die Drohung mit dem Führerschein. Aber beim Alkoholverkauf an Minderjährige ist der Bürgermeister wohl recht blauäugig.

Weniger Alkohol an Jugendliche in der Region Hannover verkauft – 20. August 2010
In Wennigsen schauen die Verkäufer offenbar bei Jugendlichen ganz genau hin: Bei einem Test des Jugendschutzes wurde an eine 14-Jährige nur in einem vom 14 Geschäften Alkohol verkauft. Auch Hemmingen, Wennigsen und Gehrden lagen unter dem Regionsdurchschnitt. (Quelle: Google Alkohol News, 20.8.10) haz.de, 19.8.10

Russland: Einschränkung des Wodka-Verkaufs in Moskau -18. August 2010
Ab 1. September soll in Moskau der Verkauf von hochprozentigem Alkohol ab 15 Vol.-% von 22 Uhr bis 10 Uhr verboten werden. Dadurch soll vor allem der Wodka-Konsum reduziert werden. (Quelle: Schweizer Fernsehen, Tagesschau und 10 vor 10, 18.8.10)

Schwarzbrenner an der Mosel erwischt – 18. August 2010
An der Mosel ist ein Schwarzbrenner aufgeflogen, der offenbar über Jahre nebenbei kräftig Kasse gemacht. Die Behörden hatten einen Tipp bekommen: Das wird teuer: In dieser Anlage hat ein Betrieb im Raum Bernkastel-Kues nach Angaben des Zolls mehr als 18.000 Liter Alkohol schwarz gebrannt. 240.000 Euro Steuern wird er nachzahlen müssen, dazu wird eine Strafe kommen. “Außerdem muss er mit einer empfindlichen Strafe rechnen”, so Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher der Frankfurter Zollfahndung. (Quelle: Google Alkohol News, 18.8.10) rhein-zeitung.de, 17.8.10

Baden-Württemberg: Erste Testkäufe erschreckend – 18. August 2010
Als eine der ersten Städte hatte Heilbronn im Juni 17-Jährige auf Einkaufstour in 40 Läden geschickt. In 16 Fällen wurde Anzeige erstattet, weil die Verkäufer ihnen branntweinhaltige Getränke verkauft hatten, in den übrigen wurde ein Ausweis verlangt. In Stuttgart steht eine Testaktion nach Angaben der Stadtverwaltung unmittelbar bevor, in Mannheim ebenso. …
(Quelle: Google Alkohol News, 18.8.10) badische-zeitung.de, 17.8.10 Kommentar: Wenn auch Bier- und Weinverkäufe kontrolliert würden? Die Städte sollten ruhig noch länger mit Kontrollen warten, dann rentiert das Alkoholgeschäft noch besser. Die Alkohollobby finanziert dann auch den nächsten Wahlkampf, oder nicht?

Inflation in Euro-Zone steigt, doch EZB kann ruhig bleiben – 18. August 2010
Die Lebenshaltungskosten in der Euro-Zone sind auf den höchsten Stand seit November 2008 gestiegen.
Vor allem wegen teurer Energie zogen die Verbraucherpreise im Juli insgesamt um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Statistikamt Eurostat am Montag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. … Dass die Jahresteuerung trotz des Rückgangs in der Monatsberechnung anstieg, erklärten Analysten mit einem sogenannten statistischen Basiseffekt. In der Folge verteuerte sich Energie um 8,1 Prozent im Vergleich zum Juli 2009. …. Alkohol und Tabak kosteten 3,3 Prozent mehr… (Quelle: Google Alkohol News, 17.8.10) de.reuters.com, 16.8.10

D: Rund 5500 Sachsen büßen Führerschein für immer ein – 16. August 2010
Rund 5500 Menschen in Sachsen haben im vergangenen Jahr ihren Führerschein für immer verloren. 21 300 Autofahrer mussten ihre Fahrerlaubnis zeitweise abgeben. Das berichtete der Sender Hitradio RTL am Sonntag unter Berufung auf das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg. (Quelle: Google Alkohol News, 16.8.10) bild.de, 15.8.10

Blog-Artikel: Teufel Alkohol – 16. August 2010
Es ist doch merkwürdig, da werden staatlicherseits Kampagnen gegen den Tabak gefahren und dies schon seit vielen Jahren, eben jetzt durch Rauchverbote an allen möglichen und unmöglichen Orten verschärft, aber gegen Alkohol als Volksdroge Nr. 1, da unternimmt man kaum etwas, ganz im Gegenteil, da trinken unsere Politiker zu allen Anlässen selber Alkohol, da kann die Alkoholindustrie ungeniert werben, besonders die Bierindustrie sogar beim Sport, und ein Wirtschaftsminister Brüderle, der tritt so auf als wenn er ein Weinkönig wäre, so preist er den heimischen Wein. (Quelle: Google Alkohol News, 16.8.10) barrynoa.blogspot.com, 15.8.10 Kommentar: Sein Kommentar ist völlig korrekt. Der Grund, warum die Politik das Alkoholproblem nur am Rande und meist mit Alibiübungen bekämpft, liegt darin, dass Behörden und Medien das Problem nicht lösungsorientiert behandeln. …

Jever, D: Alkohol illegal an Jugendlichen verkauft – 16. August 2010
Bei anonymen Testkäufen im Jeverland haben Jugendliche in sieben von 14 getesteten Betrieben illegal hochprozentigen Alkohol erhalten. Das teilte der Landkreis Friesland am Freitag mit. Jugendamt, Ordnungsamt und Polizei hatten einen 16-jährigen Testkäufer in Jever, Schortens und Sande losgeschickt, um in Supermärkten, bei Getränkehändlern und in Kiosken hochprozentigen Alkohol zu kaufen. (Quelle: Google Alkohol News, 15.8.10) nwzonline.de, 14.8.10

Texas, USA: Lebenslänglich nach Alkohol am Steuer – 16. August 2010
54-Jähriger hatte acht Vorstrafen – sechs davon wegen betrunkenen Fahrens
Zum siebten Mal stand ein Texaner vor Gericht, weil er völlig betrunken am Steuer gesessen hatte – da verlor der zuständige Richter die Geduld. Er verurteilte den Berufskraftfahrer zu lebenslanger Haft! (Quelle: Google Alkohol News, 15.8.10) bild.de, 14.8.10

Gefährliches Spiel betrunkener Jugendlicher auf Mallorca – 14. August 2010
Die Balkone der Hotels auf Mallorca und Ibiza scheinen ein gefährlicher Platz zu sein. Mehrmals in der Woche rasen auf den spanischen Ferieninseln Krankenwagen los, weil Urlauber über die Brüstung hinab auf das Pflaster gestürzt sind. Die unheimliche Unfallserie hat jedoch nichts mit irgendwelchen baulichen Mängeln zu tun. Die Ursache liegt in jugendlichem Leichtsinn gepaart mit Alkohol- und Drogenkonsum.
In den Hotelburgen von Mallorca und Ibiza hat sich unter manchen jungen Leuten die Unsitte ausgebreitet, sich nach einer durchzechten Nacht zu Mutproben herauszufordern. Wenn eine Gruppe junger Urlauber nach einem Streifzug durch Diskotheken ins Hotel zurückkehrt, fordert der eine den anderen zu einer Mutprobe heraus. (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.10) morgenweb.de, 13.8.10

Speed, Heroin und Alkohol – 14. August 2010
Der Leiter der Drogen- und Suchtberatung (Drobs) Halle, Marc Manser (Foto), hat die Aussagen des Innenministeriums relativiert, wonach die Drogenkriminalität im vergangenen Jahr erstmals seit fünf Jahren wieder angestiegen ist. … Nach einem starken Anstieg in den Jahren 2005 und 2006 stagniere die Zahl der Heroinabhängigen derzeit in der Beratungsstelle. Hingegen beobachte man einen starken Trend hin zu so genannten “Misch-Konsumenten”. Neben den verschiedensten illegalen Drogen spiele bei diesen auch der Alkoholmissbrauch eine große Rolle, so Manser. (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.10) mz-web.de, 14.8.10

UK: Premier unterstützt lokal Mindestpreise für Alkohol – 14. August 2010
Im Kampf gegen übermäßigen Alkoholgenuss in Großbritannien hat Premierminister David Cameron Unterstützung für regionale Initiativen zur Einführung von Mindestverkaufspreisen für Alkohol signalisiert. Cameron sagte der Abendzeitung “Manchester Evening News”, er wolle dabei helfen, “Preisnachlässe beim Alkohol” zu beenden. Für Pläne, einen Minimalpreis pro Alkoholeinheit einzuführen, wie ihn mehrere Behörden für das Gebiet in und um Manchester im Nordwesten Englands vorsehen, habe er daher “Verständnis”. (Quelle: Google Alkohol News, 12.8.10) Google/AFP, 10.8.10

Angekündigte Alkohol-Testkäufe mit Lockvögeln – 12. August 2010
Supermärkten und Tankstellen in Stuttgart drohen in den nächsten Tagen Alkohol-Testkäufe von Polizei und Ordnungsamt. Jugendliche Lockvögel sollen von Mitte August an überprüfen, ob beim Verkauf von Alkohol die Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden. Eine ähnliche Aktion brachte vor einigen Tagen im Rems-Murr-Kreis ein ernüchterndes Ergebnis: Die Sünderquote lag bei 46 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 11.8.10) stuttgarter-nachrichten.de, 10.8.10 unser Online-Kommentar: Sinnvolle Testkäufe? Angekündigte Testkäufe sind wenig wirksam. Das Geschäft mit der Jugend hört nur auf, wenn es durch massive Bussen nicht mehr attraktiv ist. Bei Wein und Bier droht den Verkäufern offenbar gar keine Gefahr. Wie viele Jahre soll dieses Spiel noch weitergehen? Solange die Regierung die Ratschläge der EU und der WHO in den Wind schlägt, wird sich nicht viel ändern. Es bleibt bei Alibiübungen.

Sucht Info Schweiz fordert Verbot von Happy Hours – 12. August 2010
Happy Hours, Fünfliber-Abende, Ladies Nights oder Zwei für eins. Die Lockvogelangebote in der Gastronomie animieren die Gäste, für weniger Geld mehr zu trinken. Preissensibel reagieren gerade jüngere Konsumierende. Sucht Info Schweiz fordert daher ein striktes Verbot sämtlicher Vergünstigungen für alle alkoholischen Getränke.
Sucht Info Schweiz rügt, dass das total revidierte Alkoholgesetz Lockvogelangebote wie Happy Hours zulässt. …

D: Sozialverband VdK startet Kampagne gegen Armut – 12. August 2010
Mit einer bundesweiten Plakataktion will der Sozialverband VdK im Herbst auf den „sozialen Kahlschlag“ in der Republik hinweisen. Zudem seien zahlreiche Protestveranstaltungen geplant, sagte die Präsidentin des VdK Deutschland, Ulrike Mascher, am Mittwoch in München. (Quelle: aerzteblatt.de, 11.8.10) unser Online-Kommentar: Denkt der Sozialverband VdK auch daran, dass ein beträchtlicher Anteil der Armut alkoholbedingt ist? Sein Einsatz für eine wirksame Alkoholprävention würde die Armut und die Sozialkosten wesentlich reduzieren und die Lebensqualität aller erhöhen. Die Tabuisierung der Alkoholfrage in der Armutsdiskussion hat bisher deutliche Fortschritte verhindert.

Alkohol am Arbeitsplatz – 10. August 2010
Nicht wegsehen! geht alle an. Das wahre Ausmaß ist unbekannt: Laut Experten sollen jedoch Hunderttausende am Arbeitsplatz Alkohol trinken. Warum Wegsehen falsch ist. Typisch dabei ist, dass es meist keiner gemerkt haben will. Die Kollegen sagen lieber nichts. So etwas ist oft gut gemeint. Es macht die Sache häufig aber nur schlimmer. (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.10) welt.de, 9.8.10

D: Alkoholverbots-Panikmache – 10. August 2010
Dem Rauchverbot wird bald das Alkoholverbot folgen. Die politischen Anstrengungen dazu laufen schon und sind kaum aufzuhalten. Vom zwangsläufigen Verschwinden eines Giftes, das wir ein Kulturgut nennen. (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.10) faz.net, 9.8.10 unser Online-Kommentar:
Wirklich interessant, wie hier versucht wird, mit gewissem kabarettistischem Hauch die Volksseele anzuheizen, damit ja jeder Versuch, die prekäre Situation zu verbessern, im Keim erstickt wird.
Die Tatsachen liegen klar auf dem Tisch: …

Interview mit Campari-Firmenchef – 10. August 2010
Der Mailänder Spirituosenhersteller Campari hat Durst und will zukaufen. Wann, wo und wieso, sagte Firmenchef Robert (Bob) Kunze-Concewitz auf Fragen von Thesy Kness-Bastaroli.
STANDARD: Campari hat die Konsumkrise gut überstanden, ist im ersten Halbjahr 2010 um 17 Prozent gewachsen und hat den Nettogewinn um 15 Prozent erhöht. Was ist der Grund dafür? … (Quelle: Google Alkohol News, 9.8.10) derstandard.at, 8.8.10 Kommentar: Geld stinkt bekanntlich nicht und Werbung nützt auch nichts.

Brandenburg: Kontrollen statt Verkaufsverbot für Alkohol – 8. August 2010
Es ist ein bundesweit einzigartiges Projekt: Seit Anfang März dürfen Tankstellen in Baden-Württemberg nachts keinen Alkohol mehr verkaufen. Politiker in Brandenburg betrachten das Verbot kritisch. (Quelle: Google Alkohol News, 8.8.10) welt.de, 7.8.10 mit unserem Online-Kommentar: Es ist für Politiker immer vorteilhaft, sich gegen Verbote auszusprechen. Man könnte ja auch von Regelungen sprechen. Das menschliche Zusammenleben ist ja nur dank solcher Regelungen möglich. Wesentlich ist, dass diese Regeln sinnvoll sind. Es ist nun einmal erwiesen, dass die Einschränkung der Erhältlichkeit die zweitwirksamste Massnahme ist, um den Konsum und damit die Schäden zu reduzieren. Am besten wirken Preiserhöhungen. …

Sachsens Städte im Kampf gegen Alkoholismus auf sich gestellt – 8. August 2010
Im Kampf gegen Alkoholismus in der Öffentlichkeit bleiben Sachsens Kommunen auf sich allein gestellt. Viele Gemeinden hätten eine vom Innenministerium vor fünf Jahren empfohlene Muster-Polizeiverordnung übernommen – weitergehende Regelungen seien nicht beabsichtigt, sagte Ministeriumssprecher Lothar Hofner…. (Quelle:Google Alkohol News, 8.8.10) bild.de, 7.8.10 Kommentar: Sie sollten sich für eine Konsumreduzierung einsetzen gemäss WHO-globale Alkoholstrategie, d.h. Druck auf die Bundesregierung ausüben.

Alkohol-Testkäufe in Seelze, D – 8. August 2010
Am Donnerstag (5.8.) hat die Region Hannover zusammen mit der örtlichen Polizei Jugendschutzkontrollen in Seelze durchgeführt. Ein 16jähriger Jugendlicher hat als Alkohol-Testkäufer insgesamt 22 Geschäfte aufgesucht und versucht, hochprozentige Alkoholika zu erwerben. In 15 Geschäften wurde der Verkauf verweigert, in sieben Geschäften wurden dem Schüler alkoholische Getränke wie Wodka, Apfelkorn oder Kräuterlikör verkauft – im Schnitt in jedem dritten Geschäft. (Quelle: Google Alkohol News, 7.8.10) lifepr.de, 6.8.10

Null Promillegrenze in Russland – 6. August 2010
Nach zwei Jahren mit einer Grenze von 0,3 Promille ist Russland zur Nulltoleranz zurückgekehrt. Präsident Medwedew will damit die Trunksucht bekämpfen. Sie ist für ihn auch ein Hemmnis für die Modernisierung Russlands. (Quelle: NZZ, 6.8.10)

Berlin: Betrunkene Kapitäne erwischt – 6. August 2010
Die Berliner Wasserschutzpolizei hat zwei betrunkene Kapitäne auf dem Tegeler See ertappt. Ein betrunkener Motorbootfahrer war den Beamten nachts aufgefallen, weil er mit seinem Schiff zu schnell unterwegs war. Eine Untersuchung ergab, dass der 31-Jährige einen Alkoholgehalt von 1,7 Promille im Blut aufwies. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr. Bei einem 39-jährigen Motorbootfahrer, der unbeleuchtet gefahren war, ergab ein Alkoholtest 2,87 Promille. Er dürfte seinen Bootsführerschein verlieren. Auf dem Boot befanden sich ein weiterer Mann, eine Frau und ein Kind. (Quelle: Google Alkohol News, 6.8.10) boote-forum.de, 24.7.10)

Alkohol-Testkäufe: Landkreis Leer und Polizei enttäuscht – 6. August 2010
Zu einer breit angelegten Testkaufaktion im gesamten Kreisgebiet starteten der Landkreis Leer und die Polizeiinspektion Leer/Emden gemeinsam mit zwei Testkäufern am Dienstagnachmittag. Kontrolliert wurden sieben Tankstellen und 24 Lebensmittel- und Getränkemärkte. Die Geschäfte wurden daraufhin überprüft, ob sie die Jugendschutzbestimmungen für die Abgabe von Alkohol einhalten. Die jungen Testkäufer bekamen 13 Mal hochprozentigen Alkohol – drei Tank­stellen und zehn Lebensmittelmärkte – gaben hochprozentigen Wodka oder Korn entgegen den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes ab. (Quelle: Google Alkohol News, 6.8.10) presse-service.de, 5.8.10

Was Jugendliche über Alkohol wissen sollten (mit Test) – 6. August 2010
Viele Jugendliche wissen nicht, welche Schäden Alkohol in ihrem Körper verursachen kann.
Ein Gläschen in Ehren kann schon zu viel sein für Jugendliche, denn viele wissen nicht, welche Schäden Alkohol in ihrem Körper anrichten kann. Warum regelmäßiges Trinken gerade für Jugendliche gefährlich ist, verrät der Test…. (Quelle: Google Alkohol News, 6.8.10) focus.de, 5.8.10

D: Radler bei Unfällen häufiger berauscht als Autofahrer – 6. August 2010
Radfahren ist in – und nicht ganz ungefährlich: Einer neuen Untersuchung zufolge sind Radler im Straßenverkehr deutlich stärker gefährdet als Autofahrer. Allerdings sind die Pedalisten an vielen Unfällen selbst Schuld, oft ist Alkohol im Spiel. Eine vom Auto Club Europa (ACE) veröffentlichten Untersuchung zufolge sind Radfahrer im Straßenverkehr seit Jahren deutlich stärker gefährdet als andere Verkehrsteilnehmer. Für seinen Bericht hatte der Club Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) ausgewertet.
Besonders bedenklich: Während nur jeder 22. Pkw-Unfall auf Alkoholeinfluss zurückzuführen war, stand etwa jeder achte in einen Unfall mit Personenschaden verwickelte Radfahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln. Bei Unfällen, die von Radfahrern verschuldet wurden, waren sogar in jedem vierten Fall Alkohol oder Drogen im Spiel. (Quelle: Google Alkohol News, 5.8.10) spiegel.de, 4.8.10

D: Gejammer der Alkoholindustrie voll Unwahrheiten – 6. August 2010
Der deutsche Konsument wird immer mehr unter die Fittiche des Gesetzgebers genommen. Mit nationalen und regionalen Regelungen versuchen Politiker in Deutschland zunehmend zu bestimmen, wer, wann, was und wo kaufen und trinken darf. Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordert höhere Preise auf alkoholische Getränke und mehr Aufklärung, da in Deutschland an reiner Alkoholmenge viermal soviel getrunken wird als medizinisch vertretbar. Die Deutschen trinken demnach zu oft und weltmeisterlich zu viel, werden dabei aggressiv und laut. Bei “Suchtmitteln” wie Rauchen und Lotto spielen, gibt es schon erste Einschränkungen. Alles, was süchtig machen kann, steht seit Jahren auf der Agenda von staatlichen Verboten und Regelungen. Jetzt ist der Alkohol wieder voll im Visier. Der Bürger wird entmündigt, Industrie und Händler in den Ruin getrieben. (Quelle: Google Alkohol News, 4.8.10) infodienst.de, 2.8.10 Kommentar: Die Zahlen der DHS werden nicht angefochten. Mögliche wirksame Präventivmassnahmen werden als Prohibition wie in den USA abgelehnt. Politiker werden zum voraus angefeindet, als ob schon viele Massnahmen ergriffen worden wären. Dabei tun sie ja viel zu wenig und zu wenig Wirksames.

D: Wird Alkohol bald deutlich teurer? – 4. August 2010
Kostet ein Kasten Bier bald 20 Euro? Um gegen übertriebenen Alkoholkonsum und das „Komasaufen“ vorzugehen, bringen Fachleute eine drastische Erhöhung der Alkoholsteuer ins Gespräch. Gladbecker Getränkehändler halten davon wenig. (Quelle: Google Alkohol News, 3.8.10) derwesten.de, 2.8.10 unser Online-Kommentar:
Dass Getränkehändler gegen Preiserhöhungen auf alkoholischen Getränken sind, ist natürlich. Sie rechnen mit einem Rückgang des Konsums. Dass damit auch die alkoholbezüglichen Schäden zurückgehen würden, ist ihnen egal. Die WHO hat schon vor Jahren veröffentlicht, dass Alkoholprävention nicht mit der Alkoholindustrie zusammen gemacht werden könne. …

Stimme nach der Loveparade – 2. August 2010
Die Heuchelei über die Schuld an der Massaker-Loveparade zieht sich bis in die Trauerfeier am letzten Samstag in der Duisburger Salvatorkirche. Der schwachsinnige Präses der rheinischen Protestanten, Nikolaus Schneider, (62) nannte das Drogen- und Alkoholspektakel ein „Fest der überbordenden Lebensfreude“.
Es gab auch besonnene Stimmen. So warnte der ehemalige Polizeipräsident von Bochum, Thomas Wenner (63), vor der Trauerfeier vor den politischen Schönrednern: „Die Loveparade ist die größte Drogenparty mit viel Alkoholgenuß, die man im Ruhrgebiet auf einmal haben kann.“ …(Quelle: kreuz.net, 2.8.10)

Löst eine Steuererhöhung auf Alkohol die Probleme? – 2. August 2010
Die Diskussionen über den Alkoholkonsum im Land brennen nun mal wieder reichlich auf. Während die Drogenbeauftrage Sabine Bätzing (SPD) die Forderung einer steuerlichen Erhöhung von Alkoholika bereits wieder relativiert, um nicht zu sagen dementiert hat, ist und bleibt die Diskussion ein brisantes Thema im Land. Der Ansatz, dass ein Mehr an Steuern auf Bier, Wein oder Schnaps, der zunehmenden Alkoholabhängigkeit vieler Menschen in Deutschland ebenso entgegenwirken könnte, als auch dem jugendlichen Koma-Saufen, mag nicht ganz verkehrt sein. Aber so lautet die entscheidende Frage: Wem würde solch eine Steuererhöhung tatsächlich Positives bringen? … (Quelle: Google Alkohol News, 2.7.10) theintelligence.de, 1.8.10 mit unserem Online-Kommentar: Der Artikel ist typisch für die Verteidigung der Alkoholindustrie. Viel Geschwafel im Kreis herum. Am Schluss keine brauchbare Lösung. Tatsache ist doch, dass in den Industrieländern mit Ausnahme der Hochpreisländer in Skandinavien der Alkoholkonsum viel zu hoch ist und den Bewohnern und dem Staat immense Kosten und alkoholbedingtes Leid verursachen. …

“Für alkoholfreien Wein ist kein Markt da” – 2. August 2010
Michael und Andreas Toifl haben es schon 1986 getan: dem Wein den Alkohol entzogen. Es war aber nur ein kurzes Intermezzo. “Denn das ist zum Scheitern verurteilt.” Nachdem die Winzerbrüder aus Hadersdorf aber “immer auf der Suche nach neuen Sachen” sind, habe man es halt auch mit dem alkoholfreien Wein probiert. Grüner Veltliner und Müller-Thurgau ließ das Duo in Deutschland entalkoholisieren. “Kaum hatten wir die Ware bei uns, wurde sie schon beschlagnahmt”, erinnert sich Michael Toifl. “Es war ja was völlig Neues.” …(Quelle: Google Alkohol News, 7/31/10) kurier.at, 31.7.10

FORSCHUNG


Alkoholexzesse bei kardiovaskulären Erkrankungen besonders gefährlich – 25. August 2010
Bei Personen mit Hypertonus können Trinkgelage das Risiko für einen Schlaganfall drastisch erhöhen. Gleiches gilt für das Risiko an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Jae Woong Sull von der Yonsei University in Seoul. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Stroke (doi: 10.1161/STROKEAHA.110.586347). (Quelle: aerzteblatt.de, 24.8.10)

Brustkrebs: Alkohol erhöht Risiko in den Drüsenlappen – 25. August 2010
Alkohol erhöht das Risiko für hormonempfindlichen Brustkrebs, der von den Drüsenlappen ausgeht. Der Genuss von Hochprozentigem scheint nur die Entwicklung der so genannten lobulären Karzinome zu fördern. (Quelle: netdoktor.de, 24.8.10)

Mäßiger Alkoholgenuss in der Familie verhindert Sucht (?) 23. August 2010
Wer von der Familie sachte an den Alkohol herangeführt wird, neigt seltener zum Vollrausch-Trinker. Was beweist: Das Verbotene lockt. Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihren Familien zum Essen eine geringe Menge an alkoholischen Getränken konsumieren dürfen, betrinken sich als Erwachsene seltener bis zum Vollrausch und werden seltener alkoholkrank als Jugendliche, die einem Alkoholverbot unterliegen. Das berichten Forscher um Lee Strunin von der Boston University (US-Staat Massachusetts) im Journal „Addiction, Research and Theory“. (Quelle: Google Alkohol News, 21.8.10) welt.de, 20.8.10 mit unserem Online-Kommentar: Auf www.alkoholpolitik.ch sind mehrere Studien aufgelistet mit Links zur Quelle, welche diese Studie widerlegen. Z.B. eine aus Holland im Januar: http://www.alkoholpolitik.ch/2010/01/29/kinder-die-von-den-eltern-zu-verantwortungsvollem-alkoholkonsum-erzogen-werden-haben-trotzdem-alkoholprobleme/8922/
Auch in den USA liegen ähnliche Studen vor.

Mäßiger Weinkonsum könnte Hirnleistung steigern, wenn… – 20. August 2010
…wenn es nicht so viele Wenn und Aber gäbe. (Kommentar Red.)
Ein moderater Weinkonsum geht mit einer besseren Leistungsfähigkeit des Gehirns einher. Diesen Zusammenhang zeigen die Ergebnisse einer Studie, die norwegische Forscher mit mehr als 5000 Probanden durchgeführt haben. Sie hatten getestet, wie der Konsum verschiedener Mengen unterschiedlicher alkoholischer Getränke mit der Wahrnehmungs- und Erinnerungsfähigkeit der Versuchsteilnehmer zusammenhing. Dabei schnitten diejenigen, die regelmäßig moderate Mengen Wein konsumierten, am besten ab – bei anderen alkoholischen Getränken konnten die Forscher dagegen keinen positiven Effekt nachweisen. Die Autoren um Kjell Arntzen von der Universität in Tromso schränken jedoch ein: «Die positiven Auswirkungen könnten auch auf den allgemeinen Lebensstil zurückzuführen sein.» Ihre Studie veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin «Acta Neurologica Scandinavica» (Bd. 122, Zusatzveröffentlichung 190, S. 23). (Quelle: netdoktor.de, 18.8.10) (siehe auch Deutsches Aerzteblatt) Kommentar: Dass solche zugegebenermassen unsichere Forschungsresultate in einer Aerztezeitschrift unkritisch kommentarlos kolportiert werden, ist bedenklich.

Bier fördert Schuppenflechte – 18. August 2010
Wer gerne Bier trinkt, hat ein erhöhtes Risiko, Schuppenflechte zu bekommen. Schuld ist vermutlich das Malz im Gerstensaft. Leichtbiere stellen keine Gefahr dar.
Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung der Haut, die viele Faktoren und Substanzen auslösen und verschlimmern können. Alkohol gilt zum Beispiel schon seit Längerem als ein Kandidat, der die Erkrankung forciert. Wissenschaftler der Harvard-Universität haben nun den Einfluss verschiedener Alkoholika auf die Schuppenflechte untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Wein, hochprozentige alkoholische Getränke, aber auch kalorienarmes „Light“-Bier keine Rolle spielen – im Gegensatz zu normal gebrautem Vollbier. (Quelle: Google Alkohol News, 18.8.10) focus.de, 17.8.10 Kommentar: Die Studie hat das Risiko von Frauen untersucht. (Source: Medical News Today, 8/16/10)

Autoritäre Erziehung schützt Jugendliche vor Rauschtrinken – 14. August 2010
Eine strenge, kontrollierende Erziehung kann Jugendliche vor übermäßigem Trinken schützen. Das zeigt eine US-Studie, die untersuchte, welcher Erziehungsstil dem sogenannten Binge-Drinking (Rauschtrinken) vorbeugen kann.
Zugleich sollten Eltern neben klaren Regeln aber auch Fürsorge und Geborgenheit nicht vergessen. Bei der Untersuchung wurden knapp 5000 Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren zu Alkoholkonsum, Erziehungsstil und dem Alkoholkonsum ihrer Freunde befragt. Als Binge-Drinking wird der Konsum von fünf oder mehr alkoholischen Getränken an einem Abend klassifiziert. (Quelle: Google Alkohol News, 13.8.10) maerkischeallgemeine.de, 12.8.10

Inflationsbedingte Anpassung der Alkoholsteuern würde viele Leben retten – 12. August 2010
Die Anpassung von Alkoholsteuern an die Inflation würde jährlich im US-Bundesstaat Florida zwischen 600 und 800 Menschen retten, die an den Folgen von übermäßigen Alkoholkonsum sterben. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Universität Florida. Die Alkoholsteuern wurden dort zuletzt im Jahr 1983 erhöht.
Die Studie, die Sterblichkeitsrate und Steuererhebung von 1969 bis 2004 analysiert, ist in der Fachzeitschrift Alcoholism: Clinical and Experimental Research (ACER) erschienen. (Quelle: Google Alkohol News, 11.8.10) nichttrinker.com, 10.8.10

Je bildungsferner, desto fitter – 12. August 2010
Eine neue Studie stellt dem Lebenswandel der Deutschen ein schlechtes Zeugnis aus: Zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol. Dabei sind Hauptschul-Absolventen überdurchschnittlich fit, während Akademiker schlechter abschneiden. (Quelle: Google Alkohol News, 11.8.10) sueddeutsche.de, 10.8.10)

Pharmastudien glänzen häufiger mit positivem Ergebnis – 6. August 2010
Boston – Auch nach der Einrichtung des Registers ClinicalTrials.gov enden die Ergebnisse von klinischen Studien häufiger mit einem günstigen Ergebnis, wenn sie von den Herstellern gesponsert wurden. Dies ergab eine Studie in den Annals of Internal Medicine (2010; 153: 158-166), deren Interpretation jedoch schwierig ist. ClinicalTrials.gov wurde 1999 eingerichtet, um zu verhindern, dass Studien mit einem negativen Ausgang von den Herstellern unter den Tisch gefallen lassen werden. Denn dann könnte in den Meta-Analysen, auf die sich zunehmend die Empfehlungen der Leitlinien stützen, ein zu positives Bild von der Wirksamkeit der Medikamente entstehen. (Quelle: aerzteblatt.de, 4.8.10) Kommentar: Wer kontrolliert die Forschung der Alkoholindustrie?

USA: Alkohol und Gewalt: Krisenintervention in der Klinik – 6. August 2010
Ann Arbor – US-Forscher wollen Jugendliche, die wegen eines Alkoholexzesses oder Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden, durch eine psychologische Kurzintervention zu einer vernünftigeren Lebensweise ermuntern. Die Ergebnisse einer randomisierten Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2010; 304: 527-535) sind jedoch nicht eindeutig. (Quelle: aerzteblatt.de, 4.8.10)

Alkohol verstärkt allergische Beschwerden – 2. August 2010
Allergiker sollten Bier, Wein und Co. mit Vorsicht genießen. “Alkohol verstärkt allergische Beschwerden”, sagte Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach dem dpa-Themendienst. Dafür gibt es zwei Gründe: Aufgrund des Alkohols werden die Schleimhäute generell durchlässiger. Die Haut ist stärker durchblutet, die Wangen röten sich. Gleichzeitig bewirkt diese Durchlässigkeit aber auch, dass Allergene leichter ins Blut gelangen. Die Beschwerden nehmen deshalb zu.
Zudem sind im Alkohol Histamine enthalten. “Histamin ist ein biogenes Allergen, das die allergischen Reaktionen unter anderem auslöst”, erklärte Lämmel. (Quelle: Google Alkohol News, 1.8.10) aponet.de, 29.7.10

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Letzter Eintrag 31.8.2010









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Kommentar zu Studienbericht, der alles klar macht

Donnerstag 26. August 2010 von htm

Kommentar zu “Ein Prost auf langes Leben” bei Focus-Online am 25.8.10

Nun hat also diese Studie gebracht, was ich schon immer zu diesen alkoholpositiven Studien gesagt habe: Die jeweils herbeigezogenen “Abstinenten” waren nicht lebenslang alkoholfrei Lebende, sondern ehemalige Alkoholiker, Diabetiker, usw., die mit verschiedenen Gesundheitsrisiken lebten. Ganz klar, dass mässige Alkoholkonsumenten, die sonst gesundheitsbewusst leben, eine bessere Lebenserwartung haben, weil der Körper geringe Mengen Alkohols ohne bleibende Schäden verarbeiten kann.
Es ist deshalb irreführend, wenn der Artikel wie gewohnt titelt: Ein Prost auf langes Leben. Lebenslang Abstinente leben vielleicht sogar länger, weil sie ihr Immunsystem nicht durch Alkoholkonsum belasten, sich oft auch sonst gesundheitsbewusst ernähren, wenn es ihr sozialer Status erlaubt und sie nicht unter zu grossem Stress leiden. Nicht umsonst leiden viele Abstinentengruppen an Überalterung. Zwei der ersten drei Sätze sind ebenfalls irreführend. Die Studie belegt gerade das Gegenteil: Dass die bisherigen alkoholpositiven Studien Abstinente zu unrecht als valable Kontrollgruppen beigezogen haben. Lebenslang Abstinente hätten ein anderes Ergebnis erbracht. Nur sind die heutzutage schwieriger zu finden. Jetzt sollte die Presse ehrlich genug sein, diesen Sachverhalt wahrheitsgemäss wiederzugeben. Mässiger Alkoholkonsum ist selbstverständlich besser als unmässiger. Das ist der einzige positive Effekt.

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Mäßiger Weinkonsum könnte Hirnleistung steigern, wenn…

Freitag 20. August 2010 von htm

…wenn es nicht so viele Wenn und Aber gäbe. (Kommentar Red.)
Ein moderater Weinkonsum geht mit einer besseren Leistungsfähigkeit des Gehirns einher. Diesen Zusammenhang zeigen die Ergebnisse einer Studie, die norwegische Forscher mit mehr als 5000 Probanden durchgeführt haben. Sie hatten getestet, wie der Konsum verschiedener Mengen unterschiedlicher alkoholischer Getränke mit der Wahrnehmungs- und Erinnerungsfähigkeit der Versuchsteilnehmer zusammenhing. Dabei schnitten diejenigen, die regelmäßig moderate Mengen Wein konsumierten, am besten ab – bei anderen alkoholischen Getränken konnten die Forscher dagegen keinen positiven Effekt nachweisen. Die Autoren um Kjell Arntzen von der Universität in Tromso schränken jedoch ein: «Die positiven Auswirkungen könnten auch auf den allgemeinen Lebensstil zurückzuführen sein.» Ihre Studie veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin «Acta Neurologica Scandinavica» (Bd. 122, Zusatzveröffentlichung 190, S. 23). (Quelle: netdoktor.de, 18.8.10) (siehe auch Deutsches Aerzteblatt) Kommentar: Dass solche zugegebenermassen unsichere Forschungsresultate in einer Aerztezeitschrift unkritisch kommentarlos kolportiert werden, ist bedenklich.

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Magazin “rausch”, Juni Ausgabe

Mittwoch 2. Juni 2010 von htm

Geesthacht, 2. Juni 2010. Der demografische Wandel stellt auch die Suchthilfe vor große Herausforderungen: Künftig müssen immer mehr alte Menschen mit Abhängigkeitsproblemen betreut werden. „rausch“, das unabhängige Magazin für Suchtfragen, stellt in seiner Juni-Ausgabe die wenigen vorhandenen Konzepte vor und geht auch der Frage nach, wie das Pflegepersonal mit Opas Wunsch nach seinem Joint zur Pink-Floyd-CD künftig umgehen könnte.
Wer die Lücke füllen soll, wenn die vergreisenden Selbsthilfeorganisationen ihre Angebote nicht mehr aufrecht halten können, ist eine weitere Facette zum Themenschwerpunkt »Sucht in der alternden Gesellschaft.«
Weitere Themen des Heftes sind ein Besuch in Deutschlands einzigem Hanfmuseum, wie die Bundesregierung Gesundheitsgefahren durch verunreinigtes Cannabis ignoriert sowie die aktuelle Positionierung der Suchthilfe in Deutschland. (Quelle: “rausch”, 2.6.10) www.neuland.com

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D: Senioren greifen häufiger zu Alkohol

Freitag 9. April 2010 von htm

In Deutschland greifen immer mehr Senioren zu Tabletten und Alkohol, auch in Bremen haben sich die Zahlen verdoppelt. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen warnt in ihrem aktuellen Jahrbuch, dass übermäßiger Alkoholkonsum nicht nur ein Problem unter Jugendlichen sei, sondern auch immer mehr Senioren sich krankenhausreif trinken würden. Die Zahl der Menschen zwischen 80 und 85 Jahren, die mit einer akuten Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert werden, hat sich im Laufe der letzten Jahre verdreifacht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.4.10) radiobremen.de, 8.4.10

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Top News: Mässiger Alkoholkonsum schärft das Denken nicht!

Mittwoch 25. November 2009 von htm

Gemäss einem neuen Bericht werden ein oder zwei Gläser pro Tag die Gehirnleistung nicht fördern, wenn die Leute älter werden. Reuters berichtete am 16. November, dass Forscher des University College London untersuchten: soziale, wirtschaftliche und physikalische Bedingungen und Denkfähigkeiten bei 1985 Männern und Frauen im Alter von 60 bis 74 Jahren. Die Daten von den 87% der Teilnehmer, die sagten, sie würden mässig Alkohol konsumieren oder gar keinen, wurden weiter im Detail analysiert. … Die Forscher sagten, mässige Alkoholkonsumenten hätten leicht bessere geistige Fähigkeiten, wenn sie älter werden, weil ihr besserer sozialer, wirtschaftlicher und bildungsmässiger Status ihnen während des ganzen Lebens half, ihre Denkfähigkeit zu verbessern und nicht der Alkoholkonsum. (Quelle: Join Together, 24.11.09) Online-Kommentar: Auf eine solche Studie haben wir gewartet. Nun lasst uns sehen, ob die Medien über diese Studie auch so berichten, wie sie früher die Studie mit dem positiven Alkohol-Effekt willkommen geheissen haben.

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