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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Reklame'

Gewerbeverband bezweifelt Wirkung von Alkohol-Werbeverboten

Mittwoch 24. März 2010 von htm

Der Kampf um das neue Präventionsgesetz ist in vollem Gang: Am Dienstag hat der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) Ergebnisse einer Studie vorgestellt, wonach Alkoholwerbung keinen Einfluss auf den Konsum Jugendlicher hat. Fachleute zweifeln diesen Befund an. (Quelle: NZZ, 24.3.10 und gmx.net.de, 24.3.10 ) (siehe unsern heutigen Leserbrief an die NZZ.)

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Standardwerk: Alkohol – Kein gewöhnliches Konsumgut

Samstag 9. Januar 2010 von htm

von Sally Casswell, Raul Caetano, Thomas Babor, Untertitel: Forschung und Alkoholpolitik, 2005
ISBN 10: 3801719235, ISBN 13: 9783801719234, Erschienen bei: Hogrefe-verlag, EUR 59,95
Aus der Perspektive der Gesundheitsforschung ist Alkohol kein gewöhnliches Konsumgut. Alkohol hat weltweit Folgen für Individuen und Gesellschaften bis hin zu Krankheit und vorzeitigem Tod. Alkohol hat darüber hinaus einen ungünstigen Einfluss auf viele Aspekte des sozialen Lebens. Gesundheitspolitik und Alkoholforschung haben zum Ziel, diesen Auswirkungen sinnvoll zu begegnen. Was sind alkoholpolitische Maßnahmen Warum sind sie wichtig Welche Interventionen sind effektiv Das Buch beleuchtet die neuesten Erkenntnisse zur Effizienz nationaler und internationaler alkoholpolitischer Maßnahmen. Der Fokus liegt auf Empfehlungen hinsichtlich der wichtigsten Strategien: Besteuerung und Preispolitik, Regulierung von Kauf und Verkauf von alkoholischen Getränken, Modifizierung der Trinksituation, Maßnahmen gegen Trunkenheit am Steuer, Regulierung der Werbung für Alkohol, Präventions- und Therapieprogramme. Der deutschen Ausgabe sind drei Kapitel zur Alkoholpolitik in Deutschland, Österreich und der Schweiz beigefügt. Diese Beiträge diskutieren u.a. die Frage ob und wie die Ergebnisse auf den deutschen Sprachraum übertragen und welche Maßnahmen umgesetzt werden können. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.1.10) cgi.ebay.de, 8.1.10 Kommentar: Dies ist das Standardwerk der Alkoholpolitik. Alle Politiker sollten dieses gelesen haben. Englisches Original: Alcohol – No ordinary commodity, 2003

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Werbung und leichter Zugang erhöhen Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Freitag 1. Januar 2010 von htm

Leichte Verfügbarkeit von Alkohol sowie die Werbung für alkoholische Getränke haben einen deutlich verstärkenden Effekt auf das Trinkverhalten von Jugendlichen. „Höhere Preise für alkoholhaltige Getränke, eine stärker begrenzte Verkaufszeit sowie eine stärkere Kontrolle der Alkoholwerbung bewirken hingegen, dass weniger Jugendliche Alkohol trinken und dabei auch weniger Alkohol konsumieren. Dies zeigt eine aktuelle Studie. Besonders kritisch ist dabei Alkoholwerbung im Zusammenhang mit Sport und das Sponsoring von Sportveranstaltungen durch Alkoholproduzenten zu sehen“, berichtet Dr. Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (BKJPP). Er bezieht sich dabei auf eine Studie unter der Leitung von Mallie Paschall von der Berkeley Universität in den USA. Die Forschungsarbeit wurde in der Fachzeitschrift Addiction veröffentlicht. … (Quelle: Google Alkohol Alert, 31.12.09) neurologen-und-psychiater-im-netz.de, 1.1.10

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DHS-Fact-Sheet: Alkohol und Werbung

Donnerstag 10. Dezember 2009 von htm

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat ein Merkblatt über Alkoholwerbung herausgebracht, Stand November 2009. Jeder Politiker sollte diese Infomationen kennen.

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Alkoholwerbung und Jugendliche

Donnerstag 26. November 2009 von htm

Exzessiver Alkoholkonsum kann zu Depressionen und Angstzuständen führen, Kinder- und Jugendpsychiater in Deutschland diagnostizieren diese Krankheiten seit ein paar Jahren auch verstärkt bei den jüngsten in unserer Gesellschaft. Trotz verschärfter Kontrollen ist Alkohol für Jugendliche weiterhin verfügbar. Aber was bringt Jugendliche zum Alkohol? Welche Rolle spielen Erwachsene dabei als Vorbilder? (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.11.09) blogs.uni-osnabrueck.de, 25.11.09des Online-Kommentar: Ihre Meinung verläuft sich leider im Unverbindlichen. Die Eltern sind verantwortlich, aber viele sind kein Vorbild, Alkoholwerbung soll kritisch diskutiert werden, gesellschaftliche Ursachen seien aber die Hauptursache des jugendlichen Alkoholkonsums.…
Die Alkoholwerbung ist ein wesentlicher Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die z.B. Prävention bei Jugendlichen unglaubwürdig und damit nutzlos macht. (Siehe “Alkohol und Massenmedien” der WHO) Die gesellschaftlichen Ursachen müssen demnach von der Gesellschaft bekämpft werden, d.h. vom Stimmvolk, der Politik, der Wissenschaft. Um den heissen Brei herumreden bringt gar nichts. In einem aktuellen Basispapier der WHO wird dies auf den Punkt gebracht: Wir sind alle Passivtrinker, die unter den alkoholbedingten Schäden leiden, aber auch gemeinsam die Macht hätten, sie zu reduzieren. Nur fehlt objektive Information und verhindert einen Aufbruch.

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Mässiger Alkoholkonsum wirklich gesund? (Online-Komm.)

Mittwoch 18. November 2009 von htm

Online-Kommentar zu Studien “Alkohol – in Maßen gesund?” im Bayerischen Rundfunk am 16.11.09.
Ihr Artikel über gesunden Alkohol ist leider nicht über alle Zweifel erhaben. Vor allem verschweigen Sie die gesundheitsschädlichen Aspekte auch bei geringem Konsum, die gerade in letzter Zeit durch Studien belegt sind. Auch dass andere Aspekte zu den positven Ergebnissen geführt haben können, erwähnen Sie nicht. Z.B. dass mässige Weintrinker an sich meistens gesünder leben, z.B. weil sie es sich leisten können und deshalb ein besseres Risiko darstellen als Abstinente. Dann kommt die ganze Problematik der Abstinenten, die oft wissentlich oder unwissentlich in unsachgemässer Weise als Vergleichsgruppe herhalten mussten, obwohl sie ein derart heterogenes Gebilde darstellen, dass sie in keiner Weise als Vergleichsgruppe geeignet sind. Nur lebenslange Abstinenten ohne gesundheitliche Altlasten als Diabetiker, Alkoholiker, Übergewichtige usw. dürften als Vergleich herangezogen werden. Doch sind diese in der erforderlichen Menge in den wenigsten Ländern aufzutreiben. (Studie von Kaye Fillmore, Kalifornien) Dazu kommt, dass Studien, die von einer Industrie finanziert sind, meist im Ergebnis den Wünschen des Auftraggebers entsprechen. Auch legen die Forscher oft die Erhebungsstrukturen nicht offen, so dass eine wirkliche Überprüfung nicht möglich ist.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

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Alkoholwerbung im Kabelfernsehen erreicht zu viele Jugendliche

Samstag 22. August 2009 von htm

USA: Eine neue Studie des Center on Alcohol Marketing and Youth, in Zusammenarbeit mit UCLA, fand eine auffallende Uebereinstimmung zwischen der Anzahl jugendlicher Zuschauer und der Frequenz von Alkoholwerbung im Kabelfernsehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Reklame für Bier, Spirituosen und Alcopops viel öfters gesendet wurde, wenn mehr Jugendliche am Zuschauen waren. (Quelle: Medical News Today, 21.8.09) persoenlich.com, 24.8.09 mit unserem Kommentar:
Der Unterschied zwischen der Schweiz und den USA ist, dass die USA Institute haben, vom Staat finanziert, die ein Monitoring der Alkoholreklame betreiben und so vor Fehlentwicklungen warnen können. Bei uns wird nicht einmal kontrolliert, ob die Schweizer Radio- und Fernsehanstalten ihre Pflicht in Bezug auf alkoholpräventive Sendungen erfüllen. Und die Grauzone der Schleichwerbung für Alkohol wird schamlos ausgenützt.

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Selbstregulierung der Alkoholwerbung funktioniert nicht

Freitag 12. Juni 2009 von htm

Alkoholwerbung zielt auf junge Konsumenten. Suchtforscher verlangen straffere Regulierung der Alkoholwerbung, da neue Forschung zeigt, dass Selbstregulierung der Alkoholindustrie beeindruckbare Kinder und Jugendliche nicht schützt. Die neue Studie in Australien fand, dass Jugendliche in den fünf grossen Städten fast so viel TV Alkoholwerbung sahen wie 18-24-Jährige, und bezüglich normalem Bier und Wein waren in einer Stadt minderjährige Jugendliche mehr der Alkoholwerbung ausgesetzt als junge Erwachsene im legalen Konsumalter. (Quelle: Medical News Today, 11.6.09)

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Parteispenden sollten offengelegt werden

Sonntag 7. Juni 2009 von htm

Leserbrief zu „Von wem denn, wenn nicht von den Lobbys?“, im Tages-Anzeiger am 5.6.09
Das Versteckspiel, wie es bei den UBS-Parteispenden gegenwärtig betrieben werde, müsse beendet werden. (Ja, es müsste allgemein beendet werden.) Transparenz wäre ein wichtiger Beitrag zur parlamentarischen Kontrolle. Völlig richtig. Nur, genau jene Parlamentarier, die an einem nicht so sauberen Tropf hängen, werden sich weiter sträuben, ihre Geldgeber und die Höhe der Spenden offenzulegen. In Amerika ist es möglich. Allerdings grassiert dort das Lobby-Unwesen trotzdem. Wir erleben es gerade wieder in dieser Sommersession der Räte in Bern, wie gewisse Kreise nicht auf die Alkoholreklame am Fernsehen verzichten wollen, obwohl der Entscheid klar sein müsste. Vielleicht könnte es den einen oder andern schwankenden National- oder Ständerat überzeugen, wenn er sich überlegt, dass Alkoholreklame am öffentlichen Fernsehen die Programmverantwortlichen noch weniger hindern könnte, in den Programmen Alkoholschleichwerbung zu betreiben. Sie würden gegenüber der jetzigen Situation mit immer wieder erscheinenden alkoholfreundlichen Programmen zusätzlich noch erpressbar und niemand kontrolliert sie wirklich. Denn auch die Gesetze sind derart schwammig gehalten, dass ihre Medien-Rechtsanwälte sie immer wieder herausboxen können. Und wirklich kritische, präventive Programme, die sie als Ausgleich laut Statut bringen müssten, sucht man vergebens.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(bis 17.6.09 nicht veröffentlicht)

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Die Wirkung der Alkoholwerbung, Pressekommentare

Mittwoch 27. Mai 2009 von htm

Online-Kommentar zu Kommentare in sueddeutsche.de, 25.5.09

Kontrabass: Kommentare zur Alkoholwerbungs-Studie
Wenn zwischen “Zusammenhang” und “Wirkung” unterschieden wird, ist dies eine übliche Vorsichtsmassnahme bei Wissenschaftern. Am Ergbnis ändert sich nichts. Es wird durch eine ganze Reihe von andern Studien bestätigt. Die Hauptwirkung der Alkoholwerbung geht von der geballten Ladung an alkoholbezüglichen Eindrücken aus, die von der Gesellschaft ausgehend auf die Jugendlichen eindringen. Auch das Vorbild der Erwachsenen gehört dazu. Deshalb sind auch Präventionsprogramme für Jugendliche nicht sehr wirksam, weil die gesellschaftliche Wirklichkeit diesen Botschaften diametral gegenübersteht. Sie sind dadurch unglaubwürdig und deshalb wirkungslos.
- Auf die Peergroups haben die Eltern insofern Einfluss, als sie schon frühzeitig dafür sorgen können, dass ihre Kinder in Kreisen verkehren, die ein weniger grosses Risiko aufweisen, z.B. ausgesuchte Jugendorganisationen, die einen ethischen Hintergrund haben. Das Angebot ist allerdings nicht überall gleich gut. Es nützt aber nichts, dass man die Wichtigkeit der Peergroups hervorhebt und damit die Schädlichkeit der Alkoholwerbung neutralisiert. Das Problem benötigt eine ganze Palette an Massnahmen.
- Der Staat macht soviel, wie seine Bürgerinnen und Bürger zulassen. Wenn die Politiker um ihre Wählerstimmen fürchten müssen, wenn sie unpopuläre Massnahmen einführen, werden sie sich hüten, in diese Richtung vorzustossen und sich um Entscheide drücken. Genau wie es jetzt geschieht. Die Einnahmen des Staates aus dem Alkoholgeschäft sind ein Bruchteil des Schadens, der damit angerichtet wird. Nach dem Verursacherprinzip müssten schmerzhafte Alkoholsteuern eingeführt und für die Deckung der Schäden und für die Prävention eingesetzt werden.
- Wer sich über die unterschiedlichen Glasgrössen aufregt, hat natürlich insofern recht, als es die Alkoholindustrie immer wieder fertig bringt, mit neuen Grössen Verwirrung zu schaffen. Ganz abgesehen davon, dass der Alkoholgehalt ähnlicher Getränke, z.B. Bier, Schnaps, Wein, sehr unterschiedlich sein kann. Die Wissenschaft verwendet den Begriff Standard Drink und vergleicht damit Gläser, die bei verschiedener Getränkeart etwa den gleichen Alkoholgehalt bringt. Die Normen sind aber nicht wirklich einheitlich geregelt. So unterscheiden sich auch die als problemlos empfohlenen täglichen Konsummengen von Land zu Land.

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