Samstag 27. Juni 2009 von htm
Einer von zehn Todesfällen in Europa ist Studien zufolge auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Besonders dramatisch ist die Situation in Russland: Dort ist die Hälfte der Todesfälle bei Männern von 15 bis 54 Jahren auf exzessiven Alkoholkonsums zurückzuführen, heißt es im Fachjournal “Lancet”. Es veröffentlicht in seiner Ausgabe von diesem Samstag mehrere Analysen zum Thema Alkohol. Der weltweite Durchschnittsverbrauch liege derzeit bei 6,2 Litern puren Alkohols, der europäische bei 11,9 Litern. Weltweit seien unter anderem die billige Massenproduktion und die globalisierte Vermarktung daran schuld, dass immer mehr Alkohol getrunken werde. “Wir stehen einer großen und zunehmenden auf Alkohol zurückzuführenden Last gegenüber – obwohl wir besser denn je wissen, mit welchen Strategien sich die Probleme effektiv und günstig regeln ließen”, kritisieren die Forscher. …(Quelle: Google Alkohol News, 26.6.09) Frankfurter Rundschau, 25.6.09 BBC, 26.6.09 The Lancet, 27.6.09 20minuten, 26.6.09
Studie: “Global burden of disease and injury and economic cost attributable to alcohol use and alcohol-use disorders.” Jürgen Rehm, Colin Mathers, Svetlana Popova, Montarat Thavorncharoensap, Yot Teerawattananon, Jayadeep Patra. The Lancet, Volume 373, Issue 9682, Pages 2223 – 2233, 27 June 2009
doi:10.1016/S0140-6736(09)60746-7
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Mittwoch 27. Mai 2009 von htm
Online-Kommentar zu Kommentare in sueddeutsche.de, 25.5.09
Kontrabass: Kommentare zur Alkoholwerbungs-Studie
Wenn zwischen “Zusammenhang” und “Wirkung” unterschieden wird, ist dies eine übliche Vorsichtsmassnahme bei Wissenschaftern. Am Ergbnis ändert sich nichts. Es wird durch eine ganze Reihe von andern Studien bestätigt. Die Hauptwirkung der Alkoholwerbung geht von der geballten Ladung an alkoholbezüglichen Eindrücken aus, die von der Gesellschaft ausgehend auf die Jugendlichen eindringen. Auch das Vorbild der Erwachsenen gehört dazu. Deshalb sind auch Präventionsprogramme für Jugendliche nicht sehr wirksam, weil die gesellschaftliche Wirklichkeit diesen Botschaften diametral gegenübersteht. Sie sind dadurch unglaubwürdig und deshalb wirkungslos.
- Auf die Peergroups haben die Eltern insofern Einfluss, als sie schon frühzeitig dafür sorgen können, dass ihre Kinder in Kreisen verkehren, die ein weniger grosses Risiko aufweisen, z.B. ausgesuchte Jugendorganisationen, die einen ethischen Hintergrund haben. Das Angebot ist allerdings nicht überall gleich gut. Es nützt aber nichts, dass man die Wichtigkeit der Peergroups hervorhebt und damit die Schädlichkeit der Alkoholwerbung neutralisiert. Das Problem benötigt eine ganze Palette an Massnahmen.
- Der Staat macht soviel, wie seine Bürgerinnen und Bürger zulassen. Wenn die Politiker um ihre Wählerstimmen fürchten müssen, wenn sie unpopuläre Massnahmen einführen, werden sie sich hüten, in diese Richtung vorzustossen und sich um Entscheide drücken. Genau wie es jetzt geschieht. Die Einnahmen des Staates aus dem Alkoholgeschäft sind ein Bruchteil des Schadens, der damit angerichtet wird. Nach dem Verursacherprinzip müssten schmerzhafte Alkoholsteuern eingeführt und für die Deckung der Schäden und für die Prävention eingesetzt werden.
- Wer sich über die unterschiedlichen Glasgrössen aufregt, hat natürlich insofern recht, als es die Alkoholindustrie immer wieder fertig bringt, mit neuen Grössen Verwirrung zu schaffen. Ganz abgesehen davon, dass der Alkoholgehalt ähnlicher Getränke, z.B. Bier, Schnaps, Wein, sehr unterschiedlich sein kann. Die Wissenschaft verwendet den Begriff Standard Drink und vergleicht damit Gläser, die bei verschiedener Getränkeart etwa den gleichen Alkoholgehalt bringt. Die Normen sind aber nicht wirklich einheitlich geregelt. So unterscheiden sich auch die als problemlos empfohlenen täglichen Konsummengen von Land zu Land.
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Samstag 16. Mai 2009 von htm
Jugendliche benützen Flaschen Etiketten zur Wahl des stärksten Getränks zu niedrigsten Preisen. Im Gegensatz zur Position der Alkoholindustrie, dass sichtbare Etiketten das verantwortungsbewusste Konsumieren fördern würden, benützen junge Leute diese sichtbaren Standard-Flaschen-Etiketten dazu, die Alkoholmenge, die sie konsumieren zu erhöhen oder sogar zu maximieren, zu tiefstmöglichen Kosten. (Quelle: Medical News Today, 15.5.09)
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Samstag 4. April 2009 von htm
Hauptsache billig: Das scheint für die meisten Deutschen das Motto beim Einkauf zu sein. Beim Kauf von Lebensmitteln, Kleidung, Schuhen und Unterhaltungselektronik achtet die Mehrheit hierzulande vor allem auf den Preis und weniger auf die Marke. Ausnahme: Beim Alkohol schauen 53.5% mehr auf die Marke. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative internationale Umfrage der GfK-Marktforschung in Nürnberg. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.4.09) Kölnische Rundschau, 3.4.09
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Freitag 3. April 2009 von htm
Im Jahr 2008 hat DG SANCO RAND Europa beauftragt, eine Studie über “Die Erschwinglichkeit von Alkoholika in der EU durchzuführen – Die Zusammenhänge zwischen der Erschwinglichkeit von Alkoholika, Konsum und Schäden verstehen.” Neben einem ausführlichen Studium der Literatur hat RAND Europa für diese Studie eine grosse Zahl von Interessevertretern konsultiert (EU-Mitgliedstaaten, Wirtschaftsführer, NGOs der öffentlichen Gesundheit und andere Generaldirektionen der EU-Kommission). Report pdf (1.9 MB)
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Mittwoch 18. Februar 2009 von htm
Vorschläge der Drogenbeauftragten des Bundes, Sabine Bätzing, zur Alkohol- und Tabakprävention sollen nur in entschärfter Form umgesetzt werden. Eine Studie soll die Folgen von Steuererhöhungen untersuchen. Ergebnisse in 2 Jahren! (Quelle: Google Alkohol News, 17.2.09) FOCUS ONLINE, 17.2.09 Kommentar: Viel Lärm um nichts. Die Studienergebnisse sind jetzt schon bekannt. Man will sie nur nicht zur Kenntnis nehmen.
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Freitag 16. Januar 2009 von htm
Mit einer neuen Studie wurden über 30 Jahre Forschungsarbeit neu analysiert. Während viele lokale und nationale Regierungen gegenwärtig über Vorschläge zur Erhöhung der Alkoholsteuern debattieren, kommt eine neue Studie gerade rechtzeitig, die heute in der Februar-Ausgabe des Addiction journal online erscheint. Sie findet, dass je mehr die alkoholischen Getränke kosten, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass die Leute diese konsumieren. Und wenn sie konsumieren, trinken sie weniger. Nach der Analyse von 112 Studien aus fast vier Jahrzehnten dokumentierten die Forscher einen konkreten Zusammenhang zwischen der Menge Alkohol, welche die Leute trinken und den Kosten. (Source: Medical News Today, 15.1.09)
Kommentar: Diese Studie sollte allen Regierungen und Parlamenten zugestellt werden. Die deutsche Drogenbeauftragte Sabine Bätzing wünschte sich ja diese Abklärung. Was macht sie jetzt?
English website: Research
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