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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Forschungsbetrug'

Unsere Pressemitteilung an Schweizer Medien betr. Forschungsbetrug

Freitag 20. Januar 2012 von htm

Pressemitteilung an ca 30 Schweizer Medien

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 11.1.2012 erliess die Universität von Connecticut eine Pressemitteilung, in der sie mitteilte, sie habe 11 Fachblätter über einen Forschungsbetrug an ihrer Universität informiert. Reuters berichtete umgehend, in Deutschland u.a. das Hamburger Abendblatt. In der Schweiz herrscht bis jetzt Funkstille.
Heute hat die Bundesverwaltung wie folgt informiert:

PRESSEFÖRDERUNG
“Medien sollen ihre demokratiepolitischen Aufgaben besser erfüllen können
Die Staatspolitische Kommission des (SPK) des Nationalrates sieht die demokratiepolitischen Funktionen der Medien zunehmend infrage gestellt. Mit einer Kommissionsmotion soll deshalb der Bundesrat beauftragt werden, eine Vorlage zur Medienförderung auszuarbeiten.”

Zu den demokratiepolitischen Funktionen der Medien gehörte auch die Information der Bevölkerung auf dem Gebiet der Alkoholprobleme. Bis jetzt haben sie diese Funktion nur sehr mangelhaft erfüllt. Wenn Sie auch zu den Medien gehören, die bisher die angeblich gesundheitspositiven Meldungen aus der Forschung unbesehen weiterkolportiert haben, haben Sie jetzt die Gelegenheit, diese Meldungen zu relativieren. Die Unterlagen und Links finden Sie auf meiner Webseite:

http://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-red-wine-heart-research-slammed-with-fraud-charges/18959/

http://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-alkohol-ist-gesund-ein-forschungsbetrug/18953/

Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch

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TOP NEWS: “Alkohol ist gesund” – ein Forschungsbetrug

Freitag 20. Januar 2012 von htm

Jahrelang hatte ein US-Autor die Welt in dem Glauben gelassen, dass eine gewisse Menge Alkohol am Tag gesund sei. Studie soll gefälscht sein.
Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund. Diese Ernährungsweisheit geistert nun schon seit einigen Jahren in den Köpfen der Menschen umher. Besonders bei denjenigen, die sich damit exzessiven Rotwein-Genuss schönreden wollen.
Man erhoffte sich von dem im Rotwein enthaltenen Stoff Resveratrol und seiner antioxidativen Eigenschaften einen positiven Effekt auf Gefäßablagerungen und auch Krebserkrankungen. Besonders überschwänglich äußerte sich hierzu der Forscher Dr. Dipak Das. Er leitet das Forschungslabor an der Universität von Connetitcut in Storrs. Nach seinen Forschungen soll nicht nur Rotwein, sondern auch Weißwein und Bier gesundheitsfördernd sein. Doch seine Forschungsergebnisse stehen jetzt unter massiver Kritik. In 145 Fällen soll er Forschungsdaten und Statistiken gefälscht haben. Damit sind auch rund ein Dutzend Veröffentlichungen, die auf diesen Daten basieren, fehlerhaft.

Als Konsequenz werden Dr. Dipak Das nun die Forschungsgelder entzogen. Und der eine oder andere Alkoholgenießer wird den gesundheitsfördernden Aspekt seines Getränks in Zukunft wohl etwas kritischer sehen müssen.
(Quelle: Google Alkohol News, 19.01.12) abendzeitung.de, 19.01.12
Kommentar: Diese Meldung lässt hoffen. Ob die Presse entsprechend reagiert? Ist wohl nur zufällig in den letzten beiden Tagen, als diese Meldung erstmals hereinkam, meine Mailbox blockiert gewesen?
Siehe den detaillierten Bericht von Reuters, am 12.01.12 (englisch)

Kategorie: Allgemein, Forschungsbetrug, Internationales, Lebensmittel, Medizin, TOP NEWS, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

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