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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Diverse'

TOP NEWS: Ausgetrunken – Benebelte Studien 01.12.2005!

Donnerstag 28. April 2011 von htm

Schlechte Nachricht nicht nur für Schluckspechte: Dass Alkohol in Maßen gesund sei, ist offenbar ein Mythos.
Liebhabern eines guten Glases Rotwein wird diese Nachricht nicht schmecken: Rod Jackson und seine Mitarbeiter von der Universität Auckland in Neuseeland sagen, dass Alkohol – anders als immer wieder vermutet – keinen schützenden Einfluss auf Herz und Gefäße hat.
In der Ausgabe des Fachmagazins Lancet beschreiben die Mediziner, warum Spirituosen auch in geringen bis mittleren Mengen nicht gesundheitsfördernd sind (Bd.366, S.1911, 2005). “Die Botschaft ist klar”, sagt Jackson: “In keiner Dosis ist der Nutzen des Alkohols größer als der Schaden.”
Die Hypothese von den herzschmeichelnden Eigenschaften des Alkohols hat sich seit 1979 verbreitet. Damals erschien – ebenfalls im Lancet – ein Fachartikel, der die lebensverlängernden Eigenschaften des Alkohols zu belegen schien.
“Es gibt einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und weniger Herzinfarkten”, schrieben die Autoren seinerzeit. “Die schützende Substanz wird bald isoliert werden.”
Es folgten hunderte Artikel von Wissenschaftlern, die auffällig oft in der Region um Bordeaux, im Chianti oder unweit des Napa-Valley forschten und die segensreichen Wirkungen verschiedener Alkoholika beschrieben.
Die neuseeländischen Gesundheitswissenschaftler weisen nun auf den Pferdefuß der Untersuchungen hin. In den meisten Studien gingen die beteiligten Forscher offenbar von einer positiven Wirkung des Alkohols aus – und vernachlässigten wissenschaftliche Standards.
So seien beim Vergleich des Gesundheitszustands von gemäßigten Trinkern und Abstinenzlern oft fälschlicherweise auch ehemalige Trinker zu den Abstinenzlern gezählt worden. Dass viele von ihnen das Trinken aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatten und mittlerweile über etliche Krankheiten klagten, erwähnten die Forscher nicht. …
(Quelle: sueddeutsche.de, 1.12.05) Kommentar: Wir brachten die Studie am 8.12.05 mit diesem Kommentar: “Es berührt einen eigenartig, aus Forschermund von “verwirrter Forschung” zu hören. Ob damit bezahlte, absichtlich verwirrende Lobbyisten-Forschung gemeint ist? Wir werden ziemlich sicher vergeblich darauf warten, dass diese Untersuchung in unseren Medien grosses Echo findet.” – Wie recht wir hatten. Auch nach 5 1/2 Jahren zögern die meisten Medien, mit der Wahrheit herauszurücken, obwohl neue Studien in die gleiche Richtung weisen.

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TOP NEWS: WHO: Chronische Erkrankungen die häufigste Todesursache

Donnerstag 28. April 2011 von htm

Genf – Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehler sind auch in den Entwicklungsländern für eine steigende Zahl von Todesfällen verantwortlich. Global gesehen sterben zwei von drei Menschen an nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen, die vielfach vermeidbar wären. Dies geht aus einem Report der Welt­gesund­heitsorganisation (WHO) hervor, der auf einer Tagung in Moskau vorgestellt wurde.
Im Jahr 2008 sind 57 Millionen Menschen gestorben. Bei 17 Millionen waren kardiovaskuläre Erkrankungen für den Tod verantwortlich, 7,6 Millionen starben an Krebs, 4,2 Millionen an Atemwegserkrankungen und 1,3 Millionen an Diabetes.
Auf diese vier Gruppen entfallen etwa 80 Prozent aller Todesfälle an nicht übertragbaren Erkrankungen, heißt es in dem 164 Seiten umfassenden “Global status report on noncommunicable diseases”. Alle vier Gruppen haben mit dem Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehlern modifizierbare, sprich vermeidbare Risikofaktoren gemeinsam. (Quelle: aerzteblatt.de, 27.4.11)

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Zu Studien über den vermeintlichen Nutzen von Nahrung

Mittwoch 27. April 2011 von htm

Erdbeeren gegen Krebs und Nüsse als Cholesterinsenker: Es gibt unzählige Studien über den vermeintlichen Nutzen von Nahrung. Doch werden Lebensmittel als Heilmittel angepriesen, ist das meist Humbug. …
Dünne Untersuchungen zur heilsamen Wirkung von Nahrungsmitteln sind keine Seltenheit. Immer wieder publizieren Forscher Studien zum vermeintlichen Nutzen von Ess- oder Trinkbarem. Italienische Kardiologen forschen sich Pizza schön, die angeblich vor dem Infarkt schützt. Forscher aus dem Bordelais loben die gefässschmeichelnden Eigenschaften des Rotweins. Norwegische Internisten erkennen günstige Auswirkungen von Lachs auf den Fettstoffwechsel.

«Menschlich ist es verständlich, fachlich unbegreiflich, derartige Studien zu unterstützen», sagt Gerd Antes vom Deutschen Cochrane-Zentrum in Freiburg, das die Qualität wissenschaftlicher Untersuchungen bewertet. «Man kann ja niemanden dazu zwingen, zwei Monate lang nur Pizza oder gar keine Pizza zu essen.» Experimentell lässt sich die Fragestellung sowieso nicht untersuchen. Es bleiben daher nur die methodisch unzuverlässigen Beobachtungsstudien, in denen die Teilnehmer berichten, was sie getan und gelassen haben. Hinterher kann niemand mit Gewissheit sagen, ob sich ein paar Blutwerte wegen der Ernährungsumstellung verändert haben oder weil die Teilnehmer mehr schliefen und weniger Streit hatten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.4.11) Kommentar: Ein neuer Hinweis auf weitere mögliche Fehlerquellen bei den Studien über gesundheitspositive alkoholische Getränke.

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Übergewichtige Teenagerinnen konsumieren vor Sex häufiger Drogen oder Alkohol

Mittwoch 27. April 2011 von htm

Weibliche Teenager mit Übergewicht konsumieren deutlich öfter als ihre normalgewichtigen Geschlechtsgenossen Alkohol und andere Drogen vor dem Geschlechtsverkehr. Dies ergab eine Studie des US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention, an der insgesamt 9.000 Studenten teilnahmen. Bei adipösen Jungen ließ sich kein ähnliches Phänomen feststellen. (Quelle: Google Alkohol News, 27.4.11) finanznachrichten.de, 26.4.11

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D: Umfrage: Mehrheit für Wegfahrsperren bei Alkohol

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Der Plan der Bundesregierung, elektronische Wegfahrsperren für Alkoholsünder einzuführen, findet in der Bevölkerung offenkundig großen Zuspruch. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris für den Hightech-Branchenverband Bitkom befürworten 37 Prozent der Bundesbürger so genannte “Alcolocks” für Fahrer, die bereits mit Alkohol am Steuer erwischt wurden. Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) würde sogar noch weiter gehen und ist für einen grundsätzlichen Alkoholtest für alle Autofahrer vor jedem Fahrtantritt. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) finanznachrichten.de, 20.4.11

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D: Wie viel Promille dürfen es sein?

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Die Regierung hält an der 0,5-Promille-Grenze fest, doch zwei von drei Deutschen sind für ein striktes Alkoholverbot für Autofahrer. Würde das so viel bringen?
Eine ganze Reihe von Gruppen unterstützt die Forderung nach einer schärferen Promille-Regelung. Dazu zählen der Automobil Club Europa (ACE), die Verkehrswacht und die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Mehrheit der Bevölkerung haben sie dabei hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine repräsentative Umfrage, die kürzlich im Auftrag eines Versicherungsunternehmens gemacht wurde. Zwei von drei Befragten sprachen sich dort für ein absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr aus. Vor allem viele Frauen halten demnach die Null-Lösung für richtig. Aber auch bei den Männern sprach sich immerhin noch mehr als jeder Zweite dafür aus. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11)

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Die Bundesregierung befürwortet eine Einführung elektronischer Wegfahrsperren für Alkoholsünder auf EU-Ebene.

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Allerdings sollten sogenannte Alkolocks nicht verpflichtend für alle Autofahrer eingeführt werden, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Mittwoch in Berlin. Für bereits wegen Alkohol am Steuer aufgefallene Verkehrsteilnehmer sei eine freiwillige Lösung jedoch sinnvoll. Auch der TÜV unterstützt entsprechende Überlegungen aus den Koalitionsfraktionen von Union und FDP. In anderen EU-Ländern laufen bereits Versuche. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) de.reuters.com, 20.4.11tagesschau.de, 20.4.11 Kommentar: Nach einer Untersuchung in den USA ging die Rate der Wiederholungstäter bei 200’000 eingebauten Alkolocks um 67% zurück.

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Riskante Alkohol-Energy-Drinks

Dienstag 19. April 2011 von htm

Ein Mix aus Alkohol und Energy-Drink ist gefährlicher als Alkohol pur zu sich zu nehmen, so eine US-Studie. Fans der mit Alkohol versetzten Aufputsch-Getränke fühlen sich durch die Kombination noch angeregter und impulsiver als beim Konsum von Alkohol alleine, berichten Forscher von der Northern Kentucky University. (Quelle: Google Alkohol News, 19.4.11) menshealth.de, 18.4.11

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Gesundheitsfördernde Aspekte von Wein

Samstag 16. April 2011 von htm

Wein ist gesundheitsfördernd! Alkohol gilt im Allgemeinen als gesundheitsschädlich, doch maßvoller Weingenuss kann durchaus eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Bereits in der Antike wussten Griechen und Römer von der positiven Wirkung des Weins auf die Gesundheit – sie erkannten die beruhigende Wirkung auf das Gemüt und die anregende Wirkung auf den Verdauungstrakt sowie den Kreislauf. Nicht unterschätzt wurden bereits zur damaligen Zeit die Nebenwirkungen, die ein zu hoher Weinkonsum mit sich brachte. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) biotechgov.org unser Online-Kommentar: Auch Wein enthält bekanntermassen Alkohol. Nach der grossen EU-Krebsstudie vom 9.4.11 kann ehrlicherweise nicht mehr vom gesunden Wein gesprochen werden, denn bereits geringe Mengen können krebsfördernd sein.
Dass immer nur der Wein als gesundheitsfördernd propagiert wird, obwohl alkoholfreie Trauben- und andere Fruchtsäfte und auch Gemüse die gleichen Antioxidantien oder Resverartrol enthalten, zeigt doch, dass rein finanzielle Interessen dahinter stehen, weil mit Wein mehr verdient werden kann. (Auf Kosten der Volksgesundheit)

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Alkohol stresst das Immunsystem

Freitag 15. April 2011 von htm

Stuttgart – Chronischer Alkoholkonsum setzt der Leber stark zu und kann zum Absterben von Leberzellen infolge von Entzündungen führen. Bindegewebe ersetzt dann die abgestorbenen Leberzellen. Wenn ein Großteil der Leber von Bindegewebe durchzogen ist, spricht man von Leberzirrhose. Bisher wurde das Entstehen einer Leberzirrhose vor allem auf eine direkte Schädigung der Leber durch Alkohol zurückgeführt. Eine Untersuchung unter Leitung des Internisten Christian Schäfer vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, die kürzlich auf einem Fachsymposium vorgestellt wurde, deutet jedoch darauf hin, dass es noch einen anderen Schädigungsweg gibt. … (Quelle: stuttgarter-zeitung.de, 14.4.11)

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