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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Diverse'

Einheitliche Zigarettenpackungen in Australien verfassungsgemäß

Donnerstag 16. August 2012 von htm

Sydney – Die in Australien erlassene Vorschrift zum Verkauf von Zigaretten in neutralen einfarbigen Packungen mit Bildern geschädigter Organe verstößt nicht gegen die Verfassung des Landes. Der Oberste Gerichtshof wies am Mittwoch eine Klage mehrerer großer Tabakkonzerne gegen die von kommendem Dezember an gültige Regelung ab, die unter anderem keine auffälligen Markenaufdrucke auf Zigaretten­päckchen mehr zulässt. Generalstaatsanwältin Nicola Roxon sprach von einem „Wendepunkt für die weltweite Tabakkontrolle“.

Nach den neuen Regelungen dürfen Zigaretten­packungen aller Hersteller ab Dezember nur noch einheitlich olivgrün sein. Aufgedruckt werden müssen drastische Bilder zu den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens. Die klagenden Tabakhersteller sahen darin eine Verletzung ihrer Markenrechte, fürchten eine Ausweitung des Schwarzmarkts und klagen zudem in mehreren weiteren Verfahren auf Schadensersatz.

Nach Angaben der australischen Regierung sterben in dem Land jährlich 15.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. …

(Quelle: aerzteblatt.de, 15.8.12) Tages-Anzeiger, 15.8.12 mit einem Online-Kommentar.
Kommentar: Endlich eine Regierung, die wissenschaftliche Ergebnisse ernst nimmt und handelt. Die Schweizer Regierung sieht keinen Handlungsbedarf. Mehrere internationale Tabakmultis haben ihren Sitz in der Schweiz. Rechne! Was ist wichtiger?… Leider hinkt im Sektor Alkohol die Entwicklung hintendrein. Die Wirkung von Werbung auf Jugendliche ist auch hier längst bewiesen.

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Study: Alcohol is more of a “gateway” drug than marijuana

Mittwoch 18. Juli 2012 von htm

For generations we have been told that marijuana is the gateway drug to harder drugs, but a new study from the University of Florida contradicts that claim. Researchers believe that the true “gateway drug” is alcohol.

Marijuana has shouldered the blame for leading adolescents down the path to bigger and more addictive drugs, when in fact most teenagers begin drinking alcohol before they ever experiment with marijuana. …
View slideshow: Study: Alcohol is more of a “gateway” drug than marijuana
(Source: Alcohol Reports, 07/17/12) examiner.com, 07/12/12

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Prävalenz der Weinunverträglichkeit: Ergebnisse einer Fragebogenerhebung in Mainz

Sonntag 8. Juli 2012 von htm

Hintergrund: Wein ist ein weltweit verbreitetes Kulturgut, dessen gesundheitliche Auswirkungen vielfach untersucht worden sind. Von immunologisch vermittelten Reaktionen nach Weinkonsum wird in einzelnen Fallstudien berichtet. Die vorliegende Studie untersucht die Häufigkeit der Weinunverträglichkeit in der erwachsenen Bevölkerung in Mainz.

Methoden: 2010 wurde in einer Querschnittstudie auf Basis einer Fragebogenerhebung das Ausmaß der Weinunverträglichkeit bei Erwachsenen in Mainz, einer Stadt im Weinanbaugebiet Rheinhessen, ermittelt. Hierfür wurden 4 000 zufällig ausgewählte Personen zum Alkoholkonsum sowie dem Auftreten verschiedener Unverträglichkeitsreaktionen und Allergie-ähnlichen Symptomen nach dem Verzehr von Wein befragt.

Ergebnisse: 948 Personen im Alter von 20 bis 69 Jahren (23,7 %) konnten in die Auswertung einbezogen werden. 68 (7,2 %) der 948 Studienteilnehmer berichteten von einer Unverträglichkeit gegenüber Wein und/oder Allergie-ähnlichen Symptomen nach Weinkonsum. Eine Weinunverträglichkeit wurde häufiger von Frauen (8,9 %) als von Männern (5,2 %) angegeben (p = 0,026). Personen, die eine Weinunverträglichkeit mitteilten, berichteten häufiger auch andere Unverträglichkeiten insbesondere gegen Bier und Alkohol allgemein. Allergie-ähnliche Symptome wurden häufiger nach dem Genuss von Rotwein beobachtet. Rötung und Juckreiz der Haut sowie eine verschnupfte Nase waren die am häufigsten genannten Reaktionen.

Schlussfolgerung: Die Prävalenz der Weinunverträglichkeit ist höher als erwartet. Aus den erhobenen Parametern lässt sich weniger auf eine immunologisch vermittelte Allergie schließen, sondern vielmehr auf eine Unverträglichkeit gegenüber Alkohol, biogenen Aminen oder anderen Inhaltsstoffen.

(Quelle: Dtsch Arztebl Int 2012; 109(25): 437-44; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0437)

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NZ: Wein sei nur für Hefen gesund

Samstag 23. Juni 2012 von htm

Die verbreitete Annahme, Wein sei gesund, sei keinesfalls bewiesen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler um Katie Hector in ihrem Artikel im Fachjournal “Biology Letters”. Sie werteten 19 Studien auf verschiedene Lebewesen aus. Dabei stellten sie fest, dass bei Lebewesen mit asexueller Fortpflanzung, Hefen und Nematoden, die lebensverlängernde Wirkung von Resveratrol am zuverlässigsten nachzuweisen war.
(Quelle: welt.de, 22.6.12) Original-Artikel: rsbl.royalsocietypublishing.org, 06/20/12
Kommentar: Diese neuseeländische Studie erntet natürlich bei den von der Alkoholreklame geprägten Weinliebhabern nur Spott und Hohn.

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D: Volkskrankheit Alkoholsucht: sozialpolitisch brisant, gesellschaftlich verkannt

Donnerstag 7. Juni 2012 von htm

Berlin – Anlässlich des Weltdrogentags 2012, findet das 2. AktivA – Symposium für eine aktive Alkoholtherapie statt:

Dienstag, den 26. Juni 2012, 14.00 Uhr – 19.30 Uhr,
Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

Ziel des Symposiums am diesjährigen Weltdrogentag ist es, das gesellschaftliche Tabu-Thema Alkoholerkrankung bei Erwachsenen auf die Agenda zu setzen, die Situation in Deutschland zu beleuchten und bestehende Versorgungsstrukturen zu diskutieren.

U. a. wird Professor Jürgen Rehm erstmalig und exklusiv den „Alcohol Comparator Report 2012“ präsentieren, welcher einen umfassenden überblick über die Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft für Deutschland gibt.

Das Programm ist nun online. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.aktiva-symposium.de
(Quelle: Gesundheit adhoc, 6.6.12

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Sexentzug lässt Männchen (der Fruchtfliege) mehr Alkohol trinken

Freitag 16. März 2012 von htm

… Wenn männliche Fruchtfliegen keinen Sex bekommen, trinken sie deutlich mehr Alkohol, als sexuell zufriedene Männchen, berichten US-Forscher im Wissenschaftsmagazin “Science” . Sex aktiviere genau wie Alkohol das Belohnungszentrum im Gehirn.

Die Forscher um Galit Shohat-Ophir von der University of California in San Francisco fanden auch eine Erklärung für das Verhalten: Sex und Alkohol veränderten den Gehalt eines kleinen Moleküls im Gehirn der Fliegen. Nach Sex werde mehr vom sogenannten Neuropeptid F gebildet. Bei zurückgewiesenen Fliegen-Männchen hingegen sei der Neuropeptid F-Spiegel sehr niedrig. Durch den Verzehr von Alkohol steigt er wieder. “Sexentzug erzeugt einen Mangel dieses Botenstoffs, der die Fliegen nach anderen Möglichkeiten der Befriedigung suchen lässt”, schreiben die Wissenschaftler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.3.12) spiegel.de, 15.3.12

Kommentar: Es ist schon erstaunlich (vielleicht aber auch gerade nicht), wie viele Zeitungen, sogar in der Schweiz, sich auf diese Meldung gestürzt haben. Viel wichtigere Forschungsergebnisse haben es oft bedeutend schwerer, in die Medien zu gelangen.

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USA: Industrie verharmloste Zusatzstoffe in Zigaretten

Donnerstag 22. Dezember 2011 von htm

Die Tabak­industrie hat die unvermeid­liche Regulierung von Aroma- und Zusatzstoffen durch die US-Arzneibehörde FDA vorher­gesehen. Der Hersteller Philipp Morris hat rechtzeitig klinische Prüfungen durchführen lassen, bei deren Publikation die Risiken laut einer Studie in PLoS Medicine (2011; 8: e1001145) jedoch bewusst verharmlost worden seien.

Heutige Zigaretten enthalten neben dem Tabak noch eine Reihe von Zusatzstoffen, mit denen sich der Geschmack und die Abgabe von Nikotin steuern lassen. Beides hat vermutlich Auswirkungen auf die Initiation und das spätere Suchtverhalten der Raucher. Der Hersteller musste durch die bevorstehende Regulierung der Zusatzstoffe deshalb wirtschaftliche Nachteile befürchten.

Philip Morris hat hierauf frühzeitig reagiert, wie das Team um Stanton Glantz vom Center for Tobacco Control Research and Education an der Universität von Kalifornien in San Francisco recherchiert hat, zu dem auch Thomas Kyriss von der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen gehört.

Das Team hat interne Unterlagen des Herstellers ausgewertet, die in den USA im Rahmen von Schadenersatzklagen öffentlich gemacht wurden. Die Legacy Tobacco Documents Library an der Universität von San Francisco hat 11 Millionen Dokumente im Internet veröffentlicht. Mit einer speziellen Suchstrategie gelang es den Mitarbeitern von Glantz einige Dokumente zu finden, die auf das Projekt MIX verwiesen. Es hatte die Auswirkungen von 333 Inhaltsstoffen untersucht. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 21.12.11)
Kommentar: Schade, dass nicht auch auf Dokumente der Alkoholindustrie zugegriffen werden kann. Was käme wohl da alles ans Tageslicht?

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Alkohol: Die meisten Deutschen trinken regelmäßig

Donnerstag 11. August 2011 von htm

Mehr als die Hälfte der Deutschen trinkt mindestens einmal pro Woche Alkohol. Männer und Senioren greifen häufiger zu Bier, Schnaps und Wein, ergab unsere Umfrage.
Fast alle Deutschen trinken Alkohol, die meisten regelmäßig, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag von www.apotheken-umschau.de. 89,4 Prozent der Befragten sagen, dass sie grundsätzlich Alkohol konsumieren, von den Arbeitern behaupten das sogar 96,4 Prozent.
Mehr als jeder zweite Deutsche trinkt mindestens einmal pro Woche ein Gläschen, bei den Männern liegt der Anteil deutlich höher (72,6 Prozent). Zwei- bis dreimal die Woche konsumiert rund jeder vierte Deutsche (Männer: 33 Prozent) Alkohol. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.11)apotheken-umschau.de, 10.8.11

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CH: Infoset Newsletter August 2011

Samstag 6. August 2011 von htm

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Diskussionen um Feierabendbier

Donnerstag 28. Juli 2011 von htm

Wer Alkohol in Maßen trinkt, schadet seiner Gesundheit nicht. Darauf haben Ärzte und Wissenschaftler des „International Scientific Forum on Alcohol Research“ hingewiesen und kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert.
Die Alkoholforscher beanstandeten die aus ihrer Sicht einseitige Darstellung des „WHO Global Status Report on Alcohol and Health for 2011“. Richtig sei zwar, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe, so die Ärzte und Wissenschaftler. Andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. … (Quelle: aerzteblatt.de, 27.7.11)unser Online-Kommentar: Verzweiflungstat: Nachdem die Alkoholindustrie im Rahmen der langjährigen Abklärungen der WHO mit ihren Anliegen nicht durchdringen konnte, versucht sie nun verzweifelt, gegen die lange überfälligen Veröffentlichungen der WHO anzukämpfen. Es ist gut, dass man nun die Namen einiger dieser Wissenschaftler und Institute kennt, die mit diesen verharmlosenden Veröffentlichungen das Image der gefährlichsten Gesellschaftsdroge unserer Zeit zu retten versuchen.

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