Donnerstag 22. Dezember 2011 von htm
Die Tabakindustrie hat die unvermeidliche Regulierung von Aroma- und Zusatzstoffen durch die US-Arzneibehörde FDA vorhergesehen. Der Hersteller Philipp Morris hat rechtzeitig klinische Prüfungen durchführen lassen, bei deren Publikation die Risiken laut einer Studie in PLoS Medicine (2011; 8: e1001145) jedoch bewusst verharmlost worden seien.
Heutige Zigaretten enthalten neben dem Tabak noch eine Reihe von Zusatzstoffen, mit denen sich der Geschmack und die Abgabe von Nikotin steuern lassen. Beides hat vermutlich Auswirkungen auf die Initiation und das spätere Suchtverhalten der Raucher. Der Hersteller musste durch die bevorstehende Regulierung der Zusatzstoffe deshalb wirtschaftliche Nachteile befürchten.
Philip Morris hat hierauf frühzeitig reagiert, wie das Team um Stanton Glantz vom Center for Tobacco Control Research and Education an der Universität von Kalifornien in San Francisco recherchiert hat, zu dem auch Thomas Kyriss von der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen gehört.
Das Team hat interne Unterlagen des Herstellers ausgewertet, die in den USA im Rahmen von Schadenersatzklagen öffentlich gemacht wurden. Die Legacy Tobacco Documents Library an der Universität von San Francisco hat 11 Millionen Dokumente im Internet veröffentlicht. Mit einer speziellen Suchstrategie gelang es den Mitarbeitern von Glantz einige Dokumente zu finden, die auf das Projekt MIX verwiesen. Es hatte die Auswirkungen von 333 Inhaltsstoffen untersucht. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 21.12.11)
Kommentar: Schade, dass nicht auch auf Dokumente der Alkoholindustrie zugegriffen werden kann. Was käme wohl da alles ans Tageslicht?
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Donnerstag 11. August 2011 von htm
Mehr als die Hälfte der Deutschen trinkt mindestens einmal pro Woche Alkohol. Männer und Senioren greifen häufiger zu Bier, Schnaps und Wein, ergab unsere Umfrage.
Fast alle Deutschen trinken Alkohol, die meisten regelmäßig, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag von www.apotheken-umschau.de. 89,4 Prozent der Befragten sagen, dass sie grundsätzlich Alkohol konsumieren, von den Arbeitern behaupten das sogar 96,4 Prozent.
Mehr als jeder zweite Deutsche trinkt mindestens einmal pro Woche ein Gläschen, bei den Männern liegt der Anteil deutlich höher (72,6 Prozent). Zwei- bis dreimal die Woche konsumiert rund jeder vierte Deutsche (Männer: 33 Prozent) Alkohol. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.11)apotheken-umschau.de, 10.8.11
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Samstag 6. August 2011 von htm
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Donnerstag 28. Juli 2011 von htm
Wer Alkohol in Maßen trinkt, schadet seiner Gesundheit nicht. Darauf haben Ärzte und Wissenschaftler des „International Scientific Forum on Alcohol Research“ hingewiesen und kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert.
Die Alkoholforscher beanstandeten die aus ihrer Sicht einseitige Darstellung des „WHO Global Status Report on Alcohol and Health for 2011“. Richtig sei zwar, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe, so die Ärzte und Wissenschaftler. Andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. … (Quelle: aerzteblatt.de, 27.7.11)unser Online-Kommentar: Verzweiflungstat: Nachdem die Alkoholindustrie im Rahmen der langjährigen Abklärungen der WHO mit ihren Anliegen nicht durchdringen konnte, versucht sie nun verzweifelt, gegen die lange überfälligen Veröffentlichungen der WHO anzukämpfen. Es ist gut, dass man nun die Namen einiger dieser Wissenschaftler und Institute kennt, die mit diesen verharmlosenden Veröffentlichungen das Image der gefährlichsten Gesellschaftsdroge unserer Zeit zu retten versuchen.
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Dienstag 19. Juli 2011 von htm
Der Griff zur Flasche hat nicht die gewünschte entspannende Wirkung
Chicago (USA) – Der Konsum von Alkohol hilft nicht, akuten Stress besser zu bewältigen. Er drosselt zwar die Freisetzung des Stresshormons Kortisol, verlängert aber die Dauer der nervlichen Anspannung, berichten US-amerikanische Forscher. Sie konnten auch nachweisen, dass Stress die Alkoholwirkung beeinflusst: Nach einer Stresssituation verringern sich die angenehmen Effekte des Alkohols, während das Verlangen, mehr zu trinken, wächst. Wer also die unangenehmen Empfindungen als Folge von Stress durch erhöhten Alkoholkonsum bekämpfen will, könnte damit auch das Risiko steigern, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt “Alcoholism: Clinical & Experimental Research”. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)wissenschaft-aktuell.de, 18.7.11
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Donnerstag 16. Juni 2011 von htm
Eine konstant hohe Zahl von Verkehrsunfällen kann auf psychoaktive Substanzen zurückgeführt werden. Das EU-Projekt DRUID (Driving under the influence of alcohol, drugs and medicines) untersucht seit 2005 die Verbreitung verschiedener Substanzen im Straßenverkehr und deren Einfluss auf die Verkehrssicherheit sowie mögliche Sicherheitsmaßnahmen und neue Forschungsmethoden.
Am 27. und 28. September 2011 findet die Abschlusskonferenz in Köln statt, zu der mehr als 300 internationale Teilnehmer erwartet werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.6.11) dvr.de, 15.6.11
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Donnerstag 26. Mai 2011 von htm
Forschung und Wissenschaft geniessen hohes Ansehen. Doch scheinbar gesicherte Erkenntnisse basieren oft auf weit verbreiteten Mythen und lieb gewordenen Irrtümern. … Buchbesprechung: Ernst Peter Fischer: Warum Spinat nur Popeye stark Macht. Mythen und Legenden in der modernen Wissenschaft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.11, nicht online) Kommentar: Ohne das Buch zu kennen, möchte ich doch den Schlusssatz des Artikels zitieren: “Das alles macht den neuen Band des Wissenschaftlers und Buchautors zur erfreulichen Lektüre und einmal mehr zu Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.” – Das gilt sicher auch für viele Alkohol-Studien. Eigenartig ist nur, dass unsere Presse hauptsächlich jene Studien verbreitet, die alkoholfreundliche Resultate liefern. Z.B. ist die neue, bahnbrechende Krebsstudie, im Gegensatz zu Deutschland, hierzulande praktisch nirgends erwähnt worden. Der gesunde Menschenverstand genügt offensichtlich nicht.
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Sonntag 22. Mai 2011 von htm
Von 600 Trunkenheitsfahrten wird durchschnittlich nur eine entdeckt. Das teilte Professor Dr. Dieter Müller von der Sächsischen Polizei. 0,19 Prozent aller Führerscheinbesitzer in Deutschland mussten sich im vergangenen Jahr der Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU) wegen und Alkohol-, Drogen-, Verkehrs- und Strafdelikten unterziehen. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) auto. t-online.de, 20.5.11
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Freitag 29. April 2011 von htm
Alkoholkonsum unter Aufsicht führt bei Teenagern nicht dazu, dass sie verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen, sondern eher zum Gegenteil.
Zu diesem Ergebnis ist ein amerikanisch-australisches Forscherteam mit einer Studie an rund 1900 Siebt- bis Neuntklässlern gekommen. (Quelle: Google Alcohol News, 04/29/11) suedostschweiz.ch, 29.4.11 Kommentar: Siehe den englischen Artikel mit Links zu den Originalen. Die Schulversuche mit Alkoholausschank durch Lehrer werden wohl das gleiche Ergebnis bringen. Wie rechtfertigen sich wohl diese Lehrer für den Schaden, den sie anrichten?
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Donnerstag 28. April 2011 von htm
Schlechte Nachricht nicht nur für Schluckspechte: Dass Alkohol in Maßen gesund sei, ist offenbar ein Mythos.
Liebhabern eines guten Glases Rotwein wird diese Nachricht nicht schmecken: Rod Jackson und seine Mitarbeiter von der Universität Auckland in Neuseeland sagen, dass Alkohol – anders als immer wieder vermutet – keinen schützenden Einfluss auf Herz und Gefäße hat.
In der Ausgabe des Fachmagazins Lancet beschreiben die Mediziner, warum Spirituosen auch in geringen bis mittleren Mengen nicht gesundheitsfördernd sind (Bd.366, S.1911, 2005). “Die Botschaft ist klar”, sagt Jackson: “In keiner Dosis ist der Nutzen des Alkohols größer als der Schaden.”
Die Hypothese von den herzschmeichelnden Eigenschaften des Alkohols hat sich seit 1979 verbreitet. Damals erschien – ebenfalls im Lancet – ein Fachartikel, der die lebensverlängernden Eigenschaften des Alkohols zu belegen schien.
“Es gibt einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und weniger Herzinfarkten”, schrieben die Autoren seinerzeit. “Die schützende Substanz wird bald isoliert werden.”
Es folgten hunderte Artikel von Wissenschaftlern, die auffällig oft in der Region um Bordeaux, im Chianti oder unweit des Napa-Valley forschten und die segensreichen Wirkungen verschiedener Alkoholika beschrieben.
Die neuseeländischen Gesundheitswissenschaftler weisen nun auf den Pferdefuß der Untersuchungen hin. In den meisten Studien gingen die beteiligten Forscher offenbar von einer positiven Wirkung des Alkohols aus – und vernachlässigten wissenschaftliche Standards.
So seien beim Vergleich des Gesundheitszustands von gemäßigten Trinkern und Abstinenzlern oft fälschlicherweise auch ehemalige Trinker zu den Abstinenzlern gezählt worden. Dass viele von ihnen das Trinken aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatten und mittlerweile über etliche Krankheiten klagten, erwähnten die Forscher nicht. …
(Quelle: sueddeutsche.de, 1.12.05) Kommentar: Wir brachten die Studie am 8.12.05 mit diesem Kommentar: “Es berührt einen eigenartig, aus Forschermund von “verwirrter Forschung” zu hören. Ob damit bezahlte, absichtlich verwirrende Lobbyisten-Forschung gemeint ist? Wir werden ziemlich sicher vergeblich darauf warten, dass diese Untersuchung in unseren Medien grosses Echo findet.” – Wie recht wir hatten. Auch nach 5 1/2 Jahren zögern die meisten Medien, mit der Wahrheit herauszurücken, obwohl neue Studien in die gleiche Richtung weisen.
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