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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Verkehr'

Polizei stoppt sturzbetrunkene Crew kurz vor Flugzeugstart

Donnerstag 11. März 2010 von htm

Mit 3 bis 3.5 Promille im Blut wollten Pilot und Stewardessen fliegen: Ukrainische Sicherheitskräfte haben in letzter Minute den Start einer Passagiermaschine verhindert, deren Crew vorher ausgiebig gezecht hatte. An Bord war auch eine hochrangige Juristin, die eine Untersuchung verlangte. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.3.10) spiegel.de, 10.3.10

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Lufthansa-Pilot klagt gegen Freistellung wegen Alkoholkonsum

Dienstag 9. März 2010 von htm

Ein Co-Pilot der Deutschen Lufthansa klagt seit Montag vor dem hessischen Landesarbeitsgericht in Frankfurt gegen seine Freistellung. Das Unternehmen wirft dem Mann vor, während eines Einsatzes in Hongkong die Dienstvorschriften der Lufthansa missachtet und zwölf Stunden vor Flugantritt Alkohol getrunken zu haben. Die Mitglieder einer anderen Lufthansa-Crew hatten den Kollegen am frühen Morgen in einem Schnellrestaurant vor einem Glas Bier beobachtet. Dabei habe er einen angetrunkenen Eindruck gemacht, berichteten sie einige Wochen später den Vorgesetzten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.3.10) faz.net, 8.3.10

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Baden-Württemberg nach dem 1. März-Wochenende

Montag 8. März 2010 von htm

Das erste Wochenende nach Inkrafttreten des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots ist nach Angaben der Polizei ohne Komplikationen über die Bühne gegangen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher am Sonntag. «Eigentlich waren alle Kunden sehr kooperativ», meinte er. (Quelle: Google Alkohol Alert, 7.3.10) bild.de, 7.3.10

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Bayern: Innenminister Herrmann lädt zum Trinktest

Sonntag 7. März 2010 von htm

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lädt zum Trinkversuch ein. Über 80 Landtagsjournalisten sollen sich am 16. März gemeinsam mit ihm im Innenministerium dem Alkohol hingeben.
Die Teilnehmer müssen zuvor den Promillewert angeben, den sie erreichen wollen. Während des Versuchs darf nichts gegessen werden, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Eineinhalb Stunden später wird dann wahlweise ein Atemalkoholtest oder eine Blutalkoholkontrolle durchgeführt, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Danach wird gemeinsam zu Abend gegessen.
Der Trinkversuch solle zeigen, welche Auswirkungen bereits geringe Mengen auf die Reaktionsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit haben. Damit das Ganze nicht nur in einen feuchtfröhlichen Abend ausartet, werden ein Rechtsmediziner und ein Richter die Alkoholthematik in wissenschaftlichen Vorträgen aus ärztlicher und aus juristischer Sicht beleuchten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.3.10) augsburger-allgemeine.de, 6.3.10 Kommentar: Vorsicht, Journalisten gehören zu einer der am meisten gefährdeten Risikogruppen.

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Die bolivianischen Busfahrer wollen betrunken fahren dürfen

Samstag 6. März 2010 von htm

Weil die Regierung ein Dekret erlassen hatte, das für betrunkene Chauffeure und deren Transportunternehmen massive Strafen bis zum unbegrenzten Ausweisentzug vorsah, streikten die Busfahrer und blockierten die Zufahrten zu mehreren grossen Städten. Allein im Januar hatte es fast 100 Tote bei Buspassagieren gegeben. Präsident Morales regte sich über die Gewerkschaft auf, die darum kämpfe, dass ihre Mitglieder sich und andere umbringen dürfe. Dann entschärfte er das Gesetz und die Busfahrer gingen wieder an die Arbeit. (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.3.10, nicht online)

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Verhaltens- oder Verhältnisprävention?

Freitag 5. März 2010 von htm

Evidenzbasierte Suchtprävention: In der aktuellen Ausgabe (1/2010) des SuchtMagazin finden Sie Artikel zu folgenden Themen: Das Paradigma der Evidenzbasierung | Alkoholprävention im Spannungsfeld | Prävention durch starke Beziehungen | PFADE | Communities that Care CtC | Hart am LimiT HaLT | 0,5 Promille im Strassenverkehr | Artikel ausserhalb des Schwerpunktes: Wirkung von Alkohol- und Tabakwerbung | Der Artikel (pdf, 5S., 250Kb) “Alkoholprävention im Spannungsfeld” von Irene Abderhalden ist online erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter März 2010) Kommentar: Im Artikel von Irene Abderhalden wird die Problematik der beiden Präventionsansätze diskutiert. Unsere immer vertretene Ansicht wird bestätigt: Es braucht Verhaltensprävention, um die Akzeptanz der Bevölkerung für Massnahmen der Verhältnisprävention zu erreichen. Die anfangs der 90er-Jahre erfolgte Umstellung mit Schwergewicht auf Verhaltensprävention und Gesundheitsförderung hat sich beim Alkoholproblem als schwerer Fehler erwiesen. Ich wurde für diese Prognose damals ausgelacht. Dabei hätte gesunder Menschenverstand genügt, die Konsequenzen vorauszusehen. Der zu erwartende geringere Widerstand in der Politik war wohl die Triebfeder der Neuorientierung.

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Niedersachsen, D: Abschaffung des Richtervorbehalts bei Blutentnahmen

Donnerstag 4. März 2010 von htm

Niedersachsen will Gesetzentwurf zur Abschaffung des Richtervorbehalts für Blutentnahmen bei Alkoholkontrollen vorlegen. Nach dem Willen des niedersächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU) soll der Richtervorbehalt für Blutentnahmen (§ 81a StPO) bei Alkohol- und Drogenkontrollen im Straßenverkehr entfallen. «Einen entsprechenden Gesetzentwurf werden wir im Niedersächsischen Justizministerium kurzfristig erarbeiten», kündigte er am 03.03.2010 in Hannover an, wie das Niedersächsische Justizministerium mitteilt. In einem Flächenland wie Niedersachsen sei das Abwarten einer richterlichen Entscheidung mit unvermeidbaren zeitlichen Verzögerungen verbunden, die wegen des Blutalkoholabbaus einen Beweismittelverlust zur Folge haben könnten. «Der Richtervorbehalt darf aber nicht zum Freifahrtschein für Alkohol- oder Drogensünder werden», so Busemann. (Quelle: Google Alkohol Alert, 3.3.10) rsw.beck.de, 3.3.10

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Zum Rücktritt der EDK-Vorsitzenden Margot Kässmann

Donnerstag 25. Februar 2010 von htm

Aufklärung statt Häme: Die Medien und der Fall Käßmann
«Um Gottes Willen», titelte die «Frankfurter Rundschau». «Der Fall Margot Käßmann», hieß es doppeldeutig über dem «Welt»-Aufmacher. Die Münchner «Abendzeitung» zeigte die Bischöfin mit ausgebreiteten Armen im Talar – darunter: «Die Promille- Sünderin». Und schlicht «Die Alkohol-Nacht» prangte am Mittwoch auf Seite eins der «Bild». Am Tag, nachdem die Boulevardzeitung die Promillefahrt der obersten Protestantin öffentlich machte, widmeten die Zeitungen dem Thema nicht nur häufig den Aufmacher, sondern mehrere Seiten. Doch wenig Skandal und Häme waren zu lesen, eher Analysen, Leitartikel und aufklärende Stücke. Zum Skandal taugt der Fall kaum – der Rücktritt ändert daran wenig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.2.10) Kommentar: Wahrscheinlich eine der besten Aufarbeitungen dieses Falles in der Presse. Aber sieht man nicht, dass auch auf Ebene Gesellschaft Konsequenzen nötig wären? Noch ein früherer Kommentar

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Alko-Crash: Neusiedl’s Bürgermeister ist abgetaucht

Dienstag 23. Februar 2010 von htm

Einen schlechteren Zeitpunkt konnte sich Josef Schweinberger (58), Bürgermeister von Neusiedl/Zaya (Bez. Gänserndorf), für seinen „Alko-Ausrutscher“ vor ein paar Tagen gar nicht aussuchen. Drei Wochen vor der Gemeinderatswahl am 14. März knallte er mit 1,8 Promille in der Blutbahn ungebremst zwischen Bullendorf und Ebersdorf (Bez. Mistelbach) mit seinem Pkw gegen einen Traktor. Seitdem ist der Ortschef, für den die Unschuldsvermutung gilt, auf Tauchstation. Im Gemeindehaus ist er „krank“ gemeldet, das private Telefon hebt er nicht ab. Ortspolitiker halten sich mit Kommentaren sehr zurück. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.
2.10) oe24.at, 22.2.10

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EKD Ratsvorsitzende Margot Käßmann: Alkohol am Steuer

Dienstag 23. Februar 2010 von htm

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit 1,54 Promille Alkohol im Blut am Steuer von der Polizei gestoppt worden. Dies habe die Blutprobe der Bischöfin von Hannover ergeben, sagte Staatsanwalt Jürgen Lendeckel am Dienstag in Hannover. Der 51-Jährigen drohen nun eine Geldstrafe von einem Monatsgehalt sowie ein einjähriger Führerscheinentzug. Die EKD hatte zuvor einen Bericht der “Bild”-Zeitung (Dienstagsausgabe) bestätigt. Demnach wurde Käßmann am Sonnabend gegen 23 Uhr in Hannover von Polizisten angehalten, nachdem sie mit ihrem Dienstwagen, einem VW Phaeton, eine rote Ampel missachtet hatte. Ob das Alkoholvergehen der Bischöfin Konsequenzen für ihr Amt als höchste Repräsentantin der rund 25 Millionen Protestanten nach sich zieht, konnte die EKD noch nicht sagen.
(Quelle: NDR online, 23.2.10) Kommentar: Unfassbar. Traurig. Konsequenzen der Politik? Wohl kaum.

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