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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Religion und Alkohol'

D: Freiburger Dompfarrer baut betrunken Autounfall

Mittwoch 13. April 2011 von htm

Bei einer Alkoholfahrt ist der Freiburger Dompfarrer Claudius Stoffel mit seinem Auto nachts auf einem Acker gelandet. Der Alkoholtest ergab 1,4 Promille. Sein Führerschein wurde eingezogen. Stoffel räumte in einer Erklärung den Vorfall ein. “Das war ein großer Fehler und eine grobe Fahrlässigkeit, das ist mir voll bewusst”, sagte ein sichtlich betroffener Stoffel dem Blatt. (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) welt.de, 12.4.11

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Fastenzeit 2011: Verzicht auf Alkohol – so klappt es

Donnerstag 10. März 2011 von htm

Von Aschermittwoch (9. März 2011) bis Karsamstag (23. April 2011) wollen 78 Prozent der Deutschen auf Alkohol verzichten. Das ergab eine aktuelle Studie der Krankenkasse DAK. Aber wie hält man den guten Vorsatz durch? Diplom-Psychologin Susanne Ploog gibt Tipps, damit es klappt. …(Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) suite101.de, 09.03.11

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CH: Zur Dialogwoche Alkohol im Mai 2011

Sonntag 27. Februar 2011 von htm

Wir schauen gebannt auf die historischen Vorgänge im arabischen Raum, wo die Geburtsstunde der Demokratie schlägt oder zumindest Geburtswehen eingesetzt haben, und selber sind wir nicht fähig, uns aus den Ketten der Knechtschaft der Alkoholindustrie zu befreien.

Das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit hat nun für Mai ein Mitwirken an der Alkoholwoche angekündigt, die auch in Deutschland, Liechtenstein und Österreich stattfinden wird. Das Motto in Deutschland heisst: „Alkohol? Weniger ist besser.“ In der Schweiz heisst es bescheiden: „Dialogwoche Alkohol“. Im Einleitungstext auf seiner Webseite schreibt das Bundesamt: „Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol: Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? Es besteht Diskussionsbedarf!“

Die Quadratur des Kreises wird angestrebt: „Den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen.“ Jene der grossen Alkoholmultis werden nicht erwähnt. Warum wohl? Immerhin, mit unserer Projekt-Idee könnte es gelingen. Aber sonst …..? Auf die Botschaften aus dem Ausland, von internationalen Fachgremien, hört ein „rechter“ Schweizer schon gar nicht. In Deutschland ist es nicht anders.

Wir sind gespannt, wie viel Dialog möglich sein wird, ob es nur eine Alibi-Pflichtübung wird und ob überhaupt lokale Gruppen gefunden werden, die sich dafür interessieren und engagieren. Ja, wer müsste sich eigentlich angesprochen fühlen?

Z. B.     -  die Kirchen: Ein Werk der Diakonie, Stichworte: Nächstenliebe, Menschenwürde, Gerechtigkeit

die Liberalen: Sie brachten der Schweiz die erste Alkoholgesetzgebung. Sie kämpfen für die persönliche Freiheit. Die aufgezwungene Alkoholnot, deren Folgen alle tragen, müsste ihnen ein Gräuel sein

die Polizeigewerkschaften: Die Polizisten leiden direkt unter dem Stress durch Überzeitarbeit und Gewalt

das Spitalpersonal: Auch hier Stress durch Überzeit, Personalknappheit, Kostendruck, Gewalt

der Justizapparat: Arbeitsüberlastung, lange Verfahrenszeiten, fehlende Plätze für Jugendliche

die Wirtschaft: Eine Milliarde zusätzliche Personalkosten, Belastung des Betriebsklimas, Qualitätseinbussen

die Gemeinden und Städte: Alkoholbedingte Sozialkosten belasten die Rechnungen, die Steuerzahler

die Entwicklungshilfe-Organisationen: Ihre von Spendern finanzierten Hilfeleistungen werden durch die Aktivitäten der Alkohol-Multis zum Teil zunichte gemacht. Und deren Gewinne fliessen nach Norden ab

die Parteien: Sie haben es in ihren Parteiprogrammen fixiert. Sie wollen für unser Land arbeiten, für seine Bevölkerung. Politiker werden dafür gewählt. Sie leisten sogar darauf einen Amtseid

- Noch einige weitere: Jugendverbände, Kinderschutz-Organisationen, Sportverbände, Kulturorganisationen, Lehrerinnen- und Lehrer, Institutionen der Alkohol-Prävention und -Rehabilitation, Aidshilfe, Psychologen, Psychiater, Lehrlingsämter und -Betreuer, Hilfsorganisationen wie Caritas, und, und, und….

- und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger. Sie leiden direkt und indirekt unter den alkoholbedingten Schäden – ein Leben lang, ungefragt. Sie zahlen jährlich Milliarden. Die WHO nennt uns “Passivtrinker”.
(Quelle: Unser Begleittext zum Newsletter Februar 2011)

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D: Arbeitsverweigerung aus religiösen Gründen, Urteil

Freitag 25. Februar 2011 von htm

Das Bundesarbeitsgericht verwies die Klage des Mannes, der sich aufgrund religiöser Gründe weigerte Alkohol in Verkaufsregale zu räumen, wegen unzureichender Faktenlage zurück an das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein. Das Landesarbeitsgericht muss nun klären, ob die ungelernte Hilfskraft nicht anderswo in der Filiale hätte eingesetzt werden können. Einen Vergleich lehnte der Anwalt des Klägers ab. (Quelle: Google Alkohol News, 24.02.11) rtl.de, 24.02.11 (wir berichteten am 22.2.11)

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Versteckter Alkohol: Muslim verklagt Coca-Cola

Mittwoch 23. Februar 2011 von htm

Ein Muslim hat das israelische Franchise-Unternehmen des Coca-Cola-Konzerns verklagt. Der Grund: Kürzlich hat eine Website bekannt gegeben, dass das Erfrischungsgetränk angeblich Alkohol enthält. Der Gläubige hat folglich jahrelang ohne sein Wissen Alkohol getrunken, obgleich seine Religion dies verbietet. (Quelle: Google Alkohol News, 22.02.11) de.news.yahoo.com, 22.02.11 Kommentar: Siehe vorangegangenen Artikel.

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D: Muslim will keinen Alkohol einräumen – Kündigung

Dienstag 22. Februar 2011 von htm

Ein als Ladenhilfe in Schleswig-Holstein in einem Supermarkt beschäftigter Muslim wollte aus religiösen Gründen keinen Alkohol ins Regal räumen. Ihm wurde gekündigt – jetzt klagt er. Er folgte seinem Gewissen und verlor seinen Job. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.2.11) welt.de, 21.2.11sosheimat.wordpress.com, 21.2.11unser Online-Kommentar: Vorausgesetzt, es lagen keine andern schwerwiegende Gründe vor, scheint mir diese Kündigung gar hart. Ein Supermarkt hat doch einige andere Stellen, wo ein Hilfsarbeiter eingesetzt werden könnte.
Die von Ressentiments geprägte Diskussion zeigt, dass viele verdrängen, dass die deutsche Wirtschaft oder das Gesundheitswesen ohne Immigranten kaum mehr funktionsfähig wäre. Auch scheint es vielen völlig undenkbar, seine Handungen auch vom Gewissen beeinflussen zu lassen. (siehe Urteil am 25.2.11)

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Bahrein: Frauenstimmrecht und Alkohol

Samstag 19. Februar 2011 von htm

Das sunnitische Königshaus in Bahrain setzt auf Reformen, nicht zuletzt, um sich im Westen beliebt zu machen. Die mehrheitlich schiitische Bevölkerung fühlt sich aber weiterhin diskriminiert. … Der Tourismus boomt, vor allem aus umliegenden arabischen Ländern. Besonders beliebt ist Bahrain bei den benachbarten Saudis. Alkohol, Frauen, alles, was im strengreligiösen Saudiarabien verboten ist, ist für die Saudis im nur wenige Kilometer entfernten Bahrain erhältlich. Die Möglichkeit, ausgelassen zu feiern, ist aber auch Zündstoff für die konservativen Kräfte in Bahrain. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.02.11) Kommentar: Der Artikelschreiber ist sich wahrscheinlich nicht bewuss, dass Alkohol und Frauenstimmrecht auch in Europa und Amerika sehr eng miteinander verbunden waren. Durch den Kampf gegen die Alkoholnot haben die Suffragetten in England und den USA um die Jahrhundertwende 19./20. Jh. den Frauen das Stimmrecht erstritten. Die Schweizer Frauen hatten keine Chance, sie mussten bis 1970 warten, weil die Liberalen ein Alkoholgesetz einführten, das liess die Frauen leer laufen. Die heutigen “Liberalen” gehören zu den stärksten Bremsern bei der Alkoholprävention.

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TOP NEWS: Jährlich 2,5 Millionen Tote durch Alkohol

Dienstag 15. Februar 2011 von htm

Alkohol tötet weltweit jährlich 2,5 Millionen Menschen. Die meisten davon sterben durch alkoholbedingte Unfälle, viele aber auch an Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen oder Leberzirrhose. Das geht aus dem jüngsten Report zu Alkohol und Gesundheit hervor, den die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag in Genf veröffentlichte.
Der meiste Alkohol wird demnach in den Industrieländern der Nordhalbkugel getrunken, aber auch in Argentinien, Australien und Neuseeland. Am niedrigsten ist der Konsum in den Ländern, in denen viele Menschen aufgrund ihres islamischen Glaubens abstinent leben – etwa in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südasien. (Quelle: Google Alkohol News, 13.02.11) handelsblatt.com, 13.2.11 WHO: Global status report on alcohol and health analyses

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Margot Käßmann erhält den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage

Sonntag 13. Februar 2011 von htm

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann (52), erhält für ihren Rücktritt nach einer Trunkenheits-Fahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, wird die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.02.11) bild.de, 12.02.11 Kommentar: Nichts gegen diese Preisverleihung. Trotzdem meine Frage: Wann erhält eine europäische Regierung diesen Preis, weil sie dem Druck der Alkohollobby widerstanden und die Alkohol-Strategie der WHO in ihrer Gesetzgebung umgesetzt hat?

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Türkei: Erdogan verschärft Alkohol-Vorschriften

Samstag 22. Januar 2011 von htm

In den Umfragen liegt die AKP derzeit bei mehr als 40 Prozent und damit unangefochten an der Spitze. Der „Efes Pilsen Spor Kulübü“ ist einer der erfolgreichsten Basketballclubs der Türkei. Doch er wird nicht mehr lange so heißen: Der Verweis auf den Alkohol im Vereinsnamen muss verschwinden. (Wir berichteten darüber, Adm.) Das ist nur eine von mehreren Dutzend neuen Vorschriften, mit denen die türkischen Behörden insbesondere junge Leute vor den Gefahren des Alkohols bewahren wollen – wobei die Türken bis zu einem Alter von 24 Jahren als jung eingestuft werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.1.11) tt.com, 20.1.11 / siehe auch nzz.ch, 22.1.11 unser Online-Kommentar: Welche Motive man auch immer hinter Erdogans Vorgehen vermutet, wenn er den Alkoholkonsum reduzieren möchte, hat er meine volle Unterstützung. Wir in Mitteleuropa kennen leider kaum Regierungen, die mit solchen Massnahmen Punkte auf der rechten Seite sammeln wollen oder können. Obwohl wir solche Massnahmen viel dringender nötig hätten. Welche Regierung beruft sich schon auf die Weltgesundheitsorganisation? Deren Resolution für eine globale Alkoholstrategie hat man zwar im Mai 2010 mitunterschrieben, aber sie umzusetzen hat man gar keine Lust. Der Druck der Alkoholindustrie ist stärker. Die Bevölkerung zahlt wie bisher die Zeche.

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