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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Religion und Alkohol'

Interview mit Dr. François van der Linde (Drogenlegalisierung)

Freitag 6. August 2010 von htm

Zitat: “…Die Prävention geht für den Arzt weit über Aufklärung und Jugendschutz hinaus. Sie lasse sich nur dann mit Autorität vertreten, wenn auch die Gesellschaft glaubwürdig auf ihre eigenen Suchtprobleme reagiere. Das sei aber nicht der Fall, solange die einen Drogen verboten und die anderen beworben würden – unabhängig davon, welche grösseren Schaden anrichteten….” (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.8.10) Kommentar: Mindestens hier trifft er den Nagel auf den Kopf. Dass Drogensucht nichts mit Moral zu tun habe, ist in Bezug auf die Dealer sehr zu bezweifeln. Man denke nur an die Alkoholverkäufer, welche noch immer an Jugendliche Alkohol abgeben. Wenn van der Linde doch so gerne lärmt, um seine Botschaft zu verkünden, warum macht er sich nicht für unsere Projekt-Idee stark, die geeignet wäre, die Lenkungsabgaben für alle Drogen zu verwalten und der Bevölkerung vor Augen führen könnte, wie gross ihr Gewinn dabei wäre?

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Alkohol immer noch Droge Nummer 1

Montag 2. August 2010 von htm

Wenn umgangssprachlich von Sucht die Rede ist, denkt man üblicherweise an harte, illegale Drogen. Fachverbände in Deutschland, der Schweiz und Österreich weisen aber darauf hin, dass Alkohol nach wie vor die Droge Nummer Eins ist. Kein anderes Rauschmittel sei so akzeptiert und werde so häufig konsumiert.
In Deutschland seien 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig und bei zusätzlichen zwei Millionen liege Alkoholmissbrauch vor. Ferner passierten in Deutschland rund 275.000 schwere Straftaten und 20.000 Verkehrsunfälle im Jahr unter Alkoholeinfluss.
Vier Prozent der Schweizer Bevölkerung haben ein Alkohol-Abhängigkeitsproblem. Das sind 300.000 Menschen. Doppelt so viele sind alkoholgefährdet. Laut “Sucht Info Schweiz” wachsen ungefähr 100.000 Kinder meinem alkoholabhängigen Elternteil auf. (Quelle: Google Alkohol News, 2.8.10) apd.info, 1.8.10

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D: Suchtexperten raten Eltern

Dienstag 29. Juni 2010 von htm

Alkohol nicht tabuisieren.
Im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Konsums von Alkohol liegt Deutschland hinter Ungarn und Irland mit an der Spitze. Schon das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen lässt Alarmglocken schrillen. Experten raten nun zu einem offenen Umgang mit der Bedrohung. Mehr als 25.000 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren mussten 2008 wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Das entspreche einem Anstieg von 170 Prozent seit dem Jahr 2003, heißt es dazu im Jahrbuch Sucht 2010 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm. Junge Menschen würden immer früher auffällig, sagte DHS-Sprecherin Christa Merfert-Diete dem epd: „Jugendliche haben erkannt, wie leicht es ist, an Alkohol heranzukommen.“ Sie kritisiert die allgemeine Verfügbarkeit alkoholischer Getränke: „Der Zugang muss dringend minimiert werden. (Quelle: Google Alkohol News, 29.6.10) domradio.de, 28.6.10

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Weinprobe in der Kirche

Montag 28. Juni 2010 von htm

Gestern fand um 19.00 Uhr zum ersten Mal eine biblisch-musikalisch-kulturelle Weinprobe in der katholischen Kirche Romanshorn statt. Zu Gast waren ein Experte für biologischen Weinbau, musikalische Trauben, und der Pfarrer verriet, was es mit dem Wein in der Bibel und der Kirche auf sich habe. (Quelle: St. Galler Tagblatt, 27.6.10) Kommentar: Dann sind wir wohl nicht mehr weit davon entfernt, dass nicht mehr benötigte Kirchen in Trattorias oder Pubs umgewandelt werden. Wie alkoholfreundlich der Pfarrer die Bibel auslegt, kann man sich vorstellen. Dabei hätte gerade die katholische Kirche allen Grund, zur Droge Nr. 1 ein neues Verhältnis aufzubauen: Im Sinne der Diakonie zum Wohle der Bevölkerung, in Nachfolge von Jesus, dem Sozialrevolutionär, für echte Lebensfreude ohne chemisches Doping. Vielleicht ist es auch ein Wettstreit um Publicity. Der reformierte Amtskollege profilierte sich vor Jahren mit seinen jährlichen Töff-Gottesdiensten.

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D: Eine bisher geheime Akte belastet Ex-Bischof Walter Mixa

Mittwoch 23. Juni 2010 von htm

Nach diesen Enthüllungen wird der deutsche Ex-Bischof es schwer haben, sein Amt zurückzuerlangen: Mixa soll ein gravierendes Alkoholproblem und sich an jungen Priestern vergangen haben. Gemäss Berichten der «Süddeutschen» und der «Frankfurter Allgemeinen» belegen Zeugenaussagen darin, dass Mixa ein Trinker ist, der versucht, stets einen gewissen Alkoholpegel zu halten. Sein Alkoholproblem könnte damit schwerwiegender sein als bislang angenommen. Auch von „Wirklichkeitsverlust“ ist die Rede. (Quelle: Google Alkohol News, 22.6.10) blick.ch, 21.6.10 // auch bild.de, 22.6.10

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Eine reformierte Kirche lanciert zur WM ein “Seelsorgebier”

Mittwoch 9. Juni 2010 von htm

Die reformierte Fabrikkirche hat mit der Kleinbrauerei “Euelbräu” in Winterthur ein “Seelsorgebier” entwickelt, das die Fans der Fussball-WM beglücken soll. (Quelle: Winterthurer Zeitung, 9.6.10) Kommentar: Auch wenn die katholische Kirche einige alte Traditionen in der Alkoholherstellung aufweist, sollte dies für die reformierte Kirche kein Alibi darstellen, die Volksdroge Alkohol noch um eine Marke zu erweitern. Das ist nun billigster Populismus, ein bedauernswerter Sündenfall.

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D: Die katholische Kirche will mitdiskutieren

Samstag 5. Juni 2010 von htm

Priorisierung im Gesundheitswesen: Die katholische Kirche will mitdiskutieren.
Bonn/Heidelberg – Die katholische Kirche ist bereit, sich an einer gesellschaftlichen Debatte über Konsequenzen aus knapper werdenden finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen zu beteiligen. Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gegenüber der in Heidelberg erscheinenden Fachzeitschrift „Der Kassenarzt“ (Juni-Ausgabe). Er forderte einen „von allen Verantwortlichen getragenen Diskurs“ über dieses Thema. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 4.6.10) unser Online-Kommentar: Die katholische Kirche hätte hier eine grosse Chance, ihr Image aufzubessern, wenn sie sich in diesem Gremium für eine Reduzierung der grossen Alkoholschäden einsetzen würde. Das wäre ein wirklich effizienter Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten. Vor allem könnte sie dabei an die über eine Million Kinder denken, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen und stark verschlechterte Lebenschancen haben. Das wäre eine sehr sinnvolle Wiedergutmachung.

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Zwei Brandanschläge auf die Piuskirche in Arnsberg, D

Mittwoch 2. Juni 2010 von htm

Arnsberg. Fassungslosigkeit in Gemeinde, Pfarrgemeinderat und bei Pfarrer Valentin Nowinski: In zwei Nächten hintereinander wurden Brandanschläge auf die Piuskirche in Arnsberg verübt. Der Schaden ist beträchtlich.
„Hier wurde mit Bedacht und zielgerichtet Feuer gelegt“, erklärt ein betroffener Pfarrer Nowinski, der einen solch unsinnigen Vandalismus nicht begreifen kann. Zwar habe man beim zweiten Mal das Feuer noch rechtzeitig selbst löschen können, „aber es ist überhaupt nicht auszudenken, was hätte passieren können“….Übrigens nicht der erste Fall von Zerstörungswut, der die Gemeinde traf: 2009 wurden der Schaukasten des Kindergartens und die große Glastür zum „Blauen Saal“ zertrümmert. Pfarrer Nowinski: „Das passiert oft nach Volksfesten oder Events, bei denen viel Alkohol im Spiel ist.“ (Quelle: Google Alkohol News, 2.6.10) derwesten.de, 31.5.10 mit unserem Online-Kommentar

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Zur Debatte über den Alkoholkonsum von Minderjährigen

Sonntag 30. Mai 2010 von htm

Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen?
Minderjährige Jugendliche können immer noch trotz Jugendschutzgesetz problemlos Alkohol bekommen. Entweder kaufen Sie das Zeug in kleineren Läden selbst oder sie schicken einen Älteren vor, der den Alkohol legal kaufen kann. Immer wieder erlebe ich in Supermärkten – immerhin wird dort mittlerweile der Ausweis kontrolliert, wenn junge Leute Alkohol kaufen wollen-, dass Gruppen von Jugendlichen, die offensichtlich noch keine 16 Jahre alt sind, sich in der Spirituosenabteilung bedienen, einen älteren dabeihaben, der dann an der Kasse den Gesamteinkauf bezahlt. Die ersten Flaschen werden dann meist noch vor dem Supermarkt geöffnet. Das muss endlich ein Ende haben. …
Antwort von Prof. Michael Klein, Köln, Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) an der Katholischen Hochschule NRW:
Sie machen sich berechtigte Sorgen um die Kinder und Jugendlichen, die exzessiv Alkohol trinken und sich damit in Gefahr für Leib und Leben bringen. Auch wenn der Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt seit vielen Jahren leicht rückläufig ist, gibt es auf der anderen Seite Subgruppen von Kindern und Jugendlichen, die immer härtere Konsumstile, im Volksmund „Komasaufen“ genannt, zeigen. Diese Jugendlichen sind zwar eine Minderheit – Untersuchungen gehen von bis zu 15 Prozent der 16- bis 18-Jährigen aus, die regelmäßig exzessives Trinken zeigen. Aber trotz der Tatsache, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Alkohol angemessen umzugehen vermag, sind Alkoholexzesse, bei denen junge Menschen zu Schaden kommen, tragisch und dürfen nicht passieren. … (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.10) tagesspiegel.de, 29.5.10 mit unserem Online-Kommentar

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Alkoholverkäufe an Jugendliche: Schulung der Verkäufer

Mittwoch 19. Mai 2010 von htm

Im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen will die Caritas im Kreis Osnabrück Verkäufer gezielt schulen. Der Verband habe dafür ein spezielles Programm entwickelt, das bereits an einer Berufsschule getestet worden sei, teilte die Kreisverwaltung am Dienstag mit. Testkäufe im Kreis hatten ein unbefriedigendes Ergebnis gezeigt. (37%) (Quelle: Google Alkohol News, 19.5.10) bild.de, 18.5.10

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