www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Prominenz'

Leserbrief zu berauschten WK-Soldaten am WEF

Dienstag 26. Januar 2016 von htm

23.01.2016

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Berauscht in den Dienst“ am 23.1.16

12 Wehrmänner rückten zum WK ans WEF ein, die Cannabis und/oder Kokain konsumiert hatten. Bei der Eingangskontrolle wurden sie erwischt und erwarten nun ein Strafverfahren. Sowohl die SP-Nationalrätin Galladé wie der SVP-Nationalrat Hurter wollen dies nicht überbewerten, das sei „ein Abbild der Gesellschaft“. Hurter ist sogar traurig, dass der Drogenkonsum zugenommen hat. Da kommen einem wirklich die Tränen. Ausgerechnet ein SVP-Politiker beklagt den Drogenkonsum, wo doch seine Partei alles daran setzt, unserer gefährlichsten Droge, Alkohol, möglichst ungehinderte Verbreitung zu sichern.

Sind wohl die Eingangskontrollen immer so erfolgreich und lückenlos? Gibt es ein Restrisiko? Wir erinnern uns mit gemischten Gefühlen an den früheren alkoholkranken Polizeichef des WEF. Kollateralschäden in Zeiten des Terrors sind ähnlich wie an der Fasnacht, am Turnfest oder am wöchentlichen Wochenendbesäufnis: Die Verantwortung trägt die Gesellschaft, d.h. ihre Vertreter in der Politik, welche die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht schaffen. Wie wär‘s mit Eingangskontrollen im Parlament? Herr Köppel (SVP) mindestens müsste einverstanden sein.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon

(am 26.1.16 mit einer Kürzung veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Geschichten, Konsumhaltung, Leserbriefe, Politik, Prominenz, Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „Politik und Promille im Bundeshaus“ u.a. Artikel

Dienstag 22. Dezember 2015 von htm

19.12.2015

DIE WELTWOCHE
per e-mail

Leserbrief zu “Politik und Promille im Bundeshaus“ und 2 weitere Artikel in Nr. 51 vom 17.12.15

Seit der geballten Ladung in „Die Hicks-Society“ am 26.8.2004 hat die „Weltwoche“ wohl nie mehr derart ausführlich über das Alkoholproblem in der Schweiz geschrieben. Herr Köppel hat sich damit kaum beliebt gemacht in seiner ersten Session als neuer Nationalrat. Was in Bern in Bezug auf den Alkoholkonsum abläuft, ist wahrlich unglaublich aber leider auch nicht neu.

Erstaunlich geradezu, dass in dieser Session das geplante neue Alkoholgesetz bachab geschickt wurde; es hätte die Situation noch verschlimmert. Wahrscheinlich waren die Parlamentarier ausnahmsweise nüchtern und hatten den eben abgelegten Amtseid noch in den Knochen.

Vor Jahren beauftragte der Deutsche Bundestag einen Alkoholfachmann für eine längere Beratertätigkeit unter seinen Mitgliedern. Bei uns wäre diese Einsicht kaum zu erwarten. Der hohe Alkoholpegel dient offenbar der Konkordanz. Leider auch dazu, sinnvolle Alkoholgesetze zu unterbinden, die, wissenschaftlich fundiert, geeignet wären, die bestehende Alkoholnot zu lindern. Dass sie weiterhin besteht, wurde in den 3 Artikeln viel zu wenig herausgearbeitet. Die gezeigte Konsumstatistik pro Kopf ab 15 Jahren gibt ein trügerisches Bild, wenn man an die massive Zuwanderung aus islamischen Ländern denkt.

Die Strafurteile wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand berücksichtigen die Selbstunfälle mit tödlichem Ausgang nicht. Auch gibt es keinen Hinweis darauf, dass erst die Herabsetzung der Promillegrenze auf 0.5 den Abwärtstrend einleitete. Und diese musste während Jahrzehnten mühsam erkämpft werden. Auf dem Weg blieben Tausende unnötiger Opfer.

Positiv überrascht hat mich der ausgewogene Artikel von Christoph Mörgeli. Wobei er offenbar nicht weiss, dass die vielen Bibeltexte mit Wein nur zum Teil mit Wein zu tun haben. Die Originaltexte (z.B. Frischtrauben, Sultaninen, vergorener- unvergorener Traubensaft, etc.) wurden einfach alle mit Wein übersetzt. Deutsch und Englisch. Wenn man seinen Schlusssatz, das Zitat der Chefärztin der Forel-Klinik über die unproblematische Trinkmenge, vergleicht mit der Schilderung der Zustände im Parlament, müsste der geneigte Leser ins Grübeln kommen. Aber wahrscheinlich wird gar nichts passieren. Die Alkoholkomplizen entschuldigen sich ja gegenseitig. Bei der Alkoholgesetzgebung müssten fast alle wegen Befangenheit in den Ausstand treten. So wird der Bock zum Gärtner gemacht. Man könnte es auch Korruption nennen.

Folgt jetzt vielleicht ein Artikel mit Verbesserungsvorschlägen? Gut recherchiert?

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer, Effretikon

Kategorie: Allgemein, Alter, Entwicklungs- und Schwellenländer, Feste und Feiern, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur, Leserbriefe, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Zitate | Keine Kommentare »

Leserbrief zu: Bundesrat will Tabakwerbung schweizweit einschränken

Freitag 13. November 2015 von htm

12.11.2015

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Alain Berset legt sich mit Tabakfreunden an“ am 12.11.15

„Der Bund schlägt Alarm“, ein weiterer Artikel in der selben Nummer. Darin wird über eine Studie des BAG berichtet, in der eine Zunahme bei den jungen Rauchern und Raucherinnen dokumentiert wird. Ein langjähriger Abwärtstrend wurde umgekehrt. Der Bundesrat möchte dies korrigieren, indem er vorschlägt die Tabakwerbung bis auf das Sponsoring an Grossveranstaltungen (fertiger Witz) und in Verkaufsstellen zu verbieten.

Die bürgerlichen Parteien wollen dieses Gesetz versenken. Sogar der Kommentator im Tages-Anzeiger schwenkt auf deren Argumentation ein: Statt Werbeverbote müsse es das Umfeld der Jugendlichen richten. Wunderbar! Seit es Tabakprävention gibt, ist dies schon immer eines der Hauptgegenargumente gewesen. Es hat nie funktioniert. Und es wird auch in Zukunft nicht funktionieren, weil die Tabaklobby zu stark ist. Und weil in Ausweitung der Ausführungen von Constantin Seibt auf der Seite „Hintergrund und Debatte“ die Tabak-, wie die Alkoholindustrie, mit ihren Komplizen in den Medien und in der Politik, ein Teil der „Betrugsgesellschaft“ sind.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon

(mit Kürzungen am 13.11.15 veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Andere Drogen, Eltern, Gesundheit, Jugend, Jugendliche, Kinder, Leserbriefe, Medien, Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Prominenz, Reklame, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung | Keine Kommentare »

Intervention: Sport und Alkohol

Sonntag 25. Oktober 2015 von htm

23.10.2015

An die Leitungsgremien des

Turnvereins Effretikon, Erwin Morf, Präsident
Zürcher Turnverband, Frank Günthardt, Präsident
Schweizerischer Turnverband, Erwin Grossenbacher, Zentralpräsident
Bundesamt für Sport, Matthias Remund, Direktor (zur Kenntnisnahme)

 

Liebe Turnkameraden, sehr geehrter Herr Direktor,

Ich habe heute einen Leserbrief an den Tages-Anzeiger gesandt, der mit einer Aufforderung an das neugewählte Parlament schliesst. (siehe Beilage)

Er hätte auch genauso gut mit einer Aufforderung an die Verantwortlichen der Turnerfamilie enden können.

Seit ich in den letzten drei Jahren als Männerriegler an zwei Regionalmeisterschaften teilgenommen habe, frage ich mich, ob ich in dieser Familie nicht fehl am Platz bin. Ich habe als Sohn eines Alkohol-Abhängigen Zeit meines Lebens national und international für eine Gesellschaft gekämpft, die weniger vom Alkohol abhängig sein sollte. Ganz im Sinne der alten turnerischen Maxime vom gesunden Geist in einem gesunden Körper. Was sich aber an diesen besuchten Regionalmeisterschaften abspielte, spottet jeder Beschreibung: Reine Oktoberfeststimmung. Dreiviertel der riesigen Festzelte stehend auf den Tischen, die Biergläser schwenkend und dem Einpeitscher am Mikrofon die ordinären deutschen Oktoberfestsongs nachbrüllend. Das während mehrerer Stunden und bei steigendem Bierkonsum. Von jung bis alt.

Von „meinen“ Männerrieglern kann ich allerdings erfreut feststellen, dass sie eher betreten zuschauten.

Ist es wirklich nötig, das Turnervolk auf diesem primitiven Niveau und gesundheitsschädigend zu unterhalten? Haben wir nicht genügend eigene Folklore und Komiker, wo wir uns doch sonst so patriotisch geben? Ist der finanzielle Beitrag der Alkoholindustrie derart schwerwiegend, dass wir ihnen unsere Jungen opfern müssen? Ist es sinnvoll, in einem stetigen Wettkampf zwischen den Austragungsorten solcher Veranstaltungen immer noch grössere Events anzustreben, mit noch grösseren Budgets, damit die Alkoholwerbung noch mehr Fuss fassen kann? Olympiaden und die FIFA sind unrühmliche Vorbilder.

Sie haben es mit Ihren befreundeten Parlamentariern in der zu Ende gehenden Legislatur erreicht, dass das Alkoholsponsoring im Sport nicht verboten wurde. Sie haben auch die Zürcher Initiative gegen Alkoholwerbung in den Stadien zu Fall gebracht. Und Sie sind mitverantwortlich für die immer noch zunehmende Alkoholisierung unserer Jugend. Gibt Ihnen das wirklich nicht zu denken?

Freundliche Grüsse

Hermann Meyer

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Alter, Aufruf, Dokumente, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Gesundheit, Interventionen einzeln, Jugend, Konsumhaltung, Kultur, Politik, Prominenz, Schweiz, Sport, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Werbung, Zitate | Keine Kommentare »

Leserbrief zum Ende der Legislatur

Samstag 3. Oktober 2015 von htm

28.09.2015

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Kurz notiert: Fünf Männer verbrannt“ am 28.9.15

Gestern abend die von vielen freudig erwartete Rückkehr von Giaccobo/Müller auf den Bildschirm. Man durfte hoffen, dass die lange Sendepause viele kritische Beiträge hätte entstehen lassen. Aber weit gefehlt. Die Sendung ist zur Blödelschau verkommen. Wer pointierte Politsatire sucht, muss jetzt zur Heute-Schau des ZDF, zu Pelzig hält sich oder andern deutschen Programmen wechseln. Dabei hätte es genug Stoff für angriffige Nummern gegeben. Z.B. die Abschiedstränen am Ende der Legislatur in Bern und die vielen Rückblicke auf geleistete Arbeit der PolitikerInnen.

Ob ein Toni Bertoluzzi auch Tränen vergossen hat beim Anblick des ausgebrannten VW Golf im Wald von Rheinfelden, in dem fünf Männer in einer Partynacht einen grausamen Tod fanden? (Zwei junge Frauen überlebten schwerverletzt.) Er, der als sogenannter „Gesundheitspolitiker“ massgebend dazu beigetragen hat, dass „Prävention“ zum Schimpfwort gemacht worden ist. Dass die Alkoholverwaltung von einer wichtigen Säule der Alkoholprävention zu einem Finanzapparat zum Wohle der Alkoholindustrie umstrukturiert worden ist. Dass die einstige in der Bundesverfassung verankerte Zielsetzung der Verminderung des Alkoholkonsums nicht wie versprochen in die Gesetze und Verordnungen einfloss. Dass das Alkoholsponsoring bei Sportverbänden nicht verboten wurde. Usw., usf.

Diese für unser Land schwerwiegenden Fehlleistungen sind natürlich nicht nur Bortoluzzi sondern der ganzen Rechten und ihren Verbündeten in der Mitte anzulasten. Man muss für die Zukunft für den Abschluss der neuen Alkoholgesetzgebung Schlimmes befürchten, wenn man den Prognosen glaubt, dass die Rechte bei den eidgenössischen Wahlen, wie eben in Österreich, noch zulegen wird. Es würde nicht überraschen; sie vermögen einfach meisterhaft, aus dem Flüchtlingselend Kapital zu schlagen. Aber vielleicht finden sie ja auch, die Kollateralschäden auf dem Altar ihrer Alkoholpolitik seien schon gross genug (siehe Rheinfelden, alkoholbedingte Sex-Skandale bei PolitikerInnen, Folgen der Partyszene für die Jugend, Billig-Alkohol, 24-Stunden-Alkoholshopping, Turnfeste, die in Oktoberfeststimmung im Bier ersaufen, etc.), da bräuchten wir nicht noch die Not der Flüchtlinge bei uns. Ob die bald neugewählten ParlamentarierInnen und BundesrätInnen beim abzulegenden Amtseid überlegen werden, was der bedeutet?

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon

(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Entwicklungs- und Schwellenländer, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Geschichten, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kultur, Leserbriefe, Meine Blogs, Neues Alkoholgesetz (CH), Neues Präventionsgesetz CH, Politik, Prominenz, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „Migros die Welt Nr. 1“

Dienstag 17. Februar 2015 von htm

03.02.2015

Migros Magazin
Postfach
8031 Zürich

per e-mail: redaktion@migrosmagazin.ch

Leserbrief zu „Weltweit die Nummer eins“ vom 2.2.15

Unter Punkt 5 Produkte und Dienstleistungen ging die wichtigste und nachhaltigste Leistung der Migros und vor allem ihres Gründers Gottlieb Duttweiler vergessen: Der Verzicht, in der Migros alkoholische Getränke zu verkaufen. Wenn man weiss, dass die Erhältlichkeit von Alkohol neben der Preisgestaltung das zweitwichtigste Kriterium ist, das den Gesamtkonsum von Alkohol beeinflusst, kann diese Leistung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Auch wenn die Migros-Leitung in den Tochtergesellschaften, unter Missachtung des Gründerwillens, den Verkauf alkoholischer Getränke durchgesetzt hat, und die migroseigenen alkoholführenden Denner-Filialen seit einiger Zeit neben den Migros-Supermärkten platziert werden, hat unser Volk doch während Jahrzehnten von dieser segensreichen Geschäftspraxis profitieren dürfen. Und die Migros hat bewiesen, dass es möglich ist, auch ohne den lukrativen Alkoholhandel im heutigen erbarmungslosen Wettbewerb bestehen zu können. Dies wäre auch eine Feier wert.

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer

(nicht veröffentlicht)

 

Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Erhältlichkeit, Geschichten, Leserbriefe, Medien, Prominenz, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Leserbrief betr. K.-o.-Tropfen und der Sex-Skandal in Zug

Sonntag 15. Februar 2015 von htm

30.01.2015

NZZ am Sonntag
Leserbriefe
per e-mail

Betr. „Sie löschen die Erinnerung aus“ am 25.1.15

Die Autorin Gordana Mijuk hat einen recht umfassenden Artikel zur Problematik der K.-o.-Tropfen geschrieben. Die von ihr erwähnten Untersuchungen finden sich übrigens seit ihrem Erscheinen auf www.alkoholpolitik.ch. Die Quintessenz war, in den meisten Fällen spielte halt doch der Alkohol die Hauptrolle und K-o.-Tropfen wurden als Ausrede vorgeschoben.

Nun könnte man zur Tagesordnung übergehen. Denn dass der Alkohol in unserer Gesellschaft eine unrühmliche Rolle spielt, wissen wir längstens. Und den Beteiligten in Zug wäre damit sicher auch gedient. Ich meine, dies wäre wieder einmal der Moment innezuhalten und zu überdenken: Wollen wir wirklich, dass wir derart von König Alkohol beherrscht werden, dass wir solche Dramen wie in Zug als gottgegeben einfach immer wieder hinnehmen?

Dieses Drama ist nur eines unter vielen, die sich laufend alkoholbedingt meist im Verborgenen abspielen. Bald ist wieder Fasnachtszeit, dann hat diese Art Volksbelustigung wieder Hochkonjunktur. Leidtragende sind in erster Linie die betroffenen Kinder. Welcher Journalist beschreibt ihre Not? Und fordert die Politik auf, Abhilfe zu schaffen? Beide Seiten versagen ständig.

Die Presse ortet die Verlierer in Zug auf beiden Seiten. Tatsache ist, dass wir alle Verlierer sind, solange wir Politiker wählen, die nicht wahrhaben wollen, dass die Alkoholindustrie uns beherrscht und dass ihrem Wirken dringend Grenzen gesetzt werden müssten.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Feste und Feiern, Geschichten, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Medien, Parlamente/Reg., Politik, Prominenz, Schweiz, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Leserbrief zum Alkohol-Sex-Skandal in Zug

Samstag 17. Januar 2015 von htm

15.01.2015

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Die Doppelmoral des Volkes“,  u.a. am 6.1.15, 9.1.15, 15.1.15, im Tages-Anzeiger

Raphaela Birrer stellt die Frage, warum wir als Gesellschaft so hohe Ansprüche an die Moral der Politiker stellen und wo die zu tolerierenden Grenzen bei Verfehlungen liegen würden. Für sie sollte ein Fall wie in Zug oder Baden erst nach einem richterlichen Urteil an die Öffentlichkeit gehören.

Einen Aspekt, der für unsere Gesellschaft sehr relevant ist, hat sie übersehen: Die Bedeutung des Alkoholproblems.

Nach dem Skandal in Baden haben wir nun einen noch gravierenderen Fall in Zug. Was in Baden nie angesprochen worden war, obwohl man sich fragen kann, ob ein erfahrener Politiker nüchtern so dumm sein kann, ist die Sache in Zug ganz klar: Der Alkoholkonsum war erheblich. Die Folgen wiegen schwer. Egal, ob K.O.-Tropfen im Spiel waren oder nicht. Auch egal, ob es zu einer Anklage kommt oder nicht. Die beiden Der Mann haben einmal mehr bewiesen, dass sogar Politiker, die Verantwortung für die Gesellschaft tragen, der Verantwortung im Gebrauch von Alkohol nicht gewachsen sind. Besonders makaber stossend ist dabei, dass der mutmassliche Täter kantonaler Parteivorsitzender der SVP ist, die ja diese Selbstverantwortung immer dann hochjubelt und als wichtigstes Gegenargument ins Feld führt, wenn es für sie darum geht, im Parlament wirksame Gegenmassnahmen gegen die Alkoholschädigungen abzuschmettern.

Der Anwalt des Beschuldigten schreibt in einer Medienmitteilung, mit ihren politischen Funktionen habe dieser Vorfall nichts zu tun. Schön wär’s.

Die Presse ortet die Verlierer auf beiden Seiten. Tatsache ist, dass wir alle Verlierer sind, solange wir Politiker wählen, die nicht wahrhaben wollen, dass die Alkoholindustrie uns beherrscht und dass ihrem Wirken dringend Grenzen gesetzt werden müssten.

Dieses Drama ist nur eines unter vielen, die sich laufend alkoholbedingt meist im Verborgenen abspielen. Bald ist wieder Fasnachtszeit, dann hat diese Art Volksbelustigung wieder Hochkonjunktur. Leidtragende sind in erster Linie die betroffenen Kinder. Welcher Journalist beschreibt ihre Not? Und fordert die Politik auf, Abhilfe zu schaffen? Beide Seiten versagen ständig. Michèle Binswanger, in ihrem Kommentar „Missbrauch“ meint im Gegenteil, die beiden Beteiligten hätten besser den Vorfall unter Ausschluss der Öffentlichkeit geklärt. Die SVP mit ihrer verlogenen Alkoholpolitik sieht das sicher auch so.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon
(veröffentlicht mit leichten Kürzungen am 17.1.15)

 

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Eltern, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

Zitat: Barack Obama an der Abschiedsfeier für Nelson Mandela

Mittwoch 11. Dezember 2013 von htm

In seiner vielbeachteten Ansprache sagte der US-Präsident u.a.:

„Nelson Mandela erinnert uns daran, dass etwas immer unmöglich scheint, bis es gemacht ist.“
(Zitat aus dem Tages-Anzeiger vom 11.12.13, Seite 2)

Kommentar: Eine grundsätzliche Änderung in der Alkoholpolitik scheint auch vielen unmöglich zu sein. Zu stark seien die Bevölkerung und die Politikerinnen und Politiker in den letzten Jahrzehnten durch die Alkoholwerbung und die Alkohollobbies „weichgeklopft“ worden. Und doch darf die Hoffnung nicht aufgegeben werden, dass endlich nicht“alkoholabhängige“ massgebliche Kreise ihre Verantwortung erkennen und wahrnehmen werden.

Siehe auch Zitate im Archiv dazu.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Feste und Feiern, Meine Blogs, Politik, Projekt-Idee, Prominenz, Religion und Alkohol, Verhältnis-Präv., Werbung, Zitate | Keine Kommentare »

Leserbrief zu den Unfällen unter Alkoholeinfluss

Montag 11. November 2013 von htm

29.10.2013

Migros Magazin
Postfach
8031 Zürich

per e-mail: redaktion@migrosmagazin.ch

Leserbrief zu „Walliser sind doch nicht alles  Alkoholiker“ vom 28.10.2013

Wenn im Jahr 2012 bei 40 tödlichen Unfällen Alkohol die Hauptrolle spielte, davon gemäss Freysinger bei „unter 20“ im Wallis, so sind das fast die Hälfte. Es wäre doch gut, wenn er sich die anerkannten Statistiken gründlicher ansehen würde.

Dass er abhängig sei, wurde im Interview nicht behauptet. Die von ihm angegebene persönliche Trinkmenge würde diesen Schluss auch nicht zulassen. Seine Abhängigkeit ist wohl mehr gesellschaftlicher Art. Deshalb ist von ihm auch keine nüchterne Analyse zu erwarten.

Von vielen Wallisern muss allerdings davon ausgegangen werden, dass sie chronisch einen hohen Alkoholpegel aufweisen, aus Gewöhnung aber nicht als alkoholisiert auffallen. Dazu kommen noch die vielen Gelegenheiten, bei denen es nicht bei ein, zwei Gläsern bleibt. Bei einem Open Air oder bei vielen andern Festen käme die Polizei gar nicht nach mit Kontrollieren, so lässt sie es wohl ganz bleiben.

Aufklärung sei auf Gymnasiasten beschränkt. Da der Erfolg bei diesen minim ist, wird wohl davon ausgegangen, dass es bei den andern Schülern sowieso hoffnungslos ist. Das dürfte sogar stimmen, denn die gesellschaftliche Wirklichkeit besonders im Wallis widerspricht jeglicher Verhaltensprävention und macht sie zunichte.

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Feste und Feiern, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Prominenz, Statistik, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Get Adobe Flash player