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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Prominenz'

“Der Alkohol ist Teil der WM”

Freitag 20. Januar 2012 von htm

Beim Bier hört für den Fußball-Weltverband der Spaß auf. FIFA Genralsekretär Valcke verlangt von WM-Gastgeber Brasilien die Erlaubnis zum Bierverkauf im Stadion.
Für den Fußball-Weltverband FIFA ist das Recht auf Bierverkauf während der WM 2014 in Brasilien nicht verhandelbar. Die FIFA habe schon viele Zugeständnisse bei den Verhandlungen rund um das WM-Rahmengesetz gemacht.
Sie sei auch bereit, in Brasilien 300 000 Tickets der günstigeren Preis-”Kategorie 4″ etwa für Senioren und Schüler sowie rund 100 000 Gratis-Tickets unter anderen für Indigene und Empfänger der Familiensozialhilfe zu reservieren, sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke am Mittwoch in Rio de Janeiro.
Aber bei der Forderung nach Bierverkauf in den Stadien durch den WM-Sponsor Budweiser werde es keine Abstriche geben. “Der Alkohol ist Teil der FIFA-WM. Darüber verhandeln wir nicht. Das (WM-)Gesetz muss eine Bestimmung enthalten, wonach wir das Recht haben, Bier zu verkaufen, keine “Caipirinha”, sondern nur Bier”, betonte Valcke im Gespräch mit Auslandskorrespondenten in Rio de Janeiro. …
(Quelle: Google Alkohol News, 19.01.12) taz.de, 19.01.12
unser Online-Kommentar:
Am 22.6.06 sandten mehr als 260 Nichtregierungs-Organisationen aus 43 Ländern eine globale Resolution an Joseph S. Blatter zuhanden der FIFA ein, in der diese ersucht wurde, auf die Alkoholwerbung zu verzichten.
Ohne Ergebis.
Nun will die FIFA sogar in die Gesetzgebung eines grossen Landes eingreifen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Ein weiterer Skandal in der an Skandalen reichen FIFA, die Milliarden scheffelt und sich auch weigert, an den Wettkampfstandorten Steuern zu entrichten.
Statt als Vorbild zu wirken, leistet sie der alkoholbedingten Gewalt in Stadien Vorschub.

Siehe auch PRESSRELEASE – IOGT INTERNATIONAL, 21.01.12

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Der Alkohol ist schuld: Brasilien-Legende Socrates verstorben

Montag 5. Dezember 2011 von htm

Die brasilianische Fußball-Legende Socrates starb mit 57 – am Alkohol. Socrates galt als einer der brilliantesten Spieler der brasilianischen Seleção.
Er sah nicht gut aus, schon lange nicht mehr. Gezeichnet vom Alkohol und vom höchst ungesunden Leben nach seiner Zeit als einer der besten Fußballer des Planeten. Viele Jahre ist das her, und nun ist auch die Zeit des todkranken Sampaio de Souza Vieira de Oliveira, genannt Socrates, endgültig abgelaufen. Der brasilianische Ex-Star Sócrates ist am Sonntag im Alter von 57 Jahren an den Folgen eines septischen Schocks nach einer Darminfektion gestorben. Brasilien trägt Trauer. … (Quelle: Google Alkohol News, 4.12.11) abendzeitung-muenchen.de, 4.12.11

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D: Alkoholwerbung in der Fussballbundesliga

Dienstag 29. November 2011 von htm

Angeblich für rund 300 Millionen Euro wird in der Fußballbundesliga jährlich Alkoholwerbung geschaltet. Dies entspräche etwa einem Drittel des gesamten Alkoholwerbeetats in Deutschland. Kaum verwunderlich, dass bislang viele Funktionäre und Vereine durch ihr großes Engagement für Alkohol unangenehm auffallen. Die einschlägigen Verlautbarungen erwecken meist den Eindruck, als könne in Deutschland ohne Bier kein Fußball gespielt werden.

Unlängst nun hat DFB-Präsident Theo Zwanziger, wofür ihm auf keinen Fall auch nur annähernd genug gedankt werden kann, die Vertragsverlängerung des DFB mit dem Werbepartner Bitburger rundheraus in Frage gestellt. Die Bemühungen des DFB in der Alkoholprävention („Alkoholfrei Sport genießen“) auf der einen Seite sowie sein Engagement in der Bierwerbung andererseits stehen in eklatantem Widerspruch. Als Ausweg sieht Zwanziger allerdings die Möglichkeit, dass sich die Bierwerbung im DFB ausschließlich auf alkoholfreies Bier bezieht. Dazu Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Kinder und Jugendliche können in der Werbung nicht zwischen alkoholfreiem und alkoholhaltigem Bier unterscheiden. Sport darf gerade für sie nicht mit Alkohol und damit auch nicht mit Bier verknüpft werden.“

Noch einmal: Großer Dank an Dr. Zwanziger dafür, dass er diesen Stein ins Rollen brachte und an Mechthild Dyckmans für ihr eindeutiges fachliches Statement! (Quelle: Newsletter der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS, 29.11.11)
Kommentar: Wann kommen die andern Verbandsgrössen auf diese Idee?

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D: Haschisch und Marihuana sollen weiter illegal bleiben

Freitag 25. November 2011 von htm

Merkel sagt „Nein“ zum Joint
Während Alkohol und Zigaretten „begrenzt und vernünftig“ konsumiert werden sollten, sollten Haschisch und Marihuana gar nicht konsumiert werden, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Denn laut der CDU-Chefin würden bei Haschisch und Marihuana bereits geringe Mengen ausreichen, um eine Sucht zu erzeugen.
Eine beschränkte und kontrollierte Freigabe lehnte die CDU-Chefin am Mittwoch ab. Cannabis müsse anders als Alkohol und Zigaretten als Droge eingestuft bleiben, denn auch der Konsum geringer Mengen könne eine sehr hohe Abhängigkeit hervorrufen, sagte sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview auf dem YouTube-Kanal der Bundesregierung. (Quelle: Google Alkohol News, 23.11.11) focus.de, 24.11.11
unser Online-Kommentar:

Dafür und dawider
Man kann wirklich geteilter Meinung sein, ob es sinnvoll ist, zu den bisher legalen Drogen noch eine weitere zu legalisieren. Tatsache ist doch, dass schon der Umgang mit der legalen Droge Alkohol völlig ausser Kontrolle geraten ist. Die Regierung verschliesst sich den Empfehlungen der WHO, die sie selber mitunterzeichnet hat und verhindert eine wirksame Verminderung des Alkoholproblems. Wie lange würde es wohl dauern, bis sie auch mit den Haschproduzenten verbandelt wäre und unfähig, den Missbrauch zu stoppen? Es ginge ja dann auch um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Und um Parteispenden, Sponsoringverträge bei Sport und Kultur, usw. Wie beim Alkohol würde es auch heissen: Den Profit der Industrie, die Schäden dem Volk!

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Amy Winehouse: Todesursache 4,16 Promille Alkohol

Samstag 29. Oktober 2011 von htm

Die britische Sängerin Amy Winehouse ist an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums gestorben. Eine Untersuchung der Gerichtsmedizin ergab, dass Amy Winehouse nach längerer Alkohol-Abstinenz auf einmal wieder heftig getrunken hatte, was zu ihrem „plötzlichen und unerwarteten Tod“ führte. … (Quelle: Google Alkohol News, 26.10.11) focus.de, 26.10.11

Unser Online-Kommentar: Sie, die in ihren guten Zeiten kulturelle Auszeichnungen erwarb, unterlag dem von Wirtschaft, Politik und vielen Medien hochgejubelten angeblichen Kulturgut Alkohol. Tod durch Atemlähmung, sprich akute Alkoholvergiftung. Nun hat das Rätseln ein Ende, und man kann wieder zur Tagesordnung übergehen. So sinnlos wie ihr Tod ist auch der Umgang der verantwortlichen Politiker mit dem Alkoholproblem. Sie werden weiterhin den Kopf in den Sand stecken und ab und zu eine Alibiaktion starten. Das Volk zahlt ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten und nimmt die verminderte Lebensqualität als Passivtrinker in Kauf.

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TOP NEWS: Anti-Alkohol- und Tabak-Kampagne der UNO

Mittwoch 21. September 2011 von htm

Mit schweren Vorwürfen gegen die Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelindustrie haben die Vereinten Nationen eine globale Gesundheits-Kampagne gestartet.
Bewegung, gesunde Ernährung, moderater Alkoholkonsum und der Abschied von der Zigarette könnten jährlich Millionen Menschen vor dem Tod bewahren, mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Auftakt der ersten UN-Konferenz gegen nichtansteckende Krankheiten (NCD). … (Quelle: Lebensmittel Praxis, 20. September 2011)

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CH: Bundesrat will sich bei den Verdingkindern entschuldigen

Montag 29. August 2011 von htm

11.3475 – Interpellation Verdingkinder. Historische Aufarbeitung und Entschuldigung. Eingereicht von Fehr Jacqueline am 31.05.2011
im Nationalrat
1. Welche Möglichkeiten sieht er, den Betroffenen eine Entschuldigung zukommen zu lassen und damit die historische Aufarbeitung der Geschichte der Verdingkinder zu unterstützen? Welche weiteren Möglichkeiten zur Unterstützung der historischen Aufarbeitung sieht er?
2. Welche Konsequenzen hat die Auseinandersetzung mit fürsorgerischen Zwangsmassnahmen für die heutigen politischen Dossiers? In welche Dossiers sollten die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Fragestellungen nach Meinung des Bundesrates einfliessen? Antwort des Bundesrates vom 24.8.11 Kommentar: Wann entschuldigt sich der Bundesrat für seine Untätigkeit (und die seiner Vorgänger) im Zusammenhang mit den über 100’000 Kindern in alkoholbelasteten Familien?

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D: “Es geht weg vom Alkohol”

Montag 29. August 2011 von htm

Tannenzäpfle-Pils bringt dem Land Baden-Württemberg jedes Jahr zig Millionen. Der Chef der Staatsbrauerei erklärt, dass Alkoholverkäufer die Zukunft nicht verpennen dürfen.
Seit kurzem bieten die Brauer aus dem Schwarzwald auch ein alkoholfreies Tannenzäpfle und ein alkoholfreies Weizenbier an. Der Vorstand der badischen Staatsbrauerei Rothaus, Thomas Schäuble, sieht das Geschäft mit dem Alkohol auf dem Rückzug. “Der Trend wird immer stärker vom Alkohol weggehen. Da bin ich mir sicher“, sagt Schäuble in einem Gespräch mit der sonntaz. „Es wird gleitend geschehen, aber es wird geschehen. Schwierig für alle, die Alkohol herstellen.“ Rothaus verdankt seine Traumrendite von über 30 Prozent bei einem Umsatz von etwa 84 Millionen Euro bisher vor allem seinem klassischen Pils, das hauptsächlich als „Tannenzäpfle“ in einer 0,33-Liter-Flasche verkauft wird. (Quelle: Google Alkohol News, 27.8.11) taz.de, 26.8.11 Kommentar: Hoffen wir, dass er Recht behält. Bei dieser Traumrendite in einem Staatsbetrieb sind allerdings Zweifel angebracht.

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Russland: Frisch gebrautes statt Kiosk-Bier

Mittwoch 24. August 2011 von htm

Den großen Bierbrauern in Russland, die zum Großteil von ausländischen Unternehmen kontrolliert werden, geht es an den Kragen. Präsident Dmitrij Medwedjew hat ein Gesetz unterzeichnet, demzufolge Bier nunmehr zu den Alkoholika zählt. Bislang galt es in Russland als „Lebensmittel“, weshalb es praktisch zu jeder Uhrzeit und an jedem Ort verkauft werden konnte. Die von Medwedjew 2009 gestartete Anti-Alkohol-Kampagne bereitet dieser Tradition ein Ende.
Die Rechnung ging nicht auf Innerhalb der vergangenen 15 Jahre stieg laut Vereinigung der Alkoholproduzenten der Bierkonsum in Russland um das Vierfache. Von 2000 bis 2009 verdoppelte sich die Bierproduktion auf 1,2 Milliarden Dekaliter, wodurch Russland in die Top Drei der weltweit führenden Staaten aufrückte, hinter China und den USA. Gleichzeitig stellte sich ein von der Regierung erhoffter Nebeneffekt jedoch nicht ein: Der Konsum von stark alkoholischen Getränken – in erster Linie Wodka – sank nicht. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) russland-heute.de, 23.8.11

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Amy Winehouse: Keine illegalen Substanzen im Blut

Mittwoch 24. August 2011 von htm

Sie starb keinen Drogentod: Im Blut von Amy Winehouse sei zwar Alkohol nachgewiesen worden, aber keine illegalen Drogen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die ihre Familie jetzt bekannt gab. Ob der Alkohol die Ursache für ihren Tod war, bleibt vorerst unklar. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) stern.de, 23.8.11

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