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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Alkoholkrankheit'

Leserbrief zum neuen Alkoholgesetz im Ständerat

Dienstag 2. April 2013 von htm

25.03.2013

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

 

Leserbrief zu „Ständerat verbietet Billig-Wodka und Alkoholverkauf ab 22 Uhr“ am 21.3.13 und Leserbriefe dazu am 25.3.13

Der Ständerat als Erstrat bei der Behandlung des neuen Alkoholgesetzes hat mehrere Massnahmen vornehmlich zur Bekämpfung des Jugendalkoholismus beschlossen, was natürlich sowohl im Rat wie in der Bevölkerung auch Kritik hervorruft. Wenn auf der heutigen Leserbriefseite gross getitelt wird „Konstruktive Lösungen sehen anders aus“ kann insofern beigepflichtet werden, dass wieder nur einzelne Massnahmen ergriffen werden sollen, die ein wenig helfen können, aber keine umfassende Alkoholpolitik darstellen, welche das Alkoholproblem wirklich entschärfen könnte.

Wenn im Leserbrief erwähnt wird, dass zwischen 2003 und 2007 der Anteil junger Rauschtrinker abgenommen hat, muss man wissen, dass dies auf die Einführung einer Alcopop-Sondersteuer zurückgeführt werden kann. Dass der Gesamtalkoholkonsum innert 100 Jahren um die Hälfte abgenommen hat, ist sicher erfreulich, zeigt dies doch, dass die hart umkämpften  Präventionsbemühungen nicht ohne Erfolg geblieben sind. Nur müsste gleichzeitig erwähnt werden, dass die Folgen des Alkoholmissbrauchs in neuerer Zeit weit gravierender geworden sind als am Anfang des 19. Jh. Auch die Sensibilität dafür hat sich ein wenig geändert.  Dass bei uns über 100‘000 Kinder in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen, kümmert immer noch viel zu wenig Politiker, obwohl man das Unrecht, das den Kindern der Landstrasse und den Verdingkindern angetan wurde, inzwischen erkannt worden ist. Dabei liegen die Zahlen der alkoholbehinderten Kinder, welche die Hölle durchleben müssen, in ganz andern Dimensionen.

Ein anderer Leserbriefschreiber sei „ein verantwortungsvoller und freiheitsliebender Bürger“, der über die „Verbotitis“ den Kopf schüttelt. Sein Kopf müsste ihn vor lauter Schütteln viel mehr schmerzen, wenn er mit etwas mehr Sachkenntnis erkennen würde, wie unsere Bevölkerung manipuliert und der Freiheit beraubt wird, damit sie sich nicht gegen die dauernde Bevormundung durch Politik und Wirtschaft erhebt, die dem Alkohol in unserer Gesellschaft einen derart hohen Stellenwert ermöglicht, dass kaum nennenswerte Verbesserungen möglich sind.

Heute erliess die Fachstelle Sucht Schweiz eine Pressemitteilung zu einer neuen Studie. „Ungefähr 90% der rund 12‘000 Personen, die im Jahr 2010 wegen Alkoholvergiftung hospitalisiert wurden, sind älter als 23 Jahre. Jugendliche und junge Erwachsene machen etwa 10% der hospitalisierten Personen aus. „Bei den Jugendlichen fällt auf, dass die Spitaleinweisungen wegen Alkoholvergiftung bei den 14- und 15-Jährigen am häufigsten sind, obwohl das Rauschtrinken bis zum jungen Erwachsenenalter zunimmt.“

Das Alkoholproblem, nicht nur in der Schweiz, ist ein Problem der ganzen Gesellschaft. Die Jugend ist das Spiegelbild der Erwachsenen. Wenn letztere wirklich verantwortungsbewusst handeln würden, wäre der Alkoholismus kein Thema. Davon sind wir noch weit entfernt. Die wenigen positiven Massnahmen in der neuen Alkoholgesetzgebung, die beim Nationalrat noch auf harten Widerstand stossen werden, werden leider noch lange nicht genügen. Dabei sind die nötigen Massnahmenpakete bekannt. Nur darf die Bevölkerung die möglichen positiven Auswirkungen nicht erfahren. Es könnte plötzlich den Sinn von Generalprävention erkennen, wie es gegenwärtig bei den Abzockerlöhnen, beim Berufsverbot für Pädophile in Erzieherberufen, beim Raumplanungsgesetz und bei den Zweitwohnungen der Fall gewesen ist.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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Gefahren unterschätzt: Millionen Deutsche haben Alkoholprobleme

Freitag 13. Juli 2012 von htm

Laut einer Schätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben fast zehn Millionen Deutsche Alkoholprobleme. Außerdem werden der Alkohol und seine Folgen für den Körper noch viel zu häufig verharmlost.
„Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen trinken“, so definiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Alkoholproblem. Rund 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland sind laut BZgA betroffen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind sogar alkoholabhängig, gab die Gesundheitszentrale am Mittwoch in Köln bekannt. Entsprechende Schätzzahlen für Jugendliche gibt es einer Sprecherin zufolge nicht. …
(Quelle: Google Alkohol News, 11.7.12) focus.de, 11.7.12

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Sozialkosten, Statistik, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

D: Volkskrankheit Alkoholsucht: sozialpolitisch brisant, gesellschaftlich verkannt

Donnerstag 7. Juni 2012 von htm

Berlin – Anlässlich des Weltdrogentags 2012, findet das 2. AktivA – Symposium für eine aktive Alkoholtherapie statt:

Dienstag, den 26. Juni 2012, 14.00 Uhr – 19.30 Uhr,
Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

Ziel des Symposiums am diesjährigen Weltdrogentag ist es, das gesellschaftliche Tabu-Thema Alkoholerkrankung bei Erwachsenen auf die Agenda zu setzen, die Situation in Deutschland zu beleuchten und bestehende Versorgungsstrukturen zu diskutieren.

U. a. wird Professor Jürgen Rehm erstmalig und exklusiv den „Alcohol Comparator Report 2012“ präsentieren, welcher einen umfassenden überblick über die Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft für Deutschland gibt.

Das Programm ist nun online. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.aktiva-symposium.de
(Quelle: Gesundheit adhoc, 6.6.12

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Die Jugend ist die riskanteste Lebensphase

Mittwoch 6. Juni 2012 von htm

Die 1,8 Milliarden Heranwachsenden auf der Erde leben wesentlich ungesünder als alle Generationen vor ihnen

Endlich abnehmen! Endlich rauchfrei! Endlich trocken! Viele Menschen wären gerne von ihrem Laster befreit, doch nur wenigen gelingt das. Zu schwer fällt es, eine meist seit der Jugend bestehende Marotte auszulöschen. Das Gehirn hat sich fatalerweise längst an Unmengen von Zucker, Nikotin oder Alkohol gewöhnt. Zudem hat der jahrelange Raubbau längst Spuren hinterlassen. Selbst wenn man sich bemüht, verschwinden Fettleber und Raucherlunge nicht ganz vollständig. Die Einsicht kommt meist zu spät.

Jedes Jahr sterben 2,8 Millionen Menschen an den Folgen ihres Übergewichts. Als Risikofaktor für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Rauchen immer noch die zweithäufigste Todesursache weltweit. Und maßloser Alkoholkonsum schadet Leber, Herz und Gehirn. Wie kann es sein, dass wir zwar Milliarden an Forschungsgeldern ausgeben – aber dann alle Studienergebnisse grob ignorieren?

Die Frage ist nicht mit einem Satz beantwortet, die Ursachen sind zu vielschichtig. Sicher ist aber, dass man sich meist erst dann Gedanken macht, wenn es bereits zu spät ist. Prävention ist also die Stellschraube, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Doch bisher wird viel zu wenig für die Vorsorge getan. Um klarzustellen, dass das Thema in Zukunft brisanter wird, lohnt ein Blick in die Statistiken. Anlässlich der 45. Sitzung der Kommission zur Bevölkerung und Entwicklung im April dieses Jahres hat das Journal “Lancet” eine vierteilige Serie herausgebracht, die sich den Patienten der Zukunft widmet: den Jugendlichen von heute. …
(Quelle: Google Alkohol News, 6.6.12) welt.de, 5.6.12

unser Online-Kommentar: Der Alkoholkonsum Jugendlicher hätte auch einen eigenen Abschnitt verdient. Seine Gefährlichkeit zeigt sich nicht zuletzt darin, dass viele Krebsarten, HIV, sexuelle Probleme, Suizide mit Alkohol zusammenhängen können. Dieses Lifestyle-Gift ist noch mehr akzeptiert als der Tabak. Seine Bekämpfung ist deshalb noch weit schwieriger und hat auch keine schwergewichtigen Lobbies. Vor allem die Politik ist oft selber alkoholbehindert, was eine wirksame Aufklärung und strukturelle Prävention fast unmöglich macht.

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D: CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär: ‘Vergleich von Internetsucht mit Alkohol- und Drogenkonsum ist absurd’

Donnerstag 31. Mai 2012 von htm

Mechthild Dyckmans, FDP-Politikerin und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, sorgte kürzlich mit der Veröffentlichung eines “Drogen- und Suchtberichts” für Empörung in der Netzgemeinde und offenbar auch für Unverständnis bei ihren Kollegen und Kolleginnen aus der Politik. Das zumindest impliziert eine nun herausgegebene Pressemitteilung der CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär.

Darin verurteilt die CSU-Politikerin unter anderem die von Dyckmans angeregte gedankliche Nähe des Internetverhaltens zum Alkohol- und Drogenkonsum. Sie halte einen solchen Vergleich für absurd, so Bär, und empfehle jedem, weder Computerspiele, noch das Medium an sich als Gefahr für Leib und Leben darzustellen. …

(Quelle: Google Alkohol News, 30.5.12) onlinewelten.com, 29.5.12

unser Online-Kommentar: Mit den bisherigen Kommentaren gehe ich einig.
Einen besonderen Aspekt möchte ich aber beifügen: Mit dieser Gegenüberstellung hat die Drogenbeauftragte die Alkoholprobleme massiv bagatellisiert. Man könnte direkt meinen, es sei ein Ablenkungsmanöver, weil sie mit den bisherigen harmlosen Bemühungen das Problem nie in den Griff bekommen wird. Andererseits sind ihr die Hände gebunden, weil diese Regierung kein Interesse daran hat, gegen die Alkoholindustrie anzutreten.

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Angebote für Kinder aus alkoholbelasteten Familien in der Schweiz

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Bestandesaufnahme 2011
1. Einleitung
Kinder aus alkoholbelasteten Familien wurden während vielen Jahren in der wissenschaftlichen Forschung kaum berücksichtigt und auch in der öffentlichen Wahrnehmung fehlte ein Diskurs über ihre Situation. Im Jahr 1969 beschrieb Cork in „The forgotten children“ verschiedene auffällige Symptome, die bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien auftraten. Ende 1980 wurde von Autorinnen wie Black (1988), Wegscheider (1988) und Lambrou (1990) erstmals theoretische Modelle für die Familienkrankheit Alkoholismus formuliert. Darin wird beschrieben, wie bei der Alkoholabhängigkeit eines oder beider Elternteile der Alkohol eine zentrale Bedeutung in der Familie einnimmt, wie die Alkoholabhängigkeit der Eltern die häusliche Atmosphäre beeinflusst und welche Auswirkungen diese Situation auf die Kinder und deren Lebensalltag hat. …
(Quelle: Sucht Schweiz, Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG, Dezember 2011)

Kommentar: Gut, dass endlich etwas unternommen wird. Nicht erfasst wurden die von verschiedener Seite betriebenen telefonischen Beratungsmöglichkeiten für Kinder sowie die Anlaufstellen im Internet. Warum?
Nicht eingegangen wird auf den Aspekt der Prävention. Kann nicht verhindert werden, dass über 100’000 Kinder und Jugendliche in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen? Wann entschuldigt sich der Bundesrat bei diesen Millionen von Kindern, die eine solche Kindheit und Jugend durchmachen mussten, weil er viel zu wenig dagegen unternommen hat und immer noch zu wenig tut?

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Eltern, Jugend, Kinder, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

CH: Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme am 10. Mai 2012

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.

„Und wo ist das Problem?“ fragt der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme in diesem Jahr. Am 10. Mai 2012 berichten Fachleute über ihre Erfahrungen und zeigen auf, welche Unterstützungsangebote bestehen. Gleichzeitig regt der Aktionstag dazu an, Fragen rund um den eigenen Alkoholkonsum zu stellen. …
(Quelle: Sucht Schweiz, 3.5.12)

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D: Medizinstudierende lernen zu wenig über Suchtkrankheiten

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Medizinstudierende lernen in ihrem Studium zu wenig über die Behandlung der Alkohol- und Tabakabhängigkeit. Das berichtet ein Team von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universitätsmedizin Göttingen sowie aus Hamburg und London. Die Forscher befragten knapp 20.000 deutsche Medizinstudierende zu ihrer Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit.

Es zeigte sich, dass im letzten Studienjahr nur rund 20 Prozent wissen, wie Alkohol- oder Tabakabhängigkeit behandelt wird. Nur sieben Prozent aller Studierenden fühlt sich in der Lage, einen Raucher zu beraten, der Hilfe bei der Tabakentwöhnung sucht. Weit über die Hälfte der Studierenden wünschen sich, im Studium mehr über diese Suchtkrankheiten zu lernen. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 3.05.12)

Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Früherkennung, Gesundheit, Internationales, Medizin, Rehabilitation | Keine Kommentare »

D: Wir sind am Ende — Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert.

Sonntag 15. April 2012 von htm

Lateinamerikas Staatschefs wollen die Legalisierung.

Ich bin nicht gegen jeden Krieg. Ich bin gegen dumme Kriege.« Barack Obama hat diesen Satz als junger Senator gesagt. Er meinte damals den Irak-Feldzug, nicht den aussichtslosesten und längsten Krieg, den die USA jemals begonnen haben. Eine ganze Amtszeit lang hat Obama den war on drugs, den Krieg gegen die Drogen, unvermindert weitergeführt wie schon fünf seiner Vorgänger. Nun spürt er zum ersten Mal massiven politischen Widerstand. Nicht von einer Friedensbewegung, sondern von Amtskollegen auf dem Kontinent. Anlässlich des Gipfeltreffens der amerikanischen Staats- und Regierungschefs, das am Samstag im kolumbianischen Cartagena beginnt, fordern die lateinamerikanischen Präsidenten zum ersten Mal eine offene Debatte über die Entkriminalisierung der Drogen. Schon vergangenen November hatte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos die Strategie der Kriminalisierung als »anachronistisch« bezeichnet und eine internationale Debatte über die Legalisierung vorgeschlagen. Monate später setzte er sie auf die Agenda des Gipfels und überwand schon im Vorfeld die wichtigste Hürde: Barack Obama nahm die Einladung trotz der für ihn prekären Tagesordnung an. Eine Debatte über die Legalisierung von Drogen ist im Wahlkampf das Letzte, was er brauchen kann. …
(Quelle: zeit.de, 14.4.12) mit vielen Kommentaren

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D: Jahrbuch Sucht 2012: Legale Suchtmittel sind das größte Problem

Freitag 13. April 2012 von htm

Der Suchtmittelkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren nahezu gleich geblieben. Dies geht aus dem jetzt vorgestellten Jahrbuch Sucht 2012 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. Das Hauptproblem des Suchtmittelkonsums liegt ihr zufolge nach wie vor bei den legalen Substanzen. Die DHS fordert daher effektive Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen, Verkaufsreduzierung und Werbeeinschränkungen. Darüber hinaus müssten in der Prävention die unter­schiedlichen Problematiken von Männern und Frauen sowie die soziale Benachteiligung stärker berücksichtigt werden.

Der Alkoholkonsum ist im Jahr 2010 um ein Prozent gesunken, wobei Bier nach wie vor das meist getrunkene alkoholische Getränk in Deutschland ist. Die 12-Monats­prävalenz für problematischen Alkoholkonsum liegt bei den 18-64-Jährigen insgesamt bei 21,1 Prozent, bei Männern sogar bei 32,4 Prozent. ….
(Quelle: aerzteblatt.de, 12.4.12)

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