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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Alcopops (de)'

Fraktion der Grünen fordert null Promille am Steuer

Mittwoch 19. Mai 2010 von htm

Berlin. Die Grünen fordern in einem Positionspapier der Fraktion ein Alkoholverbot am Steuer, so dass man nur noch mit 0,0 Promille fahren darf. Sie wollen den Einsatz unter 16-jähriger Testkäufer gesetzlich verbieten und stärkere Beschränkungen für die Alkohol-Werbung wie für die Tabakwerbung.
Nach den Erfahrungen mit dem Alkopop-Gesetz, das alkoholische Mischgetränke verteuert hat, wollen die Grünen weitere Sondersteuern auf Alkoholika prüfen. Jugendliche sollen nicht auf billigere Alkoholika ausweichen können. (Quelle: Google Alkohol News, 19.5.10) pressemitteilungen-online.de / derwesten.de, 18.5.10 mit unserem Online-Kommentar: 0.0 Promille, Steuern auf weiteren alkoholischen Getränkn und Werbeeinschränkungen wären sicher effektive Massnahmen. Ein Verbot von Testkäufen durch Jugendliche hingegen wäre ein falsches Signal an die Verkäufer. Dass das Umgehen der Alcopop-Steuer verhindert werden soll, ist dringlich. Wenn die Massnahmen aber nur auf Jugendliche zielt, ist sie wenig glaubwürdig. Die Erwachsenen sollten auch ihren Beitrag leisten. Sie geben ja das schlechte Beispiel ab. Werbeeinschränkungen sind sinnvoll, wenn sie die ständige Präsenz des Alkohols in der Gesellschaft vermindern. Prävention bei Jugendlichen wird dann glaubwürdiger.

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Alkohol-Testkäufe in der Region Hannover, 3. Phase

Freitag 2. April 2010 von htm

Jeder Dritte in der Region Hannover verkauft Alkohol an Jugendliche. Das ist das Ergebnis der dritten Phase an Alkohol-Testkäufen, die die Region Hannover jetzt in 15 Kommunen abgeschlossen hat. In 33,6 Prozent der Fälle erhielten die minderjährigen Testkäufer das verlangte Getränk. Besonders auffällig: Bei fast der Hälfte der Fälle, in denen Alkohol verkauft wurde, verlangten die Verkäuferinnen oder Verkäufer vorher den Personalausweis. Dennoch ging die Flasche über den Tresen. „Viele schauen einfach nicht richtig hin oder rechnen falsch“, stellt Bettina von Domarus fest, die sich als Regionsmitarbeiterin um den gesetzlichen Jugendschutz kümmert. (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.4.10) fd-regionhannover.de, 1.4.10 mit unserem Online-Kommentar: Die Bemühungen um die Durchsetzung der Jugendschutzgesetze in dieser Region sind sicher lobenswert. Die mehrfachen Kontrollen zahlen sich aus. Allerdings stellt sich die Frage, ob nur auf Spirituosen und Mixgetränke getestet wurde. Auch in Bayern war dies der Fall. Wenn auch Vergorenes eingekauft wird, könnte der Erfolg vielleicht geringer sein. Will man keine Jugendliche unter 16 als Testpersonen einsetzen?

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Schweiz: Konsum von Spirituosen ist stabil geblieben

Dienstag 2. März 2010 von htm

Die Eidg. Alkoholverwaltung meldet. Spirituosen und Ethanol: Kennzahlen 2009
Die Steuereinnahmen wie auch der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen sind stabil geblieben. Der Marktanteil der im Inland hergestellten Spirituosen erreichte mit 13 Prozent den tiefsten Wert seit Beginn der statistischen Erfassung. Die widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände waren auch beim Absatz von Ethanol spürbar. Im letzten Quartal 2009 ist in diesem Bereich jedoch ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen bewegt sich seit 18 Jahren zwischen 1,5 und 1,7 Liter reinem Alkohol. Seit 2006 liegt er unverändert bei 1,6 Liter reinem Alkohol. Pressemitteilung der EAV, 28.2.10 Kommentar: Die letzte Erhöhung des Pro-Kopf-Konsums erfolgte im Jahr 2000, nachdem die Steuern gesenkt worden waren. Von 1.4 auf 1.6 Liter, d.h. gut 14%. (Ausnahme: 2005 1.5 Liter. Rückgang bei den Alcopops nach Einführung der Sondersteuer per 1.2.04, nachher Konsumverlagerung)

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Schwedische Alkoholpolitik und die Schweiz

Montag 21. Dezember 2009 von htm

Ein Blog befasst sich mit schwedischer Drogenpolitik und vergleicht mit Schweizer Zahlen: “Drogen und so” -By marcojakob:
“Heute behandle ich mal das Thema Suchtmittel in Schweden. Wie ich schon einmal berichtet habe, hat Schweden eine sehr restriktive Alkoholpolitik. Das hat auch seine Gründe. 1829 liegt der Brantweinkonsum bei 46 Litern pro Jahr und Einwohner und man schätzt, dass in Schweden 175′000 Brennkessel vorhanden sind. Dass ein so hoher Konsum zu Problemen führt, liegt auf der Hand. In der Minenstadt Falun beschlossen 1850 darum einige Minenbesitzer die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Ab sofort konnte man Alkohol nur noch in speziellen Läden kaufen, der Systembolaget war geboren. … “Kommentar: Dass die Schweiz einen beinahe doppelt so hohen Konsum aufweist, hängt mit dem Nichtvorhandensein einer eigentlichen Alkoholpolitik zusammen. Die Interessen der Industrie zählen bei uns mehr als die der Volksgesundheit. Und die Medien und die Werbebranche sind mehrheitlich Vasallen dieser Alkoholinteressen. Dadurch kann im Volk auch keine sachliche Diskussion aufkommen, welche diese Situation in Frage stellen könnte. Wir alle sind und bleiben Passivtrinker. Wo hat man z.B. kürzlich in der Schweiz gelesen, dass in Europa Alkohol und Tabak die zwei wichtigsten Ursachen für Tod und Erkrankungen sind? Die deutsche Presse bringt solche Meldungen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.12.09)

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Wieder Schlechte Ergebnisse bei Alkohol-Testkäufen

Dienstag 24. November 2009 von htm

Die Ergebnisse von Alkohol-Testkäufen in der Region Lüneburg bleiben alarmierend. Bei mehr als jedem dritten Versuch (38 Prozent) erhielten die 15 bis 17 Jahre alten Testkunden problemlos Spirituosen oder Alcopops, teilte der Landkreis Lüneburg mit. In der ersten Testkauf-Runde Ende August waren in knapp 42% der Fälle Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt worden. Den Supermärkten, Kiosken und Tankstellen, die unerlaubt Hochprozentiges abgegeben haben, flattern jetzt Bußgeldbescheide von bis zu 150 Euro ins Haus. (Quelle: Google Alkohol Alert, 23.11.09) bild.de, 23.11.09 Kommentar: Bei solch geringen Bussen ist das schlechte Resultat kein Wunder.

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7-Jähriger mit 2 Promillen auf dem Spielplatz

Dienstag 10. November 2009 von htm

Immer mehr Kinder und Jugendliche landen nach Alkohol-Exzessen im Spital. Das jüngste Opfer in Deutschland ist erst sieben Jahre alt, das mit einer Alkoholvergiftung in eine Berliner Klinik gebracht wurde. Der Bub war am Sonntag mit seinem neunjährigen Bruder in Berlin-Spandau auf einen Spielplatz gegangen. Dort wurden den Kindern von Jugendlichen alkoholische Getränke angeboten. Am Abend fanden Passanten den Siebenjährigen, der zitternd auf einem Gehsteig lag. Sie alarmierten die Feuerwehr. Der Bub wurde mit mehr als zwei Promille Alkohol ins Spital gebracht; er war gestern, Montag, außer Lebensgefahr, musste jedoch weiterhin stationär behandelt werden. Inzwischen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt eingeleitet. Welchen Alkohol der Bub bekommen hatte, war noch unklar – er konnte noch nicht befragt werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.11.09) kurier.at, 9.11.09

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Ein Blog warnt vor der neuen WHO Alkohol Strategie

Mittwoch 28. Oktober 2009 von htm

Es war zu erwarten und nur eine Frage der Zeit. Das WHO Rahmenabkommen über Alkoholpolitik, vulgo «Passivtrinkerschutz» (Framework on Alcohol Policy) aus dem Jahre 2007 startet nun wiederum Phase III, indem medial den Lesern diesmal der Alkoholkonsum für Nichttrinker als gefährlich in ihre Hirne gepflanzt werden soll – und zwar nach dem genau gleichen Muster wie bei der inexistenten Gefährlichkeit über Passivtabakrauch für Nichtraucher. Auch hier soll das Menschenbild von Alkoholgenießern gezielt als dem Präkariat zugehörend gewandelt werden, bis das Volk bei den Regierungen um einen Nichttrinkerschutz bettelt. Sie glauben es nicht? Dann warten Sie mal drei bis fünf Jahre, und lesen Sie diesen Artikel nochmals! (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.10.09) sackstark.info, 21.10.09 Online-Kommentar: (pendent)
Es freut mich, dass “Sackstark!” die Bemühungen der WHO um eine Alkoholstrategie derart in die Knochen gefahren ist. Offenbar werden positive Auswirkungen für die Bevölkerung der Mitgliedsländer befürchtet. Es ist richtig bemerkt, wir sind alle Passiv-Trinker, denn wir bezahlen die Sozialkosten, die von der Alkoholindustrie durch ihre Kunden verursacht werden und zwar jährlich Milliarden. Dazu leiden wir, egal wie viel wir konsumieren, an den gesellschaftlichen Folgen, wie Gewalt, sexueller Gewalt, Familientragödien mit Hunderttausenden von traumatisierten Kindern, Verunfallten mit Invalidität und Tod. Wenn es früher schon so war, umso schlimmer, dass es nicht gelang, diesen Wahnsinn zu stoppen. Im Gegenteil, inzwischen ist es der Industrie durch schamlose Werbung und die Kreation der Alcopops auch gelungen, die Frauen und sogar die Kinder zu gewinnen. Sich darüber noch lustig zu machen, ist absolut unmoralisch.

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UK: Die Konservativen planen Kampf gegen binge drinking

Donnerstag 8. Oktober 2009 von htm

Schatten Heim-Sekretär Chris Grayling kündigte heute an, dass eine Tory-Regierung, falls gewählt, eine Aktion gegen Binge Drinking und unsoziales Verhalten starten würde, indem sie die Alkoholsteuern auf Alcopops, Most, superstarkes Lagerbier stark anheben und Lizenzgesetze ändern würden. (Source: Google Alkohol Alert, 10/8/09) politics.co.uk, 10/7/09 Kommentar: Es wäre wirklich Zeit, dass Bewegung in die englische Alkoholpolitik käme. Ob es eine Konservative Regierung schaffen würde, wo es der Labour-Regierung nicht gelungen ist, bleibt allerdings fraglich.

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Im Havelland am meisten Alkoholmissbrauch Jugendlicher

Freitag 2. Oktober 2009 von htm

Trinken bis zum Umfallen in Havelland, Brandenburg, D. Für viele Teenager heißt so das Motto für jede Party. Alkohol macht locker und alle sind gut drauf. Man trifft sich und betrinkt sich. Manchmal allerdings so lange, bis nichts mehr geht. Die Folge: Für einige endet die Flatrate-Party, das Trinkgelage am See oder der Diskobesuch auf der Notfallstation eines Krankenhauses. (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.10.09) Märkische Allgemeine, 1.10.09

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Ziemlich wirre Sendung zu Energy Drinks

Sonntag 20. September 2009 von htm

Wenn Energydrinks zuviel Energie liefern. Energydrinks haben sich etabliert. Während Jugendliche gern dem “Gummibärchensaft” zusprechen, blieb die ältere Generation skeptisch. Viele fühlten sich bestätigt, als die Behörden in einem Produkt Cocain entdeckt hatten. Nun warnen auch amerikanische Suchtexperten vor den Getränken. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.9.09) dradio.de, 20.9.09

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