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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Dokumente'

TOP NEWS: WHO will nun auch gegen Alkohol vorgehen – Resolution angenommen

Freitag 21. Mai 2010 von htm

Höhere Preise und Steuern für alkoholische Getränke und striktere Vorgaben für die Vermarktungsstrategien der Alkoholkonzerne sowie kürzere Öffnungszeiten für Bars und Clubs sieht der neueste Beschluss der WHO vor. Damit will die WHO gegen das weltweite Problem des Alkoholmissbrauchs vorgehen. Weltweit an dritter Stelle steht Alkohol als Grund für vorzeitiges Ableben und Behinderungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag eine globale Strategie gegen Alkoholmissbrauch beschlossen. Die insgesamt 193 Mitgliedstaaten einigten sich auf eine Fülle unverbindlicher Maßnahmen gegen gefährliches Trinkverhalten. (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.10) focus.de, 20.5.10 Kommentar: Dies ist ein Meilenstein im globalen Bestreben für eine lebenswertere Welt. Herzliche Gratulation und grossen Dank für all die Wissenschafter und Public Health Fachleute, die mit unendlicher Geduld und unermüdlichem Einsatz dieses Ergebnis ermöglicht haben. Hoffen wir nun, dass diese Empfehlungen in den Ländern aufgenommen und umgesetzt werden, damit möglichst bald weltweit die Lebensqualität steigen kann.

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Top News: CH: Grundsätze der NAS-CPA über Alkoholpolitik

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

Die NAS-CPA erweitert ihren traditionell auf die illegalen Drogen ausgerichteten Tätigkeitsbereich auf die legalen
Substanzen sowie die Herausforderungen der Verhaltenssüchte. Im Zentrum dieses Papiers steht die
Alkoholpolitik. Es werden sowohl die strategische Ausrichtung der Alkoholpolitik definiert als auch die konkreten
Themen benannt und die Forderungen der NAS-CPA formuliert. (Quelle: Google Alkohol News, 3.5.10) fachverbandsucht.ch, 11.3.10

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Kampf gegen den Alkohol im Zwickauer Nachtleben (D)

Sonntag 18. April 2010 von htm

Komasaufen und Flatratepartys sollen aus dem Zwickauer Nachtleben verbannt werden. Darauf einigten sich Discothekenbesitzer, Ordnungsamt und der Hotel- und Gaststättenverband Zwickau. Das Freizeitverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener werde zunehmend durch Alkoholkonsum geprägt, hieß es von der Stadt. Die Discothekenbetreiber wollen durch die Unterzeichnung und die Einhaltung dieser Vereinbarung den ihnen möglichen Teil zur Lösung des Problems übermäßigen Alkoholkonsums durch Jugendliche und junge Erwachsene beitragen und ebenfalls ihre Verantwortung wahrnehmen. (Quelle: Google Alkohol News, 17.4.10)
tv-zwickau.de, 16.4.10

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CH: Die SFA erwähnt das WHO-Alkohol-Strategie-Papier

Mittwoch 31. März 2010 von htm

Der Entwurf, den die WHO (World Health Organization) im Mai dieses Jahres zugunsten einer gesundheits- und präventionsorientierten Alkoholpolitik der Mitgliedstaaten verabschieden wird, scheidet die (politischen) Geister in der Schweiz. …Nähere Informationen bezüglich des Strategiepapiers finden Sie auf der Webseite der WHO (englisch/französisch).Quelle: SFA, 29. 3. 2010

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Eine gemeinsame Alkoholpolitik in der Gemeinde Neuheim, ZG

Mittwoch 30. Dezember 2009 von htm

1. Ausgangslage: Der verbreitete Alkoholmissbrauch bei den Jugendlichen stellt eine große Herausforderung für alle Zuger Gemeinden dar. Deshalb haben alle Gemeinden im Kanton Zug im Rahmen des Kantonalen Alkohol-Aktionsplanes 2006 bis 2011 beschlossen, eine gemeinsame Alkoholpolitik zu entwickeln, welche für alle Gemeinden gültig ist. Der Gemeinderat Neuheim stimmte an der Sitzung vom 11.06.2007 der Mitwirkung beim
Alkoholpräventions-Projekt „Die Gemeinden handeln“ zu. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.12.09) Gemeinde Neuheim, Kt. Zug, November 09 (pdf)

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EU-Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Schäden

Mittwoch 23. Dezember 2009 von htm

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2008 ersuchte das schwedische Europaministerium den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss im Hinblick auf den bevorstehenden schwedischen Ratsvorsitz um Erarbeitung
einer Sondierungsstellungnahme zu folgendem Thema:
„Eine nachhaltige, dauerhafte und multisektorale Basis für die EU-Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Schäden“.
Die mit den Vorarbeiten beauftragte Fachgruppe Beschäftigung, Sozialfragen, Unionsbürgerschaft nahm ihre
Stellungnahme am 1. September 2009 an. Berichterstatterin war Jillian Van TURNHOUT.
Der Ausschuss verabschiedete auf seiner 456. Plenartagung am 30. September/1. Oktober 2009 (Sitzung
vom 30. September) mit 128 gegen 5 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen seine Stellungnahme. (Quelle: EU-Amtsblatt, 23.12.09, deutsch)

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Die WHO hat ihren Entwurf zur Alkohol-Strategie veröffentlicht

Mittwoch 9. Dezember 2009 von htm

Der Entwurf ist nun auf der Homepage der WHO erhältlich: http://www.who.int/substance_abuse/activities/globalstrategy/en/index.html, und hier: http://apps.who.int/gb/e/e_eb126.html.
Das Dokument besteht aus drei Teilen: Der Bericht des Sekretariats mit dem Entwurf einer Strategie für das WHO Executive Board zur Behandlung; Beilage 1 ist der Strategie-Entwurf, Beilage 2 eine zweiseitige Zusammenfassung der Beweise für die Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit der Massnahmen. Zusätzlich gibt es ein Bibliographie über Beweise zu schädlichem Gebrauch von Alkohol, auf einem separaten Dokument auf der gleichen Webseite veröffentlicht. Kommentar: Dies ist einer der wichtigsten Vorgänge in der Alkoholpolitik der letzten Jahre. Man kann nur hoffen, dass die Ländervertreter nicht alles verwässern, und dass die Mitgliedstaaten die Vorschläge umsetzen werden.

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Alkoholkonzept der Stadt St.Gallen

Freitag 4. Dezember 2009 von htm

Die Stadt St. Gallen hat ein 40-seitiges Alkoholkonzept herausgebracht. (datiert im September 2009) Zitat: “Alkoholmissbrauch ist selten nur Folge individuellen «Versagens», sondern auch Ausdruck ungünstiger Rahmenbedingungen. Deshalb muss eine erfolgreiche Alkoholpolitik die individualisierte Verhaltensprävention durch eine starke Verhältnisprävention ergänzen.” Wie weit es mit der Umsetzung steht, ist uns nicht bekannt. Die vorgesehenen Massnahmen sind sinnvoll, von Preisregulierung ist allerdings wenig die Rede, ausser bei Flatrate-Parties. (Steuern sind Bundessache) Verschiedene Einschränkungen der Erhältlichkeit sind vorgesehen. Kritik: Es wird behauptet, die Konsumenten würden etwa einen Drittel der alkoholbedingten Sozialkosten durch Steuern hereinbringen. Bier- und Spirituosensteuer bringen gut gerechnet rund 400 Mio. Franken jährlich. Gegenüber den Sozialkosten von gut 6 Mia. Franken sind das 6.7%! Nimmt man den offiziell erhobenen Betrag, reale Kosten 3.5 Mia., reale und irreale Kosten 6.5 Mia., ergeben sich 13.3% und 6.2%. Sollte da die Mehrwertsteuer miteinberechnet worden sein, würde ich dies als Fehlkalkulation und Schönfärberei bezeichnen, denn diese wäre auch bei anderem statt Alkoholkonsum angefallen. Wir sind alle Passivtrinker und sollten uns nicht durch solche Rechnungen über unsere ungefragten Zahlungen an die alkoholbedingten Sozialkosten beschummeln lassen.

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EU arbeitet an Alkoholstrategie, Übersicht

Dienstag 22. September 2009 von htm

Der Alkoholkonsum ist einer der Hauptgesundheitsfaktoren in Europa, bei denen angesetzt werden muss. Europa ist der Kontinent mit dem höchsten Pro-Kopf-Alkoholkonsum der Welt. In etablierten Marktwirtschaften wie den EU-Mitgliedstaaten wird die volkswirtschaftliche Belastung durch alkoholbedingte Krankheiten und Unfälle auf 8-10 % geschätzt.
Daher stellt die Bekämpfung alkoholbedingter Schäden in vielen Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene eine Priorität des Gesundheitswesens dar. Besorgniserregend sind nicht nur die gesundheitlichen Folgen im engeren Sinne. Auch die soziale Dimension ist zu berücksichtigen: Gewalttaten, Rowdytum, Kriminalität, Familienprobleme, soziale Ausgrenzung, Probleme am Arbeitsplatz und Trunkenheit am Steuer. Dies sind alles Bereiche, in denen politischer Handlungsbedarf besteht. Die Mitgliedstaaten sind sich darüber einig, dass neben einzelstaatlichen Bemühungen eine gemeinsame Strategie auf Gemeinschaftsebene vonnöten ist. EU-Mitteilung 22.9.09

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Intervention betr. Alkoholwerbung am Fernsehen

Mittwoch 16. September 2009 von htm

E-mail an Nationalrat Max Binder, Effretikon
3.9.2009

Sehr geehrter Herr Nationalrat Binder,

Sie haben in der Sommersession Ihren Kollegen, Nationalrat Aeschbacher, ziemlich herablassend (gemäss amtlichem Wortprotokoll) des Populismus bezichtigt, weil er sich erlaubt hatte, die Interessen der Jugend vor die Interessen der Alkohol- und Werbeindustrie zu stellen. Als Fachmann der Alkoholpolitik und als Einwohner von Illnau-Effretikon, der von Ihnen als dem Gesundheitsvorstand dieser Stadt in gesundheitlichen Belangen betreut werden sollte, erlaube ich mir, Ihnen Gelegenheit zu einer Neuorientierung zu geben.

Als Alternative zum diskutierten Verbot der Alkoholwerbung am Fernsehen sprachen Sie sich für eine In-die-Pflichtnahme der Eltern aus. Die sollten dafür sorgen, dass ihre Kinder keine Alkoholprobleme bekämen. Sie seien dafür verantwortlich.

Sie haben damit natürlich völlig recht. Der kleine Unterschied besteht nur darin, dass es deren Pflicht und Verantwortung wäre, sie diese aber nur in beschränktem Umfange erfüllen und wahrnehmen können. Diese elterliche Aufgabe kennt man ja nicht erst seit heute, aber noch nie ist es gelungen, die Eltern, auf die es ankam, zu ihrem Glück zu zwingen. An entsprechende Elternkurse gehen bekanntlich meist nur jene Eltern, die soviel Verstand und Pflichtgefühl haben, auch von sich aus das Richtige zu tun. Jene, die es nötig hätten, erreicht man nicht. Sie können nun einen Eltern-Führerschein propagieren, der vor der Heirat erworben werden, oder dem Vermieter vorgewiesen werden müsste. Eine Variante wäre ein Elternkurs in der Rekrutenschule und im WK. Nachdem aber immer weniger Männer diensttauglich sind, würden auch so zu wenige erreicht.

Ich vermute, dass Ihr grosser Auftritt für Elternpflichten genau das war, was Sie Ihrem Kontrahenten vorwarfen, Populismus in Reinkultur.

Nun aber zu den Tatsachen:
Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass das Verhalten der Eltern einen Einfluss auf den Alkoholkonsum ihrer Kinder hat, aber wie gesagt, diese Erkenntnis nützt nicht viel. Andere Einflüsse wirken ebenfalls. Z.B. die Peer Groups oder die Alkoholwerbung. Diesen letzteren negativen Einfluss können wir eliminieren, wenn wir nur wollen. Sie und die meisten Ihrer Parteikolleginnen und –Kollegen haben sich bisher geweigert, das Alkoholproblem ernst zu nehmen und die nötigen Schritte zu einer Entschärfung zu unterstützen. Sie erwarten von vielen Eltern, sich zu ändern und Verantwortung zu übernehmen. Sie und Ihre Partei waren bisher aber selber unfähig, alte Vorurteile abzulegen, die Erkenntnisse der Wissenschaft zu akzeptieren und unserem Land und Volk eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Beweisen Sie das Gegenteil und verhelfen Sie als ersten Schritt dem Alkoholwerbeverbot im Nationalrat zur Mehrheit. Dann verdienen Sie die Hochachtung Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger und sind auch legitimiert, das Amt eines Gesundheitsvorstands auszuüben. Bisher haben Sie mich nur immer an das geflügelte Wort vom Bock und dem Gärtner erinnert.

Es würde mich freuen, wenn mein Brief die erhoffte Wirkung erzielen würde.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
PS Leider hat dieser Brief nichts gebracht, Herr Binder stimmte wieder für Alkoholwerbung.

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