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Leserbrief28.05.2008 Online-Kommentarzu: "Bezirk will Alkohol- und Tabakwerbung verbieten" auf WELT ONLINE, 27.5.08 (Via Internet)
28.05.2008, 15:59 Uhr
Etwas vom Grundlegendsten zu diesem Thema fand ich in "Alkohol und
Massenmedien" (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische
Schriftenreihe Nr. 62, 1998) (Von der WHO autorisiertes Zitat)
(Seite 2) "Aus den bisherigen Berichten zur Forschungslage lässt sich allgemein schliessen, dass Alkoholaufklärung zwar aufklärt, Aufklärung allein aber nur selten das Verhalten beeinflusst." (Seiten 4/5) "Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig." Kommentar: Etwas logisches Überlegen wird die obigen Feststellungen bestätigen. Die mit Alkoholwerbung verschmutzte Umwelt mach Präventionsbemühung unglaubwürdig und damit unwirksam. Ihr Verbot ist Voraussetzung für wirksame Prävention.
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