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Leserbrief06.08.2008 Online-Kommentar zu: "Tabak und Alkohol noch teurer?" am 5.8.08 im Hamburger Abendblatt (Via Internet) Der Staat hat die Pflicht einzugreifen, wenn eine Mehrzahl "mündiger" Bürger ihren Suchtmittelkonsum nicht im Griff hat. Dies zeigt sich heute mit gewaltigen Sozialkosten, die alle mittragen, und grossem Leid, verminderter Lebensqualität für alle (Sicherheit), geringeren Lebenschancen für Hunderttausende von Kindern in alkoholbelasteten Familien, usw. In den USA gelingt es 58% der Alkoholkonsumenten nicht, sich an die 1-2 Standard-Drinks pro Tag zu halten, die gesundheitlich tragbar sind. In Deutschland wird der Prozentsatz darüber liegen. Natürlich steht es jedem frei, sich ungesund zu verhalten. Wenn aber die Gesellschaft darunter leidet, werden die Freiheitsrechte überstrapaziert. Deshalb muss der Staat Regeln aufstellen, um ein erträgliches Mass an Kosten und solidarischem Mitleiden zu erreichen. Dazu stehen heute wissenschaftlich geprüfte Massnahmen zur Verfügung. Die wirtschaftlichen Interessen der Industrie und die Komplizenschaft der Politiker oder ihre Angst vor einer Nichtwiederwahl hat dies bisher verhindert. Die wirksamste Massnahme sind Preiserhöhungen mittels Steuern. Je vernünftiger jemand konsumiert, umso weniger trifft ihn das. Sinnvoll wäre es, mit dem Ertrag präventive Projekte zu unterstützen, die zusätzlich helfen würden, Kosten und andere Schäden zu reduzieren. Z.B. den Breitensport, die kulturelle, musische Erziehung. Auf alle Fälle wirkt sich jede Steuereinnahme entlastend auf das Staatsbudget und die Krankenkassenprämien aus, so dass jeder neben den allgemeinen Verbesserungen auch finanziell profitiert.
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