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Forschungsberichte
26.11.2002
Quelle:
THE LANCET, 30.10.02 IM INTERNET
Forschungsstätte: Risk, Resources and
Environmental Management
Division, Resources for the Future, Washington,DC,
USA: M. Ezzati, PhD; Evidence and Information for
Policy, WHO, Geneva, Switzerland: Prof. A.D. Lopez
PhD, Prof. C.J.L.Murray MD; Clinical Trials Research
Unit (CTRU), University of Auckland, New Zealand:
A. Rodgers FAFPHM, S. Vander Hoorn MSc
The Comparative Risk Assessment Collaborating
Group
More than 100 scientists, including from
Switzerland)
e-mail: murrayc@who.int
Thema:
Selected major risk factors and global and regional
burden of disease
Ausgewählte Hauptrisikofaktoren und globale und
regionale Krankheitsschadenbelastung
Zusammenfassung
Hintergrund: Verlässliche und
vergleichbare Analysen der Gesundheitsrisiken sind der Schlüssel, um
Krankheiten und Verletzungen vorbeugen zu können. Die kausale Zuordnung von
Invalidität und Todesfällen zu Risikofaktoren wurde traditionellerweise im
Zusammenhang mit individuellen Risikofaktoren gesehen, oft in einer
beschränkten Anzahl von Fällen, was die Vergleichbarkeit einschränkte. Das
Ziel war, in einem einheitlichen Rahmen, den Beitrag ausgewählter
Hauptrisikofaktoren an die globale und regionale
Krankheitsschadenbelastung zu schätzen.
Methode:
Für 26 ausgewählte Risikofaktoren erstellten Experten-Arbeitsgruppen eine
umfassende Übersicht über die veröffentlichten Forschunsarbeiten und anderen
Quellen - z.B. Regierungsberichte und internationale Datenbänke - um Daten zum
Überwiegen von Risikofaktoren und zur Risikogrösse für 14 Epidemieregionen
weltweit zu erhalten.
Ergebnisse: Untergesicht
bei Müttern und Kindern (138 Mio. wegen Behinderung berichtigte Lebensjahre,
disability adjusted life years, DALY, 9,5%); unsicherer Sex (92 Mio. DALY,
6,3%); hoher Blutdruck (64 Mio. DALY, 4,4%); Tabak (59 Mio. DALY, 4,1%); und
Alkohol (58 Mio. Daly, 4;0%) waren die führenden Krankheitsursachen. In den
ärmsten Regionen der Welt waren Untergewicht bei Müttern und Kindern,
unsicherer Sex, unsicheres Wasser, sanitäre Einrichtungen, Hygiene, Rauch von
festen Brennstoffen in Innenräumen und verschiedene Mangelerscheinung in der
Ernährung die wichtigsten Ursachen für den Verlust an gesunden Lebensjahren.
Sowohl in Entwicklungs- wie in entwickelten Regionen bildeten Alkohol, Tabak,
hoher Blutdruck und hoher Cholesterolgehalt die wichtigsten
Krankheitsursachen.
Interpretation: Bedeutende Anteile
der Krankheitsschäden müssen diesen Hauptrisikofaktoren zugeordnet werden, in
einem grösseren Ausmass, als früher angenommen wurde. Entwicklungsländer
erleiden die meisten oder sogar alle Krankheitsschäden durch viele dieser
Hauptrisiken. Strategien, die diese bekannten Risiken bekämpfen, können
gewichtige und bisher unterschätzte Gewinne im Bereich der Volksgesundheit
erzielen.
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