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Kommentar zur Club-Sendung von SF1 vom 26.8.08Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? Eine Diskussionsrunde über Jugendalkoholismus ohne eine einzige Alkohol-Präventions-Fachperson. Was konnte da herauskommen? Es ist die grosse Ernüchterung. Sieg für die Alkoholindustrie. Prävention erschien nur als sinnloser Fremdkörper zwischendurch. Es ging eigentlich nur um die Verunsicherung der Stadtbehörden, wie sie ihre öffentlichen Plätze sauber halten können für nächste Benutzer. Was mit den Jugendlichen abgeht, war normal, schon immer so gewesen, "wir waren auch nicht besser", das übliche Balzverhalten mit Alkohol als Hemmungslöser, der Konsum Jugendlicher geht ja zurück, (nur seit der Spitze mit Alcopops, nach der Sondersteuer auf Alcopops, langfristig nimmt er weiterhin zu) die nahe Tankstelle bei der Blatterwiese wird den Stoff schon liefern, die Eltern müssen mit ihren Kindern zurechtkommen, Schulprävention sei nötig. (Bringt nachweislich fast nichts.) usw. Also: Ja, viel Lärm um nichts. Keine Rede davon, dass die Erwachsenen ihren Alkoholkonsum besser in den Griff bekommen sollten, um ein Vorbild sein zu können, dass wirksame Prävention für die ganze Gesellschaft nötig wäre, dass Sex und Alkohol eine gefährliche Verbindung darstellten, wie die Leute nachher wieder heimfinden, wie die Minderjährigen abgehalten und die Eltern von Minderjährigen unterstützt werden könnten, dass die Jugendlichen immer früher mit dem Alkoholkonsum beginnen und damit das Risiko späterer Alkoholprobleme erhöhen und ihrer geistigen und körperlichen Gesundheit schaden, dass sich die Gesellschaft damit eine Hypothek für die Zukunft einhandelt - das zukünftige Brot für Sozialwissenschafter, -Arbeiter und Gesundheitsfachleute, und das auf unsere Kosten und auf Kosten der künftigen Kinder unserer Jugendlichen. Dabei wurde mehrmals betont, es gehe nicht um Moralin. Völlig richtig, es geht um Besorgnis, Verantwortung gegenüber einer Fehlentwicklung mit schwerwiegenden Folgen für die Jugend und für die Gesellschaft. Diese Runde war sicher nicht dazu angetan, Hoffnung auf kurz- oder langfristige Besserung aufkommen zu lassen. Die Hoffnung auf regnerisches Wetter, kalten Herbst und frühen Winter oder dass alles nicht so schlimm wie befürchtet herauskommen möchte, ist keine Alternative für verantwortungsbewusstes sachgerechtes Planen und Handeln. Leider könnte eine zweite Runde mit Fachleuten ebenso scheitern, weil sie es nicht wagen würden, die wirklichen Ursachen und Lösungsmöglichkeiten anzusprechen, im Bewusstsein, dass sie bei den Politikern ohnehin kein Gehör finden und von den Medien nicht unterstützt würden. Letztere sind nur an reisserischer Aufmachung von Primeurs und Katastrophen interessiert, nicht an einer öffentlichen Diskussion von Lösungen, die Recherchen verlangten und möglicherweise noch Inserenten abschrecken. (Was selbstverständlich bestritten wird.) Als ausgleichendes Alibi-Gegenstück zu den vielen alkoholfreundlichen Sendungen mit Schleichwerbung-Charakter im Schweizer Fernsehen kann diese Sendung wahrlich nicht herhalten.
Unter der Leitung von Christine Maier diskutieren:
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
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Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
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