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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zum Tod von Whitney Houston

Montag 20. Februar 2012 von htm

15.2.2012

Redaktion
Tages-Anzeiger
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Zürich

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Leserbrief zu „Whitney Houston starb vermutlich an einem Medikamenten-Cocktail“ und „Highway zu Hölle“ am 14.2.12

Und wieder ist ein Mensch, eine wunderbare Künstlerin, in ihrem stressigen Lebenskampf dem Alkohol und den andern Drogen erlegen. Trauer und Ohnmacht erfüllt einen, wenn man z.B. noch den Film „Bodyguard“ gesehen hat, den SF 2 in Abänderung des Programms am Sonntagabend gesendet hat.

In seinem Artikel „Highway zur Hölle“ fragt Jean-Martin Büttner, „warum sind es nicht viel mehr?“
Natürlich sind es viel mehr, als wir aus den Medien erfahren. All die Tausende Unglücklichen, die mit ihrem Leben nicht fertig werden und im Alkohol und in andern Drogen ihre Tröster sehen. Oft dabei ihre Familien mit ins Unglück stürzen. Andererseits ihnen durch ihren vorzeitigen Tod einen unbelasteteren Neustart ermöglichen.

Sie sind Teil des Preises, den unsere Gesellschaft bereit ist zu zahlen, damit die Alkoholindustrie und die Werbebranche weitgehend unbehelligt ihre Mär vom Genuss ohne Reue verbreiten kann und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Genuss auch gedankenlos sucht und pflegt. Und nicht merkt, dass sie dafür eine Mitverantwortung an viel Leid und riesigen Sozialkosten trägt. Whitney Houston hat mit ihrem Leben dafür bezahlt.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
(ungekürzt am 20.2.12 veröffentlicht)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 20. Februar 2012 um 15:49 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur, Leserbriefe, Medien, Passivtrinker, Sozialkosten, Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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