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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Newsletter Juli-August 2011 – d -

Mittwoch 31. August 2011 von htm

 

www.alkoholpolitik.ch   Newsletter Juli/August 2011 (per 31.08.11)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen und letzten Newsletter der zehnjährigen Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht  vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

4676 Eintragungen in 148 Kategorien mit 11’650 Schlagwörtern seit 1.1.2009;
Online  August 2001 – August 2011

 

 

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

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Begleitbrief zum versandten Newsletter

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Dies ist der letzte Newsletter, den ich zu meiner Webseite herausgebe. WWW.alkoholpolitik.ch wird nicht mehr wie bisher intensiv bearbeitet. Nach vollen 10 Jahren denke ich, habe ich meinen Beitrag in Sachen individueller Freiwilligenarbeit und Alkoholproblem geleistet, dem 45 Jahre sehr aktiver Freiwilligenarbeit im Kollektiv vorangegangen waren.
Die Webseite bleibt offen und kann als Archiv genutzt werden. Ab und zu werde ich wahrscheinlich Berichte in Blogform aufschalten. Vielleicht schauen Sie gelegentlich hinein.

Für Ihr Interesse, das gelegentliche positive Feedback, für Hinweise auf interessante Artikel oder wenn Sie meine Dienstleistung verwendet haben, danke ich Ihnen. Die Kritik der Gegenseite hat mich oft angesport, nach guten Argumenten zu suchen. Beleidigende Kritik hat mich nicht getroffen, obwohl sich einige PR-Leute grosse Mühe gegeben haben.
Danken möchte ich auch den Fachstellen, die sich Gedanken über eine andersartige Weiterführung meiner Webseite gemacht haben. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich aber zu der oben angedeuteten Lösung entschlossen. Vor allem aber danke ich auch jenen, die weiterhin ehrlich bemüht sind, auf diesem wenig Lorbeeren versprechenden Weg weiterzugehen, um unserer Bevölkerung ein gesünderes, gefahrloseres, glücklicheres Leben zu ermöglichen. Mit dem Engagement der WHO und der UNO scheint nun doch langsam berechtigte Hoffnung aufzukommen.
Zum Schluss auch mein Dank an den engeren Kreis von FreundInnen und Familie, die mich unterstützt und mir ermöglicht haben, diese Herausforderung zehn lange Jahre anzunehmen und trotz aller (auch technischer) Probleme durchzuhalten.
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Zum alkoholpolitischen Geschehen der letzten 1 1/2 Monate:

Trotz Sommerpause sind einige bemerkenswerte Meldungen eingegangen, wie immer positive und negative. Dass die Österreicher ihr Alkoholproblem gewohnt locker sehen, überrascht nicht. Den Italienern hingegen ist in Bezug auf Alkohol am Steuer offensichtlich der Kragen geplatzt, schaffen sie doch den Begriff des „Strassenmords“ im Strafgesetzbuch, was ein härteres Vorgehen gegen Alkoholtäter erlauben wird.

Dass die UNO eine grosse Tagung zum Thema der „Nichtübertragbaren Krankheiten“ abhalten wird, wobei Alkohol als eine der wichtigsten Ursachen auch eine Rolle spielen soll, hat die Alkohollobby auf den Plan gerufen. Mit dem deutschen Professor Keil als Aushängeschild haben Ärzte und Wissenschaftler des „International Scientific Forum on Alcohol Research“ kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert.
Die Alkoholforscher beanstandeten die aus ihrer Sicht einseitige Darstellung des „WHO Global Status Report on Alcohol and Health for 2011“. Richtig sei zwar, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe, andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. Nachdem die Alkoholindustrie im Rahmen der langjährigen Abklärungen der WHO mit ihren Anliegen nicht durchdringen konnte, versucht sie nun verzweifelt, gegen die lange überfälligen Veröffentlichungen der WHO anzukämpfen. Es ist gut, dass man jetzt die Namen einiger der Wissenschaftler und Institute kennt, die mit diesen verharmlosenden Veröffentlichungen das Image der gefährlichsten Gesellschaftsdroge unserer Zeit zu retten versuchen.

Natürlich haben die Medien dieser Verlautbarung eine weite Verbreitung ermöglicht, auch jene Medien, die wesentliche alkoholnegative Meldungen unterdrücken.

Freundliche Grüsse

Ihr Auch-Passiv-Trinker
Hermann T. Meyer
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TOP NEWS

TOP NEWS: 700.000 Österreicher haben ein Alkoholproblem – 25. August 2011
Experten wollen Alkohol-Werbung und Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen beschränken.
Alpbach/Wien – In Österreich sind 330.000 Menschen alkoholkrank. Im Rahmen der Gesundheitsgespräche beim Europäischen Forum Alpbach forderten Mediziner, dass die Krankheit Alkoholsucht als solche erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, hieß es im Ö1-Morgenjournal am Montag. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine Beschränkung von Alkohol-Werbung und das Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen. … (Quelle: derstandard.at, 22.8.11) Kommentar: Mehr als 700 Online-Kommentare zeigen, dass Interesse besteht, allerdings meist pro Alkohol, oft recht witzig. Das Problem wird nicht ernst genommen. Die Prävention steckt noch in Ötzis Kinderschuhen.

Italien: «Strassenmord» ins Strafgesetzbuch – 17. August 2011
Italien will die Strafen für Verkehrsvergehen verschärfen. Autofahrer, die unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol tödliche Verkehrsunfälle verursachen, sollen künftig härter bestraft werden.
Der italienische Innenminister Roberto Maroni hat vor, das Vergehen des «Strassenmordes» im Strafbuch einzuführen. Maroni reagiert damit auf den Tod von vier jungen französischen Touristen auf der Autobahn in der norditalienischen Region Piemont. Sie waren in den Morgenstunden auf dem Weg in die Ferien, als ihr Auto mit dem Geländewagen eines betrunkenen Autofahrers kollidierte, der in Gegenrichtung auf der Autobahn fuhr. Der SUV-Fahrer und seine Begleiterin überlebten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.11)

D: Bier-Werbung: “gesundheitsfördernd” ist verboten – 4. August 2011
Brauer dürfen ihr Bier nicht als gesundheitsfördernd bewerben. Mit Blick auf entsprechende Darstellungen auf der Internetseite des Brauer-Bundes hat das Berliner Landgericht in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung verboten, die schönheitsfördernde Wirkung von Bier hervorzuheben. Auch dürften Vorbeugeeffekte des Getränks gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein sowie Osteoporose nicht angepriesen werden. (Quelle: netdoktor.de, 2.8.11) Kommentar: Wie würden unsere Gerichte in der Schweiz entscheiden? Warum gab es noch keine entsprechende Klagen gegen die Wein- und Bierlobby?

Neue Wege im Gesundheitswesen – 19. Juli 2011
Für eine «Healthy Economy» im Verbund mit staatlichen Akteuren. Von Thomas Mattig
Im Zentrum der 64. WHO-Weltversammlung, die Ende Mai 2011 in Genf stattgefunden hat, standen die Prävention und die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat diesen Fokus mit gutem Grund gewählt: Nichtübertragbare Krankheiten haben sich weltweit zur Todesursache Nummer eins entwickelt, darunter vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebserkrankungen, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung lässt sich durch einen gesunden Lebensstil massgeblich reduzieren. Damit sich diese Erkenntnis in unserer Gesellschaft langfristig durchsetzt, müssen Prävention und Gesundheitsförderung im Gesundheitssystem der Zukunft einen viel höheren Stellenwert bekommen. Nur dann kann die nötige Aufklärung geleistet werden. Und nur dann können die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass alle die Möglichkeit haben, ein gesundes Leben zu führen. So lässt sich der ungute Aufwärtstrend bei den nichtübertragbaren Krankheiten stoppen und unser Gesundheitssystem langfristig entlasten. … (Quelle: NZZ, 19.7.11)Kommentar: Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die nichtübertragbaren Krankheiten ist der Alkoholkonsum.

SCHWEIZ

CH: Frauen trinken mehr Alkohol – 30. August 2011
In der Schweiz leben 350?000 Alkoholiker. Ein Drittel sind Frauen. Auch in Graubünden nimmt die Zahl von alkohol­abhängigen Frauen zu. Das Blaue Kreuz bietet darum Gesprächsgruppen für Frauen an. Hinter der Sucht nach Alkohol verstecken sich nicht selten familiäre Probleme.
Manuela Perrinjaquet vom Blauen Kreuz Graubünden spricht von einer «sehr hohen Dunkelziffer» auch in Graubünden. Die Fachfrau weiss, dass das Trinkverhalten von Frauen anders ist als das von Männern. «Viele trinken im Geheimen und wagen es kaum, sich Hilfe zu holen», sagt sie. (Quelle: Google Alkohol News, 30.8.11) suedostschweiz.ch, 29.8.11

CH: Bundesrat will sich bei den Verdingkindern entschuldigen – 29. August 2011
11.3475 – Interpellation Verdingkinder. Historische Aufarbeitung und Entschuldigung. Eingereicht von Fehr Jacqueline am 31.05.2011
im Nationalrat
1. Welche Möglichkeiten sieht er, den Betroffenen eine Entschuldigung zukommen zu lassen und damit die historische Aufarbeitung der Geschichte der Verdingkinder zu unterstützen? Welche weiteren Möglichkeiten zur Unterstützung der historischen Aufarbeitung sieht er?
2. Welche Konsequenzen hat die Auseinandersetzung mit fürsorgerischen Zwangsmassnahmen für die heutigen politischen Dossiers? In welche Dossiers sollten die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Fragestellungen nach Meinung des Bundesrates einfliessen? Antwort des Bundesrates vom 24.8.11 Kommentar: Wann entschuldigt sich der Bundesrat für seine Untätigkeit (und die seiner Vorgänger) im Zusammenhang mit den über 100’000 Kindern in alkoholbelasteten Familien?

CH: «Sicher und nüchtern unterwegs» Meeting zu Alcohol Interlocks – 29. August 2011
Dienstag, 4. Oktober 2011, Radisson Blu, Hotel Airport, Zürich. Programm: 15:00 Eintreffen; 15:15 Einführung: Alcohol Interlocks – eine lebensrettende Technologie; Trunkenheit am Steuer in der Schweiz; (Brigitte Buhmann, Dr. rer. pol., Direktorin bfu) Alcohol Interlocks in der EU (Antonio Avenoso, Executive Director, ETSC), Entwicklungen in der Alcohol Interlocks-Technologie (Lennart Pilskog, Volvo – Bill Burger, ACS) … (Quelle: Google Alcohol News, 08/27/11) svi.ch

CH: Sessionsprogramme Ständerat, Herbstsession – 29. August 2011
Chronologisches Programm, behandlungsreife Geschäfte, 12. – 30. September 2011

CH: Sessionsprogramm Herbstsession Nationalrat – 29. August 2011
Chronologisches Programm, Parlamentarische Vorstösse 12. – 30. September 2011

CH: Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrates – 24. August 2011
Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrates hat die Detailberatung der Vorlage Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr. Via sicura (10.092) als Zweitrat aufgenommen. …
Weitgehender Konsens bestand hingegen bei Massnahmen, welche bestimmte Risikogruppen anbelangen. Wie bereits der Ständerat hat auch die Kommission des Nationalrates verschärften Auflagen zur Wiedererlangung der Führerausweise zugestimmt (15 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen). Zum einen sollen Geschwindigkeitstäter (Führerausweisentzug für mindestens 12 Monaten aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen) den Ausweis nur zurück erhalten, wenn Sie ein Datenaufzeichnungsgerät ( Blackbox ) installieren. Zum anderen müssen Personen, welchen der Führerausweis wegen wiederholtem Fahren in angetrunkenem Zustand entzogen wurde, nach Ablauf des Entzugs künftig während fünf Jahren ein Fahrzeug mit Alkoholwegfahrsperre führen (Art. 17a). (Quelle: Medienmitteilung KVF-N, 24.8.11)

CH: Der Vater der Täter sagt, der Alkohol sei schuld! – 20. August 2011
Die Brüder Rasim (31) und Jeton R.* (33) haben den Schwinger Karl Zingrich (45) beinahe getötet. «Ah, er lebt noch! Das ist gut. Wir haben Glück gehabt, dass ­er nicht gestorben ist», sagt ihr Vater Rahman R.* (70) gestern.
Der pensionierte Strassenbauer aus Interlaken BE hat ­sogar eine Erklärung parat, warum seine Söhne Zingrich den Hals aufschlitzten. «Der Alkohol ist schuld!», sagt er. «Wenn sie getrunken haben, vergessen sie sich. Beide waren schon mit ­Alkoholvergiftungen im Spital. Die Probleme fangen bei denen immer mit dem Alkohol an.» (Quelle: blick.ch, 18.8.11) Kommentar: Wer verkauft diesen stadtbekannten Rowdies den Stoff? Werden die Wirte von den Behörden geschont?

Säufer stören genau so (wie Raucher) – 17. August 2011
Rauchen – auf dem Weg zum Totalverbot im öffentlichen Raum.
In einem Meinungsartikel vergleicht Erwin Haas die Bemühungen, das Rauchen aus dem öffentlichen Raum wegzubringen mit den kaum vorhandenen Massnahmen gegen das genauso schädliche Alkoholtrinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.11) Kommentar: Wegen der schädlichen Einflüsse auf die Umwelt wird Alkohol in der industrialisierten Welt als die gefährlichste Droge eingestuft. Die Umwelt, das sind wir alle. (Siehe auch den nicht veröffentlichten Leserbrief.)

Nachlese zur Zürcher Street Parade 2011 – 15. August 2011
Die Kantonspolizeien Aargau und Zürich haben auf Autobahnen um Zürich in der Nacht auf Sonntag Alkoholkontrollen durchgeführt. 37 Lenker mussten wegen Alkohol oder Drogen den Führerschein abgeben, 3 wurden verzeigt (0,5 – 0,8 Promille). (Quelle: NZZ, 15.8.11)
267 ärztliche Interventionen (Vorjahr 248) waren auf übermässigen Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen. Einer liegt mit Stichwunde im Koma, einer schwebt in Lebensgefahr nach 6m-Sturz bei Streit. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.8.11)
Der Zürcher Trance-Star DJ Energy ist tot: Wenige Stunden nach einem Auftritt an der Street-Parade verstarb der 37-Jährige. Die Todesursache ist unbekannt und wird untersucht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.8.11)
Die Polizei hat am Sonntag auf der Autobahn A1 die Fahrfähigkeit von Fahrzeuglenker überprüft. Dies hauptsächlich im Hinblick auf Rückkehrer von der Street Parade, so die Kantonspolizei Bern. 16 Führerausweise mussten auf der Stelle abgenommen werden. (Quelle: Google Alkohol News, 16.8.11) bernerzeitung.ch, 15.8.11

CH-Alkohol-Testkäufe in Winterthur – 11. August 2011
In der Nacht auf Samstag wurden von der Stadtpolizei Winterthur in Gastwirtschaften Alkoholtestkäufe durchgeführt. An 4 von 8 Orten wurden den Jugendlichen Käufern gebrannte Wasser verkauft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.8.11) Kommentar: Wird jetzt, wie in Deutschland, nur noch auf Schnaps getestet, damit die Erfolgsquote besser wird? Bisher waren die Käufer mit 60% bis 70% erfolgreich.

Infoset Newsletter August 2011 – 6. August 2011
Informationen zu allen Suchtproblemen vor allem aus der Schweiz. Newsletter bestellen

CH: Die «grüne Fee» einbürgern? – 28. Juli 2011
Schweizer Absinth-Produzenten verärgern Franzosen mit Anspruch auf Namensschutz.
Nachdem das französische Parlament kürzlich das Absinth-Verbot aus dem Gesetz gestrichen hat, droht den Produzenten neue Unbill. Die Schweizer Kollegen im Val-de-Travers wollen den Namen schützen. Das stösst in Frankreich auf Unverständnis. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 28.7.11)

CH: Betrunkener Lenker legt Meggen lahm – 28. Juli 2011
Es geschah am helllichten Tag: Mit über 3 Promille Alkohol im Blut fuhr am Dienstag ein Automobilist durch Meggen LU unter hinterliess seine Spuren. Mehrere Autos und Bootsanhänger wurden beschädigt, selbst die Zugstrecke Küssnacht-Luzern blieb für eine Stunde blockiert. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.7.11)

CH: Umgehung der Alcopop-Steuer misslungen – 21. Juli 2011
Die Zürcher Getränkeimport-Firma Bevis versuchte die Alcopop-Steuer zu umgehen, indem sie “Conelly-Cocktails” importieren wollte. Diese kommen in sogenannten Twin-Cans – zwei mit einem Plastikring verbundenen Dosen. Die eine enthält Alkohol, die andere Fruchtsaft. Das Mischen übernimmt der Konsument. Die Eidg. Alkoholverwaltung stufte die Cocktails als Alcopops ein. Bevis legte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Dieses entschied nach eingehender Untersuchung mit Degustationen am 8. Juli zu Gunsten der EAV. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.7.11, Kehrseite, nicht online)bielertagblatt.ch, 26.7.11

CH: Mehrere Schlägereien überschatten das Montreux Jazz Festival – 17. Juli 2011
Beim Montreux Jazz Festival ist es in drei Nächten zu grösseren Auseinandersetzungen zwischen Festivalbesuchern und Sicherheitsleuten gekommen. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde ernsthaft verletzt. Zudem gab es grösseren Sachschaden.
Gemäss Polizeiangaben vom Sonntag gingen in den Nächten auf Samstag und Sonntag jeweils mehrere Gruppen von insgesamt rund 300 alkoholisierten Festivalbesuchern auf Sicherheitsleute und Polizisten los. Dabei flogen Flaschen, Steine und ähnliche Gegenstände. Die Randalierer verursachten grösseren Sachschaden, unter anderem auch an parkierten Autos. … (Quelle: sonntagszeitung.ch, 17.7.11)

Mehr Polizisten für Winterthurs Partymeile – 16. Juli 2011
Schwere Schlägereien, verdreckte Strassen: Die Stadtpolizei verstärkt ihre Präsenz um den Bahnhof Winterthur. Und spannt mit Clubbetreibern zusammen. … Die Stadtpolizei verzeichnete in Bahnhofsnähe einen markanten Anstieg an Schlägereien: Von 69 im Jahr 2007 auf 102 im letzten Jahr, teils mit massiven Körperverletzungen. “Das Risiko für Konflikte ist gross, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist”, sagte Polizeivorstand Künzle. … Für die zusätzlichen Aufgaben wird die Polizei im Herbst um drei Personen aufgestockt. Drei weitere Stellen werden im Budget 2012 beantragt. .. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.7.11, nicht online) Kommentar: Wieder Symptombekämpfung, die Steuerpflichtigen bezahlen. Aber eben: Der Rausch hat ja auch Positives, wie der Winterthurer Sozialvorstand Galladé im Mai gross verkündet hat. – Vor allem für die Alkoholindustrie.

CH: Sportstadien und Alkohol: Anstrengungen lohnen sich – 16. Juli 2011
Seit zwei Jahren arbeitet die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) gemeinsam mit den Fussball- und Eishockeyclubs an der Verbesserung des Jugendschutzes in Bezug auf Alkohol. Kernstück dieses Projekts, das Teil des Runden Tisches über die Sicherheit im Sport und des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 ist, bilden die Durchführung von Alkoholtestkäufen sowie eine Erhebung umgesetzter Massnahmen im Umgang mit Alkohol. Die bisherigen Anstrengungen beginnen erste Früchte zu tragen. So sank die Alkoholverkaufsrate an Minderjährige innerhalb eines Jahres von 61,6 auf 34,4 Prozent. Die EAV wird ihr Projekt in der Sportsaison 2011-2012 fortsetzen. (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.11) news.admin.ch, 15.7.11

INTERNATIONAL

Entzug im Zug – Alkoholverbot in Hamburgs Bussen und Bahnen    -31. August 2011
Ein Bierchen im Bus wird in Hamburg demnächst teuer: Die Hansestadt legt ihren Nahverkehr trocken – ab September ist Alkohol tabu, ab Oktober werden 40 Euro Strafe fällig. Die Deutsche Bahn beobachtet den Entzug im Zug genau, Berlin winkt ab. (Quelle: Google Alkohl News, 31.8.11) heute.de, 30.8.11

Restriktive Alkoholpolitik in Schweden – 30. August 2011
Am 27. August 1922 fand in Schweden eine Volksumfrage statt, die entscheiden sollte, ob Alkohol in Schweden vollständig verboten werden soll oder frei verkauft werden darf. Diese Entscheidung hat die Alkoholpolitik des Landes bis heute beeinflusst und führte 1923 zum staatlichen Monopol für den Alkoholverkauf, die heutige Systembolaget, obwohl 50,8 Prozent der Schweden für den freien Verkauf von alkoholischen Getränken gestimmt hatten. … (Quelle: Google Alkohol News, 30.8.11) schweden-forum.blogspot.com, 27.8.11
unser Online-Kommentar: Diese Alkoholpolitik hat Schweden bis heute einen Pro-Kopf-Alkoholkonsum gebracht, der nur rund halb so gross ist als derjenige der meisten andern europäischen Staaten. (Ausnahmen sind Island und Norwegen mit ähnlicher Politik.) Diese stehen unter dem prägenden Einfluss der Alkoholindustrie und versuchen auch im Verbund der EU, die Niedrigkonsumländer zur Liberalisierung zu zwingen. Schweden brachte dies bereits einen Anstieg des Konsums mit unerwünschten Folgen.
Auch zu erwähnen wäre, dass die “gut organisierten Bewegungen der Antialkoholiker” in Schweden grossen Anteil an der kulturellen Entwicklung der Bevölkerung haben.

D: Alkohol am Steuer: Tendenz geht zurück – 30. August 2011
Polizei hat mehrfach in diesem Monat im Annaberger Raum alkoholisierte Autofahrer gestoppt
Nahezu regelmäßig gehören Meldungen über das Fahren unter Alkoholeinfluss zum Bestandteil der Presseinformationen der Polizei. Allein in der zweiten Augustwoche brachte es der Rapport für den Annaberger Raum auf fünf Einträge. Zwischen 1,78 und 2,04 lagen die dabei ermittelten Promillewerte. Dabei spricht das Verkehrsrecht schon ab einem Wert von 1,1 Promille von der absoluten Fahruntüchtigkeit. “Dies fällt dann in den Straftatbereich, woraufhin der Führerschein sichergestellt und der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben wird”, erläutert Frank Fischer, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge, die auch für den Revierbereich Annaberg zuständig ist.
“Die Tendenz bei den Alkoholfahrten ist fallend”, ergänzt Fischer. … Gleichzeitig muss darauf hingewiesen werden, dass die Zahl der Drogen- und Medikamentendelikte im Straßenverkehr um mehr als das Dreifache angestiegen ist”, sagt Petzold, der sich ebenso für ein generelles Alkoholverbot ausspricht. (Quelle: Google Alkohol News, 30.8.11) freiepresse.de, 29.8.11

D: Wirte werden selten bestraft – 29. August 2011
Die Streifen sind in etlichen Bezirken verstärkt worden, die Kontrolleure gelten als hoch motiviert, und der Senat hat die Bußgelder für den verbotenen Verkauf von Alkohol an Jugendliche Anfang 2011 drastisch erhöht: Gleichwohl kommt es in Berlin bislang höchst selten vor, dass ein Wirt oder Verkäufer wegen dieses Delikts tatsächlich mit einer größeren Summe belangt wird. Zum einen, weil die Schuld wegen der vielen möglichen Ausflüchte der Beteiligten nur schwer zu beweisen ist. Zum anderen, weil die Gerichte im Falle eines Widerspruchs die Position der Bezirke offenbar recht häufig eher schwächen, indem sie Bußgelder verringern oder Verfahren einstellen. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.8.11) tagesspiegel.de, 26.8.11

D: Suff macht’s nur schlimmer – 29. August 2011
Wer sich besäuft, riskiert, zum Täter zu werden. Warum wirkt sich Alkoholeinfluss trotzdem strafmildernd aus?
Aus dem Auftakt des Berliner Prozesses gegen den 18-jährigen Torben P., über dessen Tat nur die Richter zu urteilen haben, gibt ein Satz des Angeklagten Anlass zum Nachdenken weit über den konkreten Fall hinaus, nämlich dieser: „Meine Tat ist eine Schweinerei und auch durch Alkohol nicht zu entschuldigen.“
Dieser Satz ergibt nur deshalb einen Sinn, weil sein Autor, der Angeklagte oder (ihm behilflich) sein Anwalt auf die Erfahrung abstellt, dass „normalerweise“ ein Straftäter billiger davon kommt, wenn er seine Tat im Vollrausch begangen hat. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.8.11) tagesspiegel.de, 29.8.11

D: MPU-Film klärt über Idiotentest auf – 29. August 2011
Die landläufig als Idiotentest bekannte Medizinisch-Psychologische Untersuchung wird in diesem MPU-Video enträtselt.
Was erwartet mich in einer Medizinsch-Psychologischen Untersuchung (MPU)? Wie läuft diese ab? Welche Fragestellungen kommen auf mich zu? Wie kann ich mich auf die MPU optimal im Vorfeld vorbereiten und wie kann mir dabei eine MPU-Vorbereitung helfen? Dieser neue Film gibt MPU-Betroffenen Auskunft auf viele gängige Fragen und kann kostenfrei über das Internet angeschaut werden. (Quelle: Google Alkohol News, 28.8.11) prestigecars.de, 25.8.11

D: Erwachsene verabreichen Kindern Alkohol in Jugendherberge – 29. August 2011
Alkohol haben drei Erwachsene in der Jugendherberge Schluchsee Kindern verabreicht. Die elf bis 14 Jahre alten Kinder hatten dabei Glück im Unglück, sagt der Leiter des Polizeireviers in Titisee-Neustadt. Nur ein Kind musste sich übergeben.
Die Tat hatte die Polizei am Mittwochabend festgestellt: Die drei Erwachsenen Gäste hatten Alkohol in Limonadenflaschen abgefüllt und mehreren Kindern zum Trinken überlassen – es sei ihnen “vorsätzlich verabreicht” worden. Außerdem überließen die drei Erwachsenen den Kindern 13 Fläschchen mit Wodka und Jägermeister, heißt es im Polizeibericht. (Quelle: Google Alkohol News, 27.8.11) badische-zeitung.de, 26.8.11

D: “Es geht weg vom Alkohol” – 29. August 2011
Tannenzäpfle-Pils bringt dem Land Baden-Württemberg jedes Jahr zig Millionen. Der Chef der Staatsbrauerei erklärt, dass Alkoholverkäufer die Zukunft nicht verpennen dürfen.
Seit kurzem bieten die Brauer aus dem Schwarzwald auch ein alkoholfreies Tannenzäpfle und ein alkoholfreies Weizenbier an. Der Vorstand der badischen Staatsbrauerei Rothaus, Thomas Schäuble, sieht das Geschäft mit dem Alkohol auf dem Rückzug. “Der Trend wird immer stärker vom Alkohol weggehen. Da bin ich mir sicher“, sagt Schäuble in einem Gespräch mit der sonntaz. „Es wird gleitend geschehen, aber es wird geschehen. Schwierig für alle, die Alkohol herstellen.“ Rothaus verdankt seine Traumrendite von über 30 Prozent bei einem Umsatz von etwa 84 Millionen Euro bisher vor allem seinem klassischen Pils, das hauptsächlich als „Tannenzäpfle“ in einer 0,33-Liter-Flasche verkauft wird. (Quelle: Google Alkohol News, 27.8.11) taz.de, 26.8.11 Kommentar: Hoffen wir, dass er Recht behält. Bei dieser Traumrendite in einem Staatsbetrieb sind allerdings Zweifel angebracht.

D: Sie plädieren für Saft statt Alkohol – 25. August 2011
Mit einer originellen Idee geht der Kreis gegen Alkoholkonsum vor. „Wir wollen mit unserer mobilen Saftbar dem Komasaufen die Stirn bieten“, sagte Kreissozialdezernent Andreas Köster gestern beim offiziellen Start des Gefährts vor dem alten Gebäude des Landratsamts an der Glärnischstraße. Gestern trafen sich alle am Projekt Beteiligten mit den Sponsoren zum Start am alten Landratsamt. Mit dabei waren die Sponsoren, die insgesamt 23 000 Euro für diese originelle Einrichtung aufgebracht hatten. „ALOA – Alles ohne Alkohol“: Unter diesem Motto rollt das Saftmobil ab dem 1. September durch den Bodenseekreis. … (Quelle: Google Alkohol News, 25.8.11) suedkurier.de, 24.8.11 unser Online-Kommentar: Auch wenn die “falschen” Jugendlichen angezogen werden, ist diese Aktion dennoch wertvoll. Sie stärkt jene Jugendliche, die es wagen, alkoholfrei zu bleiben und belohnt sie mit günstigen Getränken. Eine Gegenkultur zum Alkohol aufzubauen, ist immer sinnvoll.

D: Bernd Siggelkow fordert Maßnahmen gegen jungendliche Trinker – 25. August 2011
“Kein Alkohol mehr in der Öffentlichkeit”
Saufen bis zum Umfallen. Letzte Woche berichtete B.Z. über Jugendliche im Vollrausch. Anlass war das neue Buch von “Arche”-Gründer Bernd Siggelkow (47). Gestern stellte er sein Werk “Generation Wodka” vor.
Siggelkows zentrale Forderung: ein striktes Alkoholverbot auf Berlins Straßen und Plätzen. “Durch das Trinken an öffentlichen Orten werden junge Menschen allein schon optisch an übermäßigen Alkoholkonsum gewöhnt”, heißt es in seinem Buch. Weitere Forderungen des “Arche”-Gründers: … (Quelle: Google Alkohol News, 25.8.11) bz-berlin.de, 24.8.11 Kommentar: Diese Forderungen sind schon uralt. Die Alkohollobby wusste sie noch immer zu unterdrücken.

Russland: Frisch gebrautes statt Kiosk-Bier – 24. August 2011
Den großen Bierbrauern in Russland, die zum Großteil von ausländischen Unternehmen kontrolliert werden, geht es an den Kragen. Präsident Dmitrij Medwedjew hat ein Gesetz unterzeichnet, demzufolge Bier nunmehr zu den Alkoholika zählt. Bislang galt es in Russland als „Lebensmittel“, weshalb es praktisch zu jeder Uhrzeit und an jedem Ort verkauft werden konnte. Die von Medwedjew 2009 gestartete Anti-Alkohol-Kampagne bereitet dieser Tradition ein Ende.
Die Rechnung ging nicht auf Innerhalb der vergangenen 15 Jahre stieg laut Vereinigung der Alkoholproduzenten der Bierkonsum in Russland um das Vierfache. Von 2000 bis 2009 verdoppelte sich die Bierproduktion auf 1,2 Milliarden Dekaliter, wodurch Russland in die Top Drei der weltweit führenden Staaten aufrückte, hinter China und den USA. Gleichzeitig stellte sich ein von der Regierung erhoffter Nebeneffekt jedoch nicht ein: Der Konsum von stark alkoholischen Getränken – in erster Linie Wodka – sank nicht. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) russland-heute.de, 23.8.11

Sie starb keinen Drogentod – 24. August 2011
Im Blut von Amy Winehouse sei zwar Alkohol nachgewiesen worden, aber keine illegalen Drogen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die ihre Familie jetzt bekannt gab. Ob der Alkohol die Ursache für ihren Tod war, bleibt vorerst unklar. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) stern.de, 23.8.11

D: Veronica Ferres warnt vor Alkohol – 24. August 2011
Veronica Ferres ist der Meinung, dass Alkohol verharmlost wird und fordert Eltern auf, Vorbilder für ihre Kinder zu sein.
Die Schauspielerin wird heute, 23. August, als Ehrengast bei der Vorstellung von Bernd Siggelkows Buch ‘Generation Wodka’ erscheinen, da es ihr ein persönliches Anliegen sei, diesen bei seinem Buch zu unterstützen. Über den Alkoholkonsum Jugendlicher ist die 46-Jährige nämlich schockiert. “Meine Generation wurde ‘Generation Golf’ genannt. Die ‘Generation Wodka’ schockiert mich!”, gibt sie im Interview mit ‘Bild’ zu. “Es ist für mich unglaublich, wie Kinder offenbar immer wieder ohne Probleme an Alkohol gelangen.” … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) gala.de, 23.8.11 unser Online-Kommentar: Es ist wichtig, dass prominente SchauspielerInnen zum Thema Alkohol vernünftig reagieren. Es gibt genug andere, welche die Skandalspalten mit ihren Alkoholproblemen füllen.

App: Alkohol Promille Rechner – 23. August 2011
Ein heikles Thema: Alkohol! Einerseits gerne mal in geselligen Runde genossen, kann der liebe Fusel doch recht unangenehme Auswirkungen haben. Um Ihre Promillegrenze stets vor Augen zu haben, sollten Sie diese App installieren. Bedienung und Optik sind großartig, die Ergebnisse auch. Wenn man Cola trinkt. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.11) appcenter.bild.de, Review: 17 19:00:00.08.2011 Kommentar: Siehe auch heute im englischen Teil

Jegliche Werbung für Alkohol sollte verboten werden – 23. August 2011
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass circa 50% der Werbung im Fernsehen Spots für alkoholische Getränke sind? Und nicht etwa „nur“ für Bier oder Biermixgetränke, sondern auch für die hochprozentigen Sachen.
Das Schlimme daran ist, dass die Protagonisten in diesen Spots dem Zuschauer suggerieren, wie viel Spaß man beim Verzehr dieser Spirituosen hat: es wird geflirtet, gefeiert, getanzt, gelacht – Lebensfreude pur. Bildschöne Frauen und coole Männer wecken in dem Zuschauer den Wunsch, ebenso attraktiv, lässig und fröhlich zu sein. Und genau darin liegt meiner Meinung nach die Gefahr. Nach wie vor ist die Alkoholabhängigkeit eine weit verbreitete Krankheit, und durch solche Werbespots wird der „Appetit“ auf Alkohol noch geschürt. Manchmal erscheint zwar am Ende des Spots der kleine Satz „drink respectfully“, aber der ist wirklich so winzig und wird so blitzschnell wieder ausgeblendet, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendjemand großartig Notiz von ihm nimmt. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.11) segapro.net, 22.8.11

D: Volksvertreter an der Flasche – 18. August 2011
Der deutsche Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff hat sich zu seinem Alkoholismus bekannt. Nun wird in Deutschland über Promille und Politik diskutiert. Der CDU-Politiker hatte angetrunken ein Auto gerammt und Fahrerflucht begangen. Mit seiner Alkohol-Beichte sei er ein Vorbild für andere Politiker. Die CDU hofft, dass er nach seinem Klinikaufenthalt weiter politisieren wird. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.8.11)

D: Geringere Alkoholsteuer-Einnahmen durch weniger Konsum – 17. August 2011
Die Deutschen haben 2010 weniger Alkohol getrunken als im Jahr zuvor. Dies wirkt sich auf die öffentlichen Kassen aus: Über die Alkoholsteuer fielen im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro an die Länder und den Staat. 156 Millionen weniger als 2009, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.8.11) noows.de, 16.8.11 unser Online-Kommentar: Thilo Bunzel: Er hat völlig recht. Nur dass eine Weinsteuer den weinproduzierenden Ländern zugute kommen sollte, finde ich weniger gut. Die profitieren ja von den Einkommensteuern der Winzer. Die alkoholbedingten Schäden durch den Weinkonsum fallen aber in allen Ländern an. Die Biersteuer ist viel zu gering.

Die Schotten und der Alkohol – 15. August 2011
Unter der Rubrik “Aufgefallen” bringt die Neue Zürcher Zeitung eine Glosse über das Verhältnis der Schotten zum Alkohol. Literarische alkoholpositive Quellen und das gegenwärtige Edinburgh Festival mit Alkohol an Theateranlässen auf der einen Seite und die Bemühungen der schottischen Regierung, die vom immensen Alkoholproblem sagt, es untergrabe das Land in jeder Beziehung, auf der andern Seite werden genüsslich gegenübergestellt. (Quelle: NZZ, 15.8.11, nicht online) Kommentar: Wie schön ist es doch, über andere Länder zu schnöden, im eigenen aber das Problem geflissentlich zu übersehen und Verbesserungen sogar zu bekämpfen.

Bremer Innensenator erwägt Sperrstunde für Discos – 14. August 2011
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erwägt die Einführung einer Sperrstunde für Diskotheken. «Das sind erste Überlegungen», sagte eine Sprecherin der Innenbehörde am Samstag. Danach könnten die Öffnungszeiten von Discos auf Basis einer freiwilligen Vereinbarung mit den Betreibern eingeschränkt werden. Dem «Weser-Kurier» zufolge erhofft sich Mäurer dadurch eine Beruhigung der Disco-Meile, wo am Wochenende oft Tausende bis in die frühen Morgenstunden feiern. Dabei gebe es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.11) bild.de, 13.8.11

D: Heilbronn: Jugendliche kommen zu leicht an Alkohol – 14. August 2011
Es ist das gleiche Gesetz, und doch agieren Landratsamt und Stadt Heilbronn wie auf zwei weit entfernten Sternen. Erneut hat ein Test mit jugendlichen Alkoholkäufern nach Einschätzung der Polizei “teilweise erschreckende” Ergebnisse gebracht. Bei 70 Testkäufen in Stadt- und Landkreis Heilbronn haben Kassierer in 25 Fällen hochprozentigen Alkohol an 16- und 17-Jährige abgegeben. In jedem dritten Laden bekamen die jungen Testkäufer verbotenerweise Spirituosen.
Trauriger Spitzenreiter ist ein Heilbronner Getränkehandel in der Innenstadt, der im vierten Test bereits zum vierten Mal negativ auffiel. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.8.11) stimme.de, 11.8.11

Kassel: Nach Messerattacke: Alkohol- und Drogenszene fordert festen Platz – 14. August 2011
Die Messerattacke vom Vorabend war am Freitag das beherrschende Thema unter den Bäumen auf dem Lutherplatz. Auch Wolfgang Pewetz (52), regelmäßiger Gast auf dem Platz, hat davon etwas mitbekommen.
Nicht stolz auf seine Sucht: Der Alkohlabhängige Wolfgang Pewetz will sich nicht verstecken. Er wünscht sich keinen Ärger und einen Platz, auf dem er in Ruhe sein Bier trinken kann. Fotos: Ludwig
Was den bekennenden Alkoholiker ärgert, ist, dass durch solche Taten die ganze Szene in Verruf gerät. „Dabei wollen wir nur in Ruhe unser Bier trinken. Auf Schlägereien hat hier keiner Lust“, sagt Pewetz. …(Quelle: Google Alkohol News, 13.8.11) hna.de, 13.8.11

Stadt Leipzig verbietet für den 20.August Alkohol auf der Straße – 14. August 2011
Die Stadt Leipzig hat mit einer Allgemeinverfügung erhebliche Einschränkungen für Samstag, den 20.August angeordnet. Für diesen Tag hat die NPD eine Kundgebung in Leipzig angemeldet.
Mit der Allgemeinverfügung hat die Stadt Leipzig den “Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit sowie das Mitführen von Alkohol, von Glasflaschen und von Getränkedosen“ rund um den angemeldeten Kundgebungsort untersagt. … Bei Zuwiderhandlung wird in der Allgemeinverfügung die Anwendung unmittelbaren Zwangs angedroht. Die Verbote gelten am 20.August von 6 bis 24 Uhr. (Quelle: Google Alkohol News, 13.9.11) leipzig-seiten.de, 12.8.11

D: Kein Alkohol mehr auf der Hafentreppe in Leer – 14. August 2011
Die Verwaltung hat Schilder aufgestellt. Das Verbot gilt am Abend und nachts. In letzter Konsequenz kann ein Ordnungsgeld verhängt werden. Das kann mehrere Hundert Euro betragen.
Wenn es warm wird und die Sonne scheint, ist sie einer der schönsten Plätze am Leeraner Hafen: die Treppe vor der Tourismuszentrale. Ein Ort zum Genießen. Allerdings nur dann, wenn sich dort nicht wieder Zeitgenossen niedergelassen haben, die grölend zur Flasche greifen. Die Stadt Leer will jetzt diesem Treiben einen Riegel vorschieben und hat ein Alkoholverbot ausgesprochen. Von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens darf auf der Hafentreppe kein Alkohol mehr getrunken werden. So steht es auf zwei Schildern. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.8.11) ga-online.de, 12.8.11

Hamburg: Facebook-”Abschiedssaufen”: Sperrt die Hochbahn die U3? – 14. August 2011
Ab 1. Oktober müssen Alkoholsünder innerhalb des HVV zahlen. Einen Tag zuvor wollen mehrere Tausend Facebook-Nutzer die U3 mit Alkohol stürmen.
Ab 1. September müssen Fahrgäste des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) ihr Bier leeren oder anderweitig entsorgen, bevor sie in die Bahn steigen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.8.11) abendblatt.de, 11.8.11

Diät-Guide Tipp: Tipp 10: Alkohol in Maßen – 14. August 2011
Eigentlich darf ein Glas Wein zum Essen nicht fehlen. Dummerweise sind Alkohol und reichlich Essen keine gute Kombination. Denn der Alkohol hemmt die Fettverbrennung und hat zudem reichlich Kalorien.
Unser Diät-Guide Tipp: Belassen Sie es bei einem Gläschen Wein und bevorzugen Sie trockene Sorten. Die haben weniger Zucker und damit weniger Kalorien. (Quelle: Google Alkohol, 12.8.11) gofeminin.ch, 10.8.11 Kommentar: Selbstverständlich geht es auch ohne Alkohol.

D: 51. DHS-Fachkonferenz Sucht 2011 – 6. August 2011
“Suchthilfe und Suchtpolitik International – Was haben wir von Europa und Europa von uns?”
14.-16. November 2011, Hamburg
Infos: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Westenwall 4, 59065 Hamm, Tel. +49 (0)2381 90150, E-Mail: kaldewei@dhs.de. Infos zur Tagung (Quelle: Infoset Newsletter August 2011, 5.8.11)

D: Rauschfrei durch den Sommer – 31. Juli 2011
55 Peers der BZgA informieren in der Sommersaison über riskanten Alkoholkonsum.
Der Sommer ist Hochsaison bei den Peers der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Seit Mai sind die speziell geschulten jungen Menschen auf Festivals, an Stränden, bei Sport-Events und in Innenstädten unterwegs, um Gleichaltrige im direkten Gespräch über die Risiken von Alkohol zu informieren. In den bislang 270 Einsatztagen dieser Saison haben sie mit rund 27.000 jungen Menschen gesprochen. Mehr als 300 Einsatztage stehen bis Oktober noch aus.
Insgesamt sind für die BZgA in diesem Jahr 55 Peers in ganz Deutschland im Einsatz. Die Peer-Aktionen sind Teil der BZgA-Alkoholpräventionskampagnen „NA TOLL!“ und „Alkohol? Kenn dein Limit.“ und werden vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) gefördert. Ziel ist es, jungen Menschen eine kritische Einstellung zu Alkohol zu vermitteln und sie für einen verantwortlichen Umgang mit alkoholischen Getränken zu sensibilisieren. (Quelle: Google Alkohol News, 30.7.11) themenportal.de, 29.7.11

D: Polizei unterbindet Schüler-Massenbesäufnis – 28. Juli 2011
Heidelberg / dpa Mit einer großen Jugendschutzaktion hat die Polizei am Mittwoch ein traditionelles Massenbesäufnis von Schülern in Heidelberg verhindert. Auf der Neckarwiese im Stadtteil Neuenheim treffen sich zu Ferienbeginn traditionell schon nach der Zeugnisausgabe mittags mehrere tausend Minderjährige, um sich mit hochprozentigem Alkohol auf die Ferien einzustimmen. Mit vielen Beamten in Zivil und in Uniform seien an den Zugängen Jugendliche kontrolliert worden. Flaschen wurden ihnen weggenommen und vor Ort ausgeleert, sagte Günther Bubenitschek von der Polizeidirektion Heidelberg. Schüler unter 18, die Zigaretten dabei hatten, mussten diese zudem sofort vernichten. Zwei Jugendliche wurden bis zum frühen Abend mit dem Verdacht auf Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. (Quelle: Google Alkohol News, 28.7.11) schwaebische.de, 27.7.11 Kommentar: Man kann also doch etwas dagegen unternehmen, wenn der Wille vorhanden ist.

Diskussionen um Feierabendbier – 28. Juli 2011
Wer Alkohol in Maßen trinkt, schadet seiner Gesundheit nicht. Darauf haben Ärzte und Wissenschaftler des „International Scientific Forum on Alcohol Research“ hingewiesen und kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert.
Die Alkoholforscher beanstandeten die aus ihrer Sicht einseitige Darstellung des „WHO Global Status Report on Alcohol and Health for 2011“. Richtig sei zwar, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe, so die Ärzte und Wissenschaftler. Andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. … (Quelle: aerzteblatt.de, 27.7.11) unser Online-Kommentar: Verzweiflungstat: Nachdem die Alkoholindustrie im Rahmen der langjährigen Abklärungen der WHO mit ihren Anliegen nicht durchdringen konnte, versucht sie nun verzweifelt, gegen die lange überfälligen Veröffentlichungen der WHO anzukämpfen. Es ist gut, dass man nun die Namen einiger dieser Wissenschaftler und Institute kennt, die mit diesen verharmlosenden Veröffentlichungen das Image der gefährlichsten Gesellschaftsdroge unserer Zeit zu retten versuchen.

Hamburg: Viele Alkoholsünder bleiben unentdeckt – 28. Juli 2011
Im vergangenen Jahr sind so wenig Blutproben wie nie zuvor bei Verkehrsdelikten und Straftaten unter Alkoholeinfluss angeordnet worden: Nur noch knapp 1800 Blutproben wurden vom Institut für Rechtsmedizin ausgewertet. 2009 waren es noch 2500. Bei der Polizei ist von einem weiteren drastischen Rückgang im laufenden Jahr die Rede. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass alkoholisierte Autofahrer in Hamburg unentdeckt davonkommen, ist größer geworden. (Quelle: mobil.abendblatt.de, 26.7.11) Dass bei einem mutmaßlich betrunkenen Autofahrer vier Stunden gewartet werden müsse, bis die Blutentnahme genehmigt werde, sei äußerst kritisch, sagt ADAC-Sprecher Matthias Schmitting. Angesichts der Tatsache, dass ohnehin nur jede 600. Fahrt unter dem Einfluss von Alkohol überhaupt aufgedeckt werde, sei diese Entwicklung nicht hinzunehmen.

D: Zu viel Alkohol und Brüste: X-Diaries verstößt gegen den Jugendschutz – 28. Juli 2011
Bei der RTL II-Serie X-Diaries ist mächtig was los. Alkhol und Sex sind die zentralen Themen, die den Zuschauer am Vorabend unterhalten sollen. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) fühlt sich offenbar zu gut unterhalten und stellte allein im zweiten Quartal 2011 37 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) fest.
Wegen der “aufdringlichen Darstellung der Themen Sex und Alkohol und der derb-zotigen Sprachwahl” hat die Kommission die Verstöße gemeldet, die den jungen Zuschauer unter 16 und gar unter 12 irreführen könnten. … RTL II hat jetzt gehandelt. Die laufenden Folgen werden nun erst von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen gesichtet. Darauf hatte man zuvor verzichtet. (Quelle: Google Alkohol News, 27.7.11)roadrunnerswelt.blogspot.com, 26.7.11

D: Umgang mit Alkohol – Präventionsprojekt für junge Leute – 26. Juli 2011
Umfassendes Wissen hilft, den richtigen Umgang mit Alkohol zu lernen. Deshalb können sich Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren in der Woche vom 1. bis 5. August zu Barkeepern ausbilden lassen. Täglich zwischen 10 und 15 Uhr wird in der „reizbar“, Goebenstraße 7, gemixt und informiert. Neben dem Wissen um das Mixen alkoholfreier Cocktails erhalten die Jugendlichen Informationen zum Thema Alkohol, die sie bei drei Veranstaltungen im August und September an andere Jugendliche weitergeben. … (Google Alkohol News, 26.7.11) fr-online.de, 26.7.11

Popexperte sieht Musiker immer stärker unter Druck – 26. Juli 2011
Kreativ sein, in den Medien eine gute Figur machen, immer in der Öffentlichkeit stehen – Künstler müssen einem immensen Druck standhalten. Manche griffen da zu Alkohol und Drogen, wie Amy Winehouse, sagte der Leiter der Mannheimer Popakademie, Udo Dahmen, am Montag im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. … Quelle: Google Alkohol News, 26.7.11) newsticker-sueddeutsche.de, 25.7.11

Amy Winehouse: Chronik eines angekündigten Todes – 26. Juli 2011
Amy Winehouse, die verzweifelte Londoner Soul-Sängerin, starb am Samstag mit 27 Jahren in ihrer Wohnung, wie sie zuvor gelebt hatte: an einer Überdosis.
Der erste Gedanke und das erste Gefühl, als am frühen Samstagabend die Nachricht von ihrem Tod eintrifft: Das musste ja kommen. Und: Jetzt wird sie zum Mythos. Beides macht etwas traurig – und vor allem wütend. …(Quelle: Tages-Anzeiger, 25.7.11)Kommentar: Auch sie ein Opfer unserer Gesellschaft und deren Alkoholproblem.

D: Dem Alkohol folgt die Ernüchterung – Hopstener muss 31 Monate in Haft – 23. Juli 2011
Hopsten/Ibbenbüren. Nachdem der erste Prozesstag gegen einen 25-Jährigen aus Hopsten von Schilderungen über Adrenalin, Freundschaft und Alkohol geprägt war, folgte am zweiten und letzten Tag die Ernüchterung. Zwei Jahre und sieben Monate Haft lautet das Urteil des Amtsgerichts Ibbenbüren.
Der Jurastudent hatte am Morgen des 1. Mai 2010 nach einem Streit zwei junge Männer am Schulzentrum mit einer Waffe bedroht und einem von ihnen in den Nacken geschossen. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.7.11) ahlener-zeitung.de, 22.7.11

Jugendliche Testkäufer: In Karlsruhe Alkohol leicht zu bekommen – 23. Juli 2011
Am Freitag schickte das Karlsruher Ordnungsamt zum ersten Mal jugendliche Testkäufer los, um Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren aufzudecken. In 14 Geschäften mussten sie versuchen, entweder branntweinhaltige Getränke oder Zigaretten zu kaufen. In fünf Läden konnten die jungen Tester diese Waren problemlos erwerben….(Quelle: Google Alkohol News, 23.7.11)ka-news.de, 22.7.11

Kampf der russischen Trunksucht – 21. Juli 2011
Der Kreml will die Trunksucht in Russland weiter bekämpfen – mit absolutem Alkoholverbot in allen öffentlichen Anlagen ab 2012 und stark eingeschränktem Alkoholverkauf.
Ab 2013 dürfen Geschäfte neben Wodka und Wein nachts auch kein Bier mehr verkaufen. Kreml-Chef Dmitri Medwedew habe ein entsprechendes Gesetz unterschrieben, berichteten Medien in Moskau. Der Staatschef habe der Trunksucht, an der jedes Jahr in Russland Hunderttausende von Menschen sterben, den Kampf angesagt. Das Gesundheitsministerium in Moskau begrüsste das neue Gesetz. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.7.11)

Drei Tage landesweites Alkoholverbot in Ecuador – 19. Juli 2011
Weil 23 Menschen an gepanschtem Alkohol starben und über hundert im Krankenhaus liegen, gilt in ganz Ecuador der Ausnahmezustand – mit landesweitem Alkoholverbot.
Nach dem Tod von 23 Menschen nach dem Konsum von gepanschten Alkohol ist in ganz Ecuador der Ausnahmezustand und ein landesweites Alkoholverbot verhängt worden. Das Verbot, das sowohl den Verkauf als auch den Konsum von Alkohol betrifft, gelte 72 Stunden lang, teilte das Gesundheitsministerium in Quito am Sonntagabend (Ortszeit) mit. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)welt.de, 18.7.11

D: Arbeitsrecht: Wer in der Firma Alkohol trinkt, riskiert Versicherungsschutz – 19. Juli 2011
Nicht immer greift die Unfallversicherung des Arbeitgebers: Wer nach einer Betriebsfeier betrunken Auto fährt und einen Unfall hat, handelt fahrlässig, so ein Urteil.
Wer in der Firma Alkohol trinkt, sich hinters Steuer setzt und auf dem Nachhauseweg einen Unfall verursacht, kann den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz für Arbeitnehmer verlieren. Nach einem Urteil des Landessozialgerichts Darmstadt erhält deshalb die Familie eines ums Leben gekommenen 30-Jährigen keine Hinterbliebenenrente.
Der Mann aus Hessen hatte zum Zeitpunkt des Unfalls im September 2007 auf der Heimfahrt von der Arbeit 2,2 Promille Alkohol im Blut – laut Gesetz absolut fahruntüchtig. In dem Unternehmen galt ein Alkoholverbot. Die Richter ließen eine Revision zu, wie das Gericht am Montag mitteilte. (Az: L 9 U 154/09)(Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)zeit.de, 18.7.11

Warum machen Hamburger Behörden keine Testkäufe? – 16. Juli 2011
Komasaufen ist ein Kinderspiel! Der Test, bei dem ein 16-Jähriger in mehreren Fällen problemlos an harten Alkohol herankam, bewegt die Stadt. Vor allem eine Frage wird laut: Warum machen die Behörden keine Testkäufe?
Zwei Mal Jägermeister, eine Flasche Wodka und Rum: An nur einem Tag konnte der MOPO-Test vier Mal beweisen, wie einfach es Jugendlichen gemacht wird, harte Spirituosen zu kaufen. Die offizielle Statistik für das gesamte Jahr 2010 hingegen zählt nur 253 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, davon in 84 Fällen den Verkauf von Alkohol an Minderjährige. Nach dem MOPO-Test ist klar: Die tatsächliche Anzahl an Verstößen dürfte weitaus höher sein. Warum also macht die Stadt nicht selber Testkäufe? … (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.11) mopo.de, 15.7.11

FORSCHUNG

D: Ausschreibung: Suchtpräventive Ansätze in Klein- und Kleinstbetrieben – 20. August 2011
Alkohol, Medikamente, Drogen und Nikotin am Arbeitsplatz: Suchtmittelkonsum ist für viele Unternehmen ein relevantes Thema. Das Bundesministerium für Gesundheit plant daher eine Studie zu fördern mit dem Ziel, hemmende und fördernde Faktoren von suchtpräventiven Ansätzen in Klein- und Kleinstbetrieben systematisch zu erheben, zu bewerten und basierend auf diesen Erkenntnissen konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. Die Frist läuft noch bis zum 19.9.2011. (Quelle: bmg.de/ministerium, 18.8.11)

Alkohol und Muskelaufbau – 5 Gründe warum Alkohol das Muskelwachstum verhindert – 14. August 2011
Alkohol ist weitaus gefährlicher als die meisten Leute glauben. Es ist fundamental wichtig zu verstehen, dass diese Droge (ja – Alkohol ist eine Droge) deine Trainingsresultate während und nach dem Training entscheident beeinflussst. …
Es tut mir leid dies so klar und deutlich sagen zu müssen, aber JA, Alkohol und Muskelaufbau verträgt sich nicht. Zuviel Alkohol hat definitiv negativen Einfluss auf deine Trainingsresultate. Alkohol ist weitaus gefährlicher, als die meisten Leute glauben. Ich möchte hier keine Anti-Drogen Kampagne starten, aber wenn du es ernst meinst mit deinem Training, dann solltest du die folgenden 5 Punkte ausführlich durchlesen und verinnerlichen. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.8.11) schnellermuskelnaufbauen.net, 9.8.11

Alkohol: Die meisten Deutschen trinken regelmäßig – 11. August 2011
Mehr als die Hälfte der Deutschen trinkt mindestens einmal pro Woche Alkohol. Männer und Senioren greifen häufiger zu Bier, Schnaps und Wein, ergab unsere Umfrage.
Fast alle Deutschen trinken Alkohol, die meisten regelmäßig, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag von www.apotheken-umschau.de. 89,4 Prozent der Befragten sagen, dass sie grundsätzlich Alkohol konsumieren, von den Arbeitern behaupten das sogar 96,4 Prozent. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.11)apotheken-umschau.de, 10.8.11

Alkohol tötet doch keine Hirnzellen (wird behauptet) – 6. August 2011
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind selten ein Grund, um darauf anzustossen. Doch diesmal könnte der eine oder andere eine Ausnahme machen. Denn eine neue Studie besagt, dass nach einem Trinkgelage mit anschliessendem «Blackout» keine Hirnzellen absterben. Bisher hatte die Wissenschaft das Gegenteil behauptet.
Was landläufig als «Blackout» oder «Filmriss» bezeichnet wird, birgt nicht nur die Gefahr, sich an peinliche Aktionen nicht mehr erinnern zu können. Ebenso gross ist die Angst, dass der hohe Alkoholkonsum unzählige Gehirnzellen hat absterben lassen – so dachte man bislang. Forscher der Washington University in St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri konnten diese Annahme nun widerlegen. (Quelle: Google Alkohol News, 4.8.11) tagesschau.sf.tv, 4.8.11 Online-Kommentar: Eigenartig. Da drängen sich einige Fragen auf: Wer hat die Studie finanziert? Warum bringt das Schweizer Fernsehen jetzt eine alkoholpositive Studie, nachdem es seit über einem Jahr wichtigste, für die Alkoholindustrie negative Meldungen, verschwiegen hat?
Alkohol sei ein Zellgift, wurden wir schon lange belehrt. Sind menschliche Hirnzellen immun gegen dieses Zellgift? Ist das menschliche Gehirn nicht etwas höher entwickelt und deshalb empfindlicher gegen Gifte als das Ratten-Gehirn?

Neuer HTA-Bericht zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen – 26. Juli 2011
Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.
Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.
Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.7.11)unser Online-Kommentar: Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert. …

Europas Jugendliche verzehren mehr Alkohol als Gemüse – 21. Juli 2011
In dem, was Europas Jugendliche so in sich hineinschaufeln, steckt nur zu sieben Prozent Pflanzliches. Gesundes Essen gilt ihnen als langweilig und zeitraubend.
Wie es um die Gesundheit der Jugendlichen in Europa steht, haben 26 Forscherteams aus zehn Ländern – Deutschland, Spanien, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Italien, Belgien, Österreich, Schweden und Großbritannien – im Rahmen der sogenannten Helena-Studie analysiert. Ärzte, Ernährungs-, Sport- und Sozialwissenschaftler, Epidemiologen und Biochemiker verglichen Ernährung, körperliche Aktivität und Verfassung von Teenagern zwischen Malta und Schweden. …
Als alarmierend sehen Fachleute vor allem, dass die Nahrung der Heranwachsenden nur zu sieben Prozent aus pflanzlicher Kost, dafür aber circa zu einem Fünftel aus Alkohol besteht. Traurige Spitzenreiter sind dabei die österreichischen Jugendlichen: Sie trinken mit einem halben Liter Bier beziehungsweise einem viertel Liter Wein doppelt so viel Alkohol wie die Gleichaltrigen in den anderen Ländern. (Quelle: Google Alkohol News, 21.7.11) welt.de, 20.7.11

Alkohol kein geeignetes Mittel gegen Stress – 19. Juli 2011
Der Griff zur Flasche hat nicht die gewünschte entspannende Wirkung.
Chicago (USA) – Der Konsum von Alkohol hilft nicht, akuten Stress besser zu bewältigen. Er drosselt zwar die Freisetzung des Stresshormons Kortisol, verlängert aber die Dauer der nervlichen Anspannung, berichten US-amerikanische Forscher. Sie konnten auch nachweisen, dass Stress die Alkoholwirkung beeinflusst: Nach einer Stresssituation verringern sich die angenehmen Effekte des Alkohols, während das Verlangen, mehr zu trinken, wächst. Wer also die unangenehmen Empfindungen als Folge von Stress durch erhöhten Alkoholkonsum bekämpfen will, könnte damit auch das Risiko steigern, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt “Alcoholism: Clinical & Experimental Research”. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)wissenschaft-aktuell.de, 18.7.11

Alzheimer: Traubenkernextrakt schützt vor Gedächtnisverlust – 16. Juli 2011
Polyphenole aus Traubenkernen können helfen, Alzheimer vorzubeugen oder das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu verlangsamen. Offenbar verhindert der Traubenkernstoff, dass sich die toxischen Alzheimer-beta-Amyloide bilden. Diese Eiweißbruchstücke lagern sich im Gehirn ab und zerstören die Nervenzellen. Die Schutzwirkung von Polyphenolen entdeckten Forscher der Mount Sinai School of Medicine. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Journal of Alzheimer’s Disease” erschienen (doi: 10.3233/JAD-2011-110383). (Quelle: netdoktor.de, 15.7.11) Kommentar: Das wäre doch nun ein Grund, die Produktion von alkoholfreiem Traubensaft zu steigern und zu propagieren.
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Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29             e-mail
Copyright © 2001-2011: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder. Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 31.08.11
Dies ist unser letzter Newsletter. Alles Gute und freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 31. August 2011 um 17:52 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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