Newsletter Oktober 2010 – d -
Sonntag 31. Oktober 2010 von htm
www.alkoholpolitik.ch Newsletter Oktober 2010 (per 31.10.10)
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.
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Um das Mail leicht zu halten, verzichten wir auf die pdf-Beilage.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
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Begleitbrief zum E-Mail-Versand
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
Mit diesem Monatsende läuft die Vernehmlassungsfrist für das neue Alkoholgesetz ab. Und nun kann man warten und hoffen, der Bundesrat werde die richtigen Schlüsse aus den Antworten ziehen. Die Medien haben sich nicht öffentlich mit der Materie auseinandergesetzt, ihre Aufgabe der Ermöglichung eines gesellschaftlichen Dialogs immer noch nicht erfüllt.
Es wird interessant sein zu sehen, ob und wie sie auf die Alkohol-Aktionswoche nächstes Jahr reagieren werden. Ob sie dann Leserbriefe, die ihren eigenen Meinungen und vermeintlichen Interessen entgegenlaufen, auch veröffentlichen werden. Im eben erschienen ersten Newsletter 1/10 des Bundesamtes für Gesundheit heisst es, die «Aktionswoche» sei „eine neuartige Alkoholkampagne, in deren Mittelpunkt der gesellschaftliche Dialog steht.“ Ein grosser Nachholbedarf besteht allerdings. Dass die Politiker, die hinter dem BAG stehen, ein echtes Interesse daran haben, der Bevölkerung die richtigen Informationen zu vermitteln, muss leider bezweifelt werden. Die Mehrheit der Politiker ist von der Alkoholindustrie derart indoktriniert, dass sie deren Denkweise übernommen haben. Von wegen – Werbung nütze nichts!
Ein Fachmann äusserte die Vermutung, dass den Medien schlicht die Fachleute fehlten, um die komplexe Materie kompetent bearbeiten zu können. Ich denke, auch wenn sie vorhanden wären, müssten sie in der heutigen Zeit bald entnervt das Handtuch werfen. A propos Handtuch werfen: Wir bleiben noch dran.
Besuchen Sie auch den englischen Teil. (Homepage Menu Newsletter) Aus Zeitgründen wurden nur wenige englische Texte ins Deutsche übersetzt.
Freundliche Grüsse
Ihr Auch-Passiv-Trinker
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch
Lindenstr. 32
CH-8307 Effretikon
Schweiz
PS Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich Ende November 2010.
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TOP NEWS
CH: Neues Alkoholgesetz: Vernehmlassungs-Stellungnahmen – 31. Oktober 2010
Wir werden auf dieser Seite die uns bekannten kritischen Stellungnahmen aufführen und verlinken. Für Zusendungen sind wir dankbar. Jedermann ist aufgerufen, sich in den Vernehmlassungs-Prozess einzuschalten.
Siehe unsern Artikel mit diesen Links:
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung von heute Mittwoch die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes eröffnet. Er legt Entwürfe für zwei neue Gesetze vor: ein Spirituosensteuergesetz und ein Alkoholgesetz.
(Quelle: Google Alkohol News, 30.6.10) Medienmitteilung / Kurzfassung des Gesetzesentwurfs siehe auch dazu 3 Leserbriefe
Tages-Anzeiger, 30.6.10 / NZZ, 30.6.10 Kommentar: Die Eidg. Kommission für Alkoholfragen (EKAL) hatte zu Handen des Bundesrates ihre Vorstellungen für ein Alkoholgesetz formuliert. Der Vernehmlassungsentwurf des Bundesrates zeigt, dass er lieber auf die Wirtschaft als auf sein Beratergremium hört.
Siehe unsere Kategorie auf der linken Seite: Dossiers – Neues Alkoholgesetz (CH)
- Sucht Info Schweiz / – Fachverband SUCHT (1. Medienmitteilung) / – IOGT Schweiz / – Juvente / – Verein für Suchtprävention Basel (vfs) / – Blaues Kreuz / – www.20min.ch, 31.10.10 / – Unsere Stellungnahme vom 16.8.10
CH: Die SKS fordert: Kein Online-Alkohol mehr für Teens! – 31. Oktober 2010
Online-Shops liefern auch Kindern Alkohol nach Hause. Ein unhaltbarer Zustand, finden Konsumentenschützer.
Martina (13) und ihre Freundinnen wollten in den Herbstferien eine richtig tolle Party feiern, zum ersten Mal mit Alkohol. Für ein paar Flaschen war rasch gesorgt: Martina klickte sich in den Online-Shop von Coop und bestellte zwölf Flaschen Wein für knapp 100 Franken. Lieferung: zwei Tage später, Mittwoch, zwischen 8 und 14 Uhr. …
Den Testkauf mit Martina inszenierte die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Er zeigt, wie Kinder trotz Jugendschutz problemlos zu Alkohol kommen. …. (Quelle: blick.ch, 31.10.10)
Nächtliches Alkoholverkaufsverbot bleibt bestehen – 13. Oktober 2010
Karlsruhe/Konstanz – Der Verkauf von Alkohol bleibt in Baden-Württemberg in der Nacht verboten. Das Bundesverfassungsgericht wies am Dienstag die Beschwerde einer Tankstellenpächterin aus Konstanz zurück, die sich dadurch in ihrer Berufsfreiheit verletzt sah und zudem einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz geltend machte. (Quelle: aerzteblatt.de, 12.10.10) unser Online-Kommentar: Es wäre wirklich zu begrüssen, wenn andere Bundesländer nun nachziehen würden.
SCHWEIZ
Vernehmlassungs-Antworten zum neuen Alkoholgesetz: – 29. Oktober 2010
Juvente
Verein für Suchtprävention Basel, vfs
CH: «Alkoholpolitische Veränderungen und ihre Konsequenzen» – 25. Oktober 2010
Öffentlicher Vortrag von Michel Graf, Direktor von Sucht Info Schweiz, Lausanne
Ort: Diakoniewerk Neumünster in Zollikerberg, Brunnenhofsaal, Samstag, 30. Oktober 2010, 14.00 Uhr
Der Vortrag wird im Rahmen der Delegiertenversammlung des Blauen Kreuzes der deutschen Schweiz durchgeführt und ist öffentlich.
Jugendschutz in Kommission des Grossen Rates Basel-Stadt – 25. Oktober 2010
Die Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission (JSSK) des Basler Grossen Rates hält an einem Verbot der Weitergabe von Alkohol an Jugendliche fest. Differenz: Im Gegensatz zum Nachbarkanton Baselland will die Basler Grossratskommission keine generelle Bewilligungspflicht für den Alkoholkauf. Das Weitergabeverbot soll im Übertretungsstrafgesetz des Kantons verankert werden, wie aus einem Kommissionsbericht vom Freitag hervorgeht. Strafbar wäre demnach der vorsätzliche Verkauf oder die aktive Weitergabe alkoholischer Getränke an Jugendliche unter 16 Jahren sowie von Schnaps an solche unter 18 Jahren. (Quelle: Basler Zeitung, 22.10.10) unser Online-Kommentar: Allerorten beklagt die Polizei den zunehmenden Stress in Verbindung mit Alkohol und Gewalt, sie sei am Anschlag. Nun soll die Entlastung durch Reduzierung der einschränkenden Gesetze erfolgen, deren Vollzug nicht kontrolliert werden könne. Dabei wird auch auf ein koordiniertes Vorgehen mit dem Nachbarkanton verzichtet. Dem Jugendschutz wird damit sicher nicht gedient. Das Volk hat das Nachsehen.
CH: Alkohol-Grenzwert für Freizeit-Kapitäne – 23. Oktober 2010
In der Bahnreform 2.2 will sich der Bundesrat auch die Kompetenz geben lassen, für die private Binnenschifffahrt einen Alkohol-Grenzwert für Bootsführer festzulegen. Zwar ist bereits heute das Führen eines Schiffes im angetrunkenen Zustand untersagt. Einen Grenzwert gibt es aber nur für die kommerzielle Schifffahrt (0,1 Promille) sowie auf dem internationalen Bodensee. (Quelle: NZZ, 20.10.10 online, 21.10.10 print)
CH: Neue Atemtests sollen Millionen kosten – 23. Oktober 2010
Die im Rahmen der “Via secura” anzuschaffenden neuen genauen Atemtestgeräte würden die Kantone Millionen kosten. Sie sind bisher in der Schweiz nicht im Gebrauch. Diese Neuinvestitionen für schätzungsweise 1000 Geräten würden etwa 10 Mio. Franken betragen, d.h. um den Faktor 10 teurer sein als die jetzige Ausrüstung. Der Widerstand der Kantone dürfte gross sein. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.10.10, nicht online) Kommentar: Man könnte die Geräte während 10 Jahren abschreiben und die Kosten den positiv Kontrollierten überbinden. Bei 50’000 Kontrollierten gäbe das Fr. 20.– pro Fall. Ein Pappenstiel.
CH: «Via sicura» vom Bundesrat verabschiedet – 23. Oktober 2010
Der Bundesrat hat Massnahmen für Verkehrssicherheit verabschiedet. Bürgerliche kündigen Widerstand an.
Das sind einige der Massnahmen von «Via sicura»:
Für Autofahrer:
Alkoholrestriktionen: Für bestimmte Fahrerkategorien, etwa Bus- und Lastwagenfahrer, aber auch Auto-Neulenker, soll faktisch ein totales Alkoholverbot am Steuer gelten.
Atemkontrolle: Die Blutprobe soll durch die beweissichere Atem-Alkoholkontrolle ersetzt werden.
Alkohol-Wegfahrsperre: Wer wegen Alkohols den Führerausweis abgeben musste, erhält diesen nur unter einer speziellen Bedingung zurück: Er muss fünf Jahre lang ein Auto fahren, das mit einer Atemalkohol-Wegfahrsperre ausgerüstet ist. etc.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.10)
CH: Jugendschutzlabel im Alkoholbereich – 22. Oktober 2010
Das Blaue Kreuz hat ein Jugendschutz-Label geschaffen, das Verkaufsstellen auszeichnen soll, die einen besseren Jugendschutz unterstützen wollen, als dies vom Gesetz gefordert wird, d.h. Mindestalter 18 für alle alkoholischen Getränke. Die Zertifizierung erfolgt durch die SGS Société Générale de Surveillance SA in Zürich. (Quelle: Blaues Kreuz, 19.10.10) jugendschutzlabel.ch
Kanton Zürich: Regierungsrat will Sonntagsverkäufe zulassen – für die Kleinen – 15. Oktober 2010
Künftig soll nicht mehr das Sortiment, sondern nur noch die Grösse der Verkaufsfläche massgebend sein. Die Regierung hat nun beim Bund angeregt, die Verordnung zum Arbeitsgesetz entsprechend zu ändern.
Nach Ansicht des Regierungsrates soll der Passus, der vorschreibt, dass das Sortiment am Sonntag «überwiegend auf die spezifischen Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet ist», aus der Verordnung gestrichen werden.
Dafür soll in der Verordnung eine Beschränkung der Verkaufsfläche von höchstens 200 Quadratmeter festgelegt werden. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme zu einem dringlichen Postulat von SVP und FDP hervor. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.10.10) Antwort des Regierungsrates Kommentar: Die Frage des Alkoholverkaufs ist dabei kein Thema. Müsste es aber sein.
Party bis zum Umfallen – 15. Oktober 2010
Die Rituale der urbanen Adoleszenz. Bald ziehen sie wieder los, die jungen Leute, die das Wochenende die Nächte durchfeiernd und die Tage durch«chillend» verbringen. Party ist angesagt quer durch alle Schichten. Dabei sind Rausch und Enthemmung vorprogrammiert. Tanzen, trinken, torkeln – ein Trend zur Mechanisierung der Feste zeichnet sich ab. (Quelle: NZZ, 15.10.10) Kommentar: Wieder eine schöne Analyse des Krankheit-Ist-Zustandes. Kein Wort zur Medizin. Offenbar ist dies die bescheidene NZZ-Selbstbeschränkung bei der Thematisierung des Alkoholproblems.
Winterthur nach dem Wochenende – 13. Oktober 2010
Kommentar: Gleich mehrere Meldungen im Zusammenhang mit dem Ausgehverhalten machen klar, dass alkoholbedingte Gewalt zum Wochenende dazugehört: Messerstecherei vor einem Nachtklub. Stich in den Bauch. Täter verhaftet. 16-Jähriger am Bahnhofplatz ohne Anlass niedergeschlagen. Mindestens Nasenbeinbruch. Opfer im Spital. 3 Personen zwischen 14 und 16 Jahren wurden festgenommen. Sie sind nicht geständig. Die Beizer würden die Vorkommnisse gelassen nehmen. Andernorts gäbe es auch Zwischenfälle. Vielleicht sei es der Vollmond gewesen!
Dazu passt, dass am Samstag bei 10 Testkäufen in 6 Lokalen und einem Kiosk Alkohol an Jugendliche verkauft wurde. Diese “Erfolgsreihe” in kurzer Zeit, 70%, 60%, 70%, ist offensichtlich das Ergebnis einer largen Praxis der Winterthurer Behörden, die wahrscheinlich immer noch von der “Haldengut-Brauerei-Tradition behindert sind, effektiv vorzugehen und die Bevölkerung vor sich selber und vor den Interessen der Alkoholindustrie zu schützen. Jetzt will die Polizei ihre Einsätze mehr auf die Nacht verlegen. Darunter hat dann die Sicherheit am Tag zu leiden. (Quellen: Tages-Anzeiger, 12.10.10, Der Landbote, 13.10.10)
CH: Welsche Schulküche verzichtet auf Alkohol – 12. Oktober 2010
Das Schulkochbuch der Westschweiz wird angepasst. In der neusten Auflage fehlen Rezepte, die mit Alkohol gekocht werden. Den Weinbauern gefällt das gar nicht. (Quelle: Google Alkohol News, 12.10.10) bazonline.ch, 11.10.10 Kommentar: Hoffentlich deckt der Heimatkanton von Bundesrat Burkhalter die neue Politik. Es ist immer noch richtig, den Erstkonsum von Alkohol so weit wie möglich hinauszuschieben, um späteren Alkoholproblemen vorzubeugen. Alkohol in der Küche, in der Confiserie, in der Schokolade dient auch dazu, Kinder auf den Alkoholgeschmack zu bringen. … (Die NZZ reagierte auf diese Meldung mit einer Glosse im Sinne von: Alles (Alkohol in der Kochschule, in der Kirche) halb so schlimm, “nicht päpstlicher sein als der Papst”.) Siehe auch unsern Leserbrief an die NZZ vom 12.10.10.
Notwendige Unterstützung bei Alkoholproblemen – 11. Oktober 2010
Mit einer nationalen Kampagne am Postschalter macht Sucht Info Schweiz eine breite Öffentlichkeit auf alkoholbedingte Risiken aufmerksam. Sie zeigt, wo sich der Alkohol negativ auswirkt und was die Prävention leisten kann. Ab heute erhält die Kundschaft in mittelgrossen Postzentren eine Parkscheibe mit Flyer. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 11.10.10)
Zitat: Die Versicherten als Spielball der Lobbyisten – 9. Oktober 2010
Aus dem Interview mit dem CEO der Comparis.ch AG, Richard Eisler: “Frage: Wann bereitet Ihnen Ihre Berufstätigkeit Bauchschmerzen?”
R. Eisler: “Wir vertreten die Interessen der Versicherten, doch die haben in der Politik keine Lobby. Das stört mich, weil die Versicherten so zum wehrlosen Spielball von Lobbyisten werden.” (Quelle: NZZ, 9.10.10, nicht online)
Kommentar: Die WHO hat uns im Vorfeld ihrer Resolution im Mai zur globalen Alkohol-Strategie als Passivtrinker bezeichnet. Wir zahlen ungefragt ein Leben lang die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten in den Versicherungs- und Krankenkassenprämien und Steuern. Die Alkohollobby verhindert eine Verbesserung der Lage. Es freut uns, dass die Comparis.ch AG den Durchblick hat. Vielleicht kommen gelegentlich auch noch andere darauf.
CH: BAKOM büsst SRG wegen verbotener Werbung – 9. Oktober 2010
Das BAKOM fordert von der SRG 160’000 Franken Werbeeinnahmen ein. Grund: Illegale Spots für einen Weinversand. Die SRG hat noch nicht entschieden, ob sie dagegen rekuriert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.10.10, nicht online) Kommentar: Daraus kann man erahnen, welchen Wert damals die von uns erfolglos beklagte, von uns als TV-Schleichwerbung empfundene mehrfache “Information” über einen neuen Wein-Internet-Handel gehabt haben musste.
Zürich: Reger Betrieb in der Ausnüchterungsstelle – 7. Oktober 2010
366 eingelieferte Berauschte in den ersten sechs Monaten. Nach sechsmonatiger Projektphase betonen die Behörden den Nutzen der Zentralen Ausnüchterungsstelle (ZAS). Probleme bereiten renitente Eingewiesene und die Zahlungsmoral. (Quelle: NZZ, 6.10.10)
Testkäufe in Winterthur kaum besser – 5. Oktober 2010
Nachdem im Frühling 7 von 10 Betrieben Alkohol an Jugendliche verkauft hatten, waren es kürzlich 6 von 10 Lokalen. Sie wurden verzeigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.10.10) Kommentar: Da müssten die Behörden wohl etwas härter durchgreifen und auch mehr Betriebe aufsuchen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, viel zu gering, um abschreckend oder motivierend zu wirken.
Infoset Newsletter Oktober 2010 – 5. Oktober 2010
Informationen zu allen Suchtgebieten vor allem aus der Schweiz. Newsletter (ab-)bestellen
Prävention statt Prämienschock: Vorsorgen kostet weniger als heilen – 5. Oktober 2010
Im nächsten Jahr steigen die Krankenkassenprämien wieder massiv an. Einer der Hauptgründe für die immer grössere Prämienlast ist die anhaltende Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Ihr ist mit Pflästerlipolitik und vereinzelten Sofortmassnahmen allein nicht beizukommen. Gefordert sind stattdessen Massnahmen, mit denen sich nachhaltig Kosten senken lassen. Entscheidend dazu beitragen können Prävention und Gesundheitsförderung: Fundierte ökonomische Analysen von Präventionsmassnahmen in der Schweiz zeigen, dass Prävention wirkt, sich wirtschaftlich lohnt und direkt medizinische Kosten senkt. (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2010) Allianz ‘Gesunde Schweiz‚ Medienmitteilung 1.10.10
CH: Nationales Programm Alkohol NPA 2008-2012 – 5. Oktober 2010
«Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen». So lautet die unmissverständliche Vision des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 (NPA), mit dessen Umsetzung der Bundesrat im Juni 2008 das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammen mit der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) beauftragt hat. Doch wie entwickelt sich zurzeit der Alkoholkonsum in der Schweiz und welche Schritte wurden in der Alkoholprävention unter dem neuen Programm bereits unternommen? Eine Zwischenbilanz (pdf, 12S., 800Kb). (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2010)
Schauspieler Bruno Ganz besiegt sein Alkoholproblem – 1. Oktober 2010
Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz hat in einem Interview mit der Zeitschrift BUNTE, exklusiv über seinen Kampf mit dem Alkohol gesprochen. Der 69-jährige Bruno Ganz hat sein privates Drama als schwersten Kampf seines Lebens bezeichnet, den er letztendlich gegen sein eigenes Ich gewonnen hat. (Quelle: Google Alkohol News, 30.9.10) diepunyhumans.com, 29.9.10
INTERNATIONAL
D: Zweite bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien – 29. Oktober 2010
Die drei Vereine »Kunst gegen Sucht«, »NACOA Deutschland« und »Such(t)- und Wendepunkt« rufen gemeinsam zur zweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien vom 13.2. bis 19.2.2011 auf. Ziel der Aktionswoche ist es, die Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien auf die von familiären Suchtproblemen betroffenen Kinder zu lenken. Zu diesem Zweck wird ab Dezember 2010 eine zentrale Website (www.coa-aktionswoche.de) eingerichtet. …
Die Aktionswoche läuft parallel zur Children of Alcoholics Week in den USA und in Großbritannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Katrin Sass.
Antworten: http://opennetworx.org/?locale=de#start
Türkei: Regierung hebt Steuern auf Alkohol an – 29. Oktober 2010
Schwarzbrenner freuen sich – Türken trinken immer mehr – Staatshaushalt soll profitieren. – Die islamisch geprägte Regierung der Türkei hebt die Alkoholsteuern kräftig an – um bis zu 30 Prozent. Kritiker sehen darin einen weiteren Beweis für religiöse Motive der Erdogan-Regierung, die von ihren Gegnern als Islamistentruppe gesehen wird. Doch die Wirklichkeit sieht etwas anders aus: Ankara ist auf der Jagd nach Steuereinnahmen. (Quelle: Google Alkohol News, 29.10.10) nordbayern.de, 28.10.10
Ö: Drogenkonsum als “Lebensabschnittsproblem” – 29. Oktober 2010
Viele Österreicher haben Erfahrungen mit illegalen Suchtgiften gemacht, dann aber damit aufgehört. Ganz anders schaut es bei Tabak und Alkohol aus. Todesfälle mit Drogen-Bezug gibt es noch öfter: Allein in Wien hat die Polizei im Vorjahr 230 bearbeitet.
Der Konsum von illegalen Suchtgiften ist in Österreich zum überwiegenden Teil ein “Lebensabschnittsproblem”. Konsumenten von Cannabis und Co. lassen zu einem weithöheren Maße wieder von den Drogen ab als Konsumenten von Alkohol oder Nikotin von diesen Substanzen (siehe Grafik) . Das ist eine der Hauptaussage des “Berichts zur Drogensituation 2010″. (Quelle: Google Alkohol News, 29.10.10) kurier.at, 28.10.10
Braunschweig: Jugendliche Testkäufer erhielten oft Alkohol – 28. Oktober 2010
Bei Alkohol-Testkäufen in Braunschweig ist vielfach Alkohol an Minderjährige verkauft worden. In 83 Geschäften, Supermärkten und Tankstellen haben der Zentrale Ordnungsdienst der Stadtverwaltung und die Polizei in den vergangenen Tagen kontrolliert, heißt es heute in einer Mitteilung der Stadt. Die jugendlichen Testkäufer erhielten in 31 der Betriebe problemlos Alkohol, das sind 37%. Eine Verbesserung der Quote im Vergleich zu früheren Testkäufen sei nicht festzustellen. (Quelle: Google Alkohol News, 28.10.10) newsclick.de, 27.10.10
D: Statt Luftverkehrsabgabe Sondersteuer auf Alkohol? – 27. Oktober 2010
Nach dem Aufschlag auf die Tabaksteuer erwägt die FDP nun auch, Alkohol steuerlich stärker zu belasten. So soll ein Ersatz für die Luftverkehrsabgabe geschaffen werden. Die Steuerbelastung soll dann am Alkoholgehalt gemessen werden. Vor allem Schnäpse würden in diesem Fall deutlich teurer werden.
Die Union reagierte allerdings skeptisch. Wenn es überhaupt Erhöhungen gebe, sollten die Einnahmen dem Gesundheitswesen zugute kommen, erklärte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn. (Quelle: Google Alkohol News, 27.10.10) wissens-quiz.de, 26.10.10/Handelsblatt.com, 26.10.10 unser Online-Kommentar: Dass Alkoholsteuern eingeführt oder erhöht werden sollten, ist seit langem klar. Sie sollten aber in erster Linie zur Deckung der horrenden Sozialkosten dienen. …
bunt statt blau: die besten Plakate gegen das Komasaufen – 26. Oktober 2010
Sekt, Sex und Sensenmann: Die besten Plakate gegen das sogenannte Komasaufen gehen auf Deutschland-Tour. Im Berliner Albert-Einstein-Gymnasium eröffnet heute die Drogenbeauftragte der Bundesregierung eine große DAK-Wanderausstellung zum steigenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr 2010 8000 Schüler aus ganz Deutschland mit bunten Bildern und coolen Sprüchen an der Aktion der Krankenkasse beteiligt. Jetzt werden die Motive der 16 Landesgewinner in vielen Schulen gezeigt, um über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären. – Quelle: Pressemitteilung Bundesgesundheitsministerium, 26.10.10)
D: Fachärztemangel in der Orthopädie und Unfallchirurgie wächst – 26. Oktober 2010
Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) hat vor einem zunehmenden Mangel an Orthopäden und Unfallchirurgen gewarnt. Er forderte die Politik und Vertreter des Gesundheitssystems auf, gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsförderung einzuleiten. „Hoch motivierte Nachwuchskräfte müssen die Lücken der ausscheidenden Kollegen auffüllen“, forderte BVOU-Präsident Helmut Mälzer. Nur so könne gewährleistet werden, dass die steigende Anzahl älterer Patienten weiterhin ausreichend versorgt wird. (Quelle: ärzteblatt.de, 25.10.10) unser Online-Kommentar: Wie wäre es, wenn sich die Ärzte politisch in der Unfallprävention engagieren würden, um die Nachfrage zu senken? Zum Beispiel bei den alkoholbedingten Unfällen. Das wäre ein weites unbeackertes Feld, da die Regierung wirksame Massnahmen verhindert.
Bayern-Minister: Alkohol-Delikte steigen stark – 22. Oktober 2010
München – Straftaten im Suff nehmen in Bayern drastisch zu. Innenminister Joachim Herrmann nennt erschreckende Zahlen. Steuert die Regierung nun doch auf ein Verkaufsverbot für Alkohol an Tankstellen zu? (Quelle: Google Alkohol News, 20.10.10) merkur-online.de, 19.10.10
Ö: Bei Alkohol-Fahne streikt der Motor – 22. Oktober 2010
Pilotprojekt: Wegfahrsperren sollen Alkofahrten verhindern. Die Geräte werden jetzt in Lkw getestet, sind aber zu überlisten.
Alkotest Nichts geht mehr: Ist der Fahrer betrunken, setzt der Alkolock die Zündung außer Kraft, das Fahrzeug kann nicht starten. 30 Lkw werden jetzt mit diesen Geräten ausgerüstet. In Schweden sind Alkolocks bereits Standard. Noch ist es ein Testlauf. Für Verkehrsministerin Doris Bures bedeuten die Alkohol-Interlocks aber eine seriöse Option, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. 30 Lkw von 26 Speditionen werden bis Ende November mit diesen Geräten ausgerüstet. (Quelle: Google Alkohol News, 19.10.10) kurier.at, 18.10.10
RTL II wegen zu viel Sex und Alkohol am Vorabend in Kritik – 22. Oktober 2010
Nach den Diskussionen um das neue RTL-II-Format „Tatort Internet“ sickert nun durch, dass die Verantwortlichen des Senders auch mit dem täglichen Scripted-Reality-Format „X-Diaries Love, Sun & Fun“ Ärger haben. Wie die zuständige Medienanstalt LPR Hessen auf Anfrage des Branchendienstes “Kontakter” bestätigt, werde auch „X-Diaries“ von der Behörde geprüft. Sprecherin Annette Schriefers sagt: „Wir haben den Sender in einem Schreiben sehr deutlich darauf hingewiesen, dass wir ‚X-Diaries‘ im Hinblick auf den Jugendschutz prüfen“. (Quelle: Google Alkohol News, 19.10.10) satnews.de, 18.10.10
D: Alkohol in Bussen und Bahnen verbieten? – 22. Oktober 2010
Bamberg und München dienen als Vorbild. Nürnberg – Seit Monaten wird immer wieder über ein Ess- und Trinkverbot in Bussen und Bahnen diskutiert. Die VAG hat dazu im Sommer eine repräsentative Umfrage unter ihren Fahrgästen durchgeführt und feststellen müssen, dass Essen und Trinken bei der Mängelliste nicht an erster Stelle stehen. Wohl aber der Alkohol. 77 Prozent der befragten Fahrgäste sehen es negativ, wenn in Bussen und Bahnen Alkohol getrunken wird. Per 1.1.11 soll ein Verbot kommen. (Quelle: Google Alkohol News, 18.10.10) nordbayern.de, 17.10.10
Schüler nach Rom ohne Alkohol und Tabak – 17. Oktober 2010
Lohne – Bei einer Lesung aus seinem Buch „Und dennoch“ im Juni hatte Hans Höffmann den Schülern der Von-Stauffenberg-Schule in Lohne spontan eine Fahrt nach Rom geschenkt. Am Freitag, 15. Oktober, löste der Reiseunternehmer aus Vechta sein Versprechen ein. Mit dem Bus ging es für die elf Jungen los in Richtung Italien. Die Von-Stauffenberg-Schule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung in Trägerschaft des Caritas-Sozialwerks. (Quelle: Google Alkohol News, 17.10.10) nwzonline.de, 16.10.10
Kein Alkoholverbot in Düsseldorf – 17. Oktober 2010
Düsseldorf (RP) Auch wenn der Bundesgerichtshof das umstrittene Gesetz abgesegnet hat, mit dem Baden-Württemberg den nächtlichen Straßenverkauf von Alkohol verbietet, sehen Düsseldorfer Politiker keinen Handlungsbedarf. Vor einem Jahr waren ähnliche Verbote für die Altstadt diskutiert worden. (Quelle: Google Alkohol News, 17.10.10) rp-online.de, 16.10.10
D: Inflation klettert auf 1,8 Prozent – 16. Oktober 2010
Die Lebenshaltungskosten in den 16 Euro-Ländern sind im September etwas schneller gestiegen als im August. Die Verbraucherpreise lagen um 1,8 Prozent höher als vor Jahresfrist.
Alkohol und Tabak gehörten zu den größten Preistreibern im vergangenen Monat im Euro-Raum.
Die größten Preisaufschläge auf Jahressicht wiesen in der Eurozone die Hauptkomponenten Verkehr (plus 4,1 Prozent), Alkohol und Tabak (plus 3,2 Prozent) sowie Wohnung (plus 2,9 Prozent) auf. (Quelle: Google Alkohol News, 16.10.10) handelsblatt.com, 15.10.10 unser Online-Kommentar: Preisaufschläge bei Alkohol und Tabak können sich auf den Konsum auswirken, d.h. ihn senken. Aber nur, wenn sie deutlich sind. Leider verpasst der Staat diese Gelegenheit vor allem beim Alkohol….
D: Party-Time ganz ohne Alkohol – 15. Oktober 2010
Herges-Hallenberg – Dass es in einer Diskothek auch ohne Alkohol so richtig abgehen kann, bewies die neueste Auflage von Top4Teens. Organisiert wird sie zweimal im Jahr von der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Schmalkalden. Als Lokalität bietet sich die Herges-Hallenberger Diskothek Top3 bestens an. Viele Jugendliche freuen sich immer auf diese Veranstaltung, die für junge Leute zwischen zwölf und 16 Jahren gedacht ist. Für manch einen stellt sie die erste Disco überhaupt dar, war von Kreisjugendpfarrer Dietmar Hauser zu erfahren. Werbung im Vorfeld sei fast keine mehr nötig. Unter den Jugendlichen spreche sich der Event herum. (Quelle: Google Alkohol News, 15.10.10) freies-wort.de, 14.10.10
Spaß haben ohne Alkohol am Steuer – 15. Oktober 2010
„Nuit Européenne Sans Accident“. Jugendliche Partygänger sollen am Samstagabend Verantwortung übernehmen.
(LM) – Am 16. Oktober findet die siebte Auflage der „Nuit Européenne Sans Accident“ statt. Die Verkehrssicherheitsstiftung „Responsible Young Drivers“ (RYD), in Partnerschaft mit dem „Young ACL“, wollen jugendliche Partygänger im Alter von 17 bis 29 Jahren auf die Gefahren des Autofahrens unter Alkoholeinfluss aufmerksam machen. (Quelle: Google Alkohol News, 15.10.10) wort.lu, 14.10.10
Grundschulprogramm Klasse2000 verringert Alkohol- und Tabak-Konsum – 14. Oktober 2010
Prävention wirkt: Grundschulprogramm Klasse2000 verringert Alkohol- und Tabak-Konsum auch noch in der 6. Klasse. Neue Studienergebnisse belegen: Kinder, die von der 1. bis zur 4. Klasse an dem Programm Klasse2000 teilgenommen haben, profitieren auch in der 6. Klasse noch von dessen Wirkungen. Sie konsumieren seltener Alkohol und Tabak als Kinder, die nicht bei Klasse2000 mitgemacht haben. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) presseportal.de, 13.10.10 Kommentar: Endlich kann Erfolg bei der Schulprävention nachgewiesen werden. Nur – der Erfolg ist wirklich bescheiden. Wie sieht es wohl aus mit 16 Jahren, wenn andere Peer-Gruppen entstanden sind? Eine effektive Alkoholprävention durch die Regierung kann so nicht ersetzt werden.
Hamburger SPD fordert Alkohol-Testkäufe – 14. Oktober 2010
Gesundheitssenator Dietrich Wersich lehnt die Idee des SPD-Innenexperten Andreas Dressel ab und setzt auf eine Kultur des Hinsehens. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) abendblatt.de, 13.10.10 (Bezahlung) Kommentar: Was Wersich macht, ist wegsehen. Das Alkoholgewerbe wird sich freuen und weiterhin am Jugendalkoholismus verdienen.
D: „Sauftour“ der Jungen Union soll Nachspiel haben – 14. Oktober 2010
Duisburg. Saufen statt Bildung: Das soll bei einer Berlin-Fahrt der Jungen Union (JU) nach Aussage von zwei Mitreisenden auf dem Programm gestanden haben. Die Vorwürfe sollen auf einer außerordentlichen Kreisversammlung besprochen werden. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) derwesten.de, 13.10.10 Kommentar: Das sind die zukünftigen Politiker, die auch für die Alkoholpolitik zuständig sein werden.
Chile: Jetzt drohen Albträume und Alkohol-Sucht – 14. Oktober 2010
SANTIAGO DE CHILE – Noch überwiegt die grenzenlose Freude über die Rettung der Chile-Kumpel. Doch auf die Bergleute kommen schwierige Zeiten zu. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) blick.ch, 13.10.10
Ein Sieg für Kenyas Trinker – 13. Oktober 2010
Schnapsbrenner in Nairobis Elendsvierteln feiern neues Alkoholgesetz.
Kenyas Unterschichten geben traditionellen Bieren und illegal gebrannten Schnäpsen den Vorzug vor kommerziell gehandelten Alkoholika. Jetzt werden diese Produkte legalisiert. (Quelle: NZZ.13.10.10) unser Online-Kommentar: Wie die Trinker sei auch die Öffentlichkeit dem Alkoholismus gegenüber gleichgültig eingestellt. Die WHO berichtet, dass mehr als die Hälfte aller Familien vom Alkoholismus betroffen sei. Der Kampf ums Überleben lässt alle andern Probleme zurücktreten. Wenn jetzt die internationalen Konzerne ins Alkoholgeschäft einsteigen, kann es noch schlimmer werden. Da ist es höchste Zeit, dass die WHO versucht, für Afrika eine Alkohol-Strategie zu entwickeln. Siehe unsern Artikel vom 3.9.10.
Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts/Alkoholverkauf – 13. Oktober 2010
Der Segen der fehlenden Gelegenheit.
1000 Euro gingen ihr jeden Tag durch die Lappen, seit sie ihre Tankstelle ab 22 Uhr schließen müsse, sagt die Pächterin aus Konstanz. Das ist ein wirtschaftliches Ungemach für sie – zumal das Bundesverfassungsgericht das nächtliche Alkoholverkaufsverbot nun bestätigt hat. Für jeden Jugendlichen, der durch das Verbot vom nächsten Bier abgehalten wird, ist die Entscheidung aber ein Glücksfall.
Volltrunkene Teenager in der Notfallklinik, Komasaufen mit bisweilen tödlichen Folgen – hier zeigt sich, wie verheerend die Kollision von Kindlichkeit mit dem vermeintlichen Reife-Indikator Alkohol sein kann. Junge Menschen können die heftige Wirkung der Droge einfach nicht abschätzen – viele Erwachsene ja bekanntermaßen auch nicht. (Quelle: Google Alkohol News, 13.10.10) gratis-pressemeldung.de, 12.10.10
D: Wilhelm Feuerlein Forschungspreis 2010 – 13. Oktober 2010
Im September erhielten Professor Manfred Laucht und Dr. Jens Treutlein den bekannten Wilhelm Feuerlein Forschungspreis 2010.
Den renommierten Preis erhielten die beiden Wissenschaftler zu gleichen Teilen für ihre Forschungsarbeiten zum Thema genetische Anfälligkeit, Trinkverhalten und Alkoholabhängigkeit. Der Preis ist mit jeweils 4.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen des Deutschen Suchtkongresses in Tübingen überreicht. (Quelle: Google Alcohol News, 12.10.10) pressemitteilungen-online.de, 12.10.10
D: Nordstadt-Saufraum steckt in der Sackgasse – 12. Oktober 2010
Das Projekt „ein Saufraum für die Nordstadt“ gerät ins Stocken. Selbst nach über einem halben Jahr kommt die Stadt Dortmund der Umsetzung nur mit kleinen Schritten näher: Wo soll er hin? Wer soll ihn tragen? Wann wird es soweit sein? (Quelle: Google Alkohol News, 12.10.10) derwesten.de, 6.10.10 unser Online-Kommentar: Ob der “Saufraum” den Betroffenen nützt, ist unsicher, Sicher würde er dem Wohnquartier dienen – und den Interessen der Initianten. Denn aus den Augen aus dem Sinn. Sie müssten sich dann nicht mehr so sehr um Prävention kümmern. Das wäre in erster Linie ihre Aufgabe, dass weniger Menschen in diese Alkoholnot geraten. Aber das würde die finanziellen Interessen ihrer Parteifreunde aus der Alkoholindustrie schädigen.
D: Ein skurriles Experiment – 11. Oktober 2010
Im Jugendspielclub im Jugendhaus Fellbach hat ein neues Stück um einen Alkoholtest Premiere.
Hinten raus bitter” ist eine Satire, die sich damit beschäftigt, wer denn eigentlich am Alkohol verdient, wer manipuliert und wie Jugendliche auf den Alkoholkonsum reagieren. “Wir haben nur die Namen und das Alter, wir benachrichtigen sogar die Eltern der noch nicht volljährigen Probanden. Außerdem sind wir ein Wirtschaftsunternehmen mit großer Verantwortung. Arbeitsplätze! Sie verstehen. Gewinne! Und natürlich sind wir auch für den Durst verantwortlich.” Der Jugendspielclub des Polygons setzt sich sehr eigenwillig mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinander. (Quelle: Google Alkohol News, 10.10.10) stuttgarter-nachrichten.de, 9.10.10 unser Online-Kommentar: “Skurril” ist noch zu schwach ausgedrückt. Was hinter dem Alkoholproblem steckt, ist nur mit stärksten Worten zu beschreiben. Es ist kein Wunder, dass noch kein Thriller-Autor dieses Thema verarbeitet hat. Wahrscheinlich ist es zu komplex und auch zu gefährlich. Unabhängige Infos auf www.alkoholpolitik.ch
D: Betrunkene Rowdys in der City – sind sie zu stoppen? – 11. Oktober 2010
Weniger Alkohol, weniger Ärger: FDP will das Problem über die Wirte lösen.
Manchmal muss man seinem Unmut einfach Luft machen: „Wenn ich einen erwische, den watsch’ ich auf offener Straße!“, schimpft ein Passauer Geschäftsmann, weil ihm Vandalen die schöne Blumendeko vor seinem Fachgeschäft völlig zerstört haben.
Die Fälle von Vandalismus haben in der Passauer Innenstadt in den letzten Monaten einfach überhand genommen. Kein Wochenende ohne neue Vorfälle, Schäden und Anzeigen. Die betroffenen Einzelhändler sind frustriert und sauer. Manche sparen sich nach den Dauerattacken eine neuerliche Investition in Blumenschmuck, Deko, Werbung oder ansprechende Verzierungen vor ihren Geschäften. Denn das alles kostet viel Geld und die Täter werden nur viel zu selten gefasst. (Quelle: Google Alkohol News, 10.10.10) am-sonntag.de, 10.10.10 unser Online-Kommentar beim Artikel-Kommentar: Der Kommentar ist genauso wenig hilfreich wie der Artikel. Ausser Gesprächen wird nichts resultieren. Die Täter werden nur zum Teil gefasst, haben kein Geld, die Schäden zu bezahlen, die Polizei ist überfordert. Was tun? Erst müsste klar werden, dass wir alle als Passivtrinker (gemäss WHO) unter dem Alkoholkonsum leiden. Dann könnte die Politik die Rezepte der WHO-Resolution vom Mai zur globalen Alkoholstrategie aufnehmen und umsetzen. Aber ohne offene Information der Bevölkerung geht das nicht, denn sie muss ihre Mitverantwortung akzeptieren und die Massnahmen mittragen. Ziel muss es sein, den Stellenwert des Alkohols in der Gesellschaft zu verringern, den Konsum zu senken. Dann geht auch der Jugend-Alkoholismus zurück.
Kärnten, Friaul und Veneto bekämpfen das “Komasaufen” – 11. Oktober 2010
Eine grenzüberschreitende Jugend-Kampagne wurde nun in Treviso vorgestellt – Veneto ist eine Region Italiens, die besonders stark vom Problem des Alkoholkonsums Jugendlicher betroffen ist. (Quelle: Google Alkohol News, 10.10.10) kleinezeitung.at, 9.10.10
Fernsehbeitrag “Alkohol in der Schwangerschaft” ausgezeichnet – 9. Oktober 2010
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat auf dem DGGG-Kongress (5. bis 8. Oktober, München) zum ersten Mal den Hermine-Heusler-Edenhuizen-Preis vergeben. Der Medienpreis zeichnet herausragende journalistische Arbeiten aus, die dazu beigetragen haben, das Wissen der Öffentlichkeit über die Bedeutung der Gynäkologie und Geburtshilfe und die Vorbeugung und Behandlung gynäkologischer Erkrankungen zu verbessern. (Quelle: Google Alkohol News, 9.10.10) ostholstein.mediaquell.com, 8.10.10
Gewalt auf dem Oktoberfest Mehr Alkohol, mehr Brutalität – 9. Oktober 2010
“Wir brauchen immer öfter die Rechtsmedizin”: Betrunkene, Diebe und Randalierer gehören für die Bundespolizei zum Wiesn-Alltag. Eine Nacht mit den Fahndern am Hauptbahnhof und an der überfüllten Hackerbrücke. (Quelle: Google Alkohol News, 9.10.10) sueddeutsche.de, 3.10.10
Ernüchterung in Wiesbaden nach Alkohol-Testkäufen – 7. Oktober 2010
Viele Märkte geben trotz Verbots Alkohol an Jugendliche ab. Tests in Wiesbaden haben gezeigt, wie problemlos Jugendliche Alkohol kaufen können. Die Stadt reagierte erschrocken und kündigte weitere Kontrollen an. (Quelle: Google Alkohol News, 7.10.10) hr-online.de, 6.10.10
Alkohol am Steuer in Tirol regional unterschiedliches Problem – 7. Oktober 2010
Besonders viele Fälle wurden im Unterland registriert. In Landeck gab es dagegen kein einziges Todesopfer in vier Jahren. Auf Bundesebene fordert der VCÖ eine Verlängerung der 0,1 Promille-Grenze automatisch bis zum 25. Lebensjahr. Wegen alkoholisierten Lenkern kamen in den vergangenen fünf Jahren in Tirol 24 Menschen ums Leben, 1.921 wurden verletzt. (Quelle: Google Alkohol News, 7.10.10) tt.com, 6.10.10
D: Alkohol & Frauen – 6. Oktober 2010
So ist das also!! Ich hatte ja erst kürzlich hier einen Beitrag betreffs Abhängigkeitserkrankungen verfasst! Und nun dieses hier! Das Folgende kann man lesen: FRAUEN, viele FRAUEN, ja, zunehmend FRAUEN haben ein Problem mit dem Teufel “ALKOHOL”! (Das ist wohl auch so eine Art “Gleichberechtigung”!? Mit Sicherheit jedoch eine vollkommen falsch-verstandene “Gleichberechtigung”!!)
Bisher galt die Abhängigkeit vom ALKOHOL eher als ein reines “Männerproblem”! DAS jedoch widerlegen die neuesten Studien, Erkenntnisse und Untersuchungen.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, erklärte anlässlich der Jahrestagung in Berlin zum Thema “Alkohol – für Frauen (k)ein Problem?” unter anderem:
“…Daher ist mein wesentliches Ziel, den Alkoholkonsum bei Frauen mehr zu thematisieren und ihm in der Präventionsarbeit eine stärkere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.” Und: 370.000 Frauen in Deutschland sind alkoholabhängig! (Quelle: Google Alkohol News, 6.10.10) heinkasnews.de, 5.10.10 unser Online-Kommentar: Es ist nicht verwunderlich, dass die Frauen im Zuge ihrer Emanzipation nach dem 2. Weltkrieg auf den Alkoholkonsum gekommen sind. Die Alkoholwerbung hat sich ja auch mächtig ins Zeug gelegt. Mit den Alcopops hat die Alkoholindustrie nun auch noch die Mädchen erwischt. …
Erstes Wies’n-Zelt mit Bier ohne Alkohol – 6. Oktober 2010
Ebenso erfolgreich und stimmungsvoll wie in den Jahren zuvor und einem zünftigen „Servus“ ging gestern in München das 200-jährige Oktoberfest zu Ende. Dabei war die diesjährige Wies’n nicht allein des Jubiläums wegen einzigartig, sondern auch insbesondere durch einen mutigen Festzeltbetreiber. Ermuntert durch das in einem bayerischen Volksentscheid erkämpfte und in diesem Jahr auf dem Oktoberfest sofort umgesetzte Rauchverbot, hat der für seine innovativen Ideen bekannte Festwirt Johann Albrecht die Vision eines gesunden Volksfestes konsequent zu Ende gedacht und erstmals in seinem Festzelt ausschließlich Bier ohne Alkohol ausgeschenkt. (Quelle: Google Alkohol News, 6.10.10) pressemitteilung.ws, 5.10.10 Kommentar: Unsere Skepsis war offenbar nicht begründet. Vielleicht kommen auch andere Festwirte auf den Geschmack und merken, dass auch alkoholfrei Geld zu verdienen ist. Es wäre toll, wenn immer mehr Menschen erleben würden, wie Feste ohne Alkohol, bei klarem Kopf, eine ganz andere Qualität haben.
D: Komasaufen – komplett uncool – 6. Oktober 2010
Fast 5000 Kinder saufen sich im Jahr ins Koma. Und das ist nur die Zahl derjenigen, die tatsächlich am Ende im Krankenhaus gelandet sind. Die Mehrheit davon sind Mädchen.
Knapp 5000 Kinder – das ist erbärmlich für ein Land, über dem seit Jahren ein engmaschiges Netz aus Drogenbeauftragten, Suchtexperten und Anti-Alkohol-Kampagnen liegt.
… Komasaufen muss komplett uncool werden. So uncool wie Mundgeruch oder In-die-Hose-machen. Das schaffen am ehesten die Gleichaltrigen. Vielleicht muss man sie nur einmal daran erinnern. (Quelle: Google Alkohol News, 6.10.10) derwesten.de, 5.10.10
unser Online-Kommentar: Warum soll Komasaufen bei Jugendlichen uncool werden, wo doch die Erwachsenen das Beispiel dazu hergeben? Und am Komasaufen eine goldene Nase verdienen! Solange die Regierung nicht wirklich will und dem Druck der Alkoholindustrie widersteht, wird sich gar nichts ändern. …
Kino: “Die Entbehrlichen” – Porträt von Armut und Alkohol – 5. Oktober 2010
Regisseur Andreas Arnstedt hat im Kölner Rex-Kino seinen Film „Die Entbehrlichen“ vorgestellt. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der den Tod seines Vaters verschweigt. Eine Stärke des Films sind zweifellos die Hauptdarsteller. (Quelle: Google Alkohol News, 5.10.10) ksta.de, 4.10.10 unser Online-Kommentar: Kinder in alkoholbelasteten Familien sind die grosse Tragödie seit über hundert Jahren. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Dieser Film könnte dies ändern. In Deutschland allein leben über eine Million Kinder und Jugendliche in dieser täglichen Hölle, meist unerkannt, von Lehrern falsch beurteilt, mit geringeren Lebenschancen. Die Politik hätte es in der Hand, wenigstens deren Zahl zu reduzieren, indem sie eine wirksame Alkoholpolitik betreibt. Leider ist davon bis jetzt nichts zu sehen. …
D: Ex-Messdiener zu langer Haftstrafe verurteilt – 5. Oktober 2010
Prozess gegen ehemaligen Messdiener wegen sexuellen Missbrauchs
Der Hintergrund der Taten bleibt auch nach dem Prozess im Dunkeln. Mit Alkohol machte er die Jungen und Mädchen gefügig, anschließend zwang er die Kinder zum Sex. Vier Jahre und neun Monate muss ein Ex-Messdiener aus Südhessen wegen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis. (Quelle: Google Alkohol News, 5.10.10) focus.de, 4.10.10
Heilbronn, D: Jugendliche erhielten ohne Probleme Alkohol – 3. Oktober 2010
Jugendliche haben bei Testkäufen im Kreis Heilbronn in mehr als der Hälfte der Geschäfte verbotenerweise Alkohol kaufen können. Gegen die Verkäufer seien Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz erstattet worden, teilte die Polizei am Freitag mit. (Quelle: Google Alkohol News, 2.10.10) bild.de, 1.10.10
D: Ernüchternde Fakten zum Thema Alkohol – 3. Oktober 2010
SPD hatte zur Info-Veranstaltung geladen
Borgentreich “Wir haben ein Alkoholproblem in Kreis Höxter”, sagt Gilbert Schulte von der Polizei Höxter. Gemeinsam mit Burkhard Albers von der Suchtvorbeugung im Caritas-Beratungszentrum Brakel zieht der Kriminalbeamte deshalb seit einigen Monaten durch die Städte des Kreises, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. So waren die beiden auf Einladung der Juso-AG Warburg/Borgentreich und der SPD-Fraktion im Borgentreicher Stadtrat jetzt auch zu Gast in der Bördestadt.
Das Vor-Ort-Gespräch im Katholischen Pfarrheim stand unter dem Titel: “Die Jugendlichen im Kreis Höxter und ihr Trinkverhalten: Gibt es Grund zur Sorge?” – “und schnell wurde klar, dass die Frage mit ,Ja’ beantwortet werden muss”, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Dierkes gegenüber der Neuen Westfälischen. (Quelle: Google Alkohol News, 2.10.10) nw-news.de, 2.10.10
Jahrestagung der Drogenbeauftragten – Einladung zur Pressekonferenz “Alkohol- für Frauen (k)ein Problem?” 3. Oktober 2010
Berlin – Anlässlich ihrer Jahrestagung “Alkohol- für Frauen (k)ein Problem?” lädt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, zu einer Pressekonferenz ein. Alkoholmissbrauch von Frauen ist ein bislang noch zu wenig beachtetes Themenfeld. Besondere Präventions- und Therapieansätze, die sich nach den Bedürfnissen und der Lebenssituation von Frauen ausrichten, sind notwendig. …
Kirchen werben bei Wertekongress fürs christliche Menschenbild – 3. Oktober 2010
„Christlich ist nicht gleich konservativ“
Beim Wertekongress der Union haben die beiden großen Kirchen in Deutschland für eine auf dem christlichen Menschenbild basierende Politik geworben – und sind nach Ansicht von Prälat Karl Jüsten damit auf offene Ohren gestoßen. …(Quelle: domradio.de, 27.9.10) unser Online-Kommentar: Jesus, auf den sich diese Politiker berufen, war ein von der Masse ungeliebter Sozialreformer, ja Revolutionär. Die C-Politiker haben das noch nicht begriffen, solange sie das grösste sozialmedizinische Problem, die Alkoholfrage, nicht wirklich angehen. Sie realisieren nicht, dass in diesem Zusammenhang die Menschenwürde ständig verletzt wird, dass in vielen Familien…
Leider halten sich die Kirchen ebenso vornehm zurück.
FORSCHUNG
D: Gesundheitsbericht – 29. Oktober 2010
Männer sterben öfter an Herzinfarkt, greifen häufiger zum Alkohol und haben ein höheres Selbstmordrisiko als Frauen: Der erste Männergesundheitsbericht lässt vom Image des starken Geschlechts nicht viel übrig. Doch Schuld daran tragen keinesfalls die Männer allein, glauben die Experten.
Die Daten des ersten Männergesundheitsberichts sprechen für sich: Bei Herzinfarkten, Lungenkrebs und Alkoholmissbrauch, aber auch Diabetes, Gicht und Fettleibigkeit liegen die Männer deutlich vorn. Ein Blick auf ihre spezifischen Probleme ist lange überfällig, betonen die Autoren von der Stiftung Männergesundheit und der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit, die den Report am Donnerstag in Berlin vorgestellt haben. Denn sowohl die Vorsorge als auch die medizinischen Angebote erreichten die Männer viel zu selten. (Quelle: Google Alkohol News, 29.10.10) spiegel.de, 28.10.10
Darmkrebs: Fünf Lebensstil-Tipps für ein geringeres Risiko – 28. Oktober 2010
Fast ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen ließen sich vermeiden, wenn die Menschen die Ratschläge für einen gesunden Lebensstil befolgen würden – und zwar hinsichtlich Bewegung, Bauchumfang, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Ernährung. Dieses Fazit ziehen dänische Forscher aus der Auswertung der Daten von mehr als 55.000 Erwachsenen. Sogar kleine Änderungen in der Lebensweise hätten einen entscheidenden Einfluss auf das Risiko für Darmkrebs (Kolorektales Karzinom), schreiben die Forscher im Fachmagazin “British Medical Journal” (doi: 10.1136/bmj.c5504). (Quelle: netdoktor.de, 27.10.10)
Weintrinker mit besserer Hirnleistung als Bier und Schnapstrinker – 22. Oktober 2010
Ein bis zwei Gläser Wein wöchentlich fördern das menschliche Denkvermögen. Die Weintrinker schlügen mit ihrer Hirnleistung sogar Menschen, (nur Frauen) die überhaupt keinen Alkohol anrührten, berichten Norwegische Forscher in der Tromsø Studie. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt “Acta Neurologica Scandinavica” veröffentlicht. (Quelle: netdoktor, 20.10.10) Kommentar: Wieder eine zweifelhafte Studie. Dass nur abstinente Frauen schlechter abschneiden wird meist nicht erwähnt, dass es auch daran liegen könnte, dass moderate Weintrinker ein besseres Bildnungsnineau und höheren sozialen Status aufweisen und allgemein gesünder leben, auch nicht. Damit werden auch die Ergebnisse in Bezug auf die Herzkrankheiten relativiert, die bei den Untersuchten gleichfalls ein Thema waren.
Alkohol macht Männer glücklicher als Frauen – 22. Oktober 2010
Frauen werden durch Alkohol glücklich, Männer melancholisch? Alles quatsch, wie eine neue Studie jetzt bewies.
Männer neigen mehr zum Alkohol als Frauen. Die Tatsache ist lange bekannt, wer irgendeinen Zweifel daran hat, sollte an einem x-beliebigen Tag in einem x-beliebigen Winkel der Welt in eine Kneipe seiner Wahl gehen und einfach mal schauen, wer da so am Tresen hängt – okay, vielleicht sollte diese Kneipe nicht unbedingt in Großbritannien sein. Aber überall anders bietet sich folgendes Bild: Eine Überzahl schweigender Männer, eine Hand am Glas, eisern vor sich hinstarrend, wahlweise auf einen Bildschirm auf dem eine Sportsendung übertragen wird, in die Luft oder auf die weibliche Minderheit vor Ort. (Quelle: Google Alkohol News, 21.10.10) welt.de, 20.10.10
Alkohol: Das beschwipste Gen – 22. Oktober 2010
Chapel Hill – Die Wirkung von Alkohol auf das Gehirn wird von der Aktivität der Enzyme beeinflusst, die Ethanol im Körper abbauen. Das Gen für eines dieser Enzyme wird von US-Forschern in Alcoholism: Clinical and Experimental Research (2010; doi: 10.1111/j.1530-0277.2010.01317.x) jetzt mit dem verminderten Risiko einer Alkoholabhängigkeit in Verbindung gebracht. Wer schneller beschwipst ist, sei weniger suchtgefährdet. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 21.10.10)
Frühe Aufklärung – weniger Alkoholprobleme – 22. Oktober 2010
Kinder, die früh über Suchtgefahren aufgeklärt wurden, greifen später seltener zu Alkohol und Tabak. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie im Auftrag der AOK Hessen. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung hatte dafür von 2005 bis 2008 mehr als 500 Kinder nach ihren Erfahrungen mit Alkohol und Tabak befragt. Ein Teil davon hatte in der Grundschulzeit regelmäßig an einem von mehreren Präventionsprogrammen teilgenommen, die von Krankenkassen unterstützt wurden. (Quelle: Google Alkohol News, 18.10.10) welt.de, 17.10.10 unser Online-Kommentar: Der erreichte Unterschied von 8,4% beim Alkohol entspricht bei einer Schulklasse von 25 Kindern gerade einmal 2 Schülern, die von diesem Projekt profitiert haben. Das ist mir zu wenig. Wenn das als Alibi für die Politiker dient, keine wirksame Alkoholpolitik treiben zu müssen, verkaufen sie ihre Wähler für dumm. …
Alkohol ist in Neuseeland billiger als abgepacktes Wasser – 16. Oktober 2010
Wellington — Alkohol ist in Neuseeland mittlerweile billiger zu haben als Wasser. Laut einer in der Zeitschrift “New Zealand Medical Journal” veröffentlichten Studie der Otago University kostet ein Glas Wein mittlerweile nur 0,62 neuseeländische Dollar (0,35 Euro), 250 Milliliter Wasser aus der Flasche hingegen 0,67 Dollar. Ungeachtet der steigenden Löhne sei der Alkoholpreis im vergangenen Jahrzehnt gefallen, so dass sich Alkohol zur “wahrscheinlich billigsten Entspannungsdroge in Neuseeland” entwickelt habe, erklärte einer der Autoren der Studie, Nick Wilson.
Dies sei besonders besorgniserregend, weil nach internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen billiger Alkohol Trinkgelage bei Jugendlichen fördere, sagte Wilson weiter. Der niedrige Alkoholpreis schade der Gesundheit der Neuseeländer und dem sozialen Gefüge im Land, warnten die Autoren der Studie. Außerdem belasteten die Folgen des vermehrten Alkoholkonsums das staatlich geförderte Gesundheitssystem mit hohen Zusatzkosten. (Quelle: Google Alkohol News/AFP, 16.10.10) Kommentar: In Europa ist es nicht viel besser. Verglichen mit dem Einkommen sinken die Alkoholpreise seit Jahrzehnten.
Studie: Dank Gespräch weniger Alkohol – 14. Oktober 2010
Ein kurzes Gespräch reicht und Junge schrauben ihren Alkohol-Konsum deutlich zurück, so eine neue Studie. Jetzt fordern Eltern, Lehrer zu Suchtexperten auszubilden. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) 20min.ch, 12.10.10
D: Erwachsene trinken, Kinder auch (DAK-Studie) – 12. Oktober 2010
Die Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen ist Besorgnis erregend. Als Grund für den regelmäßigen Rausch wird der hohe Leistungsdruck angeführt. Schuld tragen aber auch die Erwachsenen, die ihren Stress selbst gerne mal runterspülen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.10.10) ksta.de, 11.10.10 unser Online-Kommentar: Eine verstörende Erkenntnis sei der Alkoholkonsum der Schüler. Die Eltern werden aufgefordert, Vorbild zu sein. Völlig richtig. Leider ist diese Erkenntnis schon sehr alt und nichts hat sich geändert. Denn es ist die ganze Gesellschaft, die mit ihrer Trink-Scheinkultur den Ton angibt und auch die Politik davon abhält, die richtigen präventiven Massnahmen zu ergreifen. …
D: Jugendliche: Mehr als 40% betrinken sich regelmäßig – 12. Oktober 2010
Jeder dritte 10- bis 18-Jährige betrinkt sich nach eigenen Angaben dreimal im Monat oder öfter. 43 Prozent der Jungen und Mädchen dieser Altersgruppe konsumieren mindestens einmal im Monat mehr als fünf Gläser Bier, Schnaps oder Mixgetränke direkt hintereinander, wie aus einer am Montag vorgestellten Studie der Leuphana Universität Lüneburg hervorgeht. Befragt wurden rund 4.000 Schüler an 17 Schulen in 7 Bundesländern. (Quelle: netdoktor.de, 11.10.10)
D: Studie: Jugendliche greifen später und seltener zu Drogen – 9. Oktober 2010
Die beliebteste Droge unter Frankfurter Schülern im Alter von 15 bis 18 Jahren ist der Alkohol. Das ergab die achte Drogentrendstudie “Monitoring System Drogentrend” der Universität Frankfurt. Als Grund für den starken Alkoholmissbrauch sieht Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) die Möglichkeit, “gut drauf zu sein, ohne ein großes Risiko einzugehen”, wie sie gestern in Frankfurt sagte. (Quelle: Google Alkohol News, 9.10.10) welt.de, 8.10.10 Kommentar: Es wird nur über eine Art Häufigkeit berichtet. Über die Intensität (Binge Drinking) wird nichts gesagt. Wer unterdrückt hier Informationen und warum, in wessen Auftrag?
D: Schwangerschaft – Tabubruch mit Alkohol – 7. Oktober 2010
Viele Frauen können das Trinken während der Schwangerschaft nicht lassen.
Ab und zu ein Gläschen Alkohol während der Schwangerschaft soll dem Ungeborenen doch nicht schaden, zeigt eine Studie des University College London. Allerdings attestieren ihr Experten methodische Mängel. (Quelle: Google Alkohol News, 7.10.10) focus.de, 6.10.10 unser Online-Kommentar: Das bekannte Muster. Es ist schon eigenartig, wie immer wieder Geld “gefunden” wird, um Studien zu finanzieren, die beweisen sollen, dass mässiger Alkoholkonsum unbedenklich sei. Im Zusammenhang mit der Schwangerschaft ist es besonders verwerflich, weil die Kinder nichts gegen ihre Gefährdung tun können. … (siehe auch den ausführlichen englischen Artikel)
Urintests auf Alkohol durch Lebensmittel kaum verfälscht – 5. Oktober 2010
Urintests auf Alkoholmissbrauch werden auch durch leicht alkoholhaltige Lebensmittel kaum verfälscht. Das belegt eine am Montag veröffentlichte Studie der Universität Bonn. Wer positiv auf Alkohol getestet wird, könne sich wohl nicht mehr damit herausreden, er habe lediglich etwas Falsches gegessen oder getrunken, erklärte ein Universitätssprecher. (Quelle: netdoktor.de, 4.10.10)
Ö: Alkolenker-Studie: Höhere Strafen sind wirkungslos – 5. Oktober 2010
2009 ereigneten sich auf Oberösterreichs Straßen 7792 Verkehrsunfälle, 2490 unter Alkoholeinfluss.
Die seit einem Jahr geltenden höheren Strafen für Alkolenker haben keinen Einfluss auf die Unfallzahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von sechs verkehrspsychologischen Instituten. (Quelle: Google Alkohol News, 5.10.10) nachrichten.at, 5.10.10
Süchte der Jugendlichen Niederösterreichs: Ein Drittel raucht – 3. Oktober 2010
Ein Drittel von Niederösterreichs Jugendlichen beziehungsweise die Hälfte der 17- bis 18-Jährigen raucht regelmäßig, Alkohol konsumieren zwei Drittel “gemäßigt”. Das ergab eine aktuelle Studie der NÖ Landesakademie.
Das Rauschtrinken (“Binge drinking”) ist der Studie zufolge bei Burschen deutlich weiter verbreitet als bei Mädchen. Bei der Getränkepräferenz liegen Alcopops mit rund drei Viertel an der Spitze, bei Burschen gefolgt von Bier. (Quelle: orf.at, 3.10.10)
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 31. Oktober 2010 um 11:07 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.