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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zum Eidg. Schwingfest in Frauenfeld

Samstag 11. September 2010 von htm

3.9.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
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Zürich

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Leserbrief zu „Die Schwingfest-Puristen begehren auf“ 3.9.2010

Nun hat die Alkoholindustrie mit Feldschlösschen auch im Schwingerverband die Macht übernommen. Und damit hat sie einen weiteren kulturellen Bereich mit ihrer Scheinkultur erobert: Binge Drinking auf „Eidgenössisch“. Es gibt ja noch viel zu wenig Gelegenheiten, wo man sich unter Gleichgesinnten am Wochenende vollaufen und dann die Sau rauslassen kann. Aber das gehört bekanntlich zum Reifeprozess der Heranwachsenden und einige Erwachsenen finden ihre eigene Jugendzeit damit entschuldigt.

Die im Titel als Puristen geschmähten Anhänger einer andern Festform und einige andere verantwortungsbewusstere Mitbürger sehen das wahrscheinlich etwas anders. Nur haben sie nicht die Druckmittel wie die Alkoholindustrie und deren befreundete Wirtschaftskreise. Also zahlen wir „Passivtrinker“ weiterhin ungefragt ein Leben lang die unerhörten alkoholbedingten Sozialkosten und tragen mit Fassung die damit verbundene verminderte Lebensqualität. Wenn sich die schweigende Mehrheit der Nicht- oder Mässigtrinker nicht aus ihrer Lethargie bewegt und sich wehrt, wird auch das neue Alkoholgesetz keine Abhilfe schaffen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 11. September 2010 um 10:34 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Sport, Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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