Alkohol in Familien: Der Suff ist vorprogrammiert
Samstag 10. Juli 2010 von htm
Die Eltern trinken, sind aggressiv und lassen ihre Wut am Nachwuchs aus: Keine schöne Vorstellung, aber bittere Realität. Das Schlimme daran: Die Kinder werden genauso. Schon ab dem dritten Lebensjahr übernehmen sie die Muster. Kinder von Alkoholikern sind laut einem US-Forscher besonders anfällig, in späteren Jahren selber zur Flasche zu greifen.
Trübes Deutschland: Einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts in Berlin zufolge gilt derzeit jedes zehnte Kind in der Bundesrepublik als psychisch krank. Insgesamt 20 Prozent der deutschen Kinder sollen psychische Auffälligkeiten zeigen.
Aber was ist der Auslöser dafür, dass der Nachwuchs immer häufiger gegen Ängste, Depressionen oder Aggressionen ankämpft? Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben die Bedingungen und Lebensumstände, unter denen ein Kind in den ersten drei Jahren aufwächst – die Schwangerschaft miteingerechnet. (Quelle: Google Alkohol News, 9.7.10) news.de, 6.7.10 unser Online-Kommentar:
Sicher werden nicht alle Kinder, die in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen, die gleichen Verhaltensmuster übernehmen. Einige lernen, sich abzugrenzen und finden anderswo Hilfe oder Kompensation. Tatsache ist leider, dass in Deutschland über eine Million Kinder so aufwachsen müssen, das ist eine gewaltige, dauernde Belastung für die Gesellschaft. Erschwerend kommt dazu, dass diese Kinder schwer zu finden sind, ihnen deshalb nicht geholfen werden kann, denn Alkoholkranke und ihre Familien sind Meister im sich Verstecken. So werden die Kinder in der Schule meist falsch eingeschätzt.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 10. Juli 2010 um 16:56 und abgelegt unter Alkoholkrankheit, Allgemein, Eltern, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Statistik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.