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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu Drogentests in Schulen

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

19.4.2010
Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Wenn Pädagogen auch Polizisten sind“ am 19.4.10

Meine über dreissig Jahre als Oberstufenlehrer, der sich intensiv um Suchtprävention bemüht hat, haben mir gezeigt, dass die inzwischen wissenschaftlich erhärteten Erkenntnisse zutreffen: Schulprävention vermag den Wissensstand zu verbessern, aber kaum das Verhalten zu steuern. Ein wesentlicher Grund wird im Artikel am Schluss angedeutet: Solange das Umfeld von Alkoholfreudigkeit geprägt ist, wirkt die Prävention unglaubwürdig und ist unwirksam. Da spielt das nahe Umfeld der Lehrerschaft schon eine Rolle. Aber die ganze Erwachsenengesellschaft ist ja geprägt von Alkohol in jeder Situation, von der Wiege bis zur Bahre. Die Medien überbieten sich mit Lifestyle-Berichten zu Alkohol-Themen. Und die Politik gibt laufend neue Highlights (z.B. TV-Alkoholwerbung, Verwässerung des Präventionsgesetzes, usw.) als Dreingabe, damit ja klar ist, wie die Interessen verteilt sind.
Dass nun noch die Repression in der Schule mit Drogentests Einzug halten muss, ist eine weitere Bankrotterklärung der Politik, die nicht gewillt ist, das nötige Massnahmenpaket zu schnüren und ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht erschienen)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 6. Mai 2010 um 09:50 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Jugend, Leserbriefe, Medien, Politik, Schweiz, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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