Alkohol-Testkäufe in der Region Hannover, 3. Phase
Freitag 2. April 2010 von htm
Jeder Dritte in der Region Hannover verkauft Alkohol an Jugendliche. Das ist das Ergebnis der dritten Phase an Alkohol-Testkäufen, die die Region Hannover jetzt in 15 Kommunen abgeschlossen hat. In 33,6 Prozent der Fälle erhielten die minderjährigen Testkäufer das verlangte Getränk. Besonders auffällig: Bei fast der Hälfte der Fälle, in denen Alkohol verkauft wurde, verlangten die Verkäuferinnen oder Verkäufer vorher den Personalausweis. Dennoch ging die Flasche über den Tresen. „Viele schauen einfach nicht richtig hin oder rechnen falsch“, stellt Bettina von Domarus fest, die sich als Regionsmitarbeiterin um den gesetzlichen Jugendschutz kümmert. (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.4.10) fd-regionhannover.de, 1.4.10 mit unserem Online-Kommentar: Die Bemühungen um die Durchsetzung der Jugendschutzgesetze in dieser Region sind sicher lobenswert. Die mehrfachen Kontrollen zahlen sich aus. Allerdings stellt sich die Frage, ob nur auf Spirituosen und Mixgetränke getestet wurde. Auch in Bayern war dies der Fall. Wenn auch Vergorenes eingekauft wird, könnte der Erfolg vielleicht geringer sein. Will man keine Jugendliche unter 16 als Testpersonen einsetzen?
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 2. April 2010 um 10:19 und abgelegt unter Alcopops (de), Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Internationales, Jugend, Statistik, Verhältnis-Präv.. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.