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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu „Vorbeugen selten besser als heilen“

Mittwoch 17. Februar 2010 von htm

Leserbrief zu „Vorbeugen selten besser als heilen“, in der NZZ vom 2.2.2010 (nicht online)

Sie gewähren einem deutschen Hydrobiologen viel Raum, um in einem Rundumschlag die Prävention im Gesundheitswesen zu verdammen. Haben Sie keinen kompetenten Gesundheits-Fachmann dafür gefunden? Was hätte Herr Gärtner wohl gesagt, wenn die Schweinegrippe in voller Wucht ausgebrochen wäre, ohne dass genügend Impfstoff bereitgelegen hätte?
Dass er mit seinen Verallgemeinerungen auch Gebiete in Mitleidenschaft zieht, die dringend der Vorsorge bedürfen, ist ihm vielleicht nicht bewusst, oder gar beabsichtigt. Dieses Gefasel von Freiheit und Verantwortung auf diesen Seiten ist ja bald krankhaft. Er sollte sich einmal vorrechnen lassen, wie viele Milliarden weltweit für die Behebung von Alkoholschäden aufgewendet werden müssen, statt dass diese Beträge in die Vorsorge und für die Therapie eingesetzt werden können. Auch in der Schweiz geben wir jährlich über 6.5 Milliarden Franken aus. Letztendlich zahlt der Einwohner. Aehnliches wird es auch in andern Gesundheitssektoren festzustellen geben.
Eine Einschränkung der Freiheit im grossen Stil ist der Alkoholindustrie und ihren Komplizen anzulasten. Sie haben die Bevölkerung in Geiselhaft genommen und zur ungefragten Zahlung der Alkoholschäden und zum Ertragen der Minderung der Lebensqualität verpflichtet. Wann lehnt sich der Liberalismus endlich gegen diese Vergewaltigung auf? Lieber verdient er daran.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 17. Februar 2010 um 14:37 und abgelegt unter Allgemein, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv.. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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