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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Mässiger Alkoholkonsum wirklich gesund? (Online-Komm.)

Mittwoch 18. November 2009 von htm

Online-Kommentar zu Studien „Alkohol – in Maßen gesund?“ im Bayerischen Rundfunk am 16.11.09.
Ihr Artikel über gesunden Alkohol ist leider nicht über alle Zweifel erhaben. Vor allem verschweigen Sie die gesundheitsschädlichen Aspekte auch bei geringem Konsum, die gerade in letzter Zeit durch Studien belegt sind. Auch dass andere Aspekte zu den positven Ergebnissen geführt haben können, erwähnen Sie nicht. Z.B. dass mässige Weintrinker an sich meistens gesünder leben, z.B. weil sie es sich leisten können und deshalb ein besseres Risiko darstellen als Abstinente. Dann kommt die ganze Problematik der Abstinenten, die oft wissentlich oder unwissentlich in unsachgemässer Weise als Vergleichsgruppe herhalten mussten, obwohl sie ein derart heterogenes Gebilde darstellen, dass sie in keiner Weise als Vergleichsgruppe geeignet sind. Nur lebenslange Abstinenten ohne gesundheitliche Altlasten als Diabetiker, Alkoholiker, Übergewichtige usw. dürften als Vergleich herangezogen werden. Doch sind diese in der erforderlichen Menge in den wenigsten Ländern aufzutreiben. (Studie von Kaye Fillmore, Kalifornien) Dazu kommt, dass Studien, die von einer Industrie finanziert sind, meist im Ergebnis den Wünschen des Auftraggebers entsprechen. Auch legen die Forscher oft die Erhebungsstrukturen nicht offen, so dass eine wirkliche Überprüfung nicht möglich ist.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 18. November 2009 um 11:16 und abgelegt unter Allgemein, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Medizin, Reklame, Statistik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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